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ASV-Hamm Westfalen

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ASV scheitert an Coburger Festung

Sechs Spiele – sechs Siege: Auch nach dem Gastspiel des ASV Hamm-Westfalen beim HSC Coburg änderte sich an der weißen Weste des Gastgebers nichts. Die starken Oberfranken fuhren einen stets ungefährdeten 36:28 (19:13)-Erfolg ein. Für Hamm war es bereits die dritte Niederlage auf fremder Platte in Folge.

ASV-Trainer Kay Rothenpieler hatte für den ehemaligen HSC-Profi Oliver Krechel ein besonderes Bonbon parat: Gegen seine ehemaligen Kollegen durfte der Torwart zu Beginn zwischen die Pfosten. Und das sollte sich zunächst bezahlt machen, denn der 28-Jährige parierte gegen im Duell mit Sebastian Weber. Nicht ganz so gut lief es für einen weiteren Ex-Coburger – Stefan Lex sah bereits in der zweiten Minute die erste Zwei-Minuten-Strafe der Partie.

Nach acht Minuten setzten sich die Gastgeber erstmals etwas ab, nach einer Parade des ehemaligen ASV-Schlussmanns Jan Kulhanek markierte der Schwede Tobias Varvne das 5:2. Den Coburgern in die Karten spielte, dass die Hammer immer wieder in Unterzahl agierten. Neben Lex mussten auch Marten Franke, Markus Fuchs und Oliver Milde im ersten Durchgang für zwei Minuten auf die Bank. Erschwerend kam hinzu, dass es der Offensive nicht gelang, die Angriffe konzentriert abzuschließen.

In der 13. Minute reagierte Rothenpieler und nahm die bereits erste Auszeit. Ein klares Indiz, dass der 48-Jährige überhaupt nicht zufrieden mit dem Auftreten seiner Sieben war. Doch auch folglich gelang es den Westfalen nicht, ein ruhiges Angriffsspiel aufzuziehen.

Gleich in doppelter Überzahl agiert Hamm ab der 25. Minute, denn Varvne musste auch Stepan Zeman eine Zwangspause einlegen. Doch deutlich näher rückten die Roten nicht an den Gegner heran. Bis zur Halbzeit zog Coburg sogar weiter davon, beim Stand von 19:13 ging es in die Kabinen. Vor allem Florian Billek bekam die ASV-Defensive nicht in den Griff, so dass der flinke Rechtsaußen acht Treffer erzielte.

Auch im zweiten Abschnitt bot sich den 2851 Zuschauen in der HUK-COBURG arena kein anderes Bild: Die Hausherren blieben scharf im Angriff und griffig in der Verteidigung. Bei den Hammern sorgte zumindest der hochmotivierte Lex für Lichtblicke im Angriff, dem insgemsamt starke elf Treffer in seiner alten Heimat gelangen. Zusammen mit Billek war der rechte Rückraumspieler damit erfolgreichster Schütze des Spiels. Es brachte dennoch nichts, denn bereits nach 39 Minuten führten die Schwarz-Gelben 26:19. In der Folge gelang es dem ASV weiter nicht, den Abstand zu verkürzen – im Gegenteil. Die Partie endete mit einem ernüchternden 36:28. (mby)

Foto: Peter Pisa

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Spitzenpartie mit Klassentreff-Charakter

Ein Platz, Punkt und Tor: Es ist nicht viel, was den HSC 2000 Coburg und den ASV Hamm-Westfalen vor der Partie am Samstag (ab 19.30 Uhr) trennt. Sollte der dritte Auswärtserfolg in dieser Saison glücken, würden die Roten an den aktuell zweitplatzierten Coburgern vorbeiziehen.

Ein Blick auf die bisherigen Heimspiele des HSC macht aber klar, dass die Hammer Pionierarbeit leisten müssen. Alle fünf Spiele in der HUK-COBURG arena bestritten die Sieben in den schwarz-gelben Trikots erfolgreich, weisen dabei die beachtliche Tordifferenz von 145:111 (+34) auf – das ist der Spitzenwert in der 2. Bundesliga.

