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ASV-Hamm Westfalen

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Punktgewinn dank Topleistung

Dank einer der besten Saisonleistungen hat der ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend dem haushohen Favoriten SG BBM Bietigheim mit 28:28 (14:9) einen Punkt abgetrotzt. Nach einer überragenden ersten Halbzeit schwanden bei den verletzungsbedingt dezimierten Westfalen zwar zusehends die Kräfte, am Ende erlöste Jan von Boenigk zwei Sekunden vor dem Ende die knapp 500 Fans in der WESTPRES arena mit seinem Tor zum Ausgleich.

Zuvor hatten die Gastgeber, für die es in dieser Saison das allererste Heimspiel vor Zuschauern war, die Partie völlig überraschend fast 40 Minuten dominiert. Nach ausgeglichenem Beginn mussten die Gäste, die sich durch zuletzt 16:2 Punkte auf den fünften Rang vorgearbeitet hatten, den frühen Ausfall von Patrick Rentschler verkraften, der sich in der siebten Minute bei einem Zusammenprall offenbar schwerer am Knie verletzte. Zumindest fehlte er der SG in der Folge, ebenso wie wenig später Zweitliga-Toptorschütze Christian Schäfer. Der scheiterte zunächst in der neunten Minute beim Siebenmeter am bärenstarken Felix Storbeck und foulte dann in der nächsten Aktion den zum Tor ziehenden Florian Schöße so unglücklich am Hals, dass die Unparteiischen Lukas und Robert Müller in ganz früh im Spiel disqualifizierten.

Die Gastgeber nutzten die vorübergehende Unruhe bei den ansonsten sehr souveränen Gästen und gingen von 2:2 mit 6:2 in Führung. Schon nach dem 5:2 nahm SG-Coach Brian Ankersen, der stark mit den Schiedsrichterentscheidungen haderte, eine frühe Auszeit. Aber der ASV blieb spielbestimmend, Gerrit Genz war aus dem Rückraum nicht zu stoppen, Felix Storbeck parierte bis zur Pause acht Bälle und damit fast die Hälfte aller Würfe auf sein Tor. So ging die Mannschaft von Michael Lerscht völlig verdient mit einer 14:9-Führung in die Pause.

Für den zweiten Abschnitte stellte sich die Frage, wie lange die Hausherren das hohe Niveau ohne Sören Südmeier, Marian Orlwoski, Jan Pretzewofsky und Alexander Engelhardt könnten. Dies gelang bis etwa zur 40. Minute. Da verpasste der ASV es aber, die durch Merten Krings hergestellte 18:13-Führung sogar noch auszubauen. Stattdessen bestraften die Gäste einen Ballverlust mit dem Tor zum 18:14, obendrein kassierte Jan Brosch einen Zeitstrafe. Bis zum 20:16 blieb der ASV vorne, danach schwanden die Kräfte. Die Gäste, bei denen Dominic Claus, Martin Marcec und Juan de la Pena spielbestimmend waren, dreht das Spiel und gingen erstmalig an diesem Abend mit 20:21 in Führung. Auch die Verletzung von Torwart Nick Lehmann, der nach einem unglücklichen Kopftreffer behandelt werden musste und nicht mehr weiterspielen konnte, warf die SG nicht mehr zurück.

Bis zum Ende wechselten nun ständig die Führungen. In einer dramatischen Schlussphase brachte Claus die SG 20 Sekunden vor dem Ende mit 27:28 in Führung. Da nach dem Tor der Pass von Felix Storbeck zum zweiten Mal im Spiel über den Mittelpunkt hinausging, blieben nun nur noch sechs Pässe für den Spielaufbau zum Ausgleichstor. Und dank eines mutigen Durchbruchs von Jan von Boenigk sollte das dann am Ende gelingen.

„Das war heute eine richtig geile, emotionale Leistung der Mannschaft“, freute sich ASV-Trainer Michael Lerscht direkt nach der Partie über den Punktgewinn und vor allem eine bärenstarke Vorstellung seines Teams. „Leider ging uns am Ende die Power aus. Wir haben es versucht, über Abwehrwechsel aufzufangen, dafür ist uns dann Gegenstoßqualität verlorengegangen. Unter dem Strich haben wir gegen einen sehr starken Gegner verdient einen Punkt geholt“, so Lerscht weiter. Bereits am Sonntag geht es nun weiter für die Westfalen, dann tritt der ASV beim TV Großwallstadt an.

