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ASV-Hamm Westfalen

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ASV verpflichtet slowakischen Nationalspieler

Wenige Tage vor Beginn der Vorbereitung in die neue Spielzeit hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen die noch unbesetzte Position im linken Rückraum neue besetzt. Mit Matej Mikita kommt ein slowakischer Nationalspieler zu den Westfalen, der zuletzt in der französischen 1. Liga bei Chartres Metropole Handball, dem Tabellenelften der abgelaufenen Saison, unter Vertrag war. Der 26-jährige Rechtshänder erhält einen Zwei-Jahresvertrag beim ASV und wird sich die Position im linken Rückraum mit Marian Orlowski teilen. Nachwuchsmann David Spiekermann wechselte im Sommer in die 3. Liga.

Mit Chartres feierte Mikita in der Saison 2018/19 den Aufstieg, er steuerte 45 Tore bei. In den Folgejahren kam er verletzungsbedingt nicht mehr häufig zum Einsatz. Die medizinische Begutachtung durch den Ärztestab am Montagmorgen absolvierte er allerdings zufriedenstellend. „Mit Matej kommt ein sehr kompletter Spieler mit internationaler Erfahrung zu uns, der für mehr Torgefahr im Rückraum sorgen soll. Wir freuen uns, dass Matej sich für uns entschieden hat“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers am Montagnachmittag während der gemeinsamen Vertragsunterzeichnung. International setzte der Neuzugang zuletzt im April in den Qualifikationsspielen gegen Italien Akzente und erzielte bei den beiden knappen 23:26-Niederlagen zwölf Treffer jeweils als bester Torschütze für seine Nationalmannschaft.

Nach dem Kennenlernfrühstück am Dienstag und der Leistungsdiagnostik tags darauf absolviert der 26-Jährige dann am Donnerstagnachmittag das Auftakt-Mannschaftstraining mit den Westfalen, zu dem auch die Presse eingeladen ist.

Zur Person: Matej Mikita

  • Geburtsdatum: 18. November 1994
  • Nationalität: Slowake
  • Position: Rückraum Links
  • Wurfhand: Rechts
  • Größe: 195 cm
  • Gewicht: 104 kg
  • Stationen: Chartres MHB (Frankreich) 2018 – 2021,  Gyöngyösi KK (Ungarn) 2016 – 2018
Matej Mikita (l.) und Thomas Lammers bei der Vertragsunterzeichnung. - Foto: ASV

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Viele Etappenziele

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren hat der ASV Hamm-Westfalen Thomas Lammers als Nachfolger von Fynn Holpert präsentiert, der sich federführend um Vermarktung und Sponsoring beim ASV Hamm-Westfalen kümmern sollte. Bereits im Februar übernahm Lammers, der selbst von 2009 bis 2012 als Spieler bei den Westfalen aktiv war, dann die Geschäftsführung von Franz Dressel, die sich beide seit Mai 2020 geteilt hatten. Und zum Einstieg in die Alleinverantwortung gab es wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht gleich mehrere Herausforderungen für den 36-Jährigen, die es zu meistern galt.

„Lange, kräftezehrende Monate liegen hinter allen Beteiligten in den Handball-Bundesligen. Hätte es aus Sicht eines neuen Geschäftsführers einen schlechteren Zeitpunkt geben können, um die Geschicke eines Zweitligisten zu übernehmen?“
Thomas Lammers (lacht): „Da ich das als eine ganz besondere Herausforderung und ein tolles Aufgabenfeld ansehe, kann es dafür doch eigentlich keinen schlechten Zeitpunkt geben. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, dass mir seitens des ASV und insbesondere von Franz Dressel entgegengebracht worden ist – und zwar von der ersten Minute an und tatsächlich ja schon lange, bevor wir überhaupt über Corona gesprochen haben. Aber natürlich hat Corona dafür gesorgt, dass die Aufgaben dann noch andere wurden, als ursprünglich gedacht.“

