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ASV-Hamm Westfalen

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„Befinden uns in einer Entwicklung“

Insgesamt 17 Treffer hat Rückraum Marian Orlowski in den zurückliegenden drei Pflichtspielen für den ASV Hamm-Westfalen erzielt. Und nicht nur das, auch als Vorbereiter und als Abwehrspieler zeigte der 28-Jährige im zweiten Jahr nach seiner Rückkehr zu den Westfalen, für die er bereits von 2012 bis 2016 auf Torejagd gegangen war, gute Leistungen. Im Interview äußerte sich der gebürtige Meinerzhagener über die aktuelle Stärke des ASV, seine eigenen Leistungen und die Ziele für die Zukunft.

Der ASV hat in dieser Saison nur eine Niederlage kassiert und die bei einem der Topfavoriten der Liga, dem TuSEM Essen. Zuletzt gelangen beeindruckende Siege gegen HSG Nordhorn-Lingen und die SG BBM Bietigheim. Ist es für Sie auch ein gelungener Saisonstart Ihrer Mannschaft?

Marian Orlowski: „Etwas wurmt uns vielleicht der Punktverlust im Heimspiel gegen Aue, der in der Schlussphase zustande kam. Aber wenn wir die Ausbeute aus dem Programm insgesamt sehen, war das kein schlechter Saisonstart für uns, gerade wegen der Siege gegen Bietigheim und Nordhorn. Vor allem, weil die Formkurve nach oben zeigt und wir uns von Woche zu Woche weiterentwickeln. Das ist erfreulich, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

In den beiden angesprochenen Partien und dem Pokalspiel gegen den TV Großwallstadt haben Sie selbst 17 Tore beigesteuert. Wie schätzen Sie Ihre eigenen Leistungen in dieser Spielzeit ein?

Marian Orlowski: „So wie wir als Mannschaft insgesamt immer mehr zueinander finden, werden auch individuelle Leistungen besser. Letztendlich sind Tore in den seltensten Fällen ja Einzelleistungen. Aber zu den Aufgaben auf meiner Position gehören selbstverständlich auch Tore. Und es geht auch darum, Verantwortung zu übernehmen. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind und hoffe natürlich, dass ich meine Leistung weiter festige.“

Zu dieser Saison hat es einige personelle Veränderungen gegeben. Gerade der Wechsel auf Rückraum Mitte, wo nun Dani Baijens neben Sören Südmeier die Fäden zieht, bedeutete ja auch für Sie eine Umgewöhnung. Auch Sören Südmeier fehlte ja vergangene Saison seit November komplett, Trainer Michael Lerscht bezeichnete ihn auch als Quasi-Neuzugang. Zuletzt lief das Zusammenspiel aber offenbar sehr gut. Wie weit sehen Sie sich im Prozess der Eingewöhnung insbesondere in der Mitte?

Marian Orlowski: „Ich denke, dass wir uns da wie in allen Mannschaftsteilen von Woche zu Woche weiterentwickeln. Einiges läuft schon gut, an anderen Dingen müssen wir noch arbeiten. Aber das ist in der jetzigen Phase der Saison völlig normal. Ich würde also sagen, dass wir gut zueinander gefunden haben, die Eingewöhnung aber noch nicht abgeschlossen ist.“

Insgesamt kamen fünf neue Spieler in die Stammformation des Bundesligakaders. Fabian Huesmann hat zudem nach vielen Jahren die Kapitänsrolle von Jakob Schwabe übernommen. Einige haben die Veränderungen sogar als „Umbruch“ bezeichnet. Wie ordnen Sie die Veränderungen ein und wie sehen Sie die weiteren Neuzugänge Vladimir Bozic, Tim Wieling, Alexander Reimann und Matej Mikita?

Marian Orlowski: „Ich kenne den ASV ja schon länger und einige der Spieler ja sogar schon aus meinen ersten Jahren hier. Im Sommer hat sich tatsächlich ein Umbruch vollzogen. Man darf ja auch Trainer Michael Lerscht mit seinem Stab nicht vergessen, der jetzt erst im zweiten Jahr hier ist. Aber das muss man gar nicht negativ sehen – es wurden viele Rollen im Team neu verteilt, wie beispielsweise das Kapitänsamt. Und diese Änderungen bedeuten für jeden von uns eine Chance, sich selbst weiterzuentwickeln. Mit den fünf Neuen sind bis auf Torwart Vladimir Bozic, der ja schon 38 Jahre alt ist, nur junge Spieler uns gekommen. Die haben zwar alle schon 1. Liga gespielt, aber eben dort nicht mit der Verantwortung wie jetzt hier beim ASV. Auch für sie ist das ja die Chance, zu wachsen. Man darf aber jetzt auch nicht zu viel erwarten.“

Mit aktuell nur drei Minuspunkten nach einem durchaus schwierigen Auftaktprogramm ist der ASV auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe – genau das, was man im Auge hatte. Auch wenn man keinen Platzierungsziel erklärt hat. Was ist vom ASV in dieser Spielzeit zu erwarten?

