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Maurice BehrensSelten zuvor kämpfte ein Gästeteam beim ASV Hamm-Westfalen II zu Beginn einer Oberliga-Partie mit so viel Leidenschaft und Biss wie der angereiste Tabellenführer TuS Spenge. Die Handball-Sieben von Coach Heiko Holtmann wollte gewinnen, das war der Truppe förmlich anzusehen. Und dann war da noch die klare 29:36 Hinspielpleite- auch dafür wollten sich die Ostwestfalen zweifellos revanchieren. Als Am Ende des hart umkämpften Treffens ein knapper 26:25 (13:11) Erfolg für den Herbstmeister feststand, löste sich die Anspannung der strahlenden TuS-Akteure noch auf dem Spielfeld der gut besuchten Freiherr-vom-Stein Halle.

Natürlich auch beim Gästetrainer, der nach den nervenaufreibenden 60 Spielminuten gleich mehrfach von einem glücklichen Auswärtssieg sprach. „Insgesamt ist unsere Taktik mit einer offensiven Deckung gegen den ASV aber aufgegangen. Wir haben den Kampf angenommen und nicht wie im Hinspiel den Faden verloren“, urteilte Holtmann, ohne zu verschweigen, dass seinem Team auch die Umstände in der letzten Spielminute in die Karten gespielt hatten. Doch Exakteres dazu später. Betroffene Gesichter nach dem Schlusspfiff bei den Akteuren des ASV Hamm-Westfalen, insbesondere beim Coach Tobias Mateina. Der konnte das Erlebte kaum fassen, denn schließlich hatte sein Team den Sieg- zumindest aber einen Punkt, doch schon so gut wie sicher in der Tasche. „Gegen den Spitzenreiter haben wir zweifellos eine sehr starke Leistung abgeliefert. Die Jungs haben ein Spiel gedreht und sich mit großem Engagement nach vorne gekämpft. Doch der TuS hatte in Form von Nils van Zütphen noch einen Trumpf im Ärmel“, spielte Mateina auf die Schluss-Offensive der Gäste an, denn TuS-Coach Holtmann wechselten den vierfachen Torschützen seiner Mannschaft erst in der 45. Minute ein.

Den Widerstand des Spitzenreiters zu brechen schien zu Beginn der Partie gar nicht möglich. Weil dem ASV gleich fünf Abspielfehler passierten, Spenge in dieser Start-Phase mit einer 4:0 (7.) Führung das erste Achtungszeichen setzte. Erst nach und nach bekamen die Hammer mit einer aggressiveren Abwehr Zugriff zum Gegner, doch es dauerte noch lange 20 Spielminuten, ehe Treffer von Phil Schrage, Kim Voss-Fels und David Spiekermann einen schon klaren 4:9 (18.) Rückstand bis zur Pause (11:13) wieder in überschaubare Grenzen bringen konnten. Und dies ohne Mitwirken von David Wiencek, der sich bereits in der Anfangsphase an der Wurfhand verletzte. Die Hammer Faktoren wie Kampfgeist und Leidenschaft prägten auch den Wiederbeginn der Partie. So erhöhte der ASV den Druck und gewann zunehmend die Oberhand im Spiel. Meist durch schnelle Treffer von Vincent Saalmann von außen, Jan Pretzewofsky und David Spiekermann aus dem Rückraum sowie Phil Schrage nach sehenswerten Kontern. Erinnerungen aus dem Hinspiel wurden wach, als der ASV erstmals wieder gleichzog (14:14) und im nachfolgenden Schlagabtausch stets mit einem- oder zwei Toren Vorsprung (20:18, 25:23) vorne lag.

Großen Anteil daran hatte auch der Hammer Schlussmann Maurice Behrens, der immer zur richtigen Stelle war und gute Gästechancen vereitelte. Doch in der Schlussphase wurde der Hammer Keeper zur tragischen Figur seines Teams. Nach einem Steilangriff der Gäste beschwerte sich Behrens beim Stande von 25:25 (59.) beim Schiedsrichter-Gespann Antal/Krutschek und kassierte dafür eine Zwei-Minuten-Strafe. Da der Hammer Trainer für den verletzten Patrick Krömer keinen weiteren Schlussmann nominiert hatte, musste nun als Feldspieler Justin Black zwischen die Hammer Torpfosten. Das Schicksal der Gastgeber nahm seinen Lauf, als Sebastian Reinsch -exakt 18 Sekunden vor dem Spielende- mit seinem vierten Tor die Hammer 25:26 Niederlage besiegelte.

ASV: Behrens- Pretzewofsky (3), Richter (1), Spiekermann (6), Voss-Fels (5), Weigel, Tröster, Krause, Wiencek, Black, Schrage (5), Saalmann (5), Bihler, Zyska.

Oberliga

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