Tickets
Fan Shop
Kids-Club

Sonntag kommt Hagen

Auch die Aufmerksamkeit der Fans des ASV Hamm-Westfalen dürfte beim anstehenden 27. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga zunächst dem Topspiel am Freitagabend zwischen Tabellenführer VfL Potsdam und der zweitplatzierten SG BBM Bietigheim gelten. Am Sonntag heißt es dann für die Westfalen im Duell mit dem Tabellenvierten VfL Eintracht Hagen aber, die eigene Aufgabe zu lösen, um im spannenden Aufstiegskampf den Kontakt zum Spitzenduo zu halten. Anwurf in der WESTPRESS arena ist um 17 Uhr, Karten wird es auch noch an der Tageskasse geben.

„Ich verstehe, dass das Spitzenspiel aus Fansicht seine Bedeutung hat. Wir können es nicht beeinflussen, lassen uns davon also auch nicht ablenken. Denn selbst wenn Bietigheim in Potsdam punktet, stellen wir ja nicht die Arbeit ein. Wir müssen auf uns schauen und unsere Sache gut machen – und das Spieltag für Spieltag. Dann werden wir am Ende sehen, wofür es reicht“, stellte ASV-Trainer Michael Lersch vor dem 27. Spieltag klar. Genau so sei man vor zwei Jahren vorgegangen: „Auch wenn es phrasenhaft klingt: Von zu Spiel zu Spiel denken und arbeiten, so lautet die Devise. Wir wissen ja, wozu es am Ende geführt hat“, so Lerscht weiter.

Möglicherweise haben sich die Gäste diese Devise angeeignet, so recht abgeschrieben hat man selbst bei der Eintracht offenbar nicht, doch noch auf einen der beiden Aufstiegsplätze rücken zu können, wie man aus Mannschaftskreisen hört. Der Rückstand auf Bietigheim beträgt acht Spieltage vor dem Ende allerdings stolze sieben Zähler. Um diese eher theoretischen Chancen noch am Leben zu erhalten ist also ein Sieg beim heimstarken ASV Voraussetzung. Und dieser würde zumindest den Kampf um Platz drei etwas spannender gestalten.

Für die Gäste spricht einerseits der überraschende 41:26-Kantersieg im Oktober, als die Westfalen in Hagen ihre schwächste Saisonleistung ablieferten. Zudem gelangen zuletzt drei Siege, die vorherige 37:39-Niederlage bei der HSG Nordhorn-Lingen war die bisher einzige in diesem Jahr. Mit einer Jahresbilanz von 12:2 Zählern – acht davon allerdings in eigener Halle gesammelt – dürfte das Selbstvertrauen bei den Gästen spürbar sein. Da dies sicher auch auf die Gastgeber zutrifft, die sich nach der knappen Topspielniederlage gegen Bietigheim zuletzt in Großwallstadt unbeeindruckt zeigten, dürfen sich die Handballfans am Sonntag ab 17 Uhr auf ein erneut packendes Spitzenspiel der 2. Liga freuen – unabhängig von aller Theorie und Rechenspielen. Von den letzteren werden die ASV-Fans zumindest eines gerne bemühen: Aus den bisherigen neun direkten Duellen ging der ASV bisher sieben Mal als Sieger hervor. Wie gewohnt wird die Partie live bei DYN übertragen, Sendebeginn ist um 16:50 Uhr.

Gewohntes Bild in der Untermainhalle: Ganze zwölf Mal mussten die Torhüter des TVG die Bälle von Fabian Huesmann aus dem eigenen Netz fischen. - Foto: TVG

Hertlein vernagelt Hammer Tor

Einen in Summe ungefährdeten 32:26-Auswärtssieg in einem intensiven Spiel der 2. Handball-Bundesliga hat der ASV Hamm-Westfalen am Ostersonntag beim TV Großwallstadt gefeiert. Wieder einmal herausragend war Kapitän Fabian Huesmann, der acht Siebenmeter verwandelte und vier Treffer aus dem Feld erzielte. Auch Winterneuzugang Marc-André Haunold überzeugte und war mit fünf Toren zweitbester Werfer vor 1.470 Zuschauern beim Tabellendritten. Im Tor lieferte zudem der im Spielverlauf eingewechselte Felix Hertlein eine Spitzenleistung ab, unter dem Strich wehrte er in knapp 30 Minuten mehr als die Hälfte aller Bälle ab.