ASV Hamm-Westfalen – SG BBM Bietigheim 28:28 (14:9)
ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (8), Huesmann (4/3), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann (2), Fernandez, Schwabe (1), Gudat, Krings (7), Schöße (3), Franke (1), Boenigk (1)
SG: Lehmann, Edvardsson – Vlahovic (3), Rentschler, Claus (6), Öhler (2), Schäfer (1/1), de la Pena (1), Urban (2), Link (1), Asmuth, Barthe (4), Urban, Dahlhaus (1), Marcec (7/3)
Strafen: ASV 8 min, SG 6 min und Rote Karte gegen Schäfer
Schiedsrichter: Lukas Müller und Robert Müller
Zuschauer: 435

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Vorfreude auf Zuschauer

Große Vorfreude auf das nächste Heimspiel des ASV Hamm-Westfalen herrscht derzeit rund um die WESTPRESS arena. In der vorletzten Heimpartie der Westfalen in dieser Saison wird der Zweitligist am Mittwoch (19:15 Uhr) erstmalig Zuschauer begrüßen dürfen. „Darauf freuen wir uns alle natürlich sehr“, betonte ASV-Trainer Michael Lerscht, der damit dann erstmals überhaupt als neuer Trainer der Westfalen bei einem Pflichtspiel zusammen mit seiner Mannschaft Fans im Rücken haben wird. „Es sind 500 Zuschauer zugelassen – und die werden natürlich da sein“, durfte sich ASV-Geschäftsführer über große Resonanz in den zurückliegenden Tagen freuen.

Und die Unterstützung der Fans dürfte für die Westfalen nötig sein, treten sie gegen die fünftplatzierte SG BBM Bietigheim als klarer Außenseiter an. Denn nicht nur, dass die SG zuletzt 16:2 Zähler sammelte, anders als die Gastgeber sind die Gäste frei von größeren Verletzungssorgen. Dies sieht beim ASV komplett anders aus: Zum Langzeitverletzten Sören Südmeier gesellten sich zuletzt Jan Pretzewofsky (Fußverletzung) und Marian Orlowski (Muskelverletzung). Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Kreisläufer Alexander Engelhardt, der sich im Training vor dem Spiel in Dessau verletzte und passen musste. Einige Spieler haben nach wochenlanger Quarantäne noch immer einen Trainingsrückstand.

„Jetzt mehren sich natürlich Dinge, die der sehr hohen Belastung geschuldet sind“, stellte Trainer Lerscht zudem fest. Das Spiel am Mittwoch gegen Bietigheim ist die dritte Partie für die Westfalen innerhalb von sieben Tagen, weitere fünf folgen bis zum Saisonende am 26. Juli. Lerscht: „Jedes Spiel gilt es neu für uns, alles zu mobilisieren, was geht. So wie jetzt am Mittwoch, wenn wir auf einen Gegner treffen, der sich richtig gut gefunden hat und sich durch eine tolle Serie ganz weit nach vorne gespielt hat. Bietigheim verfügt über eine sehr hohe Qualität.“ Um so wichtiger, dass sich der ASV auf die Unterstützung von den Rängen freuen darf und auch wieder einige Akteure aus der Drittligamannschaft, die ja dem ASV schon im Heimspiel gegen Dormagen zum Erfolg verhalfen.

Anwurf in der WESTPRESS arena ist um 19:15 Uhr, übertragen wir das Spiel wie gewohnt live von SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm. Letzte Informationen rund um das Spiel gibt es wie gewohnt per TV-Liveschaltung ab 18:15 Uhr, zu sehen über das ASV-Facebookprofil.

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ASV besiegt Bietigheim

Dank einer der bisher stärksten Saisonleistungen hat der ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend einen auch in der Höhe verdienten 20:25-Erfolg bei der SG BBM Bietigheim gefeiert. Mit 13 Toren war Fabian Huesmann überragender Offensivakteur der Gäste. Der Linksaußen profitierte dabei von einer insgesamt bärenstarken Abwehrleistung und einem in den entscheidenden Spielsituationen hellwachen Torwart Felix Storbeck.

