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Temporeiches Testspiel

Ein sehr temporeiches Testspiel erlebten rund 170 Zuschauer in der Havixbecker Baumberg-Arena am Samstagabend zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem klassentieferen TV Emsdetten. Auf der Anzeigetafel fanden sich am Ende 84 Tore wieder – deutlicher Beleg, dass beide Teams einige Schwierigkeiten mit dem Zugriff in der Defensive hatten.

Der Abend begann für den ASV zunächst gut, überzeugend legten die Westfalen in knapp fünf Minuten mit 5:1 vor, etwas später traf Kreisläufer Jonas Stüber sogar zum 7:2 für den ASV. Der TVE setzte von Anfang auf bedingungsloses Tempo. Zunächst war es vor allem Schlussmann Marcos Colodeti, der einige freie Würfe entschärfte. Doch richtig in den Griff bekamen die Gäste den TVE-Schnellangriff lange nicht. So spielte sich der Tabellenzweite der 3. Liga auf 10:11 heran und übernahm nach einer Auszeit in der 16. Minute mit 13:12 sogar die Führung.

Doch der ASV, bei dem Trainer Michael Lerscht nach der kräftezehrenden Trainingslagerwoche fleißig durchrotierte, blieb unbeeindruckt und verschaffte sich schnell durch einen 5:0-Lauf wieder ein Polster, dies schmolz in der Folge bis zur Pause wieder auf 23:21 zusammen. Die Mission für Halbzeit zwei, in der nun Felix Hertlein das Gehäuse des ASV hütete, war klar: Die überfallartigen Angriffe des Drittligisten mussten eingedämmt werden. Dies gelang allerdings nur bedingt. Zwar hielten die Spieler des Zweitligisten den TVE weitgehend auf Abstand, ein klarer Erfolg wurde es aber bis zum Ende nicht. Der zweite Abschnitt, der mehr und mehr von unsauberen Aktionen geprägt war, endete 20:20. „Wir müssen da insgesamt abgeklärter agieren und dürfen uns nicht in dieses Spiel ziehen lassen. Daran müssen wir arbeiten“, befand Kapitän Fabian Huesmann direkt nach der Partie, die er wie sein ebenfalls am Fuß verletzter Teamkollege Philip Jungemann von der Bank verfolgte.

Neben Jonas Stüber feierte am Kreis Florian Scheerer an seinem 20. Geburtstag seine Premiere im ASV-Dress. Der vom HC Erlangen ausgeliehene Kreisläufer hinterließ in seinen Einsatzminuten einen guten Eindruck und erzielte auch seinen ersten Treffer für die Westfalen. „Es war noch viel Luft nach oben. Wir werden diese Dinge in den nächsten zwei Wochen der Vorbereitung aufarbeiten“, erklärte Michael Lerscht direkt nach der Partie.

TV Emsdetten – ASV Hamm-Westfalen 41:43 (21:23)

TVE: Vukas (1. – 30.), Krechel (31. – 60.) – Budelmann (1), Schwabe (4), Kolk (12), Thomas, Jansen (6), Stefan (7), Wiencek (1), Kluwe, Nowatzki (4), Terhaer (6/2)

ASV: Colodeti (1. – 30.), Hertlein (31. – 60.) – Fuchs, Schöttle (4), Scheerer (1), Artmeier (1), Schulze (6), Sterba (5), Zintel (4), Bornemann (3), Orlowski (1), Dayan (11/4), Stüber (4), von Boenigk (3)

Zeitstrafen: TVE 8 min (3 x Budelmann, Stefan), ASV 2 min (Zintel)

Spielfilm: 1:5 (5.), 4:9 (9.),10:11 (15.), Auszeit TVE (16.), 13:12 (16.), 13:17 (22.), 16:18 (24.), Auszeit ASV (24.) , 16:20 (26.), 19:21 (28.), 21:23 (Halbzeitstand); 23:23 (32.), 25:27 (36.), 27:30 (39.), 28:32 (40.), 31:34 (42.), 34:37 (46.), 36:39 (50.), 37:41 (55.), Auszeit TVE (55.), 40:41 (59.), 41:43 (Endstand).