Doch bei aller sportlichen Brisanz: Das Gastspiel in Coburg wird auch eine Art Klassentreffen. So stehen zwischen den Pfosten auf beiden Seiten bekannte Gesichter. Beim Coburger Goalie Jan Kulhanek ist die ASV-Zeit allerdings schon einige Jahre her: Von 2005 bis 2008 trug der mittlerweile 38 Jahre alte Routinier das rote Trikot. Christoph Neuhold dürfte den Hammer Fans hingegen noch deutlich präsenter sein. Erst im Sommer 2018 wechselte er zu den Oberfranken, zuvor war der Rückraum-Spieler zwei Jahre für den ASV aktiv.

Aber auch auf den Weg von Bayern ins Ruhrgebiet haben sich zwei Profis gemacht. So war Oliver Krechel von 2014 bis 2018 für Coburg aktiv. 147 Partien bestritt der Schlussmann für die Schwarz-Gelben, davon 34 in der Bundesliga. Zusammen mit Krechel wechselte Stefan Lex nach Hamm. In seinen zwei Jahren für den HSC stand der rechte Rückraumspieler 59 Mal auf der Platte und markierte 181 Treffer.

„Man kennt sich, es waren in der Vergangenheit immer gute Partien“, meint auch Hamms Trainer Kay Rothenpieler, der ein „enges Duell“ erwartet: „Beide Mannschaften sind ambitioniert und stehen zurecht weit oben in der Tabelle. Die Coburger haben ein ausgeglichenes Team mit vielen erfahrenen Spielern. Kleinigkeiten werden entscheidend sein.“ Verzichten muss Rothenpieler beim „Klassentreffen“ nur auf Jan von Boenigk, der an einer Grippe laboriert. (mby)

Foto: Henning Wegener

ASV-Hamm Westfalen

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Siegtreffer Bruchteile vor Schluss

Über einen glücklichen Sieg freuten sich die Anhänger des ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend in der 2. Handball-Bundesliga. Fast mit dem Schlusspfiff erzielte Stefan Lex noch für den Gastgeber vor 1.890 Zuschauern nach 27:28-Rückstand doch noch den Treffer zum 29:28-Sieg gegen einen TSV Dormagen, der dank einer starken Leistung „einen Punkt sicher verdient gehabt hätte“, wie auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler klarstellte.

Von Beginn an hatten die Hausherren, die als zehn Ränge besser platziertes Team favorisiert in die Begegnung des 33. Spieltags gingen, viel Mühe mit dem unbequemen Gast. TSV-Coach Dusko Bilanovic hatte seine Mannschaft ebenso gut eingestellt wie Kay Rothenpieler die Gastgeber, so dass die Abwehrreihen das jeweilige Offensivspiel des Gegners gut unterbanden. Nach fast 28 Minuten stand es gerade einmal 11:11. In den verbleibenden zwei Minuten sahen die Zuschauer allerdings noch fünf Treffer, den letzten davon per Siebenmeter durch Fabian Huesmann nach abgelaufener Spieluhr für den ASV, der damit noch knapp mit 14:13 zur Pause führte. Kay Rothenpieler: „Dormagen hat uns das Leben heute schwer gemacht. Wir konnten sie in der ersten Halbzeit einfach nicht abschütteln. Da haben wir ein, zwei Bälle liegen lassen und einige technische Fehler gehabt. In der zweiten Halbzeit ging es dann irgendwie genauso weiter.“

