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ASV-Hamm Westfalen

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ASV rückt durch 33:23 vor

Zumindest für einen Tag hat der ASV Hamm-Westfalen am 7. Spieltag die Tabellenführung der 2. Handball-Bundesliga zurückerobert. Gegen den ThSV Eisenach waren die favorisierten Westfalen von Beginn an spielbestimmend, am Ende siegte die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht deutlich mit 33:23 (19:10).

Stärkster Akteur bei den Gastgebern war Torwart Felix Storbeck, der in seinen rund 50 Minuten Einsatzzeit 18 Bälle parierte und es dabei auf eine Quote von über 54 Prozent gehaltenen Würfen brachte. „Das Spiel war vom Anfang bis zum Ende klar. Wir haben es nicht geschafft, am Torhüter Storbeck vorbeizukommen“, analysierte ThSV-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni direkt nach dem Spiel. „Wir haben von allen Positionen Chancen ausgelassen. Der Kampf war da, wir haben versucht zurückzukommen und wir haben die Chancen herausgespielt, aber zwölf bis 14 freie Würfe ausgelassen. Am Ende sind wir am Torhüter gescheitert“, so der Coach weiter. Man müsse sich die Sicherheit nun im Training holen, am Mittwoch empfängt Eisenach den TV Emsdetten. „Mittwoch geht es hart weiter, wir müssen andere Mannschaften als den ASV schlagen. Da gehört der TV Emsdetten definitiv zu“, so Krauthoff-Murfuni.

Auch ASV-Trainer Michael Lerscht lobte die Leistung von Felix Storbeck, sah aber auch weitere Gründe für den Sieg. „Wir hatten großen Respekt vor dem Spiel. Wollten das Maximum reinwerfen, gerade nach der Dessau-Niederlage. Wir haben eine sehr konzentrierte Leistung in allen Mannschaftsteilen gebracht. Felix Storbeck hat uns sehr geholfen, gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit hält er wichtige Bälle und lässt die Gäste so gar nicht erst reinkommen. Aber auch alle Spieler von der Bank haben funktioniert und sofort voll da gewesen“, so Lerscht. Gerade nach der langen Pause sei es gut gewesen, dass die Mannschaft so schnell wieder in den Wettkampfmodus gekommen ist. Lerscht: „Hut ab, das ist wirklich nicht selbstverständlich.“

Den Grundstein für den Sieg legte der ASV schon in den Anfangsminuten, Jan Brosch und zweimal Marten Frank warfen die Hausherren mit 3:0 in Führung, bis zur siebten Minute erhöhte der ASV auf 5:1. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit bauten die Westfalen die Führung über 14:6 (23.Minute) bis 19:9 aus. Mit dem Schlusspfiff des Abschnitts stellte Adrian Wöhler durch sein Tor den Pausenstand von 19:10 her.

Zu diesem Zeitpunkt war klar: Nur mit einer deutlichen Steigerung und einem starken Start in die zweite Halbzeit könnte der ThSV noch in Reichweite eines Punktgewinns kommen. Aber gleich mehrfach ließen die Gäste Chancen ungenutzt, scheiterten in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts an Storbeck. So verteidigte der ASV bis zur 40. Minute den Vorsprung zum 29:20 – und bog endgültig auf die Siegerstraße ein und übernahm damit zumindest bis Sonntag die Tabellenführung, die der VfL Gummersbach durch einen Erfolg gegen Hamburg übernehmen könnte. Dank der hohen Führung bot sich zudem für Michael Lerscht noch die Gelegenheit, den Nachwuchsspielern Spielzeit zu gewähren. So bekam auch Kreisläufer Melf Krause aus der Drittligamannschaft seine ersten Bundesligaminuten im ASV-Dress.

Für den ASV geht es dann am Mittwoch um 19:30 Uhr beim TuS Ferndorf weiter, schon am Samstag um 19:15 Uhr steht das nächste Heimspiel gegen den HC Elbflorenz-Dresden an.