„Welche waren das denn?“
Thomas Lammers: „Zunächst einmal ging es ja darum, beim ASV einen umfassenden personellen Umbruch zu begleiten. Angefangen mit Trainer Kay Rothenpieler, der hier viele Dinge entwickelt und zum Aufbau dessen beigetragen hat, was der ASV heute darstellt. Für ihn ist mit Michael Lerscht ein neuer, junger Trainer zum ASV gekommen, der schon viele Dinge – etwa den stärkeren Zusammenschluss mit dem Unterbau – forciert hat. Dann hat es ja auch den Wechsel von Fynn Holpert, der die stärkere Entwicklung des ASV zu einer Marke hin vorangetrieben hat, zu mir gegeben. Und schlussendlich natürlich auch die Übertragung der Geschäftsführung von Franz Dressel zu mir. Das alles sind schon große Veränderungen gewesen – auch ganz ohne Corona. Und für die muss man sich Zeit geben.“

„Aber Corona war eben auch das bestimmende Thema 2020/2021.“
Thomas Lammers: „Auf jeden Fall. Zunächst einmal ging es darum, die Wirtschaftlichkeit der Profiabteilung zu sichern. Das ist uns dank der Unterstützung durch die Politik und der ASV-Partner gut gelungen. Natürlich hat uns das beim Ziel der völligen Entschuldung ein wenig zeitlich zurückgeworfen, aber dieses Ziel werden wir schon bald erreicht haben. Und dann ging es während der gesamten Saison aber auch darum, für unsere Spieler und den Stab ein sicheres Arbeiten bestmöglich zu gewährleisten – und am Ende ja sogar auch noch darum, einen Zuschauereinlass nach weit über 450 Tagen ohne Fans wieder zu ermöglichen. Und wie schnell man auf Entwicklungen reagieren musste, haben wir bei den verschiedenen Spielverlegungen und dann auch bei den Corona-Ansteckungen nach dem Spiel in Dresden gesehen. Das waren schon viele unruhige Nächte auch für mich.“

„Fragt man sich da manchmal: Warum habe ich das übernommen?“
Thomas Lammers: „Nein. Nicht wirklich. Ich habe ja nach meiner aktiven Laufbahn in der freien Wirtschaft in einem Konzern gearbeitet. Aber mein Herz schlug immer für den Sport und ich bin wirklich sehr glücklich, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen. Man denkt vielleicht manchmal: Nicht das auch noch. Aber meine Entscheidung für den Sport und den ASV habe ich nie in Frage gestellt.“

„Nach einer turbulenten Saison mit einem in jeder Hinsicht fulminanten Schlussspurt mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus ist der ASV Neunter geworden. Wie bewerten Sie das sportliche Ergebnis?“
Thomas Lammers: „Wie bewertet man das sportliche Abschneiden in dieser Corona-Saison? Zunächst einmal haben wir uns ehrlicherweise mehr erhofft, als Platz neun. Vor allem der sensationelle Saisonstart mit 10:2 Punkte hat natürlich für höhere Erwartungen gesorgt. Schon in der Vorbereitung und dann auch während des gesamten Saisonverlaufs waren wir in dieser Saison aber immer wieder von Verletzungen betroffen. Allein das Fehlen von Sören Südmeier haben wir natürlich in vielen Situationen gespürt. Es gab auch noch andere Dinge, die nicht optimal liefen. Wir hoffen, diese mit den hochkarätigen Neuverpflichtungen abstellen zu können und uns damit in Summe weiterzuentwickeln.“