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Teams weitgehend gleichwertig. Nach einem guten Beginn des ASV und einer 19:16-Führung kämpfte sich Dormagen schnell wieder heran. Gleiches wiederholte sich mehrfach bis zum 26:26-Zwischenstand in der 56. Minute. Plötzlich bot sich den Gästen nach dem Führungstor durch Ian Hüter in der 58. Minute sogar die Chance auf einen Auswärtssieg und zwei dringend benötigte Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach dem Ausgleich durch Sören Südmeier nutzte Bilanovic eine Auszeit, um die Taktik für den möglicherweise finalen Angriff festzulegen. Carl Löftström wurde am Kreis freigespielt und traf 66 Sekunden vor dem Ende zum 27:28. Zumindest ein Punkt schien den Gästen sicher. Nun nahm Rothenpieler seine letzte Auszeit und war sich sofort mit seinen Spielern einig: „Wir wollten unbedingt den Sieg. Wir sind ‚all in‘ und sofort auf den siebten Feldspieler gegangen“, beschrieb Rothenpieler später. Wenige Sekunden nach der Auszeit traf Oliver Milde zum Ausgleich. Nun hatte Dormagen wiederum 47 Sekunden die Chance auf den letzten Wurf. Drei Sekunden vor dem Ende ging der Ball im Angriff verloren – ein schneller Pass von Sören Südmeier auf Stefan Lex und der netzte Bruchteile vor dem Schlusspfiff gegen den starken TSV-Keeper Sven Bartmann zum glücklichen Sieg ein.

„Das ist natürlich bitter für uns. Aber es war nicht nur diese Schlussphase. Wir haben uns insgesamt zwölf technische Fehler geleistet. Heute hat uns Cleverness gefehlt. Ich hoffe, dass diese Punkte uns am Ende nicht fehlen“, bedauerte Dusko Bilanovic, dass sich seine Mannschaft am Ende nicht für die weitgehend gute Leistung belohnte. Rothenpieler: „Es war ein glücklicher Sieg für uns. Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen. Aber wir freuen uns natürlich über diese Punkte, wir haben das ja diese Saison auch schon andersherum erlebt.“

ASV Hamm-Westfalen – TSV Bayer Dormagen 29:28 (14:13)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme, Huesmann (6, 3/3 7m), Milde (4), Fuchs (1), Sohmann (1), Schwabe (2), Lex (2), Südmeier (5), Gudat (3), Pretzewofsky, Papadopoulos (3), von Boenigk (1)

TSV: Bartmann, Broy – Reuland (3), Pyszora, Eggert, Löfström (3), I. Hüter (3), Rebelo (5), Richter (7, 5/5), P. Hüter, Maldonado (3), Stutzke (4)

Schiedsrichter: Thomas Hörath, Timo Hofmann

Zuschauer: 1.890

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ASV feiert Favoritensieg

Den erwarteten Sieg hat der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend in der 2. Handball-Bundesliga gefeiert. Auch in der Höhe verdient setzte sich die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler gegen die wegen der Insolvenz bereits als Absteiger feststehenden Gäste mit 35:22 (15:8) durch, die nur neun Feldspieler und zwei Torhüter in Hamm aufboten.

Vor 1.810 Zuschauern leistete sich der ASV nur wenige unkonzentrierte Phase und bot über fast die gesamten 60 Minuten eine konzentrierte und engagierte Leistung. „Ich bin sowohl mit dem Sieg und den zwei Punkten als auch damit, dass wir in dieser Höhe gewonnen haben, sehr zufrieden“, meinte Rothenpieler direkt nach der Partie. Dass der Sieg der Gastgeber auch in der Deutlichkeit verdient war, bestätigte auch Jörg Bohrmann: „Glückwunsch an Hamm. Wir hatten zu Anfang im Angriff große Probleme, da hatten wir Glück, dass Hamm das nicht besser genutzt hat. In der Abwehr standen wir gut. In der zweiten Halbzeit gehen wir bei 18:13 für den ASV mehr Risiko, da hatten wir etwas Glück, dass die langen Bälle nicht reingehen. Aber irgendwann ist Schluss – wir haben immer weniger Spieler und am Ende kam dann die Müdigkeit“, fasste der Gästetrainer zusammen. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen gut verkauft. Heute ist es zwar mit 13 Toren deutlich, aber es war nicht alles schlecht. Nächste Woche kämpfen wir wieder aufs Neue“, so Bohrmann weiter.

