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ASV-Hamm Westfalen

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Achtung, ASV!

Aufgepasst, ASV! „Aus der Abwehr heraus soll der Ball schnell (fast überfallartig) nach vorne getragen werden.“ So steht es auf der Internetseite des TSV Bayer Dormagen geschrieben. Und weiter: „Die Angriffsarbeit ist geprägt durch hohe Laufbereitschaft mit und ohne Ball, gruppen- und mannschaftstaktische Elemente gepaart mit körperlichem Einsatz. Individuelle Fähigkeiten dienen nicht dem Selbstzweck, sondern dem Erfolg der Mannschaft.“

Ein Blick auf die Tabelle macht klar, dass das Konzept in dieser Saison aufgeht. Dormagen ist in bestechender Form, hat die jüngsten drei Partien gewonnen und rangiert mit 16:12 Zählern auf Platz sechs und hat somit nur drei Punkte Rückstand auf den ASV Hamm-Westfalen.

„Mit diesem Punktestand und diesem Tabellenplatz hatte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt gerechnet,“ gab Bayer-Geschäftsführer Björn Barthel im Gespräch mit der Rheinischen Post ehrlich zu. Kein Wunder, denn in der vergangenen Saison sprang „nur“ Platz 13 für den damaligen Aufsteiger heraus.

Dass eine schwierige Aufgabe auf die Westfalen wartet, meint auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler: „Gegen Dormagen gilt es, erneut mit der Mentalität und dem Willen aus der Partie in Nettelstedt zu spielen. Wenn es uns dann auch gelingt, früh die Kontrolle über das Spiel zu erlangen, bin ich guter Dinge. Aber klar ist auch: Es gibt keine einfachen Gegner, wir müssen wieder alles raushauen.“

Dass es in dieser Saison gut läuft, verdankt die Mannschaft von TSV-Trainer Dusko Bilanovic auch den guten Leistungen des Torwarts Sven Bartmann. Der 32-Jährige liegt mit 110 Paraden in der aktuellen Spielzeit auf Platz acht von 52 eingesetzen Torhütern. Dabei hing die Karriere des Dormagener Urgesteins (seit 2013 im Verein) im vergangenen Sommer noch am seidenen Faden. Ein Motorradunfall endete mit einem doppelten Schlüsselbeinbruch sowie neun gebrochenen Rippen. Doch Glück im Unglück, denn bereits am ersten Spieltag war Bartmann schon wieder Teil seiner Mannschaft.

Ebenfalls einen verschärften Blick wert ist Julian Köster. Der gerade einmal 20 Jahre alte linke Rückraumspieler gehört dem „DHB-Elitekader“ an. Außerdem ist er Teil der deutschen U20-Auswahl von Trainer Martin Heuberger, die sich ab dem 2. Januar im benachbaren Warendorf auf das ebenfalls im Januar steigende Vierländerturnier in Portugal vorbereitet. Bereits im Sommer 2019 brillierte Köster im DHB-Trikot und wurde bei der U19-Weltmeisterschaft in Nordmazedonien beim Titelgewinn seines Teams als bester Abwehrspieler der WM ausgezeichnet. (mby)

Dormagen Trainer Dusko Bilanovic macht seine Jungs heiß. – Foto: Heinz J. Zaunbrecher

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Nächster Sieg im Visier

Mit ordentlich Rückenwind geht der ASV Hamm-Westfalen in die Heimpartie gegen den TSV Bayer Dormagen. Während es in der heimischen WESTPRESS arena schon seit Wochen wie am Schnürchen läuft, taten sich die Sieben von Trainer Kay Rothenpieler lange schwer.

Doch am vergangenen Freitag platze der Knoten, nach vier Partien ohne doppelten Punkterfolg landete der ASV beim TuS N-Lübbecke einen hochverdienten 27:22-Sieg. Aber nicht nur das Ergebnis stimmte, sondern auch die Art und Weise wusste durchaus zu gefallen. Mehr Variabilität, mehr Tempo und mehr Spielwitz brachten die Roten in Ostwestfalen auf die Platte, ein Ergebnis der intensiven Trainingsarbeit.