„Vier Erstligaspieler kommen zum ASV. Besteht die Gefahr, dass der ASV von der Konkurrenz wieder in den Aufstiegskreis fabuliert wird, wie es immer wieder auch in der abgelaufenen Saison zu lesen war?“
Thomas Lammers (lacht): „Dazu muss man sich doch nur mal die Liga anschauen: Mit Ludwigshafen-Friesenheim, Nordhorn, Essen und Coburg kommen starke Erstligisten, der VfL Gummersbach will nach Platz drei in diesem Jahr mit Sicherheit vorne spielen. Das sind die Aufstiegsfavoriten  nach heutiger Kenntnis. Hinzu kommen noch ambitionierte Clubs wie Dresden und Bietigheim. Natürlich wollen wir unser Ergebnis verbessern. Aber es wird für uns darauf ankommen, die neuen Spieler wie Dani Baijens, Tim Wieling, Vladi Bozic und Alexander Reimann schnell zu integrieren.  Alexander Engelhardt hat sich ja vorzeitig ins Team gearbeitet. Somit ist der personelle Wechsel im Team vielleicht gar nicht mehr so groß. Aber man muss der Mannschaft Zeit geben, sich zu entwickeln. Und da sind jetzt eine Menge Spieler, die handballerisch noch ganz viel vor sich haben.“

„So wie der ASV auch?“
Thomas Lammers: „Genau. Wir arbeiten ständig daran, den ASV als Ganzes weiterzuentwickeln. Auf vielen Ebenen ist da auch in der Corona-Zeit ganz viel passiert. Die Verflechtung mit dem Unterbau wird immer besser, macht uns gemeinsam immer leistungsfähiger. Das war rein sportlich daran zu sehen, wie wir auch den schwierigen Verletzungsphasen dank der Spieler aus der Drittligamannschaft auf Augenhöhe in der 2. Liga agieren konnten. Irgendwann haben wir alle das große Ziel, die erste Liga, vor Augen. Bis dahin gibt es aber ganz viele Etappenziele, die wir gemeinsam erreichen wollen.“

„Vielen Dank für das Gespräch.“

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Neue Podcast-Folge

Aktuell befinden sich die Handballer des Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen in Folge der Ansteckungen nach dem letzten Bundesligaspiel in Quaränte. In der neuen Ausgabe des Podcasts „Volle Wucht aufs Ohr“ gibt Geschäftsführer Thomas Lammers einen spannenden Einblick in die Geschehnisse beim ASV.

Darüber hinaus spricht der 36-Jährige über seine Tätigkeit als Geschäftsführer, seinen beruflichen Hintergrund abseits des Sports, seine große Leidenschaft Handball und warum er sich als gebürtiges Nordlicht in Westfalen längst heimisch fühlt. Ebenfalls werden im Gespräch Erinnerungen an seine aktive Zeit und insbesondere die bewegte Zeit zwischen Zweitligameisterschaft und dem knappen Abstieg aus dem Oberhaus lebendig.

Die neue Folge und alle weiteren sind über alle gängigen Podcastplattformen abzurufen oder direkt hier: https://vollewucht.buzzsprout.com

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Dänisches Rückraumtalent verpflichtet

Mikkel Junggaard Beck Jörgensen vom Drittligisten TV Cloppenburg hilft ab sofort beim ASV Hamm Westfalen in der 2. Bundesliga aus. Der 21-jährige Däne, der im Sommer vom dänischen Zweitligisten Håndboldfællesskabet Ølstykke-Jyllinge (HØJ) an die Soeste gewecheselt war, soll kurzfristig beim Tabellenvierzehnten eine weitere Option für eine Lücke sein, die durch den weiter andauernden Ausfall von Sören Südmeier entstanden ist.

„Wir sind den Verantwortlichen des TVC dankbar, dass wir bei diesem Wechsel so gut kooperiert haben“, betonte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers, der den Neuzugang am Sonntag direkt vom Auswärtsspiel beim TV Emsdetten vorstellte. „Wir wussten, dass Mikkel mit großen Ambitionen nach Deutschland gekommen war. Als die Anfrage kam, wollten wir dieser Chance für den jungen Spieler nicht im Wege stehen“, begründet der Sportliche Leiter des TVC Maik Niehaus den Wechsel und fügte hinzu: „Wir würden uns freuen, wenn Mikkel sich bereits in dieser Liga beweisen kann.“

Beck hatte sein Klasse bereits in den drei Spielen, die er vor dem Lockdown für den TVC bestreiten durfte, gezeigt. Das war dem ehemaligen Cloppenburger Spieler Thomas Lammers nicht entgangen. Am Sonntag stand er erstmalig im Aufgebote des ASV beim 26:29-Auswärtssieg.

