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ASV-Hamm Westfalen

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Auswärtsstarker Traditionsverein

Im neunten Heimspiel der Saison empfängt der ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend den Traditionsverein TV Großwallstadt – wie seit Saisonbeginn erneut ohne Zuschauer – in der WESTPRESS arena. „Zwei Punkte sind das Ziel“, hält Geschäftsführer Thomas Lammers vor dem Duell gegen den siebenfachen Deutschen Meister trocken fest.

Doch der Weg dorthin wird steinig für die Westfalen. Die Gäste verfügen in dieser Spielzeit mit bisher 13:7 Punkten über eine beeindruckende Auswärtsstärke, nur der HSV Hamburg und der TuS Nettelstedt-Lübbecke waren in fremden Hallen noch besser. „Der TVG hat einen guten Lauf“, warnt ASV-Trainer Michael Lerscht vor dem nächsten Gegner, der in diesem Jahr bisher 7:1 Punkte sammelte. „Offensiv variabel, eine 6:0-Deckung die mal offensiv, mal kompakt agiert“, beschreibt Lerscht die Stärken der Mannschaft von Ralf Bader, die als Favorit beim ASV antritt.

Denn während des beim Achtplatzierten aktuell richtig rund läuft, sucht der ASV seit längerem die beeindruckende Form aus der Frühphase der Saison. Lerscht: „Die Hauptaufgabe wird am Mittwoch für uns darin bestehen, die Defensive zu verbessern. Die 32 Tore vom WHV waren einfach zu viel. Und wenn man sieht, dass Großwallstadt 39 Tore gegen Emsdetten wirft und auch in Gummersbach beim 28:29-Auswärtssieg sehr überzeugt hat, weiß man, dass einiges auf uns zu kommt.“

Umso wichtiger für den ASV, dass bis auf Mittelmann Sören Südmeier alle Spieler an Bord sind. Anwurf am Mittwoch ist wie gewohnt um 19:15 Uhr. Die Übertragung beginnt um 19 Uhr über SportDeutschland.TV. Ein Spielanalyse im Vorfeld überträgt der ASV live ab 18:15 Uhr über sein Facebook-Profil.

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Bittere 31:32-Niederlage

Nach zwei Siegen in Folge hat der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga einen erneuten Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen den Wilhelmshavener HV unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht nach einer dramatischen Schlussphase mit 31:32 (14:16).

Lange Zeit liefen die Gastgeber in der WESTPRESS arena im Duell des 21. Spieltags einem Rückstand hinterher. Die Partie begann mit einem offenen Schlagabtausch, der ASV führte in der 7. Minute noch mit 4:3, in der Folge übernahmen die Gäste durch den Ausgleich von Rene Drechsler dank der stärksten Offensivakteure Bartosz Konitz und Vedran Delic mit 4:6 die Führung. Diese hatte bis zur Pause mit 14:16 Bestand.  „Das Rückzugsverhalten in der Anfangsphase war überhaupt nicht in Ordnung“, ärgerte sich Michael Lerscht, der im Laufe der ersten Halbzeit auch Neuzugang Mikkel Beck die ersten Einsatzminuten in der heimischen Arena bescherte, direkt nach der Partie und bemängelte vor allem die Anfangsphase der Partie.

Doch auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht stabiler, erneut kassierten die Gastgeber 16 Treffer – begünstigt durch einige Fehler der Westfalen in der spielentscheidenden Phase. Denn auch wenn der eingewechselte Jan Wesemann im ASV-Tor für mehr Stabilität sorgte und Jan von Boenigk ein sehr belebendes Element im Rückraum war, zu oft leistete sich der unnötige Ballverluste durch Fehlpässe oder Offensivfouls. Und diese bestrafte der WHV konsequent, auch Delic verwandelte alle seiner vier Siebenmeter. Bis zum 25:27 lagen die Gäste somit weiter vorn.

Erst jetzt schien es, als könnten die Westfalen doch noch den dritten Sieg in Folge feiern. Marian Orlowski und Fabian Huesmann glichen aus. Zwar brachte Konitz die Gäste noch einmal in Führung, doch Jan von Boenigk und erneut Huesmann bescherten dem ASV rund fünf Minuten vor dem Ende die erste Führung seit den Anfangsminuten. Aber der WHV, bei dem der Ex-ASVer Stanko Sablij unermüdlich im Innenblock und am Kreis arbeitete, blieb unbeeindruckt: Mit vier Toren in Folge bogen die Gäste endgültig auf die Siegerstraße ein. Michael Lerscht versuchte mit seiner Mannschaft noch alles, mehr als eine Ergebnisverbesserung zum 31:32 gelang nicht mehr.