Den Schwung der guten Leistung will Rothenpieler jetzt mit in die Partie gegen Dormagen nehmen: „Wir haben weiter daran gearbeitet, gewisse Bewegungen einzustudieren. Wir wollen noch mehr in die Tiefe gehen und die richtigen Räume treffen. Außerdem feilen wir auch an unserem Tempospiel und wollen die eine oder andere Angriffsvariante schneller Durchbringen.“

Auch Rückraumspieler Sören Südmeier will den Schwung aus der Nettelstedt-Partie mitnehmen: „Gegen Dormagen müssen wir auch wieder unsere offensive Vielseitigkeit auf die Platte bringen. Die Trainingsarbeit lohnt sich, denn so machen wir es im Angriff dem Gegner schwerer.“ Bereits richtig gut steht nach Meinung des 28-Jährigen bereits der Defensivverbund. „Unsere Abwehr ist das Prunkstück. Zusammen mit unseren beiden starken Torhütern sind wir da richtig gut aufgestellt“, so „Südi“.

Ein Besuch in der WESTPRESS arena dürfte sich mit großer Wahrscheinlichkeit lohnen, zumindest wenn man einen Blick in die Historie bemüht. Von sechs Heimspiel gegen die Rheinländer gewannen die Hammer die vergangenen fünf, das jüngste Duell war allerdings eine enge Angelegenheit: Im Mai diesen Jahres entschied der ASV erst dank eines Treffers von Stefan Lex in letzter Sekunde das Kräftemessen für sich. (mby)

Stefan Lex (rechts) und seine Hammer Teamkollegen peilen gegen Dormagen den nächsten Sieg an. – Foto: Henning Wegener

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Kay Rothenpieler im Interview

Am Ende der Saison endet eine Erfolgsära: Kay Rothenpieler wird den ASV Hamm-Westfalen verlassen. Doch bis dahin hat er noch einiges vor, wie er im Interview verrät. Außerdem spricht der 48-Jährige über den Konkurrenzkampf in der Mannschaft und seine Pläne ab Sommer.

War der Sieg in Nettelstedt ein Ergebnis harter Trainingsarbeit?

Wir haben in der Woche sehr konzentriert gearbeitet. Wir wollten unser Angriffsspiel und die Zusammenarbeit mit dem Kreisläufer verbessern. Das hat schon in Lübbecke gut funktioniert. Außerdem haben wir in der Partie von einer hervorragenden Deckung und starken Torhütern profitiert. Die Leistung in Nettelstedt war ein Schritt in die richtige Richtung.

Welchen Fokus hast du in den Übungseinheiten mit Blick auf die Partie gegen Dormagen gelegt?

Wir haben weiter daran gearbeitet, gewisse Abläufe zu automatisieren. Wir wollen noch mehr in die Tiefe gehen und die richtigen Räume treffen. Außerdem feilen wir auch an unserem Tempospiel und wollen die eine oder andere Angriffsvariante schneller Durchbringen.

Was müsst ihr auf die Platte bringen, damit gegen den TSV die nächsten beiden Punkte herausspringen?

Gegen Dormagen gilt es, erneut mit der Mentalität und dem Willen aus der Partie in Nettelstedt zu spielen. Wenn es uns dann auch gelingt, früh die Kontrolle über das Spiel zu erlangen, bin ich guter Dinge. Grundvoraussetzung muss wieder eine stabile Deckung sein. Aber klar ist auch: Es gibt keine einfachen Gegner, wir müssen wieder alles raushauen und ein konzentriertes Spiel machen.

Alle Spieler sind aktuell fit. Wie wirkt sich der verschärfte Konkurrenzkampf auf die Leistung aus?

Es ist immer gut, wenn alle fit sind. Das bringt uns nach vorne. Wir haben mehrere Alternativen, auch mehrere taktische Möglichkeiten und wir können unter wettkampfähnlichen Bedingungen trainieren. Ein gesunder Konkurrenzkampf ist immer förderlich und es bringt uns als Mannschaft weiter.

Wie hältst du die Jungs, die im Augenblick nicht so viel spielen, bei Laune?