Nach zerfahrenem Beginn mit individuellen Fehlern auf beiden Seiten, fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel. Nach 8:6-Führung in der 21. Minute stellten Sören Südmeier mit zwei Toren, Stefan Lex und Lars Gudat mit ihren Treffern zum 12:6 die erste deutliche Führung des Abends her, die der ASV in der Folge nicht mehr hergab. Lex und Gudat waren mit sieben und sechs Toren am Ende auch die erfolgreichsten Schützen der Westfalen. Im zweiten Abschnitt bauten die Gastgeber ihre Führung immer weiter aus, am Ende auf ein deutliches 35:22. „Das war vom Kopf her kein einfaches Spiel. Jeder erwartet, dass wir hier durchziehen“, analysierte Kay Rothenpieler später. „Wir wollten das über eine gute Deckung lösen und das ist auch so aufgegangen. Phasenweise haben wir das gegen den siebten Spieler nicht so gut gelöst, aber wir haben auch in den letzten zehn Minuten die Spannung hoch gehalten. Riesenkompliment an die Mannschaft.“

Weiter geht es für den ASV am kommenden Samstag dann tritt der Tabellenvierte beim zehntplatzierten TV Hüttenberg an (19:30 Uhr).

ASV Hamm-Westfalen – HC Rhein Vikings 35:22 (15:8)

ASV: Storbeck, Krechel – Blohme (1), Huesmann (4, 3/3 7m), Milde, Brosch, Fuchs, Sohmann (3, 0/1), Schwabe (2), Lex (7), Südmeier (5), Gudat (6), Papadopoulos (4), von Boenigk (3)

HC: Moldrup, Hallfeldt – Gipperich (5), Hoße (4, 3/3), Pöter (1), Skorupa (1), Weis (4), Johnen (1), Zwarg (1), Strunk, Middel (5)

Schiedsrichter: Fabian Friedel, Rick Herrmann

Zuschauer: 1.810

Starke Leistung: Lars Gudat blieb bei seinen sechs Toren fast ohne Fehlwurf. - Foto: Wegener
Starke Leistung: Lars Gudat blieb bei seinen sechs Toren fast ohne Fehlwurf. - Foto: Wegener
Bester Torschütze: Stefan Lex erzielte sieben Tore gegen die Wikinger vom Rhein. - Foto: Wegener

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Mutig zum Favoriten

 

Als die bisher „einfachste Aufgabe“ der Saison sieht Trainer Kay Rothenpieler das Spiel, das für seinen ASV Hamm-Westfalen im Rahmen des Doppelspieltags am Freitagabend um 19:30 Uhr in der 2. Handball-Bundesliga bevorsteht. Denn die Westfalen reisen zum hochgehandelten Erstligaabsteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke, der von den Verantwortlichen der Liga im Vorfeld fast einstimmig als der Meisterschaftsfavorit schlechthin gehandelt wurde.

Nach einem holprigen Start sammelte der TuS zuletzt 10:0 Punkte, erst im Spitzenspiel stoppte das Überraschungsteam der Liga, der TuS Ferndorf, in eigener Halle den Lauf des Favoriten durch ein 22:19. Dennoch hat sich der Erstligaabsteiger auf den fünften Rang vorgearbeitet und ist punktgleich dem siebtplatzierten ASV. „Wir sind diesmal Außenseiter, der TuS ist in eigener Halle ganz klar Favorit“, hat Kay Rothenpieler Respekt vor dem Gegner und der ersten Aufgabe an diesem Doppelspieltag, der dann am Sonntag in der WESTPRESS arena um 18 Uhr gegen den Wilhelmshavener HV fortgesetzt wird.

Immerhin darf die jüngste Niederlage des Favoriten auch Mut machen. „Man sieht, dass auch gegen den TuS etwas möglich ist, wenn die Aggressivität da ist“, betonte Kay Rothenpieler, dem am Freitag möglicherweise nur Stefan Lex fehlen wird. Der hatte sich wegen seiner Sehnenverletzung im Fuß zu Wochenbeginn noch einmal vom Spezialisten untersuchen lassen – eine Operation ist eventuell nicht erforderlich. Und auch ein Einsatz vielleicht auch an diesem Wochenende ist nicht ausgeschlossen. Rothenpieler: „Wichtig wird für uns sein, dass wir mit mehr Mut Handball spielen. Wir dürfen uns nicht durch ein oder zwei Fehler aus dem Rhythmus bringen lassen und dann Fehlervermeidungshandball spielen.“

Beide Partien werden per Livestream kostenlos im TV (SportDeutschlandTV) und im Radio (Lippe Welle Hamm) übertragen.

