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ASV-Hamm Westfalen

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ASV geht leer aus

Im vierten Spiel in Folge ist dem ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend in Dessau kein Sieg gelungen. Beim Tabellennachbarn leisteten sich die Gäste einen Fehlstart, kamen nach 7:1-Rückstand aber auf 11:11 heran. Erneut war es eine zu hohe Fehlerquote, die einen besseren Ausgang aus Sicht der Westfalen verhinderte, die auch ohne Marian Orlowski, Jan Pretzewofsky und Sören Südmeier bis zum Ende alles versuchten, am Ende aber beim 27:23 (15:13) leer ausgingen.

Auch wenn der ASV nach seiner furiosen Aufholjagd bis zur Pause erneut mit 15:13 ins Hintertreffen geriet, im zweiten Abschnitt verkürzten die Gäste durch Jan von Boenigk auf 15:14 und blieben bis zum Siebenmetertor zum 19:16 von Fabian Huesmann in der 40. Minute zumindest in Reichweite. Doch Augenblicke später war es Fabian Huesmann, der von der Unparteiischen nach einer Abwehraktion mit einer Roten Karte bedacht wurde. Damit fehlte den Westfalen rund 20 Minuten lang der bis dahin neunfache Torschütze. So versuchte die Mannschaft um Trainer Michael Lerscht zwar alles, spätestens nach dem 24:18 per Siebenmeter durch Vincent Sohmann diktierten die Gastgeber vor erstmalig wieder zugelassenen 650 Zuschauern aber die Partie.

„Wir hatten eine zu hohe Fehlerzahl in Ballbesitz und dazu zu viele Gegenstöße bekommen“, bemängelte ASV-Trainer Michael Lerscht. „Es ging ja mit dem 7:1 entsprechend los. Nach dem 11:11 brechen uns Kleinigkeiten das Genick. Am Ende gewinnt Dessau das verdient“, so Lerscht weiter. Sehr zufrieden zeigte sich dagegen Uwe Jungandreas, dessen Team nun zwei Zähler vor dem ASV liegt, der allerdings noch drei Spieler weniger absolviert hat, und damit nun praktisch den Klassenerhalt sicherte. „Wir waren von Anfang an voll da und im Spiel und haben das Spiel dominiert mit einer heute sehr, sehr starken Defensivleistung von Abwehr und Torhüter“, so der DRHV-Trainer. „Kleinigkeiten haben in den letzten Spielen dazu geführt, dass der Gegner nochmal Luft geholt hat. Das haben wir heute besser gemacht. Ich bin mit der Leistung und den zwei Punkten sehr zufrieden.“

Noch eines stellte Jungandreas in der Pressekonferenz direkt nach der Partie heraus: „Es war heute ein Wahnsinnsgefühl, nach dieser langen Zeit heute wieder vor Zuschauern zu spielen. Das hat uns auch über die schwierigen Situationen weggeholfen.“ Ein Gefühl, auf das sich jetzt auch die Westfalen freuen dürfen – sogar zum allerersten Mal bei einem Heimspiel in dieser Saison: Am Mittwoch tritt der ASV um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena erstmalig vor Zuschauern an, um möglicherweise am Ende ebenfalls gemeinsam mit den Fans die für den Klassenerhalt entscheidenden Punkte zu bejubeln.

Dessau-Roßlauer HV – ASV Hamm-Westfalen 27:23 (15:13)

DRHV: Ambrosius, Malek – Löser (4), Hrstka (2/1), Saleh, Sohmann (9/4), Bielzer (1), Schmidt (1), Gliese, Danneberg, Neumann, Persson, Scheithauer, Emanuel (4), Seidler (1), Zahradnicek (4)

ASV: Wesemann, Storbeck – Genz (4/1), Huesmann (9/6), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann (1), Rubino Fernandez (1), Schwabe (1), Krings (2), Schöße (1), Franke (1), von Boenigk (2).