Der ASV startete gut in die Partie, ließ aber zunächst noch einige Torchancen ungenutzt. So war es vor allem Storbeck, der einen Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße entschärfte und so für einen ausgeglichenen Start in der Sporthalle am Viadukt sorgte. Doch nach dem 3:3 in der 9.Minute gerieten die Gäste doch mit 6:3 bis zur 13. Minute ins Hintertreffen. SG-Kapitän Jan Asmuth brachte den Verlauf später auf den Punkt: „Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut in Angriff und Abwehr gespielt, haben aber zur Halbzeit nicht geführt.“ Denn in der Folge kämpfte sich der ASV zurück in die Partie. Jan Pretzewofsky, der für den verletzten Rechtsaußen Marten Franke in die Startformation gerückt war, beendete die Durststrecke der Westfalen und traf zum 6:4. Lerscht reagierte außerdem im linken Rückraum, brachte zunächst David Spiekermann für Marian Orlowski und wenig später auf der anderen Seite Jan von Boenigk für Gerrit Genz.

In der Folge war es aber dann Huesmann, der mit zwei Toren in Folge aus dem 7:5 ein Unentschieden machte. Die Gäste, bei denen neben Franke erwartungsgemäß auch Sören Südmeier fehlte, waren wieder in der Partie. Zwar legte Bietigheim wieder auf 10:7 vor, die Westfalen blieben aber unbeeindruckt. Entweder per Tempogegenstoß oder nach erfolgreichem Kreisspiel, das nur per Foul gestoppt werden konnte, und anschließend verwandeltem Siebenmeter traf Huesmann drei weitere Male in Folge – knapp fünf Minuten vor der Pause stand es so 10:10.

In der 29. Minute übernahm der ASV dann – Huesmann traf nun bereits zum siebten Mal an diesem Abend – mit 12:13 die Führung. Vier Sekunden vor der Pause gelang ihm dann sogar per Siebenmeter Tor Nummer acht – ohne einen Fehlwurf: Der ASV ging mit einem 13:14-Vorsprung in die Pause. Mit weniger Strafzeiten und einer insgesamt besseren Chancenausbeute hätte diese aus Sicht der Gäste sogar höher ausfallen können.

Im zweiten Abschnitt verlief die Partie dann ähnlich weiter: Storbeck hielt einen Siebenmeter, Huesmann verwandelte einen Tempogegenstoß. Der ASV baute dann durch Kreisläufer Jan Brosch die Führung sogar auf 13:16 aus und hätte erneut durch Brosch sogar auf vier Tore davonziehen können. Aber SG-Torwart Edvardsson, der insgesamt 16 Paraden und eine tolle Quote von 40 Prozent gehaltenen Bällen erreichte, verhinderte Schlimmeres aus Sicht der Hausherren. Die Gastgeber blieben bis zum 18:20 in der 49. Minute im Spiel.

Aber die Gäste wurden von Minute zu Minute stärker. Mit einer tollen Körpersprache und sehr starker Abwehrarbeit stellten sie die Gastgeber vor immer größere Probleme. Im Angriff bestraften die Westfalen zudem sehr konsequent die häufiger werdenden Fehler der SG-Spieler. Huesmann und Pretzewofsky erhöhten bis acht Minuten vor dem Ende auf 18:22 – die Partie war praktisch entschieden. Bietigheim versuchte zwar noch alles und agierte auch mit dem siebten Feldspieler, eine Wende gelang der SG aber nicht mehr. Nachdem Orlowski noch von 19:23 auf 19:25 erhöhte, sorgte der achtfache SG-Torschütze Christian Schäfer für den 20:25-Endstand. Überragender Offensivakteur war allerdings ein anderer: Fabian Huesmann brachte es am Ende auf 13 Treffer, fünf davon per Siebenmeter – und blieb dabei bis zum Ende ohne Fehlwurf.

Der am Ende klare Verlauf gab Michael Lerscht sogar noch die Möglichkeit, Nachwuchsmann Florian Schöße seine ersten Einsatzminuten in der 2. Handball-Bundesliga zu gewähren. Kurz vor dem Ende bot sich dem Rückraum sogar die Gelegenheit zum Torwurf, das erste Bundesligator sollte dem 24-Jährigen gegen den starken Edvardsson aber noch nicht gelingen.