ASV Hamm-Westfalen – Wilhelmshavener HV 31:32 (14:16)

ASV: Wesemann (7 Paraden), Storbeck (4) – Genz (5), Huesmann (7/2), Beck, Brosch (1), Fuchs, Rubino, Schwabe (5), Krings (1), Pretzewofsky, Orlowski (6), Schoesse, von Boenigk (3), Franke (3)

WHV: Stasch (3), Eres – ten Velde, Sablijc (6), Lehmann, Delic (10/4), Postel, Schauer (4), Misetic (1), Dröge, Jurisic, Konitz (5), Kozul, Schwolow, Drechsler (3), Maretic (3)

Schiedsrichter: Patrick Arndt, Matthes Westphal

Zeitstrafen: ASV 4 min, WHV 10 min

Siebenmeter: ASV 2/2 (Huesmann), WHV 4/4 (Delic)

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WHV kommt am Freitag

Mit durchaus großen Ambitionen ist der Ligarückkehrer Wilhelmshavener HV in die neue Saison in der 2. Handball-Bundesliga gestartet. Nach den Ermittlungen gegen den damaligen Geschäftsführer und Sponsor stellte der wirtschaftliche Träger des WHV im Oktober einen Insolvenzantrag. Es folgte der Neustart mit einem neuen wirtschaftlichen Träger.

Die „Corona-Klausel“ in der Lizenzierungsordnung der Handball-Bundesliga ermöglichte einen solchen Wechsel des wirtschaftlichen Trägers – allerdings gibt es am Ende der Saison einen Abzug von vier Punkten, die aktuell noch auf dem Konto des WHV sind. Damit ist der nächste Gegner des ASV Hamm-Westfalen (Freitag, 19:15 Uhr, WESTPRESS arena) punktgleich mit Tabellenschlusslicht TuS Fürstenfeldbruck.

Aber auch wenn einige Leistungsträger wie zuletzt Torwart Jens Vortmann (wechselte zum HSV Hamburg) dem Verein den Rücken gekehrt haben, der WHV hat nachverpflichtet und versucht alles, um in der Liga zu bleiben. „Kurzfristiges Ziel muss es sein, der Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt den Rücken freizuhalten und zusammen mit den Vorstandmitgliedern weiter wirtschaftlich solide zu arbeiten um die Pandemie zu überstehen und die Lizenz für die kommende Saison in der 2.Bundesliga zu erhalten“, erklärte Florian Voelter, der kürzlich das Amt des Geschäftsführers für die neue Wilhelmshavener Handball-Sport GmbH übernommen hat.

„Für uns spielt das alles keine Rolle. Wir schauen auf uns selbst und haben ein klares Ziel für Freitag“, lässt ASV-Trainer Michael Lerscht keinen Zweifel daran aufkommen, worum es den Westfalen im Heimspiel gegen einen Gegner mit zuletzt drei Niederlagen gehen wird: Die junge Erfolgsserie von zwei Siegen soll fortgeführt werden. Personell sieht die Lage dabei vor dem Abschlusstraining am Donnerstag beim ASV unverändert aus. Seinen ersten Heimauftritt erleben wird der neu verpflichtete Däne Mikkel Beck, der den für weitere Wochen feststehenden Ausfall von Sören Südmeier kompensieren und für die nötige Entlastung im Rückraum sorgen soll.

Zuschauer sind weiterhin nicht zugelassen, zu sehen ist die Partie wie gewohnt über SportDeutschland.TV, Sendebeginn ist um 19 Uhr. Bereits um 18:15 Uhr beginnt der ASV sein Liveprogramm mit Hintergrundinformationen über Facebook. Ebenfalls live übertragen wird das Spiel bei Radio Lippe Welle Hamm.

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Neue Podcast-Folge

In der zweiten erneut rund halbstündigen Ausgabe von „Volle Wucht aufs Ohr“ stellt sich Michael Lerscht den Fragen von Simon Kottmann.