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Mit viel Einsatz setzten sich die Westfalen am Mittwochabend auch im vierten Heimspiel gegen den Dessau Roßlauer HV durch. – Foto: Wegener

Arbeitssieg gegen DRHV

Ein hartes Stück Arbeit war der 28:24-Sieg des ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend in der 2. Handball-Bundesliga. In der WESTPRESS arena verlangte Gast Dessau-Roßlau der Mannschaft von Kay Rothenpieler vor 1.662 Zuschauern alles ab. Taktisch hatten sich die Gäste gegen die favorisierten Westfalen eine Menge einfallen lassen, um die Hausherren vor Aufgaben zu stellen.

Und das gelang dem Team um Trainer Uwe Jungandreas zunächst sehr gut. Vor allem Johannes Wasilewski verdankten es die Muldestädter mit drei Treffern direkt zu Beginn, dass der DRHV bis zum 4:5 in der zehnten Spielminute immer wieder vorlegte. Erst in der 13. Minute gelang Vyron Papadopoulos per Siebenmetertor zum 6:5 die erste Führung für den ASV an diesem Abend. Und diese gaben die Westfalen in der Folge nicht mehr ab. Lukas Blohme und Stefan Lex machten jeweils per Tempogegenstoß bis zur 16. Minute eine 8:5 Führung daraus.

Jungandreas hatte genug gesehen, bat sein Team zur Auszeit. Doch der ASV blieb bis zur 26. Minute mit zwei oder drei Treffern in Führung. Verkraften mussten die Gäste, bei denen auch Tomas Pavlicek wegen des Daumenbruchs aus dem Heimspiel gegen Ferndorf nur für Siebenmeter eingesetzt wurde, in dieser Phase den frühen Ausfall von Florian Pfeiffer wegen dessen dritter Zeitstrafe. In der Schlussphase vergrößerte Stefan Lex den Abstand erstmalig auf vier Tore zum 14:10, Lex traf wenig später auch zum 15:11-Pausenstand.

Auch in den zweiten Abschnitt startete der ASV gut. Mex Raguse erhöhte auf 16:11. Aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln, vor allem der im Angriff konsequent eingewechselte siebte Feldspieler und den dann eingesetzten zwei Kreisläufern erwiesen sich als unbequeme Taktik. Immer wieder fand vor allem Slavomir Mlotek den Weg zum Kreis und zu Libor Hanisch, der es am Ende auf fünf Treffer brachte. Zudem blieb Johannes Wasielewski torgefährlich aus dem Rückraum. So verkürzten der DRHV bis zur 35. Minute auf 17:15.

In der Folge wiederholten sich die Ereignisse: Der ASV legte auf vier Treffer vor, die Gäste verkürzten auf zwei. Den Anschlusstreffer ließen die Gastgeber aber nicht zu. Als Vincent Sohmann dann per Doppelschlag in der 53. Minute die Führung erneut auf 26:22 stellte, war die Vorentscheidung gefallen. In den Schlussminuten fuhren die Westfalen den vierten Heimsieg in Folge souverän an.

„Das war für uns der erwartet schwere Auftritt. Ich glaube, dass wir das im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten im taktischen Bereich gut gemacht. Leider haben uns die individuellen Leistungen heute einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hamm hat völlig verdient gewonnen“, analysierte Uwe Jungandreas direkt nach der Partie. Die Glückwünsche nahm Kay Rothenpieler nach dem „erwartet schwierigen Spiel“ nur zu gerne entgegen: „Taktisch war das eine schwierige Aufgabe heute. Wir haben das eigentlich nicht schlecht gedeckt. Aber oft haben wir im Zeitspiel dann doch noch Treffer bekommen. Das haben wir phasenweise nicht ganz so gut gelöst. Und Dessau hat die Variante mit dem siebten Feldspieler gut auf den Punkt gespielt. Es war klar, dass wir da geduldig bleiben müssen. Vorne haben wir das gut gelöst. Gerade Mex Raguse, Stefan Lex und auch Vincent Sohmann haben das gut gemacht heute.“