Bis zum 5:5 in der neunten Minute verlief der Start ausgeglichen, danach erspielte sich der ASV, der erneut ohne den infektgeplagten Nico Schöttle und den muskulär angeschlagenen Marc Artmeier antrat, durch Björn Zintel, Huesmann und Jan von Boenigk eine 8:5-Führung bis zur elften Minute. Zwar kam der TVG in den Folgeminuten wieder auf 8:9 heran, die Gäste blieben dann begünstigt duch Überzahlsituationen sieben Minuten ohne Gegentor und legten erneut auf 13:8 vor. Aus der Überlegenheit machte der ASV in den weiteren Minuten der ersten Halbzeit zu wenig, erlaubte sich einige Fehlwürfe und ließ den TVG so bis zur Pause wieder in die Partie kommen. Der nutzte das und verkürzten bis zur Pause auf 16:17.

Auch in die zweite Halbzeit starteten die Westfalen noch nicht so stark, wie in den ersten 20 Minuten. Nach drei Minuten glich Adrian Kammlodt aus, Florian Eisenträger warf kurz darauf den Tabellenzwölften erstmalig in Führung. Aber auch diese schwächere Phase der Gäste überstand die Mannschaft von ASV-Coach Michael Lerscht. Nach fünfeinhalb Minuten erlöste Alexander Schulze sein Team mit dem ersten Treffer nach über acht torlosen Minuten. Erneut Schulze und dann Huesmann stellten wieder einen Zwei-Tore-Abstand her. Zwar glich Stefan Salger in der 41. Minute noch einmal zum 21:21 aus, danach ließ der ASV, bei dem Torwart Felix Hertlein das Gehäuse regelrecht vernagelte und auf den Fabelwert von mehr als 52 Prozent Paraden kam, keine Zweifel mehr aufkommen: Über 25:21 (47.) und 31:25 (57.) ging es für die Gäste nun sicheren zwei Auswärtspunkten entgegen. Nachdem die Treffer 29 bis 31 auf das Konto des Österreichers Haunold gingen, war der Schlusspunkt zum 32:26 Linksaußen Alexander Schulze vorbehalten.

Weiter geht es für den ASV nun am kommenden Sonntag, wenn der Tabellenvierte VfL Eintracht Hagen um 17 Uhr in der WESTPRESS arena zu Gast ist.

TV Großwallstadt – ASV Hamm-Westfalen 26:32 (16:17)

TVG: Minerva (12 Paraden, 44 %), Boukovinas (4 P., 20 %) – Salger (3), Klenk (1), Eisenträger (5/3 7m), Bandlow (3), Schauer, Strakeljahn (1), Bayer, Wullenweber (3), Röller, Mohr (2), Kammlodt (6), Schalles (2)

ASV: Colodeti (7 Paraden, 30 %), Hertlein (11 P., 52 %) – Huesmann (12/8), Fuchs, Scheerer, Schulze (3), Sterba (2), Jungemann, Zintel (4), Haunold (5), Bornemann (2), Dayan, Stüber, von Boenigk (4)

Schiedsrichter: Markus Hehn und Felix Mayer

Zuschauer: 1.470

Zeitstrafen: TVG 16 min, ASV 4 min

Bärenstarker 34:24-Auswärtssieg

Der ASV Hamm-Westfalen hat auch sein fünftes Rückrundenspiel in der 2. Handball-Bundesliga souverän für sich entschieden. Auch ohne den grippenkranken Trainer Michael Lerscht und ohne den ebenfalls erkrankten Mark Artmeier sowie den noch aus dem Minden-Spiel angeschlagenen Yonatan Dayan setzte sich der ASV beim Aufsteiger TuS Vinnhorst mit 34:24 (16:12) durch. Zwei Akteure in einer insgesamt starken Gästemannschaft drückten der Partie dabei ihren Stempel auf: ASV-Torwart Marcos Colodeti zeigte eine sensationelle Leistung. Er parierte insgesamt fast 50 Prozent der Bälle und wehrte insgesamt 22 Würfe ab. Offensiv überragte zudem Nico Schöttle mit elf Toren.