Der 36-jährige Trainer des ASV Hamm-Westfalen schätzt die aktuelle sportliche Situation ein, gibt einen Einblick in seine 16 Jahre beim TuS Ferndorf und beschreibt seinen Start beim ASV Hamm-Westfalen, den er im Sommer übernahm. Darüber hinaus äußert er sich zu einem zweiten Beruf als Lehrer und den besonderen Herausforderungen während der andauernden Corona-Pandemie. Die zweite Folge ist über alle üblichen Podcast-Plattformen zu empfangen und an dieser Stelle veröffentlicht:

https://vollewucht.buzzsprout.com

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Abschied zum 70. Geburtstag

Der 21. Februar 2021 war ein besonderes Datum für den ASV: Zum einen feierte an diesem Tag Franz Dressel seinen 70. Geburtstag, zum anderen schied er zu diesem Datum als Geschäftsführer des ASV Hamm-Westfalen aus und übergab die Geschäftsführung an seinen Nachfolger Thomas Lammers.

Zu diesem Anlass und ganz coronakonform haben die Verantwortlichen des ASV Franz Dressel mit einer Geburtstagssendung in seinem zweiten Wohnzimmer, der WESTPRESS arena, überrascht. Mehr als 100 Minuten lang blickte Simon Kottmann, Leiter Kommunikation, in sieben Kapiteln auf die Zeit von Franz Dressel beim ASV zurück: angefangen bei der aktiven Zeit bis hin zur Übergabe der Geschäftsführung. Neben vielen Video-Grußbotschaften, die dem Jubilar übermittelt wurden, gab es auch – im Sinne der Corona-Beschränkungen – sehr begrenzte persönliche Glückwünsche. Richtig emotional wurde es dann noch am Ende bei der Diashow unter dem Titel „Niemals geht man so ganz“ – jahrelang die Hymne bei Verabschiedungen, die Dressel im Laufe der Jahre immer vornahm. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin immer noch überwältigt und sprachlos“, bekannte Franz Dressel direkt nach der Sendung, die in voller Länge über den ASV-YouTube-Kanal zu sehen ist.

Franz Dressel (l.) während der Geburtstagssendung am 21. Februar 2021 im Interview mit Simon Kottmann.

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Dänisches Rückraumtalent verpflichtet

Mikkel Junggaard Beck Jörgensen vom Drittligisten TV Cloppenburg hilft ab sofort beim ASV Hamm Westfalen in der 2. Bundesliga aus. Der 21-jährige Däne, der im Sommer vom dänischen Zweitligisten Håndboldfællesskabet Ølstykke-Jyllinge (HØJ) an die Soeste gewecheselt war, soll kurzfristig beim Tabellenvierzehnten eine weitere Option für eine Lücke sein, die durch den weiter andauernden Ausfall von Sören Südmeier entstanden ist.

„Wir sind den Verantwortlichen des TVC dankbar, dass wir bei diesem Wechsel so gut kooperiert haben“, betonte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers, der den Neuzugang am Sonntag direkt vom Auswärtsspiel beim TV Emsdetten vorstellte. „Wir wussten, dass Mikkel mit großen Ambitionen nach Deutschland gekommen war. Als die Anfrage kam, wollten wir dieser Chance für den jungen Spieler nicht im Wege stehen“, begründet der Sportliche Leiter des TVC Maik Niehaus den Wechsel und fügte hinzu: „Wir würden uns freuen, wenn Mikkel sich bereits in dieser Liga beweisen kann.“

Beck hatte sein Klasse bereits in den drei Spielen, die er vor dem Lockdown für den TVC bestreiten durfte, gezeigt. Das war dem ehemaligen Cloppenburger Spieler Thomas Lammers nicht entgangen. Am Sonntag stand er erstmalig im Aufgebote des ASV beim 26:29-Auswärtssieg.

Thomas Lammers (l.) begrüßte Neuzugang Mikkel Beck. - Foto: Kottmann/ASV

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Verdienter 26:29-Auswärtserfolg

Einen verdienten 26:29-Auswärtssieg (15:16) hat der ASV Hamm-Westfalen am Sonntagnachmittag in der 2. Handball-Bundesliga beim TV Emsdetten gefeiert. Bester Torschütze der Partie war Jo Gerrit Genz mit sieben Treffern. Felix Storbeck war mit 17 Paraden und einer Quote von über 40 % gehaltener Bälle ein sicherer Rückhalt für die Gäste.

Von Beginn an war die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht im Spiel, bei der erstmals der kurzfristig verpflichtete Däne Mikkel Beck Jorgensen für den weiterhin verletzten Sören Südmeier im Aufgebot stand. Nach weniger als acht Minuten traf Merten Krings gegen seinen ehemaligen Verein zur ersten Drei-Tore-Führung für den ASV (4:7). In der 13. Minute erhöhte Kreisläufer Jan Brosch dieser auf vier Treffer zum 7:11 und Jan von Boenigk fünf Minuten vor der Pause sogar auf 11:16. Aber in der Schlussphase der ersten Halbzeit kämpfte sich der TVE, der mit vier Siegen in das Jahr gestartet war, in die Partie zurück und verkürzte durch vier Tore in Serie auf 15:16.

