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ASV-Hamm Westfalen

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Eindrucksvoll zurückgemeldet

Mit einem verdienten 28:23-Heimsieg hat sich der ASV Hamm-Westfalen eindrucksvoll aus der Quarantäne zurückgemeldet. Gegen den favorisierten Tabellenfünften TSV Bayer Dormagen gaben eine hervorragende Kollektivleistung gepaart mit einem bärenstarken Torhüter Jan Jörg Wesemann den Ausschlag. Die etatmäßige Nummer Zwei brachte es auf 14 Paraden und 40 Prozent gehaltene Bälle brachte.

Aber es gab noch mehr Erfreuliches aus dem Lager der Westfalen zu vermelden, die auf sieben verletzte und aus Vorsichtsgründen pausierende Stammkräfte verzichten mussten. Denn neben dem reaktivierten Rechtsaußen Lars Gudat, der eine gute Leistung ablieferte und zwei Tore erzielte, feierten auch Rückraum Fabio Runkel und Torwart Mathis Stecken ihre Premiere im Zweitligakader des ASV. Von Gudat hervorragend bedient setzte Runkel Sekunden vor dem Ende mit seinem ersten Zweitligator für den ASV den Schlusspunkt im ersten Pflichtspiel des ASV nach dreieinhalb Wochen Zwangspause.

„Das war heute eine ganz starke Kollektivleistung“, lobte ASV-Trainer Michael Lerscht den Einsatzwillen und die Bereitschaft aller Spieler in einer „schwierigen Situation“. Nicht nur, dass viele Stammspieler noch fehlten, auch der verbliebende Kader konnte erst wenige Trainingseinheiten zusammen absolvieren. So merkte man den Westfalen verständlicherweise einigen Sand im spielerischen Getriebe an – einige Fehlpässe und weitere individuelle technische Fehler im Laufe des Spieles waren die Folge. Aber auch die Gäste leisteten sich viele Fehler, Toptorschütze Andre Meuser wurde schmerzlich vermisst.

So fehlte dem Tabellenfünften aus dem Rückraum die Durchschlagskraft. Vor allem in der ersten Halbzeit blieb der Angriff der Gäste mehrfach im Innenblock des ASV hängen. Ab der 20. Minute kam dann auch noch Torwart Jan Wesemann immer besser in die Partie. Im Angriff war vor allem Fabian Huesmann sehr treffsicher, blieb bei seinen insgesamt sieben Toren fast ohne Fehlwurf. Beim TSV war es vor allem dem zwölffachen Torschützen Benjamin Richter zu verdanken, dass die Gäste noch im Spiel blieben. In die Pause ging es mit einer 15:11-Führung für den ASV.

Im zweiten Abschnitt änderte sich bis zum 21:16 nichts am Spiel. Begünstigt durch einige Fehler des ASV und schnelles Umschalten der Gäste spielte sich der ASV aber auf 21:18 und später auf 23:22 heran. Der vorherige Spielverlauf war beinahe auf den Kopf gestellt. Aber die Gastgeber, bei denen nun auch noch Kreisläufer Jan Brosch wegen seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste, blieben in Führung, per Doppelschlag brachte der wurfgewaltige Jo Gerrit Genz den ASV vorentscheidend bis zur 56. Minute mit 25:22 in Führung.

ASV Hamm-Westfalen – TSV Bayer Dormagen 28:23 (15:11)

ASV: Wesemann, Stecken – Genz (10), Huesmann (7, ½ 7 m), Brosch, Fernandez (3), Schwabe (1), Krause, Gudat (2), Krings (2), Orlowski (2), Schöße, Runkel (1), Zimny

TSV: Bartmann, Simonsen – Seesing, Richter (12, 5/5), Steinhaus, Hüter (4), Reimer, Skroblien (1), Görgen, P. Hüter, Wilhem (1), Sterba (1), Grbavac (1), Mast (3)

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch und Darnel Jansen

Zeitstrafen: ASV 14 min, TSV 8 min

Überragender Rückhalt: Jan Wesemann wehrte 40 Prozent der Bälle ab. - Foto: Wegener

ASV-Hamm Westfalen

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Mittwoch kommt Dormagen

Nach der Corona-Zwangspause für den ASV Hamm-Westfalen nimmt der Handball-Zweitligist ab Mittwoch wieder am Spielbetrieb teil. Dann empfängt die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht um 19:15 Uhr den fünftplatzierten TSV Bayer Dormagen in der WESTPRESS arena. Bereits am Wochenende geht es weiter, am Samstagabend tritt der ASV beim Tabellenzweiten TuS Nettelstedt-Lübbecke an.