Zuschauer: 170

ASV bewahrt die Nerven

Spannung bis zur letzten Sekunde, emotionaler Kampf um jeden Ball und eine tolle Stimmung – das Derby zwischen dem TV Emsdetten und dem ASV Hamm-Westfalen hat alles gehalten, was sich die Anhänger beider Clubs vom Aufeinandertreffen versprochen haben. Am Ende feierte der zweitplatzierte ASV einen 31:30-Sieg. Spielerisch hatten die Westfalen zwar mehr Möglichkeiten und lagen nicht einmal zurück, kämpferisch warfen die Hausherren, für die nur noch ein Sieg im Kampf um den Klassenverbleib die rechnerischen Möglichkeiten erhalten hätte, vor 1.650 Zuschauern aber alles in die Waagschale, was möglich war.

Nach knapp zehn Minuten lagen die Gäste, die seit Wochen erstmalig wieder in voller Besetzung aufliefen, mit 4:2 in Führung. Die Abwehr stand sehr gut, in der Offensive scheiterten die Westfalen einige Mal am gut gestarteten TVE-Keeper Maurice Paske. Eine Zeitstrafe gegen Benjamin Meschke nutzte Emsdetten, um auf 4:3 zu verkürzen. Maximilian Nowatzki verpasste noch in Überzahl die Chance zum Ausgleich. Anschließend legte Jan von Boenigk mit zwei seiner insgesamt elf Toren für die 6:4-Führung. Bei seinem zweiten Treffer wurde er dabei von Frederic Stüber im Gesicht getroffen, der dafür von den Unparteiischen mit der Roten Karte bedacht wurde. Der ASV stellte so erstmalig eine Drei-Tore-Führung her, die bis zum 11:8 in der 21. Minute Bestand hatte.

Ole Schramm und Jakob Schwabe nutzten aber anschließend nach Paraden von Paske ihre Chancen – die Partie war beim Stand von 11:10 für den ASV wieder ausgeglichen. Und daran änderte sich bis zur Pause nichts mehr – in die die Teams mit einem 15:15 gingen.

Für den zweiten Abschnitt war für die Gäste klar: Die Abschlüsse müssten noch etwas genauer werden, das Zusammenspiel Abwehr und Torwart ebenfalls. Und genau das sollte der Mannschaft von Michael Lerscht gelingen. Bis zur 39. Minute erspielten sich die Gäste wieder eine 22:19-Führung, die nun mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel bekamen. Doch dann stellte sie sich erneut selbst ein Bein: Zunächst kassierte Meschke nach Foul beim Tempogegenstoß eine Zeitstrafe – in derselben Szene leisten sich die Westfalen einen Wechselfehler. In doppelter Unterzahl war die gerade erspielte Führung gleich wieder in Gefahr.

Aber der ASV blieb in der hitzigen Atmosphäre kühl und verlor die Unterzahl nur mit einem Tor. In der 51. Minute erhöhte – nach der dritten Zeitstrafe gegen Meschke sogar in Unterzahl – Jan von Boenigk, der immer wieder von Mittelmann Dani Baijens gesucht wurde, erfolgreich zum 26:23.

Doch der TVE wurde weiter von seinen Fans nach vorne gepeitscht und ließ sich einfach nicht abschütteln. Bis zur 57. Minute hielt der ASV seine Führung, doch mit zwei Toren von Yannick Terhaer und Ole Schramm glich Emsdetten auf einmal aus und kam beim 29:29 etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss für einen oder gar zwei Punkte in Frage. Doch zunächst bewies ASV-Kapitän Fabian Huesmann Nervenstärke und verwandelte einen Siebenmeter zum 30:29. Anton Runarsson gleich 51 Sekunden vor dem Ende aus. Die Stimmung war längst auf ihrem Höhepunkt. Doch die Westfalen bewiesen erneut Nervenstärke und sicherten sich nach einer Auszeit im Hexenkessel „Ems-Halle“ durch den Mann des Abends, Jan von Boenigk, 13 Sekunden vor dem Ende den Sieg. Die verbleibende Zeit verteidigten der ASV sein Tor, in dem im zweiten Abschnitt zunächst Vladimir Bozic und dann vor allem Felix Storbeck einen sicheren Rückhalt bildeten, erfolgreich.

Für den ASV geht es nun am Freitag im letzten Heimspiel der Saison um die nächsten wichtigen Punkte im Kampf um den Erstligaaufstieg. Gegner in der WESTPRESS arena vor der „Roten Wand“ ist der TV Großwallstadt, Anpfiff ist um 19:15 Uhr.

Zur Spielstatistk.