Der Beginn der zweiten Halbzeit verlief umkämpft. Bis zum 20:21 in der 42. Minuten blieben die Gastgeber in Reichweite. Mit drei Toren in Folge erspielte sich der ASV dann eine komfortable Führung, die er in der Folge nicht mehr abgeben sollte. Spätestens als Marian Orlowski in der 57. Minute zum 24:29 einnetzte, war das Spiel praktisch entschieden.

Am Freitag tritt der ASV bereits zur nächsten Partie an, dann ist Tabellennachbar Wilhelmshavener HV um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena zu Gast, der zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierte.

TV Emsdetten – ASV Hamm-Westfalen 26:29 (15:16)

TVE: Madert (5 Paraden), Paske (1) – Kress (2), Terhaer (4/1), Kornecki, Kolk (1), Schliedermann (3), Wasielewski (2), Tamms, Damm, Holzner (6/2), Janssen (2), Wesseling (6), Stüber, Mojzis, Demerza

ASV: Storbeck (17), Wesemann – Genz (7), Huesmann (5/1), Beck Jorgensen, Brosch (4), Fuchs, Spiekermann, Rubino Fernandez, Schwabe (1), Krings (4), Pretzewofsky, Orlowski (5), Franke (2), von Boenigk (1), Schoesse

Schiedsrichter: David und Christian Hannes

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ASV Sonntag beim TVE

Mit drei Siegen in Folge ist der nächste Gegner des ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga in das neue Jahr gestartet. Zuletzt überzeugte der TV Emsdetten mit einem 32:27-Heimsieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau.

Der ASV wird sich vor dem Derby somit sicher nicht von der Platzierung des Gastgebers am Sonntag (Anwurf 17 Uhr) verleiten lassen und die Partie beim 17. der Liga auf die leichte Schulter nehmen. „Das darf man in dieser Liga sowieso niemals tun. Für uns wird es darum gehen, mit höchster Entschlossenheit und Bereitschaft in die Partie zu gehen“, stellte ASV-Trainer Michael Lerscht nach dem Abschlusstraining am späten Samstagnachmittag klar, der mit seinem Team aktuell Rang 12 belegt. Die Marschroute ist klar: Der ASV will den nächsten Erfolg feiern. „Zwei Punkte sind das erklärte Ziel“, betonte auch Geschäftsführer Thomas Lammers. Das Hinspiel hatte der ASV zum Saisonauftakt mit 25:24 für sich entschieden.

Personell wird es voraussichtlich keine Änderungen zum Sieg gegen Fürstenfeldbruck geben. Die Verletzung von Marten Franke stellte sich als Prellung heraus. Am Abschlusstraining konnte der Rechtsaußen teilnehmen. Beim TVE gilt es für die Rot-Weißen vor allem die besten Feldtorschützen Sven Weßeling und Johannes Wasielewski in Griff zu halten. Die beiden Rückraumspieler erzielten bisher zusammen 159 Tore für den TVE. Im Angriff wird es für den ASV vor allem darum gehen, die ansteigende Form in Emsdetten zu bestätigen, damit es am Ende mit dem perfekten Geburtstag- und Abschiedsgeschenk für Geschäftsführer Franz Dressel klappt, der am Sonntag seinen 70. Geburtstag feiert und zeitgleich die Geschäftsführung des ASV Hamm-Westfalen komplett in die Hände von Thomas Lammers übergibt.

Die Partie ist live über SportDeutschland.TV und bei Radio Lippe Welle Hamm zu empfangen.

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29:28-Sieg per Siebenmeter

Die 60 Minuten Spielzeit zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem TuS Fürstenfeldbruck waren bereits vorüber, doch entschieden war am 19. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga in der WESTPRESS arena in Hamm noch nichts. ASV-Linksaußen Fabian Huesmann musste noch einmal zum Siebenmeter gegen Michael Luderschmid antreten. Auf der Anzeigentafel stand ein 28:28. Das veränderte Huesmann mit seinem sechsten Siebenmetertreffer an diesem Abend zum vielumjubelten 29:28. Nach sieben sieglosen Partien haben die Westfalen wieder einen doppelten Punktgewinn geschafft – entsprechend groß war die Erleichterung. Die Gäste dagegen mussten nach tollem Kampf bereits zum sechsten Mal in dieser Saison eine Niederlage mit nur einem Treffer Unterschied verkraften.