Michael Lerscht: „Wir sind absolut glücklich hier am Viadukt gewinnen zu können, das zählt zu den schwierigsten Auswärtsaufgaben in dieser Liga. Nachdem uns zu Anfang vor allem Felix Storbeck noch im Spiel gehalten hat, haben wir hinten heraus toll gefightet.“

Weiter geht es für den ASV nun in gut einer Woche, dann empfangen die Westfalen am Samstag die Wölfe der DJK Rimpar in der WESTPRESS arena in Hamm.

SG BBM Bietigheim – ASV Hamm-Westfalen

SG: Edvardsson (16 Paraden), Lehmann – Vlahovic (2), Rentschler (1), Claus (2), Ohler, Schäfer (8, 1/3 7m), de la Pena, Urban, Dahlhaus (1), Link (3), Asmuth (1), Barthe (2), Boschen, Marcec, Fischer

ASV: Storbeck (8), Wesemann – Genz (2), Huesmann (13), Beck Jorgensen, Brosch (1), Fuchs, Spiekermann, Rubino Fernandez, Schwabe (1), Krings (2), Pretzewofsky (3), Orlowski (2), Schöße, von Boenigk (1)

Schiedsrichter: Darnel Jansen, Lucas Hellbusch

Zeitstrafen: SG 10 min, ASV 10 min

 

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ASV tritt bei der SG an

Mit dem Auswärtsspiel bei der SG BBM Bietigheim setzt der ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend seine Saison in der 2. Handball-Bundesliga fort. Ähnlich wie die Westfalen haben die Bietigheimer auch einige Spiele weniger absolviert, durch einen Sieg bei der SG könnte die Mannschaft von Michael Lerscht gleichziehen, bei dann immer noch einer weniger absolvierte Partie. Mehr als die Hälfte der Liga hat schon drei oder gar vier Spiele mehr hinter sich als der ASV.

„Von daher ist die Tabelle aktuell einfach wenig aussagekräftig, weder unsere Platzierung, noch die der der Gegner. Wir konzentrieren uns auf andere Dinge“, betont ASV-Trainer Michael Lerscht. Und das dürften bei der SG vor allem die eigene Leistung und die eigene Stärke sein. Gegen den TV Großwallstadt zeigten die Westfalen eine deutlich verbesserte Leistung, gegen eine der erfolgreichsten Mannschaften des Jahres reichte es noch nicht zum doppelten Punktgewinn. Das soll am Freitag anders werden. „Aber die SG hat ähnlich wie wir Aufs und Abs in beide Richtungen erlebt. Wir treffen am Freitag auf eine gute und vor allem sehr eingespielte Mannschaft“, muss laut Lerscht eine „gute eigene Leistung“ her – nur dann könne man Zählbares mitnehmen. „Die Woche ist gut gearbeitet worden, die Mannschaft hat in jedem Training einen großen Willen gezeigt“, so der Trainer weiter, der neben Sören Südmeier möglicherweise auch auf Außenspieler Marten Franke verzichten muss, der sich gegen Großwallstadt eine Schulterblessur zugezogen hat. Lerscht: „Das wird ein interessantes Match zweier Teams auf Augenhöhe.“ Anwurf in der Sporthalle am Viadukt ist um 18:30 Uhr, SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm übertragen live.

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Bietigheim-Partie am 12. März

Zwei der bisher drei ausgefallen Spiele des ASV Hamm-Westfalen sind neu terminiert. Zum Einstieg in diesem Jahr tritt der ASV am 8. Februar (20 Uhr) beim HSV Hamburg an.

Die gegen die SG BBM Bietigheim ausgefallene Partie ist ebenfalls neu angesetzt, Spieltermin ist nun der 12. März um 18:30 Uhr in Bietigheim. Einzig für das kurzfristig ausgefallene Heimspiel der Westfalen gegen die HSG Konstanz, das ursprünglich am 26. Dezember in der WESTPRESS arena stattfinden sollte, gibt es noch keinen neuen Spieltermin. „Das soll aber möglichst früh angesetzt werden“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers, wohlwissend, dass es im weiteren Saisonverlauf durchaus noch zu erneuten Verlegungen kommen könnte.