ASV tritt beim TVE an

Drei Spiele stehen noch für die Profis des ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga auf dem Programm. Sechs Punkte können die Westfalen also noch holen – und genau das ist auch das Ziel im Endspurt der Saison 2021/2022. Wofür das am Ende für den aktuellen Tabellenzweiten reichen könnte? Damit beschäftigen Mannschaft und Trainerstab noch nicht. „Wir tun gut daran, weiter von Spiel zu Spiel zu schauen und uns auf uns zu fokussieren“, hatte Mannschaftskapitän Fabian Huesmann unlängst betont.

Und genau das will der ASV in den drei anstehenden Partien beim TV Emsdetten, zuhause gegen den TV Großwallstadt und beim TV Hüttenberg. „Für uns ist es immer wichtig, in möglichst vielen Bereichen an das maximal Mögliche heranzukommen. Wenn wir das schaffen, dann können wir in dieser Liga jedes Spiel gewinnen“, betonte Trainer Lerscht. Und wie stark die Westfalen, die zum TVE von zahlreichen Fans „in weiss“ begleitet werden, dann aufspielen können, das haben sie erst unlängst im Heimspiel gegen den ThSV Eisesnach bewiesen. Der ASV verwies den direkten Verfolger, der zuvor sechs Siege in Serie feierte, mit 24:19 eindrucksvoll in die Schranken. Ausruhen könne und dürfe man sich darauf aber selbstverständlich nicht, mahnte Lerscht vor der nächsten Aufgabe beim TV Emsdetten.

Der TVE geht unter ganz anderen Voraussetzungen in die Endphase der Saison: Für die Mannschaft um Trainer Sascha Bertow zählen auch nur Siege – allerdings, um die Chance auf die Zweitklassigkeit in der nächsten Spielzeit zu wahren. Die Voraussetzungen sind klar und größtenteils wohl eher theoretisch. Denn zunächst einmal gilt, den drei Punkte besseren TV Großwallstadt zu überholen. Und dann muss auch noch der Rückstand von vier Punkten auf Dormagen oder alternativ fünf Zähler auf Ferndorf aufgeholt werden. Immerhin gab der langersehnte Sieg unter der Woche gegen Dessau ein wenig Aufwind nach neun sieglosen Partien.

Entsprechend viel werden die Gastgeber wohl investieren: Zum einen, um die Minimalchance zu wahren und den Traum vom Handballwunder aufrecht zu erhalten, zum anderen, um wenigstens mit einem erfolgreichen Derby gegen den ASV noch für ein positives Signal am Ende einer verkorksten Spielzeit zu sorgen.

Anwurf ist am Samstag um 19 Uhr, Karten gibt es noch an der Abendkasse. Die Partie wird darüber hinaus live über SportDeutschland.TV übertragen.

Wiedersehen ehemalige Weggefährten: Ex-ASV-Kapitän Jakob Schwabe (l.) und Marian Orlowski treten am Samstag wieder gegeneinander an. - Foto: Wegener/ASV
Comeback vom Abwehrchef? Möglicherweise wird Markus Fuchs (Bildmitte) - hier in der Abwehr mit Matej Mikita - am Samstag erste Einsatzluft schnuppern können. - Foto: Wegener/ASV

ASV feiert 34:31-Derbysieg

Mit einem verdienten 34:31-Derbysieg ist der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend vor 1.239 Zuschauern gegen den TV Emsdetten in die Highlightwoche gestartet. Am Dienstag steht nun bereits die nächste Aufgabe in der WESTPRESS arena an: dann ist um 19:15 Uhr der SC Magdeburg im DHB-Pokal-Achtelfinale zu Gast.

Von Beginn erlebten die Zuschauer ein hochintensives, von beiden Mannschaften sehr temporeich geführtes Spiel. Auch die 27. Auflage des Aufeinandertreffens wurde einem Derby gerecht. Bereits nach 29 Sekunden traf Jan von Boenigk für den ASV, auch in der Folge sollte die TVE-Abwehr den Rückraum der Westfalen nicht in den Griff bekommen. Bis zur Pause traf er sechsmal. Doch auch die Gäste spielten in der Offensive stark, fanden immer wieder den Weg zum Kreisläufer, zudem waren Marcel Schliedermann und Robin Jansen, die zusammen 13 Tore erzielten, sehr umtriebig im Rückraum des TVE.