Nach der dann dreieinhalbwöchigen Spielpause werden Michael Lerscht allerdings noch einige Akteure fehlen. Zwar kehren die Spieler so nach und nach ins Aufgebot zurück, wer bis Mittwoch oder Samstag aber die gesundheitliche Unbedenklichkeit von der medizinischen Abteilung bescheinigt bekommt, ist noch ungewiss. Daher versuchte der ASV auch zumindest das Mittwochspiel zu verlegen, die HBL-Statuten ließen dies aber zum großen Bedauern der ASV-Verantwortlichen nicht zu.

Aufgefüllt wird das Aufgebot der Westfalen, bei denen definitiv bis zum Saisonende Mittelmann Sören Südmeier wegen seiner Knieverletzung ausfällt, daher um einige Akteure aus der Drittligamannschaft. Klar war am Montag, dass es somit am Mittwochabend ein unerwartetes Comeback für Rechtsaußen Lars Gudat (Interview zum Abschied 2019) geben wird. Der 31-Jährige hatte 2019 nach zwölf Jahren im Profikader des ASV seinen Rücktritt erklärt, um sich seiner neuen beruflichen Aufgabe beim ASV-Partnerunternehmen Funke Kunststoffe zu widmen. So haben die ASV-Fans nun Gelegenheit, den Rechtsaußen doch noch einmal im Einsatz zu erleben, Anwurf ist am Mittwoch um 19: 15 Uhr, wie gewohnt wird die Partie live über SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm übertragen.

„Wir müssen uns ganz auf uns fokussieren“, erklärte Michael Lerscht zu Wochenbeginn. Zunächst einmal sei es wichtig, dass alle Akteure wieder komplett gesund sind. Entsprechend werden bei keinem Spieler auch ein Risiko in dieser Hinsicht eingegangen. Sportlich muss das verbliebene Personal dann „alles in die Waagschale werfen, was geht“. Denn der Gegner spielte bisher eine sehr starke Saison, spielte sich dauerhaft in die Spitzengruppe der Liga hinter den drei Topteams Hamburg, Nettelstedt-Lübbecke und Gummersbach. Schon im Hinspiel bekam der ASV dies zu spüren, als er mit 27:19 eine empfindliche Klatsche einsteckte.

Rechtaussen Lars Gudat hilft am Mittwoch gegen Dormagen im ASV-Profikader aus. - Foto: Wegener

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Bitterer Abend für den ASV

Einen erneut bitteren Abend erlebten die Handballer des ASV Hamm-Westfalen, die sich nach 2:6 Punkten viel vorgenommen am Freitag beim TSV Bayer Dormagen. Nach 20 Tagen Pause starteten die Westfalen ohne die verletzten Fabian Huesmann und Sören Südmeier mit viel Sand im Getriebe in die Partie, blieben im ersten Abschnitt mit 13:11 aber noch auf Tuchfühlung. In der zweiten Halbzeit zeigten die verunsicherten Gäste aber ihre bisher schwächste Phase der Saison und unterlagen folgerichtig mit 27:19, der TSV in Hochform und einem überragenden Torwart Martin Juzbasic feierte so einen insgesamt verdienten Start-Ziel-Sieg.