Marian Orlowski: „Eine Platzierung als Ziel zu nennen ist auch wenig sinnvoll. Man hat ja gleich an den ersten Spieltagen gesehen, wie ausgeglichen es wieder zugeht und das wirklich jeder jeden schlagen kann. Wir können eine gute Saison spielen und trotzdem eine Reihe Teams vor uns haben, wenn die einen guten Job machen. Aber damit sollte man sich gar nicht weiter beschäftigen. Michael Lerscht hat es kürzlich erklärt: Wir befinden uns in einer Entwicklung. Und die ist längst noch nicht abgeschlossen. Woche für Woche muss man in dieser Liga hart für die Punkte arbeiten. Und dazu sind wir bereit.“

Vielen Dank für das Gespräch.

Erneut gute Leistung: Rückraum Marian Orlowski übernahm gegen die SG erfolgreich Verwantwortung als Torschütze und Vorbereiter. - Foto: Wegener/ASV

ASV-Hamm Westfalen

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Orlowski kehrt zurück

Dem ASV Hamm-Westfalen ist ein echter Coup auf dem Transfermarkt gelungen: Marian Orlowski kehrt zurück. Der erstligaerfahrene linke Rückraumspieler schließt sich ab dem Sommer 2020 zum zweiten Mal in seiner Karriere dem ASV an. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und gilt ligenunabhängig.

Bereits von 2012 bis 2016 trug Orlowski in 50 Partien das rote Trikot. Bis zu seinem zweiten Aufschlag in der WESTPRESS arena zieht er weiter die Fäden beim TuS N-Lübbecke.

Orlowski kann die ersten Einsätze in der „alten Heimat“ kaum erwarten: „Ich habe große Lust auf Hamm! Meine Erfahrungen, die ich bei den anderen Klubs gemacht habe, möchte ich beim ASV einbringen. Ich will Verantwortung übernehmen und mich auch noch weiterentwickeln“, berichtet der 26-Jährige.

Auf das Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern im Kader freut sich Orlowski: „Es ist toll, dass ich wieder mit Störte, Fabi, Markus oder Jakob zusammenarbeiten kann.“ Dass Hamm aktuell auf Aufstiegskurs ist, hat der ehemalige DHB-Nachswuchsspieler natürlich registriert und meint: „Ich würde gerne in der Liqui Moly HBL spielen.“ Aber weiterer Anlauf in der 2. Bundesliga hätte seinen Reiz, versichert er: „Falls es in dieser Saison nicht klappt, würde ich alles dafür geben, in der kommenden aufzusteigen und das mitzuerleben.“

Nach seiner Zeit in Hamm ging die Reise 2016 zum Erstligisten TVB 1898 Stuttgart, wo Orlowski in zwei Jahren 61 Partien in der Liqui Moly HBL bestritt. Anschließend wechselte der gebürtige Lüdenscheider nach Lübbecke, ab kommenden Sommer ist er wieder zurück im Hammer Osten.

ASV-Geschäftsführer Franz Dressel war die Begeisterung über die Rückkehr ebenfalls anzumerken: „Ich freue mich riesig, dass wir Marian verpflichten konnten. Es spricht für uns, dass er den Weg zurück zum ASV gefunden hat“, meint Dressel, der Orlowski nie aus den Augen verloren hat: „Marians Karriere habe ich immer weiterverfolgt, er hat sich sportlich als auch persönlich unheimlich weiterentwickelt. Zunächst in Stuttgart, in Nettelstedt ist er sogar zum Kapitän aufgestiegen. Er bringt viel Qualität für unseren Rückraum mit“, so Dressel. (mby)

Mit Marian Orlowski (Mitte) kehrt ein Ex-Hammer zurück in die WESTPRESS arena. – Foto: ASV