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ASV kassiert bittere Heimniederlage

Nach mehr als einem Jahr ohne Niederlage in einem Ligaspiel in der heimischen WESTPRESS arena musste sich der ASV Hamm-Westfalen am 2. Weihnachtsfeiertag geschlagen geben. Gegen die SG BBM Bietigheim kassierten die Hammer vor 2260 Zuschauern eine 33:36 (16:17)-Niederlage, bleibt nach der Partie des 18. Spieltags in der 2. Handball-Bundesliga aber mit 24:10 Punkten weiter auf Rang zwei. „Der Sieg für Bietigheim war völlig verdient. Wir müssen akzeptieren, dass der Gegner besser war. Die Deckung war unser Hauptproblem, da haben wir keinen Zugriff bekommen“, so die Analyse des ASV-Trainers Kay Rothenpieler.

Hamm fand nicht gut in die Partie und rannte stets einer Bietigheimer Führung hinterher. Den Premierentreffer des Spiels markierte SG-Linksaußen Jan Asmuth nach 46 Sekunden, Tim Dahlhaus legte zum 0:2 nach. ASV-Rückraumspieler Sören Südmeier war für das erste Hammer Tor (3.) zuständig. Die Gäste um Michael Kraus waren in der Phase bärenstark, vor allem der Weltmeister präsentierte sich in Bestform und war Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft. Erstmals mit drei Toren Vorsprung ging die SG BBM nach acht Minuten in Führung, erneut Dahlhaus war erfolgreich.

Hamms Trainer Kay Rothenpieler reagierte und den Stolperstart und wechselte. Zwischen den Pfosten löste Oliver Krechel den glücklosen Felix Storbeck ab und Jan von Boenigk sowie Vyron Papadopoulos erhielten mehr Spielzeit. Insbesondere die Hereinnahme von von Boenigks war ein Glückgriff, denn der agile 24-Jährige war auf dem Weg zum 11:14 von Dominik Claus nur mit unfairen Mitteln aufzuhalten. Die Folge: Rot für Claus und Siebenmeter für die Hausherren, den Marten Franke verwandelte. Doch insgesamt agierten die Hammer vom Punkt zu unkonzentriert, sechs Fehlwürfe waren eindeutig zu viel. Dennoch kämpfte sich der Tabellenzweite ran und ging nur mit einem knappen Rückstand von 16:17 in die Halbzeit.

Den besseren Start erwischten erneut die Gäste, die nicht einmal fünf Minuten nach Wiederanpfiff auf 17:21 davonzogen. Doch im Gegensatz zum ersten Durchgang gelang es dem ASV nicht, gegen den Trend anzuspielen. Im Gegenteil, Bietigheim zog davon. Maßgeblich verantwortlich war neben Kraus der bärenstarke Dahlhaus, der mit elf Toren auch bester Schütze des Duells war.
Auf Hammer Seite zogen sich leichtsinnige Fehler und Unvermögen im Abschluss wie ein roter Faden durch das West-Süd-Duell und sorgten dafür, dass der ASV mit einer Niederlage ins Duell mit dem VfL Gummersbach am 30. Dezember in der Dortmunder Westfalenhalle geht. (mby)

Storbeck, Krechel – Huesmann (4), Milde (5), Brosch (5), Fuchs, Schwabe (1), Lex (1), Fernandez, Stavast, Südmeier (4), Papadopoulos (3), Krings (6), Pretzewofsky, Franke (2), von Boenigk (2)

Eine Niederlage, die weh tat: Jan von Boenigk und der ASV verloren gegen die SG BBM Bietigheim. – Foto: Henning Wegener

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Bietigheim im Fokus

Bietigheim-Bissingen ist eine Hip-Hop-Hochburg. RIN und Shindy kommen aus dem knapp 50.000-Seelen-Örtchen, Bausa ist zugezogen. Während die jüngeren Leser jetzt wahrscheinlich direkt fette Beats auf den Ohren haben, sei den Älteren gesagt: Das Trio ist schwer angesagt, wird von seinen Fans geliebt und millionenfach via Spotify gestreamt.