Schiedsrichter: Lars Scharfe, Alexander Kittel

Zeitstrafen: DRHV 6 min, ASV 8 min, Rote Karte ASV (41.) gegen Huesmann

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Neuer Spieltermin steht fest

Der Nachholspieltermin für das am Mittwoch angesetzte Spiel beim Dessau-Roßlauer steht nun fest. Die HBL setzte in Absprache mit den Beteiligten das Spiel in der Anhalt-Arena nun für den 6. Juni an.

Schon bei der Ansetzung am Mittwoch handelte es sich um ein Nachholspiel, im dritten Anlauf gegen die aktuell in Quarantäne befindlichen Gastgeber soll es dann klappen: Am Sonntag, 6. Juni, soll um 17 Uhr Anpfiff beim DRHV sein. Zum nächsten Spiel treten die Westfalen am Samstag um 19:15 Uhr zuhause gegen die SG BBM Bietigheim an.

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DRHV in Quarantäne

Das für Mittwoch angesetzte Nachholspiel beim Dessau-Roßlauer HV muss erneut verlegt werden. Der DRHV befindet sich in Quarantäne, wie der Verein am 15. April vermeldet.

Die komplette Mitteilung lautete wie folgt:

Ein Spieler des Dessau-Roßlauer HV wurde bei den mehrfach wöchentlich stattfindenden Corona-Tests positiv auf den SARS-CoV-2 Erreger getestet. Daraufhin haben sich alle aktiven Spieler auf Anweisung des Gesundheitsamtes der Stadt Dessau-Roßlau in sofortige Quarantäne begeben. Alle weiteren Testergebnisse bei Spielern, Trainer und Betreuerteam wiesen negative Ergebnisse auf. Dem betroffenen Spieler geht es den Umständen entsprechend gut und weist nur leichte Symptome auf. Aufgrund der Quarantänemaßnahmen wurden die kommenden Partien des DRHV in der 2. Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach (18. April 2021), das Nachholspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen (21. April 2021) sowie die Partie gegen die DJK Rimpar (25. April 2021) abgesagt. Alle Begegnungen werden auf noch zu bestimmende neue Termine verlegt.

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Spiel muss verlegt werden

Unerwartet spielfrei ist der Sonntag für die Zweitligahandballer des ASV Hamm-Westfalen. Die Partie beim Dessau-Roßlauer muss nach Absprache mit HBL und dem Gastgeber verlegt werden – die am Freitagnachmittag vorgenommenen Coronatests sind nicht im Labor angekommen.

Weit mehr als 1.000 PCR-Tests hat der ASV Hamm-Westfalen in dieser Saison bereits an Spielern und Mannschaftsstab vorgenommen – als einziger Bundesligist überhaupt mussten die Westfalen dies von Beginn der Saison an wegen eines zu hohen Corona-Inzidenzwertes (über 50) immer zweimal wöchentlich vornehmen. Hinzu kamen – etwa nach freien Tagen zur Erhöhung der Sicherheit im Trainingsbetrieb – etliche Schnelltests. Bisher ist der ASV ohne positiven Befund geblieben, alles funktionierte reibungslos. Und nun das: Die vorgenommenen PCR-Tests sind am Samstag nicht im Labor angekommen – ohne entsprechenden Befund erschien die Spielaustragung am Sonntag beim Dessau-Roßlauer HV allen Beteiligten und auch der HBL nicht verantwortbar. Schnelltests sind laut HBL-Regularium vor Spielen nicht zugelassen. „Gemeinsam müssen wir in den sauren Apfel beißen und trotz des engen Terminkalenders ein neues Datum finden. Unser Dank gebührt dem DRHV und auch der HBL für die unkomplizierte Regelung des Ganzen. Unsere Mannschaft war auf den Punkt vorbereitet – aber mit dieser Situation, also einer kurzfristigen Absage, lernt man ja in dieser Saison umzugehen. Das ist alles sehr bedauerlich und auch ein wenig ärgerlich, aber am Ende können Fehler natürlich passieren“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers.