So glichen die Gäste auch einen 14:10-Rückstand, den Tim Wieling in der 19. Minute durch seinen Treffer hergestellt hatte, innerhalb von weniger als fünf Minuten aus. Der ASV hatte in dieser Phase Probleme beim Torabschluss, erst nach über sieben Minuten erlöste der eingewechselte Linksaußen Alexander Reimann nach sehenswertem Anspiel von Dani Baijens durch die Beine des Abwehrspielers die ASV-Fans. In die Pause ging es dann mit einem knappen 19:17-Vorsprung für die Gastgeber, bei denen der verletzte Torwart Vladimir Bozic durch Jan Wesemann ersetzt wurde.

Im zweiten Abschnitt fanden die Westfalen nun bessere Lösungen in der Abwehr. In der 36. Minute stellte Wieling erstmalig eine Fünf-Tore-Führung her. Und diese Führung sollte in der Folge nun Bestand haben, der TV kam nicht näher als auf zwei Treffer heran. „Im Endeffekt hat Hamm verdient gewonnen. Wir haben vieles richtig gemacht, von dem was wir uns vorgenommen haben. Wir hatten aber in der ersten Halbzeit keinen Zugriff in der Abwehr. Wir kommen nicht ins Blockspiel, nicht in den Kontakt. Heute war irgendwie der Wurm drin, deswegen auch die 34 Gegentore“, gratulierte TV-Trainer Sascha Bertow, der einen kurzfristigen Ausfall von Darko Dimitrievski wegen einer Blockade zu verkraften hatte, den Hausherren zum Sieg. „Wir haben heute ein sehr gute Teamleistung von uns gesehen. Jeder Spieler, der reinkam, hat seine Sache sehr gut gemacht. Wir führen über das ganze Spiel, deswegen glaube ich auch, dass der Sieg verdient ist. Aber es hat auch sehr viel Kraft gekostet“, meinte ASV-Coach Michael Lerscht direkt nach der Partie. „Defensiv hat es etwas gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind, 17 Gegentore sind zu viel für eine Halbzeit. Gerade im Gegenstoß und erweiterten Gegenstoß hatten wir unsere Probleme. Aber am Ende haben wir auch in schwierigen Phasen kühlen Kopf bewahrt. Und die Mannschaft hat heute einen Riesenjob gemacht.“

So waren die Akzente in der Schlussphase zwei Spielern vorbehalten, die aktuell sind in der 3. Liga für den ASV spielen: Lars Kooij, der wegen der eingeschränkten Einsetzbarkeit der angeschlagenen Kreisläufer Jan Brosch und Alexander Engelhardt viel Spielzeit erhielt, markierte zwei Sekunden vor dem Ende das 34:31. Und Jan Wesemann steuerte gerade in den Schlussminuten wichtige Paraden bei, so dass der TVE nicht weiter als auf zwei Tore herankam.

Am Dienstag geht es nun für den ASV weiter. „Das ist ein Bonus, den sich die Mannschaft durch die Siege im Pokal verdient hat. Darauf freuen wir uns alle“, stellte Lerscht klar. Anwurf gegen den SC Magdeburg ist um 19:15 Uhr. Die Partie ist ausverkauft, übertragen wird aber live von Radio Lippe Welle Hamm und kostenfrei über den ASV-YouTube-Kanal.

ASV Hamm-Westfalen – TV Emsdetten 34:31 (19:17)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (2), Huesmann (3), Brosch (2), Fuchs, Reimann (2), Engelhardt, Kooij (1), Südmeier, Pretzewofsky (1), Orlowski (2), Baijens (6), Mikita, von Boenigk (7), Wieling (8/1)

TVE: Krechel, Paske – Terhaer (4), Dimitrievski, Schwabe (2), Kolk, Schliedermann (6), Thomas (1), Holzner (6), Jansen (7), Stüber (3), Mihaljevic, Runarsson, Nowatzki (2)

Zuschauer: 1.239

Schiedsrichter: Thomas Hörath, Timo Hofmann

Zeitstrafen: ASV 12 min, TVE 12 min

Siebenmeter: ASV ¼, TVE 0/1

Harte Arbeit und am Ende verdienter Jubel: Der ASV zeigte gegen den TVE eine starke Mannschaftsleistung und bejubelte am Ende ein 34:31. - Foto: Wegener/ASV

TVE kommt Samstag zum Derby

Zum Auftakt der vierten Englischen Woche in dieser Saison tritt der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend um 19:15 Uhr in eigener Halle gegen den TV Emsdetten an. Dienstag und Sonntag darauf folgen dann die Heimspiele gegen den SC Magdeburg und TV Hüttenberg.