Einige Male landeten im zweiten Abschnitt die Würfe direkt in den Händen des TSV-Keepers, der wie der Rest der Dormagener Mannschaft von Minute zu Minute immer selbstbewusster und stärker wurde. Zwar versuchte der ASV, bei dem erstmalig in dieser Saison Mittelmann Merten Krings zum Pflichtspieleinsatz kam, alles, aber die Aktionen gerieten häufig zu ungenau. In der Offensive war das Spiel zu fehlerbehaftet, um noch eine Wende herbeizuführen. Und in der Abwehr leistete die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht, die es auch mit verschiedenen Abwehrformationen versuchte, viel zu viele Zeitstrafen. So lagen die Gäste in der 53. Minute bereits uneinholbar mit 23:16 in Führung. Dennoch nahm Coach Michael Lerscht noch eine Auszeit, um das Spiel der Westfalen erneut zu sortieren. Eine Verbesserung gelang den Gästen aber in der Schlussphase nicht mehr – die Punkte blieben durch einen deutlichen Acht-Tore-Sieg in Dormagen.

„Das ist ernüchternd für uns. Wir haben uns in der Spielpause versucht, besser darauf vorzubereiten. Direkt nach der Partie ist es schwierig, die Niederlage zu analysieren. Die erste Halbzeit lief noch ganz gut, aber einige freie Würfe müssen wir mehr reinmachen“, so ein enttäuschter Michael Lerscht direkt nach der Partie. „In der zweiten Halbzeit haben wir keine Lösung mehr kreiert. Die 5:1-Abwehr greift besser, aber dann kriegen wir wiedereinfache Tore. Schönreden kann ich das nicht.“

Sehr zufrieden zeigte sich entsprechend Dusko Bilanovic: „Meine Jungs haben das umgesetzt, was wir die ganze Woche besprochen haben. Wir haben eine sehr gute Mannschaft geschlagen. Hamm ist für mich immer noch Favorit, wir haben großen Respekt vor der Mannschaft. Aber nach drei Wochen Pause ist das natürlich schwierig. Erste Halbzeit hatten wir noch Probleme mit der Mitte, das lief dann in der zweiten Halbzeit in der Abwehr besser. Das Ergebnis ist sogar etwas zu hoch.“

TSV Bayer Dormagen – ASV Hamm-Westfalen 27:19 (13:11)
TSV: Juzbasic, Baransic – Reuland (12/6), Seesing, Senden, Meuser (4), Juric, Richter, Rehfus (1), I. Hüter (3), Reimer, P. Hüter (1), Johannmeyer, Sterba (3), Grbavac (3), Blum
ASV: Storbeck, Wesemann – Genz, Brosch (1), Fuchs (1), Spiekermann, Rubio Fernandez (3), Schwabe (1), Krause, Krings (5), Pretzewofsky (1), Orlowski (1), Eigenbrodt, Franke (5/1), Boenigk (1)
Schiedsrichter: Christian und David Hannes

Alex Rubino Fernandez spielte in Dormagen von Beginn an auf der Linksaußen-Position, hier erzielte er ein sehenswertes Hebertor im erste Abschnitt. - Foto: Gudat

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Als Favorit zum TSV

Nach 20 Tagen ohne Pflichtspieleinsatz greifen die Profis des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend um 19:30 Uhr wieder in das Geschehen der 2. Handball-Bundesliga ein. Beim Tabellenelften TSV Dormagen gilt es für die Mannschaft von Michael Lerscht, die vorherigen Misserfolge in Ferndorf und zuhause gegen Dresden vergessen zu machen und den Anschluss zur Spitzengruppe zu halten.

Denn während die Westfalen wegen des Spielausfalls in Bietigheim erneut nur zuschauen konnten, haben sich einige Teams wie Hamburg, Lübeck und Nettelstedt-Lübbecke in der Tabelle am ASV vorbeigeschoben. Allerdings ist das Bild allein schon in der Spitzengruppe – Dessau hat bereits elf Spiele absolviert, die Westfalen erst deren acht – schief, die hoch gehandelten Bietigheimer rangieren sogar mit nur fünf gespielten Partien auf dem letzten Platz der Liga.