Die Mannschaft von Michael Lerscht muss nun schnell umschalten: Am Mittwoch kommt Spitzenreiter Handball Sport Verein Hamburg in die WESTPRESS arena, Anwurf ist um 19:15 Uhr. „Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Auch wenn so ein kurzfristiger Spielausfall die Ausnahme ist, man entwickelt schon etwas Routine im Umgang mit diesen Situationen“, so Lerscht. Bereits dreimal mussten ASV-Partien zuvor wegen Corona-Verdachtsfällen beim Gegner verschoben, das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen die HSG Konstanz sogar erst Stunden vor Spielbeginn.

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Auswärts beim DRHV

Nach vier Siegen in Folge zu Beginn der Saison in eigener Halle im Oktober gegen den Dessau-Roßlauer HV denkbar knapp mit 26:27 die erste Niederlage der aktuellen Spielzeit kassiert. Nicht zuletzt deswegen ist die Mannschaft von Michael Lerscht vor dem Gastspiel am Sonntag um 17 Uhr beim DRHV gewarnt.

Aktuell sind beide Teams Tabellennachbarn im Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga, die Westfalen haben allerdings zwei Spiele weniger absolviert als die Gastgeber, die im März bisher 4:4 Punkte sammelten. Der 5:1-Lauf des ASV im selben Zeitraum wurde am Mittwoch von Aufstiegskandidat Gummersbach jäh gestoppt. Aber daran will die Mannschaft nun schnell wieder anknüpfen. „Viele Zweikämpfe“, erwartet Lerscht bei dieser Auswärtsaufgabe, die bereits das dritte Spiel für den ASV innerhalb von nur sieben Tagen bedeutet. „Aber ich finde es gut, dass wir so viel spielen können“, meint der ASV-Trainer weiter, denn das gebe die Möglichkeit, die schwache erste Halbzeit des Gummersbach-Spiels schnell wieder vergessen zu machen. Lerscht: „Das war keine gute Halbzeit – und der VfL bestraft das extrem konsequent. Immerhin haben wir uns im zweiten Abschnitt dann besser gewehrt.“

Personell hat sich die Lage bei den Westfalen weiter verbessert, auch der nachverpflichtete Däne Mikkel Beck ist wieder einsatzbereit. Somit fehlt nur noch Spielmacher Sören Südmeier in Dessau. Die Belastungen möglichst auf viele Spieler zu verteilen, dürfte auch in den nächsten Wochen große Bedeutung habe – nach dem Spiel am Sonntag in Dessau geht es arbeitsreich weiter für den ASV: Mittwoch kommt Tabellenführer Hamburg, Samstag geht es nach Eisenach, Freitag darauf ist Ferndorf zu Gast in Hamm.

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Erste Saisonniederlage

Zum Abschluss der kräftezehrenden Woche mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen hat Spitzenreiter ASV Hamm-Westfalen die erste Saisonniederlage kassiert. Gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste des Dessau-Roßlauer HV unterlagen die Westfalen knapp mit 26:27 (15:15).

„Wir haben heute nicht die Formation gefunden, die gestochen hat“, brachte es ASV-Trainer Michael Lerscht direkt nach Spielende auf den Punkt. Denn während die nur mit elf Spielern angereisten Gäste nachvollziehbarer Weise nicht darauf aus waren, das Tempo hoch werden zu lassen, mühten sich die Gastgeber in der erneut zuschauerlos gebliebenen WESTPRESS arena um einen spielerischen Faden. Die durch Toptorschütze Jakub Hrstka hergestellte 0:2-Führung glich der ASV aus, geriet aber wiederum mit 2:4 in Rückstand. Es folgte die stärkste Phase der Hausherren, die bis zur zwölften Minute mit 7:4 in Führung gingen. Aber auch die fünf Treffer in Serie blieben beim DRHV ohne größere Wirkung. In der 17. Minute war der Vorsprung bereits dahingeschmolzen, die Partie war wieder völlig offen. Leistungsgerecht ging es mit 15:15 in die Pause.