ASV Hamm-Westfalen – ThSV Eisenach 33:23 (19:10)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (4), Huesmann (3/3), Brosch (5), Fuchs (2), Spiekermann (1), Rubuino Fernandez (1), Schwabe (1), Südmeier (4), Krause, Pretzewofsky, Orlowski (7), Franke (4), von Boenigk (1)

ThSV: Voncina, Eichberger – Kikanovic, Wöhler (5/2), Potisk (2), Ulshöfer (2), Tokic (3), Alaj, Dicker, Mürköster, Obranovic (1), Beciri (1), Snajder, Weyhrauch (6/1), Saul (3)

Schiedsrichter: Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro

Zeitstrafen: ASV 4 min, ThSV 2 min

Mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze beim 33:23 gegen Eisenach: Rückraum Marian Orlowski. - Foto: Wegener/ASV
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ASV-Hamm Westfalen

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Heimspiel gegen Eisenach

Mit einer klaren Zielsetzung geht der ASV Hamm-Westfalen in das Heimspiel am Samstag (19:15 Uhr) gegen den Tabellenelften ThSV Eisenach: Beide Punkte sollen in Hamm bleiben.

„Es ist einfach schön, dass wir wieder ran dürfen. Wir wollen das Maximum für uns herausholen“, stellt ASV-Trainer Michael Lerscht unmissverständlich klar. Während die Westfalen mit 8:2 Punkten gut in die Saison gestartet sind, sammelte der ThSV bisher nur vier Punkte, beim weiterhin punktelosen Aufsteiger Fürstenfeldbruck und zuhause gegen die HSG Konstanz.

Noch eines unterscheidet die Teams: Während der ASV in dieser Saison noch kein Heimspiel vor Zuschauern bestreiten durften, ist die Partie am Samstag für den ThSV insgesamt die erste in der Saison ohne Zuschauer. „Vielleicht ein kleiner Vorteil für die Gäste. Die Heimfans puschen das eigene Team, erhöhen andererseits den Druck auf die Heimmannschaft. Während meiner aktiven Karriere war es stets besonders reizvoll, mit einer starken Leistung die Halle des Gastgebers zum Schweigen zu bringen“, meinte Markus Krauthoff-Murfuni, Trainer des ThSV unter der Woche.

Für die Westfalen ist dieser Umstand dagegen fast schon Gewohnheit: „Aber das können wir ja ohnehin nicht beeinflussen. Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können“, so Lerscht weiter, der einen Gegner „mit unterschiedlichen Deckungsformationen und einer guten Mixtur im Angriff“ erwartet. Lerscht: „Da rollen einige Aufgaben auf uns zu, auf dir wir uns aber in dieser Woche gut vorbereitet haben.“ Personell wird die Situation beim ASV voraussichtlich unverändert sein – nur der Langzeitverletzte Merten Krings fällt nach aktuellem Stand aus.

Anwurf der Partie ist am Samstag um 19:15 Uhr, wie immer wird das Spiel live über SportDeutschland.TV (Kommentar: Simon Kottmann und Jens Gawer) und von Radio Lippe Welle Hamm (Kommentar: Christian Fecke) übertragen.

ASV-Trainer Michael Lerscht freut sich auf die zweite englische Woche der Saison. - Foto: Wegener
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Kollektive Erleichterung

Als der Sieg fünf Minuten vor dem Schlusspfiff zum Greifen nah war, standen die 2102 Fans in der WESTPRESS arena, klatschten und besangen ihr Team. Die Erleichterung nach dem 32:27 (14:13-Erfolg) des ASV Hamm-Westfalen in der Partie des 23. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga gegen den ThSV Eisenach war deutlich zu spüren.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir wollten anders als in der Vorwoche auftreten – ich denke, das ist uns gut gelungen. Wir haben uns vor allem in der zweiten Halbzeit gesteigert, waren in der Deckung disziplinierter und mutiger im Angriff“, resümierte ASV-Trainer Kay Rothenpieler.

Die erste Halbzeit war über weite Strecken eng umkämpft. Das optische Übergewicht hatten die Hausherren, die auch folgerichtig durch gut aufgelegten Winterzugang Michael Oehler (2.) in Führung gingen. Zwei Treffer von Stefan Lex (4./6.) und der der Start war mit 3:0 perfekt. Die Gäste ließen den ASV folglich aber nicht davonziehen, sondern kämpften sich zurück in die Partie und gingen durch das Tor von Ivan Snajder (13.) sogar erstmalig in Führung. Eine Rote Karte gegen Duje Miljak nach einem Schubser gegen Oehler (15.) schwächte die Thüringer zumindest zunächst nicht merklich.