Thomas Lammers (l.) begrüßte Neuzugang Mikkel Beck. - Foto: Kottmann/ASV

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Nächste Spielverlegung

Nach dem Auswärtsspiel beim Handball Sport Verein Hamburg muss nun auch die für Samstag angesetzte Auswärtspartie des ASV bei der SG BBM Bietigheim verlegt werden.

Die Bietigheimer befinden sich wegen eines positiven Corona-Tests noch bis kommenden Montag in Quarantäne, ein Nachholspieltermin ist noch nicht festgelegt, wie die SG am Mittwochmittag offiziell mitteilte. Diesen zu finden wird für die HBL zusammen mit den betroffenen Clubs langsam auch kompliziert, mit nunmehr sechs Spielverlegungen hängt die SG deutlich hinter der Konkurrenz in der 2. Handball-Bundesliga hinterher. Erst dreimal trat die SG bisher an, mit 2:4 Punkten rangiert die Mannschaft aktuell auf dem vorletzten Platz. Dagegen hat Dessau-Roßlau schon neun Spiele absolviert, der ASV vor dem anstehenden – nun spielfreien – zehnten Spieltag immerhin deren acht. Einzig positive Begleiterschung des Ausfalls für die Westfalen, die selbst seit vielen Wochen glücklicherweise ohne positiven Corona-Befund zweimal wöchentlich getestet werden: Die Fans dürfen vor dem nächsten Spiel am 11. Dezember in Dormagen auf die Rückkehr der Mittelleute Merten Krings und Sören Südmeier hoffen, die zuletzt schmerzlich vermisst wurden.

Hoffung auf Rückkehr im Dezember: Mittelmann Merten Krings könnte beim nächsten Spiel in Dormagen im Aufgebot des ASV stehen. - Foto: Wegener/ASV

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„Hatten uns mehr vorgenommen“

Mit 2:4 Punkten aus der zurückliegenden Englischen Woche ist der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach den Ausfällen der Mittelleute Merten Krings und Sören Südmeier offenbarten die Westfalen vor allem in der Offensive einige Schwächen, zuletzt gelangen der ansonsten starken Angriffsabteilung gegen Ferndorf 21 und im Heimspiel gegen Dresden sogar nur 19 Treffer. Im Interview ging Thomas Lammers, seit Sommer zusammen mit Franz Dressel ASV-Geschäftsführer, auf die aktuelle Situation beim ASV ein.

Nach der Niederlage gegen Ferndorf am Mittwoch sprachen sie von einem ‚ernüchternden‘ Ergebnis. Wie ist Ihre Stimmung nach dem neuerlichen Rückschlag am Samstag mit der 19:25-Niederlage gegen Dresden?

Thomas Lammers: „Natürlich sind wir alle gemeinsam enttäuscht über den Verlauf der Englischen Woche. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Trainer und Mannschaft arbeiten das noch gemeinsam auf. Es gibt einige Sachen die erklärbar sind, und andere, die wir unbedingt abstellen müssen.“

Was genau meinen Sie damit?

Thomas Lammers: „Auf das Samstagsspiel bezogen, möchte ich zunächst einmal klarstellen, dass Dresden ein herausragendes Spiel abgeliefert hat. Sie haben fast fehlerfrei verteidigt. Aber Michael Lerscht hat es in der Pressekonferenz nach dem Spiel direkt analysiert: Wir machen die spielentscheidenden Fehler in Serie in der ersten Halbzeit, teilweise völlig ohne Not. Die Hypothek war dann zur Pause schon zu groß. Genau diese Dinge dürfen uns – zumindest in dieser Vielzahl – nicht passieren.“

Und was ist erklärbar?