Nach dem Auswärtserfolg am Sonntag in Rimpar und dem Heimsieg am Mittwochabend steht nun bereits am Sonntag das dritte Spiel innerhalb einer Woche für den ASV an. Dann geht es um 17 Uhr im Düsseldorfer Castello gegen die Rhein-Vikings.

ASV Hamm-Westfalen – Dessau-Roßlauer HV 28:24 (15:11)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme (1), Huesmann (1), Milde (1), Brosch (2), Fuchs, Raguse (5), Sohmann (4), Schwabe, Lex (6), Gudat, Papadopoulos (7, ¾ 7m), von Boenigk (1)

DRHV: Ambrosius, Plaue – Pavlicek (5/5), Hanisch (5), Vanco (1), Mlotek (1), Pfeiffer, Wasielewski (6), Schmidt, Jungemann (1), Zimmermann (1), Hanner, Zele (1), Zahradnicek (3)

Schiedsrichter: Christian und David Hannes

Zuschauer: 1.662

Zeitstrafen: ASV 4 min, DRHV 8 min

Siebenmenter: ASV ¾, DRHV 5/5

Fünffacher Torschütze: Youngster Mex Raguse zeigte eine gute Leistung. – Foto: Wegener

Hochmotiviert: Vincent Sohmann zeigte sich gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen hochmotiviert. – Foto: Wegener

Sonderlob vom Trainer: Trainer Kay Rothenpieler lobte Stefan Lex ebenso wie Mex Raguse und Vincent Sohmann für ihre gute Leistung gegen den DRHV. – Foto: Wegener

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„Eine gute Reaktion“

Nach einer „schwierigen Woche“, wie Kay Rothenpieler die Tage vor dem jüngsten Heimspiel beim ASV Hamm-Westfalen einordnete, hat sich der Handball-Zweitligist durch den souveränen 27:21-Sieg scheinbar unbeeindruckt von den beiden Auswärtsniederlagen in Ferndorf und Hamburg zurückgemeldet. Großen Anteil am Sieg hatte neben einer starken Abwehr und einem erneut gut aufgelegten Torwart Oliver Krechel diesmal Neuzugang Stefan Lex. Der Rückraum-Rechte zeigte seine bisher beste Saisonleistung und erzielte gegen HC Elbflorenz Dresden sieben Tore. Im Interview äußerte sich Stefan Lex, der zuletzt beim aktuellen Spitzenreiter HSC Coburg auf Torejagd gegangen war, vor dem am Sonntag anstehenden Auswärtsspiel bei den Rimparer Wölfen (Anwurf 17 Uhr) zu seinen ersten Wochen in Westfalen und zur aktuellen sportlichen Situation.

Deutlicher Heimsieg nach zwei Auswärtsniederlagen und dazu noch sieben Treffer beigesteuert – war es ein perfekter Abend für Stefan Lex?

Stefan Lex:  Absolut, auch wenn ich das natürlich nicht an meiner eigenen Leistung festmache. Wir haben das Hamburg-Spiel intensiv aufgearbeitet. Was wir dort abgeliefert haben, ging natürlich gar nicht. Aber wir haben unsere Lehren daraus gezogen und eine gute Reaktion gezeigt. Das war wichtig, auch wenn das sicher nur ein Schritt unserer weiteren Entwicklung war. Natürlich hatten wir uns die Woche in Summe anders vorgestellt. Aber die Heimweste ist weiterhin weiß, das war auch wichtig.

Aber auch gegen Dresden gab es eine schwierige Phase, als die Gäste nach 8:4-Führung für den ASV auf einmal in Führung gehen konnten.