„Das ist bitter. Hinten heraus ist das Pech“, meinte TuS-Trainer Martin Wild, der mit der letzten Siebenmeterentscheidung der Unparteiischen haderte, direkt nach der Partie. „Ich muss es mir noch einmal anschauen. Aber in dieser Situation einen Siebenmeter zu geben, halte ich für ein Unding. Für uns fühlt sich das gerade richtig schlecht an“, stellte Wild klar. Vorangegangen war ein großer Kampf seiner Mannschaft, die der erwartet unbequeme Gegner für den ASV war. Dennoch fanden die Westfalen in eigener Halle immer wieder Lösungen – auch gegen die ungewohnte offensive 3:2:1-Deckungsvariante. „Wir kommen gut in den Lauf, auch gegen die Deckung finden wir gute Lösungen“, so Michael Lerscht. So ging der ASV nach 13:13-Zwischenstand in der 20. Minute durch einen Siebenmeter von Fabian Huesmann und zwei Feldtore von Marian Orlowski erstmalig mit 16:13 in Führung. Auch in der Deckung lief es nun besser, der genau in dieser Phase eingewechselte Torwart Jan Wesemann blieb über fünf Minuten ohne Gegentreffer. Die frühe Rote Karte gegen Kreisläufer Jan Brosch in der 14. Minute nach unglücklicher Abwehraktion ins Gesicht eines Gegenspielers war verarbeitet.

Aber die Gäste, bei denen sich Cedric Riesner in der ersten Halbzeit nach einem Zusammenprall mit Merten Krings möglicherweise schwerer am Knie verletzte, ließen sich bis zur Pause nicht abschütteln. Einen nicht genutzten Angriff münzte der TuS direkt vor dem Pausenpfiff sogar noch in den 17:17-Ausgleich um. Zudem hatte auch der ASV einen weiteren Ausfall zu verkraften: Nach einem Foul im Wurf musste Rechtsaußen Marten Franke zur Behandlung vom Feld, ein genaue Diagnose stand bei Spielschluss noch aus.

In den zweiten Abschnitt starteten die Teams wieder ausgeglichen. Nach 20:20-Zwischenstand gelangen den Westfalen wieder drei Tore in Serie, zweimal Orlowski und Jan Pretzewofsky. Und wieder glichen die Gäste schnell aus. „Da müssen wir gegen die 6:0-Deckung die Angriffe besser ausspielen und den Vorsprung verteidigen oder vielleicht sogar ausbauen“, bemängelte Lerscht diese Phase direkt nach Spiel. Denn es kam noch schlimmer aus Sicht des ASV: In der 51. Minute ging auf einmal der TuS durch Tobias Prestele mit 24:25 in Führung. Die Partie wurde immer hektischer, auch der TuS verlor mit dem sechsfachen Torschützen Stephan Seitz wegen eines Fouls und einer Roten Karte in der 59. Minute einen Spieler.

In den Schlussminuten legte immer der ASV vor und die Gäste glichen aus, zuletzt 36 Sekunden vor dem Ende durch den bärenstarken Falk Kolodziej zum 28:28.  Zwölf Sekunden vor Ende nahm Michael Lerscht seine letzte Auszeit. Ein Wurf sollte noch genommen werden – der Punktgewinn nicht riskiert werden. Genau bei dieser Aktion kam es dann zum Siebenmeterpfiff – mit bekanntem Ausgang für den neunfachen Torschützen Fabian Huesmann, der in einer roten Jubeltraube verschwand. Michael Lerscht: „Wahrscheinlich musste so ein Spiel kommen, in der Situation, in der wir jetzt waren. Wir sind einfach nur froh und bereiten uns jetzt auf Emsdetten vor.“ Die nächste Aufgabe steht bereits am Sonntag an, dann geht es für den ASV um 17 Uhr zum Rivalen TV Emsdetten, der parallel überraschend mit 32:25 gegen den VfL Lübeck-Schwartau gewann.