Ich denke, die Stimmung ist gut. Jeder Spieler ist wichtig, jeder bekommt seine Möglichkeiten. Die Saison ist lang, deshalb brauchen wir alle Jungs. Die Kader-Atmosphäre ist richtig gut. Es ist auch normal, dass der ein- oder andere Spieler mal mehr oder weniger spielt. Wir haben ein gemeinsames Ziel und da muss jeder seine Qualitäten mit einbringen.

Wovon machst Du es abhängig wer spielt?

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Trainingsleistung, taktische Ausrichtung und ab und zu auch das Gefühl. Wichtig ist, dass jeder Spieler seine Rolle im Team hat. Jeder wird gebraucht, so entsteht keine Unruhe. Wichtig ist auch, dass sich jeder für die Mannschaft und den Erfolg einsetzt.

Seit einigen Wochen ist klar, dass du deinen Vertrag nicht verlängerst. Was waren aus deiner Sicht die Gründe, nach knapp 20 Jahren getrennte Wege zu gehen?

Das Thema ist doch jetzt erledigt und es ist auch nichts Ungewöhnliches, dass Verträge nicht verlängert werden. Die Klarheit ist wichtig. Mein Blick richtet sich jetzt nach vorne. Wir können noch etwas Großes schaffen und darauf konzentriere ich mich.

Wie hat die Mannschaft reagiert, als du das bekannt gegeben hast?

Solche Entscheidungen bringen immer etwas Unruhe, aber wir haben da sehr offen kommuniziert. Jetzt kann ich sagen, dass wir sogar noch enger zusammengerückt sind. Wir haben ein gutes und offenes Verhältnis. Wir wollen das Hier und Jetzt genießen und gut zusammenarbeiten, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen.

In der Rückrunde kommen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte wie Coburg, Essen oder Eisenach in die WESTPRESS arena. Könnte das der Schlüssel sein, um ganz oben anzugreifen?

Es ist immer einfacher zu Hause. Wir haben eine super Stimmung in der WESTPRESS arena und die Zuschauer können uns irrsinnig helfen. Und diesen Heimvorteil können wir vielleicht nutzen. Wir müssen aber insgesamt eine konstant gute Rückserie spielen. Für einen Platz ganz oben in der Tabelle muss alles passen. Wir sind aber stolz, dass wir im Augenblick oben stehen und wollen so lange wie möglich im Rennen um die Spitzenplätze mitmischen.

In gut drei Wochen steht die Partie gegen den VfL Gummersbach in der Dortmunder Westfalenhalle an. Fängt das Kribbeln langsam an?

Noch nicht. Wir haben noch schwere Aufgaben vor der Brust und auf die konzentriere ich mich. Aber wenn ich daran denke ist doch klar, dass ich mich riesig darauf freue. Es wird ein tolles Spiel gegen einen Aufstiegsaspiranten und daher hoffe ich auf eine großartige Kulisse mit überwiegend ASV-Fans!

Was sind deine Pläne ab dem Sommer 2020? Kannst du dir ein Leben ohne den ASV überhaupt vorstellen?

Ja natürlich und es gibt mir die Möglichkeit, mich auf neue Sachen zu konzentrieren. Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit und daher wird der ASV auch immer ein Teil von mir bleiben! Zunächst genieße ich das kommende halbe Jahr und ich werde alles dafür tun, dass es erfolgreich wird. Ab dem Sommer werde ich mich dann auf andere Dinge mehr konzentrieren. Wie sagt man so schön: Wenn eine Tür zu geht, geht woanders wieder eine auf!

Vielen Dank für das Gespräch! (mby)

ASV-Trainer Kay Rothenpieler im Interview – Foto: Marco Wolf

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Siegtreffer Bruchteile vor Schluss

Über einen glücklichen Sieg freuten sich die Anhänger des ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend in der 2. Handball-Bundesliga. Fast mit dem Schlusspfiff erzielte Stefan Lex noch für den Gastgeber vor 1.890 Zuschauern nach 27:28-Rückstand doch noch den Treffer zum 29:28-Sieg gegen einen TSV Dormagen, der dank einer starken Leistung „einen Punkt sicher verdient gehabt hätte“, wie auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler klarstellte.

