Kein Ende der Serie

 

Zwei Serien sollten am Samstagabend in Hüttenberg enden: Einerseits die von fünf Heimsiegen des TV Hüttenberg in Folge, andererseits die bisher erfolglose Reihe des ASV in fremder Halle in dieser Saison. Doch trotz guter kämpferischer Leistung sollte beides vor gerade einmal 856 Zuschauern nicht gelingen, der TV siegte am Ende mit 29:27 (16:10).

Dabei hatten die Gäste, die von rund 50 Fans in Hüttenberg lautstark unterstützt wurden, nach verschlafenen Anfangsminuten und einem 4:1-Rückstand gut in die Partie gefunden. Bis zur 18. Minute war das Spiel beim Tabellendritten ausgeglichen, den Westfalen bot sich die Chance auf den 7:7-Ausgleich. Doch statt diese zu nutzen, leisteten sich die in der Folge vor allem Offensiv schwach agierenden Akteure eine lange Torflaute. Hüttenberg zog zunächst bis auf 13:6 und bis zur Pause sogar auf 16:8 davon.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich der ASV aber deutlich. Zunächst blieb es noch beim Vorsprung des TVH, doch nach dem 19:10 kamen die Westfalen richtig in Schwung. Vier Treffer in Serie sorgten für berechtigte Hoffnungen auf den ersten Auswärtserfolg der Saison. Denn während der ASV immer stärker wurde, zeigte gerade die schnellen Tore durch die Außenspieler - Lukas Blohme brachte es am Ende sogar auf neun Trefffer - Wirkung. Allerdings nicht für lang - denn die nach den vielen guten Ergebnissen mit vie Selbstvertrauen ausgestatteten Hüttenberger konterten und legten wieder von 19:14 auf 23:14 vor. Doch auch vom scheinbar vorentscheidenden Rückstand ließ sich der ASV in seinen Bemühungen nicht mehr abbringen. Die Offensive wurde immer durchschlagskräftiger, die Spieler von Niels Pfannenschmidt immer mutiger. Hinzu kam, dass auch die Defensive mit jeder Aktion stabiler wurde, etliche Paraden von Dennis Doden im Tor taten ihr übriges. So kämpfte sich der ASV in einer spannenden und äußerst stimmungsvollen Schlussphase noch auf zwei Tore heran. Den Treffer zum 25:23 erzielte mehr als fünf Minuten vor dem Ende Daniel Eggert. Doch näher kamen die Gäste am Ende nicht mehr heran, Hüttenberg brachte den sechsten Heimsieg in Folge irgendwie über die Zeit und siegte mit 29:27.

"Bis zur 18. Minute war eigentlich alles okay. Aber dann haben wir völlig die Ordnung verloren. Wir haben uns das selbst versaut", fand ASV-Trainer Niels Pfannenschmidt deutliche Worte für die unter dem Strich "ärgerliche Niederlage". Zufrieden zeigte sich stattdessen sein Gegenüber Adalsteinn Eyjolfsson, der "glücklich über den Sieg" war, "auch wenn wir in der zweiten Halbzeit die Steuerung des Spiels etwas aus der Hand gegeben haben".

Im nächsten Spiel am Samstag in eigener Halle gegen die HSG Konstanz (19:15 Uhr) hoffen die Westfalen nun auf zumindest einige Rückkehrer aus dem Verletztenlager. Zwar werden Savvas Savvas und Julian Possehl sicher noch bis 2017 fehlen, möglicherweise kehren aber Fannar Fridgeirsson und Lars Gudat wieder zurück.

Statistik zum Spiel

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg - Stefan, Sklenak (1), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (7/2), Rompf (3), Zörb (n. e.), Fernandes, Johannsson (3), Roth (3), Mappes (9/1), Hofmann (2)

ASV Hamm-Westfalen: Storbeck, Doden - Blohme (9), Huesmann, Brosch (1), Fuchs, Eggert (2), Macke (3), Ritterbach (4), Pretzewofsky (n. e.), Zintel (6/4), Höning, Neuhold (2)

Schiedsrichter: Christoph Immel, Roland Klein

Zuschauer: 856

Zeitstrafen: TVH 4 Minuten, ASV 8 Minuten

Spielfilm: 2:0 (6.), 4:1 (11.), 6:5 (17.), 7:6 (18.), 11:6 (24.), 16:8 (30.), 19:10 (38.), 19:14 (41.), 23:14 (44.), 24:21 (52.), 25:23 (55.), 27:25 (59.), 29:27 (60.).

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