Fünf Minuten brauchten die Westfalen, um ins Spiel beim Aufsteiger zu finden. Eine frühe Zeitstrafe gegen Abwehrchef und einige Unkonzentriertheiten ermöglichen dem TuS eine 5:1-Führung. Co-Trainer Jens Gawer, der kurzfristig die Leitung an der Bank übernahm, rief sein Team in einer frühen Auszeit zu mehr Besonnenheit auf. Und die setzte das in der Folge immer besser um. Tor um Tor spielten sich die Westfalen heran, Kreisläufer Jonas Stüber glich in der 17. Minute zum 9:9 aus. In der 21. Minute gelang dann Rechtsaußen Jakub Sterba, der erneut insgesamt bei sechs Würfen nur einmal nicht traf, das Tor zum 11:10 und zur ersten Gästeführung. Bis zum 12:12 legte der ASV immer vor, Vinnhorst glich aus.

Danach sollten die Gäste endgültig die Kontrolle über die Partie übernehmen. Gut sechs Minuten lang ließ die Abwehr des ASV gemeinsam mit dem überragenden Torwart Colodeti im Rücken keinen Treffer mehr zu. Vorne stellten Florian Scheerer, Alexander Schulze und Sterba eine 15:12-Führung her, die Colodeti selbst mit einem Treffer ins leere TuS-Gehäuse zum 16:12-Pausenstand veredelte.

Genau vier Minuten lang hielt das ASV-Abwehrbollwerk auch im zweiten Abschnitt, erst dann erlöste Matthias Hild die Fans des Aufsteigers mit seinem Tor zum 13:17. Doch der Favorit hatte längst die Fäden in der Hand und spielte seine Stärken souverän aus. Immer wieder fanden die Akteure – allen voran Nico Schöttle – Lücken in der Abwehr und bauten so den Vorsprung immer weiter aus. Wenn es nicht aus dem Rückraum oder von Außen gelang, dann fanden die Westfalen den Weg über den Kreis, wo Jonas Stüber bei seinen vier Toren ohne Fehlwurf blieb. Und der Brasilianer im Tor der Westfalen zeigte weiterhin eine spektakuläre Parade nach der anderen – nach zwölf Paraden im ersten Abschnitt legte er nochmal neun in Halbzeit zwei nach.

Am Ende feierten die Gäste, die sich auch von der Roten Karte gegen Kapitän Fabian Huesmann elf Minuten vor dem Ende nicht mehr aus der Ruhe bringen ließen, den fünften Rückrundsieg und eine gelungene Premiere für Neuzugang Marc-André Haunold. Der Österreicher bekam nach einem unterzahlbedingten Kurzeinsatz in Halbzeit eins im zweiten Abschnitt noch einige Spielanteile und führte sich mit einigen Vorlagen und in der 50. Minute mit seinem ersten Tor für den ASV ein.

Am kommenden Freitag geht es dann für die Westfalen weiter, diesmal wieder in der heimischen WESTPRESS arena gegen den HSC Coburg. Anwurf ist um 19:30 Uhr.

TuS Vinnhorst – ASV Hamm-Westfalen 24:34 (12:16)

TuS: Kristoffersen (4 Paraden, 21 %), Hanemann (4 Paraden, 19 %) – Mileta (2), Buntic (1), Ruddat (1), Eberlein (3), Lungela (2), Siegler (2), Mazic (1), Gertges (3), Hagen (1), Timm (3), Mussner, Schröder, Durmaz, Hild (5)

ASV: Colodeti (21 Paraden, 49 %), Hertlein – Huesmann (1, 1/2 7m), Fuchs, Schöttle (11), Scheerer (2), Schulze (1), Sterba (5), Jungemann, Zintel (3), Haunold (1), Bornemann, Stüber (4), von Boenigk (5),

Schiedsrichter: Nils Hennekes, Moritz Hartmann

Zeitstrafen: TuS 8 min, ASV 8 min, Rote Karte Huesmann (49.)

Zuschauer: keine Angabe (Kap. 1.150)