Doch soweit schauen die Westfalen wieder einmal noch gar nicht nach vorne. Die volle Konzentration gilt dem anstehenden Derby gegen den TVE. „Uns erwartet ein sehr kämpferischer Gegner. Unser ehemaliger Kapitän Jakob Schwabe geht da vorweg“, erwartet ASV-Trainer Michael Lerscht einen hochmotivierten Gegner, der zuletzt durch einen 33:19-Kantersieg gegen den TV Hüttenberg aufhorchen ließ. Lerscht weiter: „Emsdetten hat sich im Laufe der Saison gefunden. Das wird eine schwierige Aufgabe, aber unter dem Strich bleibt: Wir haben ein Heimspiel, wir wollen erfolgreich sein.“

Personell hat sich die Lage bei den Westfalen vor dem Jahresendspurt wieder etwas entspannt. Somit scheint lediglich Vladimir Bozic, der aufgrund muskulärer Probleme bis Jahresende fehlen wird, auszufallen. Alle anderen, zuletzt angeschlagenen Akteure meldeten sich vor dem Abschlusstraining am Freitag wieder zurück. Und die vereinten Kräfte wird der ASV in den kommenden acht Tagen benötigen. Denn nach dem Emsdetten-Spiel stehen zwei weitere Heimspiele an. „Das ist eine schon verrückte Woche mit drei solchen Highlights nacheinander. Und wieder ist es eine Woche mit einer sehr hohen Belastung zum Ende einer sehr, sehr langen Periode. Wenn man überlegt, dass seit Vorbereitungsbeginn viel Zeit vergangen ist und wir genau ein Wochenende frei hatten. Aber wir freuen uns riesig auf diese Woche und werden alles geben, um möglichst gut durch diese Woche zu kommen“, betonte der Trainer.

Während es für die beiden Ligaspiele gegen Emsdetten und Hüttenberg auch noch Karten an der Abendkasse geben wird, ist das Pokalspiel am Dienstag gegen den Spitzenreiter der 1. Liga, SC Magdeburg, bereits restlos ausverkauft. Zu allen drei Spielen sind 1.495 Zuschauer unter Beachtung der 2G-Regel zugelassen. Während des gesamten Aufenthaltes gilt Maskenpflicht. Zudem werden die Spiele von Radio Lippe Welle Hamm und über SportDeutschland.TV beziehungsweise das Pokalspiel über den ASV-YouTube-Kanal kostenlos live übertragen.

Wiedersehen als Gegner: Ex-ASVer Jakob Schwabe (links) tritt am Samstag gegen seine ehemaligen Weggefährten - hier Torwart Felixs Storbeck und Abwehrchef Markus Fuchs - an. - Foto: Wegener/ASV

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Testspielreihe endet mit Unentschieden

Mit einem Unentschieden hat der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend die Testspielreihe der Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Handball-Bundesliga abgeschlossen. Das Duell beim Ligarivalen TV Emsdetten endete mit 28:28 (13:15).

Im Anschluss ordnete ASV-Trainer Michael Lerscht den Test als „sehr wettkampfnah“ ein. Man habe gute und weniger gute Phase erlebt. So starteten die Gastgeber besser und erarbeiteten sich eine Führung mit drei Toren. Doch der ASV, beim dem Lerscht noch einmal verschiedene Formationen testete, blieb am Ball, drehte vor der Pause einen 13:10-Rückstand noch in einer 13:15-Pauseführung

In der zweiten Halbzeit knüpfte der ASV genau dort an, baute seinen Vorsprung sogar auf 14:18 aus. „Diese Führung geben wir dann aber zu schnell wieder ab“, ärgerte sich Lerscht nach der Partie. Und nicht nur das, nach dem 19:19-Zwischenstand war es sogar der TVE, der vor den Schlussminuten den Ton angab und mit zwei Toren in Führung ging. Immerhin endete der Abend noch versöhnlich aus Sicht der Gäste, die bis zum Abpfiff wieder auf 28:28 ausglichen. „Wir müssen unser Spiel insgesamt noch stabilisieren“, lautete die Erkenntnis aus dem letzten Testspiel der Vorbereitung. Am Samstag startet der ASV dann in eigener Halle um 19:15 Uhr gegen den TSV Bayer Dormagen in die neue Spielzeit. Für die Partie werden nur Sitzplätze verkauft, der Vorverkauf hat bereits an den gewohnten Vorverkaufsstellen und im Online-Ticketshop begonnen. Auch an der Abendkasse wird es voraussichtlich noch Sitzplatzkarten geben. Beim Eintritt in die Arena ist die 3G-Regel zu beachten.