Thomas Lammers: „Erklärbar waren sicher die Schwierigkeiten in der Offensive. Denn durch den Ausfall beider Stammkräfte auf Rückraum Mitte fehlen Automatismen, die dir gerade durch schwierige Spielphasen helfen. Was man der Mannschaft sicher nicht absprechen kann, waren Willen und Einsatz. Aber das allein reicht in dieser ausgeglichenen Liga oft nicht. Aber auch ohne Sören Südmeier und Merten Krings haben wir die Qualität, um solche Spiele zugewinnen. Da ist die gesamte Mannschaft in der Pflicht.“

Mit 10:6 Punkten steht der ASV aktuell noch auf dem dritten Rang, wegen der teils sehr unterschiedlich absolvierten Spielzahl ist das Bild aber schief. Wie bewerten Sie den Saisonstart des ASV?

Thomas Lammers: „Natürlich liegen wir durch diese Niederlagen jetzt hinter dem, was wir uns vorgenommen haben. Aber so wie wir nach den überragenden Leistungen gegen Gummersbach und Eisenach nicht abgehoben sind, bleiben wir auch nach den Rückschlägen ruhig und arbeiten weiter. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen – und das werden wir alle gemeinsam. Davon bin ich überzeugt.“

Am kommenden Samstag steht Bietigheim auf dem Plan. Wie groß schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass die Partie überhaupt stattfinden kann? Bietigheim hängt bereits fünf Spiele hinter dem Plan und befindet sich aktuell erneut in Quarantäne.

Thomas Lammers: „Erst einmal gehen wir davon aus, dass das Spiel stattfindet. Wenn sich daran noch etwas ändert, reagieren wir darauf. So gehen wir schon seit der Vorbereitung mit der Situation um und tun auch gut daran, dass wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir beeinflussen können.“

 

Thomas Lammers äußerte sich im Interview zur aktuellen Lage beim ASV. - Foto: Wegener/ASV

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Startschuss für „7vereint“

Bereits seit Jahren sind die Heimspiele des Handball-Bundesligisten ASV Hamm-Westfalen die zuschauerstärksten regelmäßig stattfindenden Events der Stadt Hamm. Rund 20 Mal pro Saison finden sich im Schnitt mehr als 2.000 Zuschauer in der WESTPRESS arena ein – der ASV ist damit nicht nur sportliches Aushängeschild der Stadt, auch gesellschaftlich gibt es kein vergleichbares Event in Hamm.

Nach der kommunalen Neuordnung 1975 sehen sich viele Einwohner noch immer nicht als „Hammer“ oder „Hammenser“. Nicht nur, dass auch über diesen Begriff gerne diskutiert wird – viele Bürger fühlen sich ohnehin mehr in ihrer Gemeinde zuhause. Genau hier will der ASV künftig noch stärker ansetzen. „Wir wollen noch viel mehr als bisher das verbindende Element der Stadt Hamm sein“, betont ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. So entwickelte Felix Storbeck, der nach zwischenzeitlichem Gastspiel in Leipzig (2014 bis 2016) bereits seit 2012 für den ASV aktiv ist, mit „7vereint“ ein Projekt, das nun zum 1. Juli gestartet wurde.

„Im Grunde ist es in Hamm wie bei einer Handballmannschaft – erst wenn alle sieben Spieler oder eben Stadtbezirke an einem Strang ziehen, ist man richtig leistungsfähig und kann vielleicht auch über sich hinauswachsen“, erklärt Felix Storbeck die Grundidee des neuen Projektes. Dieses sei weder zeitlich befristet noch an sportliche Erfolge gekoppelt, so der Torwart weiter. „Mit unserer Kampagne ‚Volle Wucht westfälisch‘ sprechen wir stark auch die gesamte Handballregion Westfalen an. Mit ‚7vereint‘ ergänzen wir dies und wollen ganz bewusst die Stadt stärken – und damit natürlich unser Kerngebiet sowohl was Fans betrifft als auch wirtschaftliche Partner.“ So steht hinter dem Projekt nicht nur die Botschaft einer stärkeren städtischen Geschlossenheit, sondern auch die Idee, für kleinere und mittelständische Betriebe ein neues Netzwerk zu erschaffen. Thomas Lammers: „Wir verfügen in unserem Sponsorenpool über rund 150 engagierte Partner. Mit ‚7vereint‘ wollen wir aber auch Einzelpersonen oder kleineren Betrieben die Chance bieten, vom starken Wirtschaftsnetzwerk des ASV zu profitieren. Unser Ziel ist die stärkere Zusammenführung unserer sieben Stadtbezirke, um sich gemeinsam wirtschaftlich zu vernetzen und die Großstadt Hamm in Westfalen zu repräsentieren.“