In die zweite Halbzeit starteten die Gäste erneut besser. In der 39. Minute war eine erneute 18:20-Führung der Lohn für den DRHV, bei dem Kapitän Vincent Sohmann bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte eine gute Leistung zeigte und immer wieder das Gästespiel gut organisierte. Der ASV kämpfte sich zurück, suchte nun häufiger das ungleiche Duell zwischen Kreisläufer Jan Brosch und Sohmann in der Abwehr. So glichen die Gastgeber in der 45. Minute erneut auf 21:21 aus. Aber eine Führung gelang der Mannschaft von Michael Lerscht nicht – im Gegenteil, bis zur 56. Minute hatte eine erneute Zwei-Tore-Vorsprung für die Gäste Bestand (24:26).

Fabian Huesmann per Siebenmeter und weniger später Gerrit Genz sorgten mit ihren Toren zum 26:26 für erneute Hoffnung bei den ASV-Verantwortlichen, doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Aber den letzten Treffer der Partier markierte ein anderer: Genau 96 Sekunden vor dem Ende traf Sohmann sehenswert gegen den in der Schlussphase eingewechselten ASV-Torwart Jan Wesemann zum 26:27. Ein weiteres Tor gelang keinem Team mehr. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, das war eine ganz starke Leistung“, war die Freude beim Aufsteiger über den doppelten Punktgewinn entsprechend groß. Stärkster Akteur des Abends war Jakub Hrstka mit 13 Treffern, davon sechs per Siebenmeter. Und bis zu seinem letzten Wurf Sekunden vor dem Ende war der Tscheche sogar ohne Fehlwurf geblieben.

Für den ASV geht es nun am nächsten Samstag weiter. Die Partie gegen den HSV Hamburg wurde auf dessen Wunsch von Freitag auf Samstag um 18 Uhr verlegt. „Dieser Bitte sind wir in Absprache mit Trainer Michael Lerscht gerne nachgekommen“, so ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. Das nächste Heimspiel steht für die Westfalen dann erst am Samstag, 14. November, gegen den ThSV Eisenach an.

ASV Hamm-Westfalen – Dessau-Roßlauer HV 26:27 (15:15)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (2), Huesmann (5/4 7m), Brosc (5), Fuchs, Spiekermann, Rubino (1), Schwabe, Südmeier (3), Pretzewofsky (1), Orlowski (4), Franke (2), von Boenigk (3)

DRHV: Ambrosius – Pavlicek, Löser (7), Hrstka (10/7), Sohmann (4), Bielzer, Schmidt, Danneberg (3), Persson, Seidler (3), Zahradnicek

Schiedsrichter: Tobias Schmack und Philipp Dinges

Zuschauer: keine

 

Kapitän Jakob Schwabe unterlag mit dem ASV gegen den Dessau-Roßlauer HV. - Foto: Kaufmann/ASV

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Drittes Heimspiel ohne Zuschauer

Auch das dritte Heimspiel der Saison wird ohne Zuschauer stattfinden. Dies vermeldete der ASV Hamm-Westfalen am Donnerstag erwartungsgemäß wegen der weiterhin zu hohen Infektionszahlen in Hamm.

„Dadurch, dass der RKI-Wert weiter oberhalb von 50 Infektionen liegt, ist es uns nicht erlaubt vor Zuschauern zu spielen“, teilten die Geschäftsführer Franz Dressel und Thomas Lammers mit. „Wir erfahren viel Zuspruch und Rückhalt durch unsere Partner, den Sponsoren und unseren Fans. Gemeinsam fiebern wir dem Zeitpunkt um so mehr entgegen, an dem wir wieder gemeinsam unsere Mannschaft in der WESTPRESS arena unterstützen können“, betonte Lammers. Eine Unterstützung, die für die Westfalen wie auch alle anderen Zweitligisten größte Bedeutung hat. „Der wirtschaftliche Schaden nimmt durch jedes Geisterspiel weiter zu“, betonte Franz Dressel. Durch die dann drei Heimspiele sei bereits ein Einnahmeverlust von etwa 100.000 Euro entstanden, so Dressel.