Doch auch für alle, die es eher mit Pop-Schlagern halten, ist etwas dabei, denn auch PUR kommen aus Bietigheim-Bissingen. Und zumindest für die Handballfrauen der SG BBM Bietigheim kann sich die Band um Sänger Hartmut Engler begeistern, der den Spielerinnen per Videobotschaft zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2017 gratulierte. Ob sich die Discofox-Könige auch für die Herren interessieren, ist allerdings nicht übermittelt.

Dabei würde der Mannschaft aus der württembergische Stadt zwischen Stuttgart und Heilbronn etwas Unterstützung sicher nicht schaden. Als Bundesligaabsteiger wurde die SG BBM vor dem Saisonstart hoch gehandelt, ist aktuell aber vier Punkte von dem ASV Hamm-Westfalen, der den auf Rang zwei und somit auf einem Aufstiegsplatz liegt, entfernt. Immerhin: Die Form stimmt. Aus den vergangenen sieben Partien holten die Bietigheimer sechs Siege, kassierten nur beim TSV Bayer Dormagen eine 30:33-Niederlage.

Der jüngsten Aufschwung ist auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler nicht entgangen. „Anfangs hatte Bietigheim Probleme, sich an die zweite Bundesliga zu gewöhnen. Mittlerweile sind sie in der Liga angekommen, erzielen gute Ergebnisse.“

Das unterstreicht auch Michael Kraus. Der Weltmeister, Deutsche Meister und Champions-League-Sieger spielt seit Februar 2019 für die SG BBM. Den Abstieg aus der Bundesliga konnte der 36-Jährige zwar nicht verhindern, doch „Mimi“ hielt der Mannschaft die Treue. An die 2. Liga musste sich auch der 128-fache Nationalspieler erst gewöhnen, wie er im Interview mit auf der Vereinshomepage verriet: „Die zweite Liga ist ein Haifischbecken und da wird ein anderer Handball gespielt als in Liga 1.“
Die Aussicht, einen Weltstar in der WESTPRESS arena begrüßen zu dürfen, reizt Rothenpieler: „Das ist sehr interessant. Er ist ein bekannter und guter Spieler. Im Hinspiel war er noch leicht angeschlagen, jetzt ist er fit und somit natürlich in der Lage, die entscheidenden Akzente zu setzen. Das müssen mit einer engen Deckung unterbinden“, so seine Analyse.

Doch vor allem setzt der Hammer Coach auf eine gute Leistung seines Teams. „Wir wollen schnell die Kontrolle über das Spiel gewinnen und unser Spiel mit hohem Tempo aufziehen. Außerdem wollen wir einfache Tore erzielen. Wenn wir dann auch noch kämpferisch und leidenschaftlich mit unseren Fans im Rücken auftreten, bin ich guter Dinge“, meint Rothenpieler. (mby)

Die SG BBM Bietigheim um Jonas Link ist aktuell in starker Form. – Foto: Marco Wolf

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Der nächste Vorhang fällt

Es war eine Weiterentwicklung beim ASV Hamm-Westfalen in drei Akten: Zunächst der durch Spielfreude geprägte doppelte Punktgewinn bei der TuS N-Lübbecke, dann der Erfolg des Willens über den TSV Bayer Dormagen und am Ende die Reifeleistung beim TV Hüttenberg.

Mit dem Kantersieg gegen die HSG Krefeld steht die jüngste Siegesserie nun bei vier Partien. Geht es nach ASV-Trainer Kay Rothenpieler, dürften nach dem letzten Vorhang für das Jahr 2019 noch vier weitere Zähler den Weg auf das ohnehin schon prall gefüllte Punktekonto finden. Doch es sind auch alle Zutaten für zwei Dramen gegeben, denn immerhin geht es am 26. Dezember (ab 17 Uhr) in der WESTPRESS arena gegen die SG BBM Bietigheim wie auch am 30. Dezember (ab 19 Uhr) in der Dortmunder Westfalenhalle gegen den VfL Gummersbach gegen zwei letztjährige Erstligisten.