„Das sind alles nur Momentaufnahmen. Wir müssen uns auf uns und auf unsere Leistung konzentrieren“, blendet ASV-Trainer Michael Lerscht die wenig aussagekräftige Tabelle lieber aus. Und die Vorgabe für das Gastspiel beim TSV Bayer Dormagen ist klar: Der ASV will die Rückreise mit zwei Zählen antreten. Lerscht warnt: „Voraussetzung ist, dass wir unsere Stärken abrufen und voll fokussiert sind. Der TSV hat diese Saison schon bewiesen, dass er auch mit Topteams wie Bietigheim oder Nettelstedt-Lübbecke mithalten kann.“ In Bietigheim gelang der Mannschaft von Dusko Bilanovic ein 25:26-Sieg, zuhause gegen den TuS ein 25:25. Zuletzt allerdings unterlag der TSV Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck mit 30:28. „Wir haben das Spiel analysiert und blicken jetzt nach vorne“, stellte Bilanovic allerdings klar, ebenso wie die Rollenverteilung in dieser Partie: „Hamm kommt als Favorit nach Dormagen.“

Für ASV-Neuzugang Jo Gerrit Genz bedeutet die Partie in Dormagen eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte, wo der Rückraum vor seinem Wechsel zum TuS Nettelstedt-Lübbecke von 2012 bis 2016 im Einsatz war. „Riesig“ sei seine Vorfreude, äußerte sich Genz im Vorfeld der Partie, auch wenn er natürlich viel lieber vor Zuschauern im Sportcenter spielen würde. Personell hat sich die Situation bei den Westfalen während der Pause unwesentlich verändert. Mittelmann Merten Krings steht nach seiner Fingerverletzung vor seinem Comeback beim TSV. Einige Akteure plagen sich mit Blessuren, über deren Einsatz werde aber erst kurzfristig entschieden, stellte Lerscht vor dem Abschlusstraining am Donnerstagmittag fest.

Übertragen wird die Partie vom TSV über SportDeutschland.TV und durch Radiosender Lippe Welle Hamm, Anwurf ist um 19:30 Uhr.

Jo Gerrit Genz spielt von 2012 bis 2016 beim TSV Bayer Dormagen. - Foto: Wegener/ASV

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Achtung, ASV!

Aufgepasst, ASV! „Aus der Abwehr heraus soll der Ball schnell (fast überfallartig) nach vorne getragen werden.“ So steht es auf der Internetseite des TSV Bayer Dormagen geschrieben. Und weiter: „Die Angriffsarbeit ist geprägt durch hohe Laufbereitschaft mit und ohne Ball, gruppen- und mannschaftstaktische Elemente gepaart mit körperlichem Einsatz. Individuelle Fähigkeiten dienen nicht dem Selbstzweck, sondern dem Erfolg der Mannschaft.“

Ein Blick auf die Tabelle macht klar, dass das Konzept in dieser Saison aufgeht. Dormagen ist in bestechender Form, hat die jüngsten drei Partien gewonnen und rangiert mit 16:12 Zählern auf Platz sechs und hat somit nur drei Punkte Rückstand auf den ASV Hamm-Westfalen.

„Mit diesem Punktestand und diesem Tabellenplatz hatte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt gerechnet,“ gab Bayer-Geschäftsführer Björn Barthel im Gespräch mit der Rheinischen Post ehrlich zu. Kein Wunder, denn in der vergangenen Saison sprang „nur“ Platz 13 für den damaligen Aufsteiger heraus.

Dass eine schwierige Aufgabe auf die Westfalen wartet, meint auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler: „Gegen Dormagen gilt es, erneut mit der Mentalität und dem Willen aus der Partie in Nettelstedt zu spielen. Wenn es uns dann auch gelingt, früh die Kontrolle über das Spiel zu erlangen, bin ich guter Dinge. Aber klar ist auch: Es gibt keine einfachen Gegner, wir müssen wieder alles raushauen.“

Dass es in dieser Saison gut läuft, verdankt die Mannschaft von TSV-Trainer Dusko Bilanovic auch den guten Leistungen des Torwarts Sven Bartmann. Der 32-Jährige liegt mit 110 Paraden in der aktuellen Spielzeit auf Platz acht von 52 eingesetzen Torhütern. Dabei hing die Karriere des Dormagener Urgesteins (seit 2013 im Verein) im vergangenen Sommer noch am seidenen Faden. Ein Motorradunfall endete mit einem doppelten Schlüsselbeinbruch sowie neun gebrochenen Rippen. Doch Glück im Unglück, denn bereits am ersten Spieltag war Bartmann schon wieder Teil seiner Mannschaft.