Von Beginn an hatten die Hausherren, die als zehn Ränge besser platziertes Team favorisiert in die Begegnung des 33. Spieltags gingen, viel Mühe mit dem unbequemen Gast. TSV-Coach Dusko Bilanovic hatte seine Mannschaft ebenso gut eingestellt wie Kay Rothenpieler die Gastgeber, so dass die Abwehrreihen das jeweilige Offensivspiel des Gegners gut unterbanden. Nach fast 28 Minuten stand es gerade einmal 11:11. In den verbleibenden zwei Minuten sahen die Zuschauer allerdings noch fünf Treffer, den letzten davon per Siebenmeter durch Fabian Huesmann nach abgelaufener Spieluhr für den ASV, der damit noch knapp mit 14:13 zur Pause führte. Kay Rothenpieler: „Dormagen hat uns das Leben heute schwer gemacht. Wir konnten sie in der ersten Halbzeit einfach nicht abschütteln. Da haben wir ein, zwei Bälle liegen lassen und einige technische Fehler gehabt. In der zweiten Halbzeit ging es dann irgendwie genauso weiter.“

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Teams weitgehend gleichwertig. Nach einem guten Beginn des ASV und einer 19:16-Führung kämpfte sich Dormagen schnell wieder heran. Gleiches wiederholte sich mehrfach bis zum 26:26-Zwischenstand in der 56. Minute. Plötzlich bot sich den Gästen nach dem Führungstor durch Ian Hüter in der 58. Minute sogar die Chance auf einen Auswärtssieg und zwei dringend benötigte Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach dem Ausgleich durch Sören Südmeier nutzte Bilanovic eine Auszeit, um die Taktik für den möglicherweise finalen Angriff festzulegen. Carl Löftström wurde am Kreis freigespielt und traf 66 Sekunden vor dem Ende zum 27:28. Zumindest ein Punkt schien den Gästen sicher. Nun nahm Rothenpieler seine letzte Auszeit und war sich sofort mit seinen Spielern einig: „Wir wollten unbedingt den Sieg. Wir sind ‚all in‘ und sofort auf den siebten Feldspieler gegangen“, beschrieb Rothenpieler später. Wenige Sekunden nach der Auszeit traf Oliver Milde zum Ausgleich. Nun hatte Dormagen wiederum 47 Sekunden die Chance auf den letzten Wurf. Drei Sekunden vor dem Ende ging der Ball im Angriff verloren – ein schneller Pass von Sören Südmeier auf Stefan Lex und der netzte Bruchteile vor dem Schlusspfiff gegen den starken TSV-Keeper Sven Bartmann zum glücklichen Sieg ein.

„Das ist natürlich bitter für uns. Aber es war nicht nur diese Schlussphase. Wir haben uns insgesamt zwölf technische Fehler geleistet. Heute hat uns Cleverness gefehlt. Ich hoffe, dass diese Punkte uns am Ende nicht fehlen“, bedauerte Dusko Bilanovic, dass sich seine Mannschaft am Ende nicht für die weitgehend gute Leistung belohnte. Rothenpieler: „Es war ein glücklicher Sieg für uns. Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen. Aber wir freuen uns natürlich über diese Punkte, wir haben das ja diese Saison auch schon andersherum erlebt.“

ASV Hamm-Westfalen – TSV Bayer Dormagen 29:28 (14:13)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme, Huesmann (6, 3/3 7m), Milde (4), Fuchs (1), Sohmann (1), Schwabe (2), Lex (2), Südmeier (5), Gudat (3), Pretzewofsky, Papadopoulos (3), von Boenigk (1)

TSV: Bartmann, Broy – Reuland (3), Pyszora, Eggert, Löfström (3), I. Hüter (3), Rebelo (5), Richter (7, 5/5), P. Hüter, Maldonado (3), Stutzke (4)

Schiedsrichter: Thomas Hörath, Timo Hofmann

Zuschauer: 1.890

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ASV empfängt Dormagen

Während der ASV Hamm-Westfalen ohne Druck zum nächsten Heimspiel am Samstag um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena antreten kann, geht es für den TSV Bayer Dormagen sechs Spieltage vor Saisonende um jeden Punkt der 2. Handball-Bundesliga. Am zurückliegenden Doppelspieltag ging die Mannschaft von Trainer Dusko Bilanovic leer aus, allerdings hatten es die Aufgaben beim Spitzenreiter Balingen-Weilstetten und zuhause gegen den TuS Ferndorf auch in sich.