Damit die Vorstellung gegen Bietigheim am 2. Weihnachtsfeiertag mit tosendem Applaus des Publikums endet, baut Rothenpieler auf die gute Form seiner Mannschaft: „Wir freuen uns, dass es gerade so gut läuft. Die Stimmung ist natürlich super, das hilft uns auch im Trainingsalltag. Die beiden Partien werden zwei harte Brocken, sind aber auch zwei Highlights für uns.“

Wichtig ist für den Ex-Profi, dass seine Mannschaft an die Leistung des Auswärtssieges in Hüttenberg anknüpft: „Da haben wir auch in schwierigen Situationen die Ruhe bewahrt, sind nicht hektisch geworden. Meine Jungs haben einen Reifeprozess durchlaufen und sind jetzt abgeklärter.“

Doch aller Abgeklärtheit zum Trotz: Rothenpieler baut auch auf eine WESTPRESS arena, die „brennt“: „Ich hoffe auf eine riesige Unterstützung. Die Partie am 2. Weihnachtsfeiertag ist immer etwas Besonderes.“

Dass es vier Tage später ebenfalls ein Spiel mit Erinnerungscharakter wird, ist sich Rothenpieler sicher: „Die Stimmung in der Halle sollte uns pushen, die Emotionen wollen wir aufnehmen.“ Damit sein Team nicht überdreht, hat sich der 48-Jährige etwas ausgedacht. „Wir reisen früh an und machen vor Ort einen Spaziergang, werden auch schon lange vor Anpfiff in der Halle sein. Das hilft, damit sich die Spieler an die ungewohnte Umgebung gewöhnen.“ Dann sollten die vielen tausend Zuschauer auch im Schlussakt des Jahres 2019 kein Drama erleben. (mby)

Franz Dressel sieht in allen Bereichen eine positive Entwicklung beim ASV. – Foto: Marco Wolf

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Spielplan veröffentlicht

Nach dem Pflichtspielauftakt im Pokal am 17. und 18. August beim Erstligisten GWD Minden tritt der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga zunächst auswärts beim Erstligaabsteiger SG BBM Bietigheim an. Auf die Heimpremiere dürfen sich die westfälischen Handballfans dann 31. August freuen. Dann geht es zur gewohnten ASV-Anwurfzeit um 19:15 Uhr gegen den HC Elbflorenz Dresden.

Auf eine weitere Besonderheit dürfen sich die ASV-Anhänger zudem zum Jahresende freuen. Die Partie vom 17. Spieltag gegen den Traditionsverein VfL Gummersbach wurde vom 22. Dezember auf den 30. Dezember verlegt, da die beiden Mannschaften dieses Duell voraussichtlich in den Dortmunder Westfalenhallen austragen werden. „Der finale Vertrag dazu ist gerade in Arbeit“, ist Geschäftsführer Franz Dressel sehr zuversichtlich, dass es mit dem besonderen Spiel an der traditionsreichen Handballstätte gegen den zwölffachen Deutschen Meister klappen wird. Denn nicht nur, dass die Gummersbacher ab 1970 für lange Zeit ihre Europapokalspiele in Dortmund austrugen, auch bei den Westfalen denkt man immer wieder gerne an den 28. Dezember 2010 zurück, als man in der mit fast 11.000 Zuschauern ausverkauften Westfalenhalle nach zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Führung nur knapp mit 28:30 dem späteren Deutschen Meister Hamburger SV unterlag. „Das ist bei allen, die das miterleben durften, noch immer sehr präsent“, versichert Franz Dressel. Auch in diesem Jahr könnte es ein Spiel für die sportlichen Geschichtsbücher in Dortmund werden: Der bisherige Zuschauerrekord der 2. Handball-Bundesliga von 9.702 Zushauern könnte am 30. Dezember geknackt werden. Auch am 26. Dezember tritt der ASV übrigens zuhause an, dann geht es um 17 Uhr in der WESTPRESS arena gegen Bietigheim.

Kompletter Spielplan der 2. Handball-Bundesliga 2019/2020

Infos zum Erstrundenturnier des DHB-Pokals 2019/2020 am 17. und 18. August

Spielstätte ist die Sporthalle Dankersen in der Olafstraße 2, 32423 Minden
Die Halle hat eine Kapazität von 350 Sitz- und 80 Stehplätzen.

Samstag 17. August
Halbfinale 1 1 16.30 Uhr HC Empor Rostock gegen Oranienburger HC
Halbfinale 2 2 18.30 Uhr GWD Minden gegen ASV Hamm-Westfalen

Sonntag 18. August
Finalspiel 14.00 Uhr