Ebenfalls einen verschärften Blick wert ist Julian Köster. Der gerade einmal 20 Jahre alte linke Rückraumspieler gehört dem „DHB-Elitekader“ an. Außerdem ist er Teil der deutschen U20-Auswahl von Trainer Martin Heuberger, die sich ab dem 2. Januar im benachbaren Warendorf auf das ebenfalls im Januar steigende Vierländerturnier in Portugal vorbereitet. Bereits im Sommer 2019 brillierte Köster im DHB-Trikot und wurde bei der U19-Weltmeisterschaft in Nordmazedonien beim Titelgewinn seines Teams als bester Abwehrspieler der WM ausgezeichnet. (mby)

Dormagen Trainer Dusko Bilanovic macht seine Jungs heiß. – Foto: Heinz J. Zaunbrecher

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Nächster Sieg im Visier

Mit ordentlich Rückenwind geht der ASV Hamm-Westfalen in die Heimpartie gegen den TSV Bayer Dormagen. Während es in der heimischen WESTPRESS arena schon seit Wochen wie am Schnürchen läuft, taten sich die Sieben von Trainer Kay Rothenpieler lange schwer.

Doch am vergangenen Freitag platze der Knoten, nach vier Partien ohne doppelten Punkterfolg landete der ASV beim TuS N-Lübbecke einen hochverdienten 27:22-Sieg. Aber nicht nur das Ergebnis stimmte, sondern auch die Art und Weise wusste durchaus zu gefallen. Mehr Variabilität, mehr Tempo und mehr Spielwitz brachten die Roten in Ostwestfalen auf die Platte, ein Ergebnis der intensiven Trainingsarbeit.

Den Schwung der guten Leistung will Rothenpieler jetzt mit in die Partie gegen Dormagen nehmen: „Wir haben weiter daran gearbeitet, gewisse Bewegungen einzustudieren. Wir wollen noch mehr in die Tiefe gehen und die richtigen Räume treffen. Außerdem feilen wir auch an unserem Tempospiel und wollen die eine oder andere Angriffsvariante schneller Durchbringen.“

Auch Rückraumspieler Sören Südmeier will den Schwung aus der Nettelstedt-Partie mitnehmen: „Gegen Dormagen müssen wir auch wieder unsere offensive Vielseitigkeit auf die Platte bringen. Die Trainingsarbeit lohnt sich, denn so machen wir es im Angriff dem Gegner schwerer.“ Bereits richtig gut steht nach Meinung des 28-Jährigen bereits der Defensivverbund. „Unsere Abwehr ist das Prunkstück. Zusammen mit unseren beiden starken Torhütern sind wir da richtig gut aufgestellt“, so „Südi“.

Ein Besuch in der WESTPRESS arena dürfte sich mit großer Wahrscheinlichkeit lohnen, zumindest wenn man einen Blick in die Historie bemüht. Von sechs Heimspiel gegen die Rheinländer gewannen die Hammer die vergangenen fünf, das jüngste Duell war allerdings eine enge Angelegenheit: Im Mai diesen Jahres entschied der ASV erst dank eines Treffers von Stefan Lex in letzter Sekunde das Kräftemessen für sich. (mby)

Stefan Lex (rechts) und seine Hammer Teamkollegen peilen gegen Dormagen den nächsten Sieg an. – Foto: Henning Wegener

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Kay Rothenpieler im Interview

Am Ende der Saison endet eine Erfolgsära: Kay Rothenpieler wird den ASV Hamm-Westfalen verlassen. Doch bis dahin hat er noch einiges vor, wie er im Interview verrät. Außerdem spricht der 48-Jährige über den Konkurrenzkampf in der Mannschaft und seine Pläne ab Sommer.

War der Sieg in Nettelstedt ein Ergebnis harter Trainingsarbeit?