ASV Hamm-Westfalen – TuS Fürstenfeldbruck 29:28 (17:17)

ASV: Wesemann (8 Paraden), Storbeck (3) – Genz (6), Huesmann (9, 6/7 7m), Krause, Brosch (2), Fuchs, Spiekermann (1), Fernandez, Schwabe, Krings (3), Pretzewofsky (2), Orlowski (6), Schoesse

TuS: Luderschmid (11), Hanemann, Oberosler – Huber (1), Kolodzej (5, 1/1), Borschel, Lex (2), Seitz (6), Riesner (1), Engelmann (10), Stumpf, Prause (1), Horner (1), Hagitte, Prestele (1)

Schiedsrichter: Maximilian Engeln und Felix Schmitz

Zeitstrafen: ASV 6 min, TuS 10 min

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte Brosch (14.) und Seitz (59.)

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Erstes Duell mit Fürstenfeldbruck

Alles eine Frage der Perspektive: Für die einen liegen die Handballer des ASV Hamm-Westfalen nur drei Pluspunkte vor Tabellenschlusslicht TuS Fürstenfeldbruck, für die anderen haben die Westfalen satte elf Minuszähler weniger als der TuS auf dem Konto. Die sportliche Wahrheit dürfte bei diesem allerersten Aufeinandertreffen der Teams irgendwo dazwischen liegen. Und klar ist: Der ASV liegt momentan hinter den Erwartungen zurück – den eigenen und denen der Konkurrenz.

Fest steht vor dem Duell am Mittwochabend um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena (live bei SportDeutschland.TV), dass sich der gastgebende ASV – der seit sieben Partien sieglos ist – im unteren Tabellendrittel eingefunden hat, statt wie erhofft im vorderen Drittel mitzumischen. Am Mittwoch wird es für Trainer Michael Lerscht und seine Mannschaft vornehmlich darum gehen, diese Negativserie endlich zu beenden und wieder Boden gut zu machen. Eine gute Chance dazu besteht in den kommenden eineinhalb Wochen: Nach dem Duell gegen das Schlusslicht geht es am Sonntag zum Vorletzten TV Emsdetten, am Freitag darauf ist Wilhelmshaven zu Gast, aktuell auf Rang 14 der Liga.

Doch der ASV ist gut beraten, jede Aufgabe mit voller Konzentration anzugehen und den Blick auf die nächste Aufgabe zu richten. „Um Emsdetten geht es ab Donnerstag, vorher nicht“, stellte Lerscht klar. Der Liganeuling Fürstenfeldbruck, der zuletzt 1992/93 zweitklassig war, feierte vier Siege – aber längst nicht nur das: Nach einer harten Eingewöhnung mit zwei haushohen Niederlagen war Fürstenfeldbruck in der neuen sportlichen Umgebung angekommen. In Dessau und Ferndorf sowie bei Spitzenreiter Hamburg und zuhause gegen Rimpar und Lübeck verlor man jeweils nur mit einem Tor Unterschied. Seit Jahresbeginn sind die Brucker Panther um Trainer Martin Wild viermal in eigener Halle angetreten, neben den Niederlagen gegen Rimpar und Lübeck reichte es auch nicht gegen Bietigheim (30:33) und zuletzt am Freitag gegen TV Emsdetten (27:29).

Aufstellung des TuS Fürstenfeldbruck (Vereinswebsite TuS)

„Ich kenne keine Spieler und auch den Trainer nicht“, erklärte TuS-Coach Wild vor dem Duell beim ASV, zu dem Fürstenfeldbruck mit dem Zug anreist. Als Stärke machte er bei den Gastgebern vor allem die Abwehr aus, gegen die „großen und robusten Jungs“ müsse man gute Lösungen finden. Man müsse den „Abschluss beim Tempogegenstoß verbessern“, so Wild weiter. Eine Einschätzung, die sein Kollege Michael Lerscht sicherlich auf die gesamte Offensivabteilung des ASV übertragen dürfte: Beim VfL Lübeck Schwartau gelangen zuletzt nur 19 Treffer, mehr als 20 Würfe fanden nicht den Weg in Ziel. Gegen den TuS, der vornehmlich offensiv verteidigt, erwartet den ASV im Angriff eine besondere Aufgabe. „Die 3:3-Abwehr ist sicher ein Alleinstellungsmerkmal des TuS. Da wird viel individuell gearbeitet, darauf stellen wir uns ein“, so Lerscht, dem das gleich Personal wie in Lübeck zur Verfügung stehen wird. „Für uns wird es darum gehen, dass wir uns gut auch ohne Ball bewegen und dass wir bereit sind, Zweikämpfe zu führen“, so der ASV-Coach weiter. Die Devise ist klar: „Die zwei Punkte wollen wir unbedingt und unter allen Umständen in Hamm behalten.“ Und damit dann für die richtige Perspektive sorgen.