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Erster Arbeitstag

Seinen ersten offiziellen Arbeitstag als Geschäftsführer erlebte heute Manager Thomas Lammers beim ASV Hamm-Westfalen. Zum Einstieg in seine neue, deutlich erweiterte Aufgabe überreichte Franz Dressel seinem künftigen Nachfolger ein kleines Präsent und wünschte für die anstehenden Aufgabe alles Gute – direkt an dessen Arbeitsplatz.

Im Februar des kommenden Jahres wird sich Franz Dressel nach fast dreißig Jahren aus der Geschäftsführung des ASV verabschieden. Bis dahin leiten Dressel und Lammers die Geschicke des Handball-Zweitligisten gleichberechtigt. „Ich freue mich sehr, dass Du diese Aufgabe beim ASV übernimmst“, betonte Dressel in einer kleinen Ansprache vor den Geschäftsstellenmitarbeitern sein Vertrauen, das er in Thomas Lammers, der seine Arbeit bei den Westfalen vor rund einem Jahr aufgenommen hat, setzt. Zuvor war der ehemalige Rückraumspieler von 2009 bis 2012 beim ASV in der 1. und 2. Handball-Bundesliga aktiv. „Was hier in den zurückliegenden Jahrzehnten aufgebaut worden ist, ist enorm. Und daran will ich vom ersten Tag an anknüpfen“, bedankte sich Lammers noch einmal für das in ihn gesetzte Vertrauen – um schnell zur Arbeit an den Schreibtisch zurückzukehren.

Franz Dressel (r.) überreichte Thomas Lammers zum Einstieg als Geschäftsführer ein kleines Präsent. - Foto: Kottmann

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Lammers in Vollzeit beim ASV

Der ASV Hamm-Westfalen stellt die Weichen in Richtung Professionalisierung und Nachhaltigkeit: Thomas Lammers, aktuell Marketing- und Vertriebsleiter beim Handball-Zweitligisten, wird ab dem 1. Januar 2020 mit einer Vollzeitstelle bei den Westfalen beschäftigt. Bereits seit Sommer ist er beim ASV aktiv, allerdings nur in einem begrenztem Stundenumfang.

Durch die zeitliche Aufstockung verspricht sich Lammers zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben die „Entwicklung eigener Projekte“: „Bislang war ich mit Blick auf die zeitliche Einschränkung und dem Großprojekt Dortmund voll in den bisherigen Aufgaben eingebunden. Doch dank der Aufstockung werde ich eigene Ideen durchsetzen können und die bestehenden Strukturen optimieren. Meine Motivation ist riesig“, meint Lammers.

Außerdem gehört zu Lammers‘ Aufgabengebiet die Leitung der Geschäftsstelle und weiterhin die Gewinnung neuer Sponsoren und Partner für den ASV. Auch im sportlichen Bereich wird sich der 35-Jährige zukünftig weitere Aufgaben übernehmen und den kommenden Trainer Michael Lerscht unterstützen.

Lammers ist beim ASV kein Unbekannter – im Gegenteil. Als Spieler war der Familienvater von 2009 bis 2012 für die Roten am Ball, hat unter anderem den Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga und das Spiel in der Dortmunder Westfalenhalle gegen den HSV Hamburg miterlebt. Im Sommer dieses Jahres hat er nach sieben Jahren in veränderter Position sein Comeback bei den Hammern gegeben – und greift jetzt in Vollzeit an.