Mit Spannung erwartet wurde am Samstag noch die Auslosung der zweiten DHB-Pokalrunde. Hier wird der ASV in eigener Halle gegen Ligakonkurrent TV Großwallstadt antreten. Lerscht: „Wir freuen uns, dass wir zuhause antreten können. Rund um diese Partie treten wir schon in Friesenheim und Bietigheim an.“ Das Zweitrundenspiel soll am 5. oder 6. Oktober stattfinden.

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Letzter Test

Zum letzten Test der Vorbereitung vor dem Ligastart am Samstag, 11. September, um 19:15 Uhr gegen den TSV Bayer Dormagen in der WESTPRESS arena tritt der ASV Hamm-Westfalen am Samstag beim TV Emsdetten an. Spielbeginn in der Ems-Halle ist um 19 Uhr, erstmalig sind dort auch wieder Zuschauer zugelassen.

„Wir freuen uns, zu diesem Testspielkracher endlich wieder Zuschauer in der Ems-Halle begrüßen zu dürfen und die Saison im Derby gegen den ASV Hamm-Westfalen zu eröffnen. Außerdem werden wir im Rahmen der Saisoneröffnung unsere Neuzugänge vorstellen.“, so Florian Ostendorf, Geschäftsleiter der TV Emsdetten Marketing GmbH. Für den ASV dürfte dagegen die volle Konzentration dem Sport gelten, da das Derby gegen den TVE die letzte Möglichkeit bedeutet, am Feinschliff für den Auftakt zu arbeiten.

Tickets für das Spiel gegen den ASV gibt es bereits für fünf Euro in allen Kategorien und können direkt online erworben werden. An der Abendkasse kosten die Tickets sieben Euro.  Kinder bis neun Jahre haben wie gewohnt freien Eintritt. Zuschauen dürfen alle 3-G’s – also wer genesen, getestet oder geimpft ist. Dies wird am Eingang zur Ems-Halle kontrolliert. Kinder bis 15 Jahre gelten als getestet.

In der Halle müssen alle Zuschauer eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske tragen und natürlich auch die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Am Platz dürfen die Masken abgenommen werden. Eine Vollauslastung mit festen Sitzplätzen ist nach der Corona-Schutzverordnung möglich. Die Stehplätze werden demnach nicht zur Verfügung stehen. Der TVE empfiehlt allerdings seinen Zuschauern, auch auf den Plätzen die Masken – zum eigenen Schutz und zum Schutz aller anderen Zuschauer – zu tragen.

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Verdienter 26:29-Auswärtserfolg

Einen verdienten 26:29-Auswärtssieg (15:16) hat der ASV Hamm-Westfalen am Sonntagnachmittag in der 2. Handball-Bundesliga beim TV Emsdetten gefeiert. Bester Torschütze der Partie war Jo Gerrit Genz mit sieben Treffern. Felix Storbeck war mit 17 Paraden und einer Quote von über 40 % gehaltener Bälle ein sicherer Rückhalt für die Gäste.

Von Beginn an war die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht im Spiel, bei der erstmals der kurzfristig verpflichtete Däne Mikkel Beck Jorgensen für den weiterhin verletzten Sören Südmeier im Aufgebot stand. Nach weniger als acht Minuten traf Merten Krings gegen seinen ehemaligen Verein zur ersten Drei-Tore-Führung für den ASV (4:7). In der 13. Minute erhöhte Kreisläufer Jan Brosch dieser auf vier Treffer zum 7:11 und Jan von Boenigk fünf Minuten vor der Pause sogar auf 11:16. Aber in der Schlussphase der ersten Halbzeit kämpfte sich der TVE, der mit vier Siegen in das Jahr gestartet war, in die Partie zurück und verkürzte durch vier Tore in Serie auf 15:16.

Der Beginn der zweiten Halbzeit verlief umkämpft. Bis zum 20:21 in der 42. Minuten blieben die Gastgeber in Reichweite. Mit drei Toren in Folge erspielte sich der ASV dann eine komfortable Führung, die er in der Folge nicht mehr abgeben sollte. Spätestens als Marian Orlowski in der 57. Minute zum 24:29 einnetzte, war das Spiel praktisch entschieden.