Immerhin läuft es sportlich perfekt für den ASV – aus den bisherigen vier Spielen holten die Westfalen die Maximalausbeute von acht Punkten. Daran will die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht am Samstag gegen den Tabellendritten Dessau-Roßlauer HV unbedingt anknüpfen – auch ohne Fans im Rücken. „Das können wir ohnenhin nicht beeinflussen, blenden das also in der Vorbereitung aus. Das ist uns bisher gut gelungen und wird uns wieder gelingen“, so Lerscht. Anwurf am Samstag ist um 19.15 Uhr, die Partie kann wieder kostenfrei per TV-Livestream verfolgt werden, kommentiert wird das Spiel von Simon Kottmann und Jens Gawer. Zudem überträgt auch Radio Lippe Welle Hamm live, hier moderiert Marco Varchmin.

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Erfolgsserie fortgesetzt

Der ASV Hamm-Westfalen hat am Wochenende seine Erfolgsserie in der 2. Handball-Bundesliga fortgesetzt. Durch einen erwartet umkämpften 20:22-Sieg beim Dessau-Roßlauer HV baute die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler die Jahresbilanz auf 10:2 Punkte aus und rückte damit auf den vierten Rang der 2. Handball-Bundesliga vor.

Denn während der ASV beide Zähler für sich verbuchte, ging die direkte Konkurrenz in der Spitzengruppe überwiegend leer aus. Nur der Tabellendritte HSG Nordhorn-Lingen überzeugte beim 36:25-Heimerfolg gegen TuSEM Essen, das Spitzenduo Balingen und Coburg unterlag überraschend in Rimpar beziehungsweise Wilhelmshaven. Da auch der hoch gehandelte TuS Nettelstedt-Lübbecke zuhause gegen Hamburg mit 22:29 unterlag, rückte der ASV näher an das Spitzentrio heran.

„Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, die eigene Leistung jede Woche egal gegen welchen Gegner auf´s Neue zu bestätigen“, betonte ASV-Coach Kay Rothenpieler nach dem hart erkämpften Sieg. Einmal mehr bestätigten die Westfalen, dass sie mittlerweile auch in schwierigen Phasen deutlich gefestigter agieren. So schien es auch in Dessau, als könne der DRHV gegen den ASV Zählbares mitnehmen. Denn nach 2:1-Führung für Dessau und 9:9-Unentschieden lagen die Gäste bis zur 49. Minute immer in Führung. Dann war jedoch das zwischenzeitliche 12:16 auf 16:17 zusammengeschmolzen. Schlimmer noch: Den Hausherren bot sich in dieser Phase vor über 1.300 Zuschauern nach Zeitstrafen gegen Jan Brosch und Fabian Huesmann sogar Gelegenheit, das Blatt zu wenden. Doch stattdessen leistete sich der DRHV individuelle Fehler, die die Westfalen durch Jan von Boenigk und Markus Fuchs bestraften. „Wir haben in dieser Situation das Momentum und verschenken dann den Ball, das darf uns nicht passieren“, ärgerte sich DRHV-Trainer Uwe Jungandreas über die Fehler in dieser Phase. Gut neun Minuten vor dem Ende war der ASV beim Stand von 16:19 so endgültig auf Siegeskurs. „Wir haben die Ruhe bewahrt“, lobte ein zufrieden ASV-Trainer Kay Rothenpieler seine Mannschaft anschließend. „Hier musst du erstmal gewinnen, Dessau hat es uns erwartet schwer gemacht.“

Weiter geht es für den ASV Hamm am Samstag, dann kommt der wegen seiner Insolvenz als Absteiger feststehende Tabellenletzte HC Rhein Vikings in die WESTPRESS arena. Anwurf ist um 19:15 Uhr.