So blieb es bis zur Halbzeit ein enger Schlagabtausch, besonders ThSV-Schlussmann Marius Noack, Yoav Lumbroso und Luka Kikanovic machten der Hammer Defensive das Leben schwer. Jan von Boenigk sorgte eine Minute vor dem Halbzeitpfiff für erneute Führung der Hammer, mit 14:13 ging es in die Kabinen.

Von der Ausgeglichenheit war mit Wiederanpfiff des Schiedsrichtergespanns Christian Hannes und David Hannes nicht mehr viel übrig. Hamm war jetzt klar der Herr im eigenen Haus. Vor allem die treffsicheren und agilen Fabian Huesmann und Jan von Boenigk (je sieben Treffer im Spiel) sorgten dafür, dass die Westfalen sich zügig absetzten, 23:18 stand es nach 40 Minuten.

Eisenach gelang es nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Ein Grund dafür waren auch einige Paraden von Olli Krechel sowie ein ansatzloser und deshalb frenetisch bejubelter Treffer von Marten Franke (56.). Dank der starken Leistung im zweiten Abschnitt war der 32:27-Erfolg hochverdient.

„Wir wollen weiter oben dran bleiben und richten den Fokus voll auf die schwierige Aufgabe in Schwartau“, blickte Rothenpieler kurz nach der Schlusssirene schon auf das Gastspiel beim VfL Lübeck-Schwartau am Freitag (ab 19.30 Uhr). (mby)

ASV: Storbeck, Krechel – Huesmann (7/3), Milde (2), Brosch (2), Fuchs, Oehler (3), Lex (2), Südmeier (3), Papadopoulos, Krings (2), Pretzewofsky (2), Kropp, Franke (2), von Boenigk (7)

Zeigte beim Sieg gegen Eisenach eine starke Leistung: ASV-Winterzugang Michael Oehler. – Foto: Wegener

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Eisenach im Porträt

Es war die Überraschungsmannschaft der Hinrunde: Die hervorragenden Leistungen des ThSV Eisenach zogen die Aufmerksamkeit der Liga auf sich. Der Aufsteiger überzeugte und fuhr Sieg um Sieg ein. „Vor allem kämpferisch war das richtig stark, was Eisenach gespielt hat“, meint ASV-Kreisläufer André Kropp anerkennend.

Die Mannschaft von ThSV-Trainer Sead Hasanefendić hielt sogar lange Anschluss an die Spitze, lag nach 14 Spieltagen auf Platz fünf. Auch der ASV Hamm-Westfalen bekam die Wucht zu spüren, kassierte im Hinspiel eine 24:29-Niederlage.

Doch dann ging (fast) nichts mehr. Es schien, als hätten die Thüringer das Siegen verlernt. Im Dezember kassierte Eisenach vier Niederlagen aus vier Partien. Inzwischen ist der ThSV bis auf Platz zehn hinabgepurzelt. Genau deshalb warnt Kropp jedoch: „Die Eisenacher stehen unter Zugzwang. Sie werden mit allen Mitteln versuchen, die Negativserie zu beenden.“ Zuletzt kassierten die Thüringer zumindest nur eine knappe Niederlage gegen die formstarke SG BBM Bietigheim. „Wir waren gegen einen Aufstiegsanwärter bis in die Schlussphase dran. Das zeigt unser Potenzial. Wir müssen Vertrauen in uns selbst haben. Es gilt Ruhe zu bewahren. Für uns gilt es nun, die kommenden vier Auswärtsaufgaben in Folge anzunehmen“, erklärt Rene Witte, Geschäftsführer und Manager des ThSV Eisenach auf der Vereinshomepage.