Auch für ASV-Geschäftsführer Franz Dressel ist die zeitliche Ausweitung des ohnehin schon großen Engagements von Lammers ein Glücksgriff: „Ich freue mich, dass wir Thomas Lammers ab dem kommenden Jahr als hauptamtlichen Manager für den ASV Hamm-Westfalen gewonnen haben. Wir hatten das Glück, dass wir bereits ein halbes Jahr zusammenarbeiten konnten. Da haben wir gemerkt, dass es durchaus Sinn macht, Thomas in die Führungsetage aufzunehmen. Er ist der richtige Mann an der richtigen Stelle“, so Dressel, der weiter betont, dass die Personalie „ein wichtiger Schritt für eine erfolgreiche Zukunft des ASV“ ist. (mby)

Die Freude über die zeitliche Ausweitung des Vertrages von Thomas Lammers (rechts) ist auch ASV-Geschäftsführer Franz Dressel ins Gesicht geschrieben. – Foto: Martin Bytomski

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Intensität gesteigert

Nach dem Auftakt in der vergangenen Woche, bei dem es vornehmlich noch um den aktuellen Leistungsstand der Akteure ging, hat der Trainerstab des ASV Hamm-Westfalen die Trainingsintensität für die Zweitligaspieler spürbar erhöht. Am Freitag steht um 19:30 Uhr der erste spielerische Test mit dem Vorbereitungsspiel gegen den TuS Spenge bei der TV Westfalia Halingen (Halinger Dorfstr. 41 a, 58708 Menden) an.

Auch wenn die Akteure „die Muskeln schon ein wenig gespürt haben“, wie Neuzugang Marten Franke bekannte, bei der Krafteinheit im Aktivita am Mittwochmorgen schonten sich die Westfalen unter den Augen von Atheltiktrainer Thomas Isdepski und Trainer Kay Rothenpieler keineswegs. Die zufriedenstellenden Testergebnisse der Vorwoche bescheinigten den Spielern zudem eine gute individuelle Arbeit. Taktisch gab es bereits eine erste Einheit Anfang der Woche – dabei machte Sören Südmeier einen entscheidenden Unterschied im Vergleich zur Vorsaison aus: „Das ist in dieser Saison etwas ganz anderes. Natürlich brauchen wir noch den Feinschliff, aber es sind zum einen weniger Neuzugänge, zum anderen nicht alle im Rückraum. Und wir haben in verschiedenen Konstellationen schon zusammen gespielt, kennen uns also sogar schon“, erwartet Südmeier eine deutlich kürzere Eingewöhnungszeit als in der Vorsaison. So kehrte mit Merten Krings ein ehemaliger Spieler aus Ahlen in die WESTPRESS arena zurück, der schon mit Jakob Schwabe zusammen auf Torejagd gegangen ist. Auch Marten Franke, der mit Krings aus Emsdetten wechselte, spielte beispielsweise schon mit Oliver Milde zusammen in Schwartau und kennt Sören Südmeier und Markus Fuchs aus der Jugendzeit in Minden.

Die "Neuen" des ASV sollen möglichst schnell integriert werden: (von links) Merten Krings, Alex Rubino Fernandez, Marten Franke, Ivar Stavast und Thomas Lammers, der die Aufgaben von Fynn Holpert im Marketingbereich übernommen hat. - Foto: Wegener
Zum Vorbereitungsauftakt stand wie in den vergangenen Jahren ein gemeinsames Frühstück mit allen ASV-Mitarbeitern und dem gesamten Mannschaftsstab im Elefanten des Maxiparks auf dem Programm. - Foto: Wegener
Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Auch vor acht Jahren absolvierte Merten Krings bereits die Krafttrainingseinheiten beim Fitnesspartner Aktivita. - Foto: Wegener