Oliver Milde - hier in der Abwehr gegen den DRHV - war mit sechs Toren erfolgreichster Torschütze beim ASV. - Foto: Stefan Maximilian Piech/DRHV

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Auswärts bei einem „unbequemen Gegner“

Neun Plätze trennen den ASV Hamm-Westfalen und den Dessau-Roßlauer HV in der 2. Handball-Bundesliga nach 25 absolvierten Spielen. Um die Favoritenrollen werden die Westfalen bei ihrem Auswärtsspiel am Sonntag um 17 Uhr also nicht herumkommen. Doch weder der Rollenverteilung noch den Platzierungen misst ASV-Trainer Kay Rothenpieler im Vorfeld der Partie beim DRHV große Bedeutung bei.

„Das erleben wir Woche für Woche in dieser Liga – Vorschusslorbeeren geben noch längst keine Punkte. Und wie gefährlich die Mannschaft ist, hat der DRHV beim 18:18 in Ferndorf bewiesen. Es war erst der vierte Gegner, der aus Ferndorf etwas mitgenommen hat“, verdeutlichte Kay Rothenpieler zwei Tage vor dem Spiel die Schwere der nächsten Aufgabe. „Da erwartet uns ein unbequemer Gegner, der mitten im Kampf um den Klassenerhalt steckt. Die werden uns alles abverlangen“, so Rothenpieler weiter, der einen kampfstarken und hochmotivierten Gegner erwartet. Dank des Punktgewinns in Ferndorf und der zwei Siege zuvor in Großwallstadt (31:33) und gegen Hamburg (32:28) hat sich die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas ein Polster von drei Punkten auf die Abstiegsränge erarbeitet.

Personell – so zumindest der Stand vor dem Abschlusstraining am Samstag – wird der ASV die Reise nach Dessau vollständig antreten können. „Unser Ziel sind natürlich wieder zwei Punkte. Wir wollen an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und unsere gute Serie zum Jahresstart weiter fortsetzen“, so Rothenpieler. Für Mittelmann Vincent Sohmann steht das Spiel zudem unter besonderen Vorzeichen, Sohmann wechselte im Sommer vom DRHV zum ASV und kehrt somit an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Anwurf ist am Sonntag um 17 Uhr, die Partie wird live von Radio Lippe Welle Hamm und vom DRHV über Handball-Deutschland.tv übertragen.

Vincent Sohmann kehrt am Sonntag an seine alte Wirkungsstätte zurück. - Foto: Wegener

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Mit viel Einsatz setzten sich die Westfalen am Mittwochabend auch im vierten Heimspiel gegen den Dessau Roßlauer HV durch. – Foto: Wegener

Arbeitssieg gegen DRHV

Ein hartes Stück Arbeit war der 28:24-Sieg des ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend in der 2. Handball-Bundesliga. In der WESTPRESS arena verlangte Gast Dessau-Roßlau der Mannschaft von Kay Rothenpieler vor 1.662 Zuschauern alles ab. Taktisch hatten sich die Gäste gegen die favorisierten Westfalen eine Menge einfallen lassen, um die Hausherren vor Aufgaben zu stellen.

Und das gelang dem Team um Trainer Uwe Jungandreas zunächst sehr gut. Vor allem Johannes Wasilewski verdankten es die Muldestädter mit drei Treffern direkt zu Beginn, dass der DRHV bis zum 4:5 in der zehnten Spielminute immer wieder vorlegte. Erst in der 13. Minute gelang Vyron Papadopoulos per Siebenmetertor zum 6:5 die erste Führung für den ASV an diesem Abend. Und diese gaben die Westfalen in der Folge nicht mehr ab. Lukas Blohme und Stefan Lex machten jeweils per Tempogegenstoß bis zur 16. Minute eine 8:5 Führung daraus.

