Nächste schwere Aufgabe: ASV empfängt Erstligaabsteiger Minden
Nach zwei Niederlagen zum Auftakt wartet auf den ASV Hamm-Westfalen am Sonntag die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der 2. Handball-Bundesliga. Um 17 Uhr ist Erstligaabsteiger GWD Minden in der WESTPRESS arena zu Gast. Für die Mannschaft von Trainer Jamal Naji geht es dabei vor allem darum, an die gute erste Halbzeit aus dem Auswärtsspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen anzuknüpfen.
Die ersten beiden Spieltage haben dem Aufsteiger deutlich vor Augen geführt, wie hoch die Anforderungen in der 2. Handball-Bundesliga sind. Nach dem 23:41 zum Auftakt gegen den VfL Eintracht Hagen zeigte sich der ASV in Nordhorn zunächst deutlich verbessert. Bis zum 12:12 zur Pause verlief die Partie völlig offen, nach dem Seitenwechsel verloren die Westfalen allerdings zunehmend den Zugriff und mussten sich am Ende mit 20:28 geschlagen geben.
Gegen Minden soll es nun gelingen, die Leistung aus den ersten 30 Minuten in Nordhorn über einen deutlich längeren Zeitraum auf die Platte zu bringen. Einfacher wird die Aufgabe allerdings nicht. Mit GWD kommt ein Team nach Hamm, das noch in der vergangenen Saison in der 1. Handball-Bundesliga spielte und dort erst am letzten Spieltag äußerst knapp den Klassenerhalt verpasste.
Auch Minden wartet noch auf ersten Saisonsieg
Auch die Mannschaft von Trainer Aaron Ziercke wartet allerdings noch auf den ersten Saisonsieg. Zum Auftakt unterlag GWD beim SC DHfK Leipzig knapp mit 23:24. Am vergangenen Wochenende trennten sich die Mindener in ihrem ersten Heimspiel mit 34:34 vom TuSEM Essen. Dabei bewies GWD nach schwierigem Start Moral, drehte zwischenzeitlich die Partie und musste erst mit dem letzten Essener Angriff den Ausgleich hinnehmen.

Der Kader der Gäste bringt reichlich Erstligaerfahrung mit. Im Tor verfügt Minden mit Tibor Ivanišević und Malte Semisch über ein erfahrenes Gespann. Im Rückraum stehen Trainer Ziercke unter anderem Alexander Weck, Antonio Metzner, Ian Weber, Karolis Antanavičius, Morten Hempel Jensen und Philipp Vorlicek-Michalczik zur Verfügung. Auf der rechten Außenbahn gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen ASVer Jakub Sterba. Entsprechend groß ist die individuelle Qualität des Erstligaabsteigers.
ASV: Mehr Konstanz ins eigene Spiel bekommen
Für den ASV wird es darauf ankommen, die positiven Ansätze aus Nordhorn zu bestätigen und über 60 Minuten mehr Konstanz ins eigene Spiel zu bekommen. Gegen den favorisierten Erstligaabsteiger wollen die Westfalen dabei auch die Unterstützung des eigenen Publikums nutzen.
Personell muss Trainer Jamal Naji weiterhin auf Benjamin Edwards verzichten. Die Einsätze von Benedikt Kühn (Muskelverletzung) und Sigurt Leth Klinge (Fußverletzung) sind noch fraglich.
Anwurf in der WESTPRESS arena ist am Sonntag um 17 Uhr. Die Arena öffnet 90 Minuten vor Spielbeginn um 15:30 Uhr.