Wir haben in der Woche sehr konzentriert gearbeitet. Wir wollten unser Angriffsspiel und die Zusammenarbeit mit dem Kreisläufer verbessern. Das hat schon in Lübbecke gut funktioniert. Außerdem haben wir in der Partie von einer hervorragenden Deckung und starken Torhütern profitiert. Die Leistung in Nettelstedt war ein Schritt in die richtige Richtung.

Welchen Fokus hast du in den Übungseinheiten mit Blick auf die Partie gegen Dormagen gelegt?

Wir haben weiter daran gearbeitet, gewisse Abläufe zu automatisieren. Wir wollen noch mehr in die Tiefe gehen und die richtigen Räume treffen. Außerdem feilen wir auch an unserem Tempospiel und wollen die eine oder andere Angriffsvariante schneller Durchbringen.

Was müsst ihr auf die Platte bringen, damit gegen den TSV die nächsten beiden Punkte herausspringen?

Gegen Dormagen gilt es, erneut mit der Mentalität und dem Willen aus der Partie in Nettelstedt zu spielen. Wenn es uns dann auch gelingt, früh die Kontrolle über das Spiel zu erlangen, bin ich guter Dinge. Grundvoraussetzung muss wieder eine stabile Deckung sein. Aber klar ist auch: Es gibt keine einfachen Gegner, wir müssen wieder alles raushauen und ein konzentriertes Spiel machen.

Alle Spieler sind aktuell fit. Wie wirkt sich der verschärfte Konkurrenzkampf auf die Leistung aus?

Es ist immer gut, wenn alle fit sind. Das bringt uns nach vorne. Wir haben mehrere Alternativen, auch mehrere taktische Möglichkeiten und wir können unter wettkampfähnlichen Bedingungen trainieren. Ein gesunder Konkurrenzkampf ist immer förderlich und es bringt uns als Mannschaft weiter.

Wie hältst du die Jungs, die im Augenblick nicht so viel spielen, bei Laune?

Ich denke, die Stimmung ist gut. Jeder Spieler ist wichtig, jeder bekommt seine Möglichkeiten. Die Saison ist lang, deshalb brauchen wir alle Jungs. Die Kader-Atmosphäre ist richtig gut. Es ist auch normal, dass der ein- oder andere Spieler mal mehr oder weniger spielt. Wir haben ein gemeinsames Ziel und da muss jeder seine Qualitäten mit einbringen.

Wovon machst Du es abhängig wer spielt?

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Trainingsleistung, taktische Ausrichtung und ab und zu auch das Gefühl. Wichtig ist, dass jeder Spieler seine Rolle im Team hat. Jeder wird gebraucht, so entsteht keine Unruhe. Wichtig ist auch, dass sich jeder für die Mannschaft und den Erfolg einsetzt.

Seit einigen Wochen ist klar, dass du deinen Vertrag nicht verlängerst. Was waren aus deiner Sicht die Gründe, nach knapp 20 Jahren getrennte Wege zu gehen?

Das Thema ist doch jetzt erledigt und es ist auch nichts Ungewöhnliches, dass Verträge nicht verlängert werden. Die Klarheit ist wichtig. Mein Blick richtet sich jetzt nach vorne. Wir können noch etwas Großes schaffen und darauf konzentriere ich mich.

Wie hat die Mannschaft reagiert, als du das bekannt gegeben hast?

Solche Entscheidungen bringen immer etwas Unruhe, aber wir haben da sehr offen kommuniziert. Jetzt kann ich sagen, dass wir sogar noch enger zusammengerückt sind. Wir haben ein gutes und offenes Verhältnis. Wir wollen das Hier und Jetzt genießen und gut zusammenarbeiten, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen.

In der Rückrunde kommen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte wie Coburg, Essen oder Eisenach in die WESTPRESS arena. Könnte das der Schlüssel sein, um ganz oben anzugreifen?

Es ist immer einfacher zu Hause. Wir haben eine super Stimmung in der WESTPRESS arena und die Zuschauer können uns irrsinnig helfen. Und diesen Heimvorteil können wir vielleicht nutzen. Wir müssen aber insgesamt eine konstant gute Rückserie spielen. Für einen Platz ganz oben in der Tabelle muss alles passen. Wir sind aber stolz, dass wir im Augenblick oben stehen und wollen so lange wie möglich im Rennen um die Spitzenplätze mitmischen.