Am Freitag tritt der ASV bereits zur nächsten Partie an, dann ist Tabellennachbar Wilhelmshavener HV um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena zu Gast, der zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierte.

TV Emsdetten – ASV Hamm-Westfalen 26:29 (15:16)

TVE: Madert (5 Paraden), Paske (1) – Kress (2), Terhaer (4/1), Kornecki, Kolk (1), Schliedermann (3), Wasielewski (2), Tamms, Damm, Holzner (6/2), Janssen (2), Wesseling (6), Stüber, Mojzis, Demerza

ASV: Storbeck (17), Wesemann – Genz (7), Huesmann (5/1), Beck Jorgensen, Brosch (4), Fuchs, Spiekermann, Rubino Fernandez, Schwabe (1), Krings (4), Pretzewofsky, Orlowski (5), Franke (2), von Boenigk (1), Schoesse

Schiedsrichter: David und Christian Hannes

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ASV Sonntag beim TVE

Mit drei Siegen in Folge ist der nächste Gegner des ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga in das neue Jahr gestartet. Zuletzt überzeugte der TV Emsdetten mit einem 32:27-Heimsieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau.

Der ASV wird sich vor dem Derby somit sicher nicht von der Platzierung des Gastgebers am Sonntag (Anwurf 17 Uhr) verleiten lassen und die Partie beim 17. der Liga auf die leichte Schulter nehmen. „Das darf man in dieser Liga sowieso niemals tun. Für uns wird es darum gehen, mit höchster Entschlossenheit und Bereitschaft in die Partie zu gehen“, stellte ASV-Trainer Michael Lerscht nach dem Abschlusstraining am späten Samstagnachmittag klar, der mit seinem Team aktuell Rang 12 belegt. Die Marschroute ist klar: Der ASV will den nächsten Erfolg feiern. „Zwei Punkte sind das erklärte Ziel“, betonte auch Geschäftsführer Thomas Lammers. Das Hinspiel hatte der ASV zum Saisonauftakt mit 25:24 für sich entschieden.

Personell wird es voraussichtlich keine Änderungen zum Sieg gegen Fürstenfeldbruck geben. Die Verletzung von Marten Franke stellte sich als Prellung heraus. Am Abschlusstraining konnte der Rechtsaußen teilnehmen. Beim TVE gilt es für die Rot-Weißen vor allem die besten Feldtorschützen Sven Weßeling und Johannes Wasielewski in Griff zu halten. Die beiden Rückraumspieler erzielten bisher zusammen 159 Tore für den TVE. Im Angriff wird es für den ASV vor allem darum gehen, die ansteigende Form in Emsdetten zu bestätigen, damit es am Ende mit dem perfekten Geburtstag- und Abschiedsgeschenk für Geschäftsführer Franz Dressel klappt, der am Sonntag seinen 70. Geburtstag feiert und zeitgleich die Geschäftsführung des ASV Hamm-Westfalen komplett in die Hände von Thomas Lammers übergibt.

Die Partie ist live über SportDeutschland.TV und bei Radio Lippe Welle Hamm zu empfangen.

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25:24-Auftaktsieg gegen TVE

Einen erfolgreichen Start in die neue Saison hat der ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend durch einen 25:24-Sieg in der WESTPRESS arena gegen den TV Emsdetten gefeiert. In der erwartet emotional und physisch geführten Partie waren es Mittelmann Sören Südmeier und Torwart Felix Storbeck, die der ohne Zuschauer ausgetragenen Partie aus Sicht des ASV ihren Stempel aufdrückten.

Südmeier war es auch, der mit seinem Tor nach 43 Sekunden nicht nur den ersten Treffer des Spiels, sondern in der 2. Liga insgesamt in dieser Saison erzielte. Denn mit einer Viertelstunde Vorsprung begann in Hamm die erste Ligapartie überhaupt in dieser Saison. Und das, nachdem der Mittelmann mehrere Wochen der Vorbereitung wegen einer Schulterverletzung verpasste und erst vor einer Woche sein Comeback im abschließenden Test gegen den VfL Eintracht Hagen absolvierte.