Nach der erwarteten 32:23-Abfuhr beim Ligaersten verpatzte der TSV am Sonntag den Start, nach 30 Spielminuten hatten die Wiesel gerade einmal sieben Tore erzielt, der TuS bereits 16. „Die erste Hälfte haben wir völlig verschlagen. So etwas wird es nie mehr geben“, betonte Bilanovic direkt nach der Partie – der ASV kann sich also auf einen kämpferischen TSV einstellen, der die Punkte in Hamm nicht kampflos hergeben will. Aktuell liegen die Gäste zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz, den der VfL Eintracht Hagen belegt.

„Geschenkt wird einem in dieser Liga sowieso nie etwas. Die Punkte muss man sich jede Woche verdienen“, haben sich die gastgebenden Westfalen für das Duell ebenfalls einiges vorgenommen, wie Kay Rothenpieler betont. Immerhin besteht ja theoretisch auch noch die Möglichkeit, im Kampf um Platz zwei einzugreifen, auch wenn diese Gedankenspiele zumindest für die Spieler des ASV keine Rolle spielen. „Wir konzentrieren uns einfach auf die nächste Aufgabe und schauen auf uns. Wir wollen die Saison bestmöglich beenden“, so Rothenpieler. Personell wird dem ASV-Coach dafür am Samstag voraussichtlich wieder das gesamte Aufgebot zur Verfügung stehen, lediglich hinter dem Einsatz von Kreisläufer Jan Brosch, der wegen Rückenproblemen zuletzt in Wilhelmshaven passen musste, steht noch ein Fragezeichen. Entsprechend mehr Spielanteile werden sich so möglicherweise für Kapitän Jakob Schwabe bieten, der in Wilhelmshaven mit sieben Treffern zu den besten Torschützen des ASV zählte. „Gegen den TSV wird es wichtig sein, dass wir kämpferisch dagegenhalten. Außerdem kommt es natürlich auf unser Umschaltspiel an, das uns ja in der gesamten Rückrunde schon auszeichnet“, erklärt der Kapitän. So wollen die Westfalen nun auch das Hinspielergebnis geraderücken, als der ASV beim Aufsteiger 24:23 unterlag.

Anwurf ist um 19:15 Uhr, Einlass ab 17:45 Uhr. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Wie gewohnt wird die Partie zudem kostenlos per Live-TV und bei Radio Lippe Welle Hamm übertragen.

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Erneut kein Auswärtspunkt

 

In fremder Halle läuft es für den ASV in dieser Spielzeit einfach nicht rund. Auch beim Aufsteiger TSV Bayer Dormagen gingen die Westfalen am Sonntagnachmittag leer aus, am Ende unterlag die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler knapp mit 24:23 (14:11).

Lange mussten sich die mitgereisten Schlachtenbummler gedulden, ehe Markus Fuchs in der 54. Minute durch seinen Treffer zum 19:20 die erste Gästeführung des Abends herstellte. Vorangegangen waren zähe Minuten, denn nach dem 19:19-Ausgleich durch Mex Raguse blieb die Partie sechseinhalb Minuten torlos. Wie in Halbzeit eins, als der ASV mehrfach an Latte- und Pfosten scheiterte, fehlte es an Wurfglück. Da aber auch ASV-Torwart Felix Storbeck sein Gehäuse vernagelte, legte der ASV doch noch erstmalig vor.

Aber die Hausherren blieben vor 1.300 hartnäckig, witterten die Chance auf den ersten Punktgewinn seit fast genau einem Monat. So blieb es hochspannend, etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende glich Tim Wieling die zuvor durch die Hammer Jan von Boenigk und Vyron Papadopoulos erzielte Gästeführung wieder aus. Dann schlug die große Stunde von TSV-Torwart Sven Bartmann. Zunächst wehrte er zwei ASV-Würfe ab, dann reagierte er blitzschnell und traf das leere ASV-Tor – auch der schnell heraneilende zuvor wegen eine Unterzahl ausgetauschte Felix Storbeck war machtlos.