In gut drei Wochen steht die Partie gegen den VfL Gummersbach in der Dortmunder Westfalenhalle an. Fängt das Kribbeln langsam an?

Noch nicht. Wir haben noch schwere Aufgaben vor der Brust und auf die konzentriere ich mich. Aber wenn ich daran denke ist doch klar, dass ich mich riesig darauf freue. Es wird ein tolles Spiel gegen einen Aufstiegsaspiranten und daher hoffe ich auf eine großartige Kulisse mit überwiegend ASV-Fans!

Was sind deine Pläne ab dem Sommer 2020? Kannst du dir ein Leben ohne den ASV überhaupt vorstellen?

Ja natürlich und es gibt mir die Möglichkeit, mich auf neue Sachen zu konzentrieren. Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit und daher wird der ASV auch immer ein Teil von mir bleiben! Zunächst genieße ich das kommende halbe Jahr und ich werde alles dafür tun, dass es erfolgreich wird. Ab dem Sommer werde ich mich dann auf andere Dinge mehr konzentrieren. Wie sagt man so schön: Wenn eine Tür zu geht, geht woanders wieder eine auf!

Vielen Dank für das Gespräch! (mby)

ASV-Trainer Kay Rothenpieler im Interview – Foto: Marco Wolf

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Siegtreffer Bruchteile vor Schluss

Über einen glücklichen Sieg freuten sich die Anhänger des ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend in der 2. Handball-Bundesliga. Fast mit dem Schlusspfiff erzielte Stefan Lex noch für den Gastgeber vor 1.890 Zuschauern nach 27:28-Rückstand doch noch den Treffer zum 29:28-Sieg gegen einen TSV Dormagen, der dank einer starken Leistung „einen Punkt sicher verdient gehabt hätte“, wie auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler klarstellte.

Von Beginn an hatten die Hausherren, die als zehn Ränge besser platziertes Team favorisiert in die Begegnung des 33. Spieltags gingen, viel Mühe mit dem unbequemen Gast. TSV-Coach Dusko Bilanovic hatte seine Mannschaft ebenso gut eingestellt wie Kay Rothenpieler die Gastgeber, so dass die Abwehrreihen das jeweilige Offensivspiel des Gegners gut unterbanden. Nach fast 28 Minuten stand es gerade einmal 11:11. In den verbleibenden zwei Minuten sahen die Zuschauer allerdings noch fünf Treffer, den letzten davon per Siebenmeter durch Fabian Huesmann nach abgelaufener Spieluhr für den ASV, der damit noch knapp mit 14:13 zur Pause führte. Kay Rothenpieler: „Dormagen hat uns das Leben heute schwer gemacht. Wir konnten sie in der ersten Halbzeit einfach nicht abschütteln. Da haben wir ein, zwei Bälle liegen lassen und einige technische Fehler gehabt. In der zweiten Halbzeit ging es dann irgendwie genauso weiter.“

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Teams weitgehend gleichwertig. Nach einem guten Beginn des ASV und einer 19:16-Führung kämpfte sich Dormagen schnell wieder heran. Gleiches wiederholte sich mehrfach bis zum 26:26-Zwischenstand in der 56. Minute. Plötzlich bot sich den Gästen nach dem Führungstor durch Ian Hüter in der 58. Minute sogar die Chance auf einen Auswärtssieg und zwei dringend benötigte Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach dem Ausgleich durch Sören Südmeier nutzte Bilanovic eine Auszeit, um die Taktik für den möglicherweise finalen Angriff festzulegen. Carl Löftström wurde am Kreis freigespielt und traf 66 Sekunden vor dem Ende zum 27:28. Zumindest ein Punkt schien den Gästen sicher. Nun nahm Rothenpieler seine letzte Auszeit und war sich sofort mit seinen Spielern einig: „Wir wollten unbedingt den Sieg. Wir sind ‚all in‘ und sofort auf den siebten Feldspieler gegangen“, beschrieb Rothenpieler später. Wenige Sekunden nach der Auszeit traf Oliver Milde zum Ausgleich. Nun hatte Dormagen wiederum 47 Sekunden die Chance auf den letzten Wurf. Drei Sekunden vor dem Ende ging der Ball im Angriff verloren – ein schneller Pass von Sören Südmeier auf Stefan Lex und der netzte Bruchteile vor dem Schlusspfiff gegen den starken TSV-Keeper Sven Bartmann zum glücklichen Sieg ein.