Stefan Lex: Das stimmt. Beim 8:4 hatte man eigentlich das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind und das Spiel im Griff haben. Aber auf einmal steht es 8:8 und keiner weiß so recht, warum eigentlich. Und da hält Oli (Anm. d. Red.: Torwart Oliver Krechel) dann diesen Siebenmeter gegen de Santis und wir starten bis zur Pause einen 7:0-Lauf.

Auch wenn Sie wahrscheinlich bescheiden abwinken: Mit sieben Toren waren Sie offensivstärkster Akteur. Kay Rothenpieler konnte es sich in der Schlussphase sogar leisten, sie und die anderen erfahrenen Spieler auf der Bank zu lassen.

Stefan Lex: Selbstverständlich bin ich nicht unzufrieden. Mein Anspruch ist es natürlich, bessere Leistungen als zuletzt abzurufen. In der Vorbereitung hat das teilweise auch schon ordentlich funktioniert. Ich konzentriere mich einfach darauf, an das Dresden-Spiel anzuknüpfen.

Ihr bisheriger Verein Coburg steht ungeschlagen auf Rang zwei der Tabelle. Hat es schon einige Nachrichten der ehemaligen Teamkollegen gegeben?

Stefan Lex (lacht): Nein, ich warte eigentlich auch täglich darauf. Aber ernsthaft, das spielt überhaupt keine Rolle mehr für mich. Das Feld ist unglaublich eng in dieser Liga. Und dass Coburg auch vorne zu finden sein wird, war ja völlig klar. Am Ende will ich mit dem ASV natürlich schon vor Coburg stehen, ebenso wie vor anderen in der Liga. Aber die Saison ist noch so lang, da kann noch unglaublich viel passieren.

Jetzt geht es zunächst wieder auswärts weiter. Die Rimparer Wölfe sind mit 4:4 Punkten ähnlich gestartet wie der ASV. Gelingt Sonntag der erste Auswärtssieg?

Stefan Lex: Das ist selbstverständlich unser Ziel. Wir wissen, was wir können und müssen das abrufen – so wie bei den Heimspielen mit viel Überzeugung, Leidenschaft und Einsatzwillen.

Zur Liveübertragung DJK Rimpar gg. ASV Hamm-Westfalen geht es hier (SportDeutschlandTV).

Stefan Lex war mit sieben Toren gegen Dresden erfolgreichster ASV-Torschütze. – Foto: Wegener

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Souveräner 27:21-Heimsieg

Einen souveränen 27:21-Heimsieg (15:8) hat der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend in der 2. Handball-Bundesliga gefeiert. Nur bis zum 8:8 in der 17: Minute konnte der HC Elbflorenz Dresden dagegenhalten, danach blieben die Gäste fast eine Viertelstunde ohne Tor und die Gastgeber sorgten vor 1.729 Zuschauer in der WESTPRESS arena für klare Verhältnisse.

Neben Torwart Oliver Krechel, der erneut eine starke Leistung im Dress der Westfalen ablieferte, war es Rückraum Stefan Lex, der mit sieben Toren an diesem Abend dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. „Das war heute eine starke Mannschaftsleistung mit einer starken Abwehr“, wollte Stefan Lex seine eigene starke Leistung nicht in den Vordergrund stellen. Dabei waren es insbesondere seine Durchbrüche, die die Gäste in der Abwehr immer wieder vor Probleme stellten.

Bereits nach weniger als fünf Minuten lag der ASV mit 4:1 in Führung, zweimal Lex, Oliver Milde und Vyron Papadopoulos sorgten bei den Westfalen für einen gelungen Start in das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen. „Das war eine schwierige Woche für uns mit den zwei Niederlagen. Es war ein gewisser Druck da, wir wollten es viel, viel besser machen. Ich denke, das ist gelungen. Eine gute Einstellung, eine gute Deckung und eine gute Torwartleistung – das war die Basis für den Sieg heute“, meinte Kay Rothenpieler. Während die Gäste anfangs noch Probleme hatten, lief es beim ASV sofort rund. Nach zwölfeinhalb Minuten lagen die Hausherren 8:4 in Führung.