Mit dem schnell folgenden Fehlpass von Raguse war das Spiel wieder zu Gunsten der Hausherren gekippt. Als dann noch Papadopoulos 80 Sekunden vor dem Ende von der Siebenmeterlinie scheiterte, war das Schicksal der Gäste an diesem Abend besiegelt. Eloy Morante Maldonadao erhöhte zehn Sekunden vor Schluss mit seinem einzigen Tor der Partie auf 24:22, das Treffer von Jan von Boenigk mit dem Schlusspfiff hatte keine Bedeutung mehr für die Punktevergabe, die vierte Auswärtsniederlage der Saison stand für den ASV bereits fest.

TSV Bayer Dormagen – ASV Hamm-Westfalen 24:23 (14:11)

TSV: Rozsavolgyi, Boieck, Bartmann (1) – Reuland (3), Pyszora, Eggert (1), Löfström (4), Huter, Rebelo (2), Richter, Hüter, Janieniak, Morante Maldonado (1), Stutzke (6), Wieling (6/3)

ASV: Storbeck, Krechel – Blohme (2), Huesmann (3), Milde, Brosch (3), Fuchs (2), Raguse (1), Sohmann (3/2), Schwabe, Lex (2), Südmeier, Gudat, Papadoulos (5/3), von Boenigk (2)

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch, Darnel Jansen

Zuschauer: 1.286

Zum TV-Livemitschnitt geht es hier (Sportdeutschland.TV).

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem ASV und dem TSV gab es im Mai 2016 - hier mit Lukas Blohme im Angriff. Damals siegte der ASV 29:23. - Foto: Wegener

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Auswärts beim Aufsteiger

 

Eindrucksvoll war die jüngste Leistung beim 34:20-Heimsieg des ASV Hamm-Westfalen gegen den Wilhelmshavener HV. Genau daran wollen die Westfalen am Sonntag um 17 Uhr beim Aufsteiger TSV Bayer Dormagen anknüpfen, der aktuell den drittletzten Platz der 2. Handball-Bundesliga belegt.

„Mit der Tabelle beschäftigen wir uns nicht. Wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren und wollen die zwei Punkte nach Hamm holen“, stellt ASV-Trainer Kay Rothenpieler vor dem Abschlusstraining am Samstag klar. Personell wird es dabei keine Veränderungen geben – wie gegen den WHV stehen Rothenpieler wieder alle Spieler zur Verfügung, die Westfalen haben den kräftezehrenden Doppelspieltag gut verkraftet. Trotz guter Voraussetzungen und der eindeutigen Favoritenrolle für den ASV warnt Kay Rothenpieler eindringlich vor der Aufgabe: „Dormagen verfügt über eine gefährliche Mannschaft, die eingespielt ist und ihre Dinge auf den Punkt spielen kann.“ Dass auch der TSV, bei dem mit Daniel Eggert ebenfalls ein ehemaliger ASV-Akteur spielt, für Überraschungen gut ist, bewiesen die Dormagener in Hüttenberg und vor allem am 7. Spieltag beim TV Emsdetten. Denn diese Partie gewann die Mannschaft von Trainer Ulli Kriebel mit 29:37 (12:22).

Zuletzt verpasste der Aufsteiger nur knapp Punktgewinne in Hamburg (27:26), gegen Balingen-Weilstetten (25:27) und in Ferndorf (26:25). Beim Mitaufsteiger lag der TSV sieben Minuten vor dem Ende sogar noch mit drei Toren in Führung, schaffe am Ende aber die Überraschung nicht. Ulli Kriebel beklagte nach dem Spiel die unzureichende Chancenverwertung und die einfachen Fehler. Seine Mannschaft „funktioniert noch nicht ausreichend in Stresssituationen“, analysierte Kriebel. Bester Torschütze beim TuS war Eloy Morante Maldonado mit acht Treffern.

Übertragen wird die Partie wie gewohnt live über Sportdeutschland TV (www.sportdeutschlandtv.de) und Radio Lippe Welle Hamm (www.lippewelle.de).

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem ASV und dem TSV gab es im Mai 2016 - hier mit Lukas Blohme im Angriff. Damals siegte der ASV 29:23. - Foto: Wegener