Jungandreas hatte genug gesehen, bat sein Team zur Auszeit. Doch der ASV blieb bis zur 26. Minute mit zwei oder drei Treffern in Führung. Verkraften mussten die Gäste, bei denen auch Tomas Pavlicek wegen des Daumenbruchs aus dem Heimspiel gegen Ferndorf nur für Siebenmeter eingesetzt wurde, in dieser Phase den frühen Ausfall von Florian Pfeiffer wegen dessen dritter Zeitstrafe. In der Schlussphase vergrößerte Stefan Lex den Abstand erstmalig auf vier Tore zum 14:10, Lex traf wenig später auch zum 15:11-Pausenstand.

Auch in den zweiten Abschnitt startete der ASV gut. Mex Raguse erhöhte auf 16:11. Aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln, vor allem der im Angriff konsequent eingewechselte siebte Feldspieler und den dann eingesetzten zwei Kreisläufern erwiesen sich als unbequeme Taktik. Immer wieder fand vor allem Slavomir Mlotek den Weg zum Kreis und zu Libor Hanisch, der es am Ende auf fünf Treffer brachte. Zudem blieb Johannes Wasielewski torgefährlich aus dem Rückraum. So verkürzten der DRHV bis zur 35. Minute auf 17:15.

In der Folge wiederholten sich die Ereignisse: Der ASV legte auf vier Treffer vor, die Gäste verkürzten auf zwei. Den Anschlusstreffer ließen die Gastgeber aber nicht zu. Als Vincent Sohmann dann per Doppelschlag in der 53. Minute die Führung erneut auf 26:22 stellte, war die Vorentscheidung gefallen. In den Schlussminuten fuhren die Westfalen den vierten Heimsieg in Folge souverän an.

„Das war für uns der erwartet schwere Auftritt. Ich glaube, dass wir das im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten im taktischen Bereich gut gemacht. Leider haben uns die individuellen Leistungen heute einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hamm hat völlig verdient gewonnen“, analysierte Uwe Jungandreas direkt nach der Partie. Die Glückwünsche nahm Kay Rothenpieler nach dem „erwartet schwierigen Spiel“ nur zu gerne entgegen: „Taktisch war das eine schwierige Aufgabe heute. Wir haben das eigentlich nicht schlecht gedeckt. Aber oft haben wir im Zeitspiel dann doch noch Treffer bekommen. Das haben wir phasenweise nicht ganz so gut gelöst. Und Dessau hat die Variante mit dem siebten Feldspieler gut auf den Punkt gespielt. Es war klar, dass wir da geduldig bleiben müssen. Vorne haben wir das gut gelöst. Gerade Mex Raguse, Stefan Lex und auch Vincent Sohmann haben das gut gemacht heute.“

Nach dem Auswärtserfolg am Sonntag in Rimpar und dem Heimsieg am Mittwochabend steht nun bereits am Sonntag das dritte Spiel innerhalb einer Woche für den ASV an. Dann geht es um 17 Uhr im Düsseldorfer Castello gegen die Rhein-Vikings.

ASV Hamm-Westfalen – Dessau-Roßlauer HV 28:24 (15:11)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme (1), Huesmann (1), Milde (1), Brosch (2), Fuchs, Raguse (5), Sohmann (4), Schwabe, Lex (6), Gudat, Papadopoulos (7, ¾ 7m), von Boenigk (1)

DRHV: Ambrosius, Plaue – Pavlicek (5/5), Hanisch (5), Vanco (1), Mlotek (1), Pfeiffer, Wasielewski (6), Schmidt, Jungemann (1), Zimmermann (1), Hanner, Zele (1), Zahradnicek (3)

Schiedsrichter: Christian und David Hannes

Zuschauer: 1.662

Zeitstrafen: ASV 4 min, DRHV 8 min

Siebenmenter: ASV ¾, DRHV 5/5

Fünffacher Torschütze: Youngster Mex Raguse zeigte eine gute Leistung. – Foto: Wegener

Hochmotiviert: Vincent Sohmann zeigte sich gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen hochmotiviert. – Foto: Wegener

Sonderlob vom Trainer: Trainer Kay Rothenpieler lobte Stefan Lex ebenso wie Mex Raguse und Vincent Sohmann für ihre gute Leistung gegen den DRHV. – Foto: Wegener