Aber danach kippte die Partie scheinbar. Der ASV bekam vor allem des Kreisläuferspiel des HC nicht richtig in den Griff, zudem sorgte der für den überwiegend glücklosen Hendrik Halfmann eingewechselte Mario Huhnstock für einen positiven Impuls bei den Sachsen. Mit drei Paraden in Folge brachte er den HC ins Spiel. Robin Hoffmann vollendete eine Vier-Tore-Serie – die Partie war in der 18. Minute beim Stand von 8:8 auf einmal völlig offen. Es kam noch dicker aus Sicht der heimischen Fans: Der gerade eingewechselte Mex Raguse bekam direkt eine Zwei-Minuten-Strafe. Zudem hatte der HC die Chance, per Siebenmeter die erste Führung des Abends zu erzielen. Aber Oliver Krechel parierte den Wurf des Ungarn Gabor Pulay, der zuvor in dieser Saison elf seiner zwölf Siebenmeter verwandelt hatte. Weniger später erzielte Markus Fuchs das 9:8 und beendete damit die fast achtminütige Durststrecke der Westfalen.

Nun waren die Gastgeber wieder tonangebend – bis zur Pause gelang den Gästen kein weiterer Treffer. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Stefan Lex das 15:8. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Dresden nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung in die Partie zurückfinden konnte. Aber hier sorgte der ASV zu Beginn des zweiten Abschnitts – begünstigt durch Lattentreffer durch de Santis und Roman Becvar – schnell für klare Verhältnisse. Nach den Toren von Lex und Lars Gudat zum 17:8 war die Vorentscheidung gefallen. Bis zum 26:17 in der 55. Minute durch Jakob Schwabe hielten die Gastgeber das Tempo hoch. Danach ließ die Konzentration bei den Akteuren von Kay Rothenpieler, der nun vermehrt auch den jüngeren Spielern Einsatzzeiten gab, etwas nach. „Danach waren wir nicht mehr so richtig konzentriert oder fokussiert. Das ärgert mich. Aber daraus müssen wir lernen. Aber ansonsten sind wir sehr froh, dass wir zum Ende dieser harten Woche den Sieg geholt haben“, so Rothenpieler, der Stefan Lex ein „richtig gutes Spiel“ bescheinigte. „Das freut mich besonders. Er ist ein wichtiger Mann für uns.“

„Glückwunsch an Kay und die Mannschaft zum Sieg. Nach dem 8:4-Rückstand haben wir uns dank Mario Huhnstock und einiger starker Offensivaktionen zurückgekämpft“, so Dresdens Trainer Christian Pöhler direkt nach der Partie. Weiter meinte er: „Wenn wir dann führen, können wir vielleicht sogar mit einem Vorsprung in die Pause gehen, weil wir dann das Momentum haben. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, dann gehen zu schnell die Köpfe runter. Dann bekommen wir innerhalb von sieben acht Minuten wieder einen hohen Rückstand, den du in dieser Liga nur in Ausnahmefällen egalisierst.“

ASV Hamm-Westfalen – HC Elbflorenz Dresden 27:21 (15:8)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme, Huesmann, Milde (3), Brosch (1), Fuchs (1), Raguse  (1), Sohmann (2/2), Schwabe (3), Lex (7), Südmeier (1), Gudat (2), Papadopolos (3/2), von Boenigk (3)

HCE: Huhnstock, Halfmann – Pulay, Jurgeleit, Dierberg (2), Gugisch (3), Buschmann, de Santis (4), Flödl (3), Kretschmer, Hoffmann (1), Gress, Kammlodt (5), Becvar (3), Quade

Schiedsrichter: Timo Hoffmann, Thomas Horath

Zuschauer: 1.729

Stefan Lex war mit sieben Toren gegen Dresden erfolgreichster ASV-Torschütze. – Foto: Wegener

Oliver Krechel war wieder ein starker Rückhalt für den ASV. – Foto: Wegener

Wenig Raum gab die ASV-Abwehr – hier (v. l.) Stefan Lex, Jakob Schwabe und Markus Fuchs – den Gästen aus Dresden. – Foto: Wegener