Genau da hat auch Alexander Saul, Rückraumspieler des ThSV, versucht, Ursachenforschung für die schlechte Form der Thüringer zu betreiben: „Wir sind mit vielen jungen und zweitliga-unerfahrenen Spielern unterwegs. Da dauert es, bis jeder die Kurve kriegt und zu Stabilität findet. Wir hadern alle selbst mit uns. Während der ‚Festspielwochen‘, mit vier siegreichen Heimspielen am Stück binnen vier Wochen, haben wir unser Ding durchgezogen, uns nicht mit Nebenschauplätzen beschäftigt, haben unseren Stiefel 60 Minuten konsequent beibehalten. Aber uns fehlt die Konstanz.“ Mit Blick auf die nächsten Auswärtsspiele, angefangen mit der Partie beim ASV Hamm-Westfalen, meint Saul: „Wir wissen, wir treffen auf ganz starke Kontrahenten. Das ist nicht wegzudiskutieren. In keinem der anstehenden Spiele sind wir in der Favoritenrolle. Wir müssen aber alles versuchen, um zu punkten. Wir müssen mit voller Konzentration zu Werke gehen, stets das Maximale herausholen.“

Hamms Trainer Kay Rothenpieler erwartet einen Gegner, der „sehr aggressiv deckt. Die Eisenacher leben von der Emotionalität und sind immer für eine Überraschung gut. Auch mit Blick auf die Defensive: Mal spielen sie im 5:1, mal im 6:0. Wir müssen gegen sie unsere Basics wieder einbringen, das ist grundlegend für ein erfolgreiches Spiel.“

Nach überragendem Start liegt der ThSV Eisenach mittlerweile im Tabellenmittelfeld. – Foto: ThSV Eisenach

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„Wollen unbedingt gewinnen“

Nicht lange um den heißen Brei sprach ASV-Trainer Kay Rothenpieler mit Blick auf die schmerzvolle 27:31-Niederlage im Derby beim TV Emsdetten: „Die erste Halbzeit war schlecht. Wir haben nicht das typische Derbyfeeling angenommen und die erste Halbzeit in allen Bereichen verpennt.“ Zwei, drei Fehler zu viel sorgten auch im zweiten Durchgang dafür, dass es nicht für einen Punktgewinn reichte.

Am Freitag (ab 19 Uhr) gastiert der ThSV Eisenach in der Partie des 23. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga in der WESTPRESS arena. Die Marschroute für Rothenpieler ist klar: „Da wollen wir es besser machen. Wir müssen vor unseren Fans eine andere Körpersprache an den Tag legen. Von Anfang an wollen wir zu unserem Spiel finden und so Eisenach erst gar nicht in die Partie kommen lassen. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen“, so der kämpferische Hammer Coach.

Um im Aufstiegsrennen weiter gute Karten zu behalten, wäre der doppelte Punktgewinn gegen die Thüringer wichtig, das macht auch der Blick auf die Tabelle klar: Nach der Pleite beim TVE rutschte der ASV gleich um drei Plätze ab und ist jetzt nur noch Fünfter. Doch das Gute: TUSEM Essen auf Platz zwei ist lediglich einen Zähler entfernt. Die SG BBM Bietigheim, die aktuell den dritten Rang belegt, weist auch die deutlich schlechtere Differenz als der ASV auf (+3/+54).

Die Ausgangslage ist vor dem Duell mit Eisenach eindeutig: Hamm hat aktuell 29 Zähler auf dem Konto, Eisenach acht weniger. Der ThSV liegt auf Platz zehn. Außerdem gilt es noch, die Hinspielniederlage wieder wettzumachen: 29:24 siegte Eisenach, angeführt vom torgefährlichen Rückraumspieler Alexander Saul und dem wuchtigen Rechtsaußen Ante Tokic.

Mit der WESTPRESS arena im Nacken will Rothenpieler die bislang durchwachsene Bilanz im Jahr 2020 (ein Sieg, ein Unentschieden, zwei Niederlagen) aufpolieren. „Wir werden uns wieder auf unsere Stärken konzentrieren müssen und weniger auf Eisenach. Die Fans haben uns auch in Emsdetten richtig gut unterstützt. Im nächsten Heimspiel wollen wir es wieder besser machen.“ Und mit einem Sieg wieder positiv in die heiße Phase der Saison gehen. (mby)

Für den ASV geht’s am Freitag gegen Eisenach. – Fot0: ThSV Eisenach