Bis zum 3:3 blieb das Derby, die von den Spielen beider Teams sehr konzentriert und engagiert begonnen wurde, ausgeglichen. Dann legte der ASV durch Tore von David Spiekermann, Fabian Huesmann und Jan Pretzewofsky auf 6:3 vor. Zwischenzeitlich entschärfte Felix Storbeck einen Siebenmeter von Dirk Holzner. Die Drei-Tore-Führung aus Sicht des ASV, bei dem neben Merten Krings (gebrochener Daumen) auch noch Marian Orlowski (Rückenprobleme) und Marten Franke (Muskelverletzung) passen mussten, blieb bis zum 10:7 in der 22. Minute bestehen.

Aber dann kämpften sich die Gäste wieder heran, Sören Kress verkürzte gut sechs Minuten vor der Pause auf 11:10, wenig später bot sich dem TVE sogar die Chance auf den Ausgleich, der aber nicht gelang. Der Lohn einer bis dahin guten Leistung der Gastgeber schien zur Pause aber akut gefährdet. Dann wurde es turbulent. Nach dem 13:11 durch Jan von Boenigk, der nach seiner Außenbandverletzung aus dem Test gegen Lemgo ein gelungenes Comeback feierte, eroberte sich der ASV erneut den Ball. Wieder marschierte von Boenigk Richtung TVE-Tor – und wurde von Tomas Urban unsanft gestoppt. Die Unparteiischen waren sich schnell einig und disqualifizierten Urban. Die folgende Überzahl nutzten die Gastgeber, um sich bis zur Pause sogar noch eine 15:11-Führung zu erspielen.

Gäste kämpften sich noch einmal zurück

Im zweiten Abschnitt knüpfte die Mannschaft vom neuen Trainer Michael Lerscht an die Phase nahtlos an und erhöhte auf 16:11. Der ASV hatte die Partie im Griff und erspielte sich bis zur 41. Minute eine 20:13-Führung. Die Gäste riskierten nun alles, warfen emotional und kämpferisch alles in die Waagschale. Alvis Jurdisz nutzten mehrere Aufmerksamkeiten in der ASV-Abwehr, auf einmal verkürzte Sören Kress auf 22:21 (51. Minute). Zudem lief TVE-Torwart Konstantin Mader zu Hochform auf, parierte in Serie Würfe der Gastgeber. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Anders als im ersten Abschnitt gelang Marcel Schliedermann in der 54. Minute sogar der 22:22-Ausgleich. Die TVE-Abwehr zwang den ASV in das Zeitspiel und am Ende zum schwierigen Wurf. Den Gäste bot sich auf einem die Chance zur Führung. TVE-Coach Aaron Ziercke nahm nun seine letzte Auszeit.

Aber der ASV hatte erneut die Trümpfe in der Hand: Torwart Felix Storbeck und Sören Südmeier, der Nervenstärke bewies und den ASV per Doppelschlag in der 57. und 58. Minute wieder mit 24:22 in Führung warf. Den erneuten Anschlusstreffer durch Dirk Holzner konterte Huesmann mit seinem Siebenmetertreffer zum 25:23 genau 43 Sekunden vor dem Ende – die Entscheidung war gefallen, auch wenn Julian Damm mit seinem Tor wenige Augenblicke vor dem Ende den Schlusspunkt setzte.

ASV Hamm-Westfalen – TV Emsdetten 25:24 (15:11)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (4), Huesmann (4), Brosch (1), Fuchs (1), Spiekermann (3), Rubino, Schwabe (1), Südmeier (8), Pretzewofsky (1), von Boenigk (2).

TVE: Madert, Paske, Lücke – Kress (4), Terhaer, Nowatzki (1), Kolk (1), Schliedermann (3), Wasielewski (3), Urban (2), Damm (2), Holzner (3), Wesseling, Stüber, Jurdzs (4), Mojzis.

Zuschauer: 0

Schiedsrichter: Julian Fedtke, Niels Wienrich

Strafen: ASV 4 min, TVE 6 min

Siebenmeter: ASV 3/3 (Huesmann), TVE 2/3 (Holzner)

Kampf- und abschlussstark: Sören Südmeier erzielte acht Tore gegen den TVE. - Foto: Wegener/ASV
Die ASV-Fans hatte sich einiges einfallen lassen, um der Mannschaft ihre Unterstützung zu zeigen. - Foto: Wegener/ASV
Felix Storbeck war wieder ein sehr sicherer Rückhalt für den ASV. - Foto: Wegener/ASV