„Das ist natürlich bitter für uns. Aber es war nicht nur diese Schlussphase. Wir haben uns insgesamt zwölf technische Fehler geleistet. Heute hat uns Cleverness gefehlt. Ich hoffe, dass diese Punkte uns am Ende nicht fehlen“, bedauerte Dusko Bilanovic, dass sich seine Mannschaft am Ende nicht für die weitgehend gute Leistung belohnte. Rothenpieler: „Es war ein glücklicher Sieg für uns. Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen. Aber wir freuen uns natürlich über diese Punkte, wir haben das ja diese Saison auch schon andersherum erlebt.“

ASV Hamm-Westfalen – TSV Bayer Dormagen 29:28 (14:13)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme, Huesmann (6, 3/3 7m), Milde (4), Fuchs (1), Sohmann (1), Schwabe (2), Lex (2), Südmeier (5), Gudat (3), Pretzewofsky, Papadopoulos (3), von Boenigk (1)

TSV: Bartmann, Broy – Reuland (3), Pyszora, Eggert, Löfström (3), I. Hüter (3), Rebelo (5), Richter (7, 5/5), P. Hüter, Maldonado (3), Stutzke (4)

Schiedsrichter: Thomas Hörath, Timo Hofmann

Zuschauer: 1.890

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ASV empfängt Dormagen

Während der ASV Hamm-Westfalen ohne Druck zum nächsten Heimspiel am Samstag um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena antreten kann, geht es für den TSV Bayer Dormagen sechs Spieltage vor Saisonende um jeden Punkt der 2. Handball-Bundesliga. Am zurückliegenden Doppelspieltag ging die Mannschaft von Trainer Dusko Bilanovic leer aus, allerdings hatten es die Aufgaben beim Spitzenreiter Balingen-Weilstetten und zuhause gegen den TuS Ferndorf auch in sich.

Nach der erwarteten 32:23-Abfuhr beim Ligaersten verpatzte der TSV am Sonntag den Start, nach 30 Spielminuten hatten die Wiesel gerade einmal sieben Tore erzielt, der TuS bereits 16. „Die erste Hälfte haben wir völlig verschlagen. So etwas wird es nie mehr geben“, betonte Bilanovic direkt nach der Partie – der ASV kann sich also auf einen kämpferischen TSV einstellen, der die Punkte in Hamm nicht kampflos hergeben will. Aktuell liegen die Gäste zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz, den der VfL Eintracht Hagen belegt.

„Geschenkt wird einem in dieser Liga sowieso nie etwas. Die Punkte muss man sich jede Woche verdienen“, haben sich die gastgebenden Westfalen für das Duell ebenfalls einiges vorgenommen, wie Kay Rothenpieler betont. Immerhin besteht ja theoretisch auch noch die Möglichkeit, im Kampf um Platz zwei einzugreifen, auch wenn diese Gedankenspiele zumindest für die Spieler des ASV keine Rolle spielen. „Wir konzentrieren uns einfach auf die nächste Aufgabe und schauen auf uns. Wir wollen die Saison bestmöglich beenden“, so Rothenpieler. Personell wird dem ASV-Coach dafür am Samstag voraussichtlich wieder das gesamte Aufgebot zur Verfügung stehen, lediglich hinter dem Einsatz von Kreisläufer Jan Brosch, der wegen Rückenproblemen zuletzt in Wilhelmshaven passen musste, steht noch ein Fragezeichen. Entsprechend mehr Spielanteile werden sich so möglicherweise für Kapitän Jakob Schwabe bieten, der in Wilhelmshaven mit sieben Treffern zu den besten Torschützen des ASV zählte. „Gegen den TSV wird es wichtig sein, dass wir kämpferisch dagegenhalten. Außerdem kommt es natürlich auf unser Umschaltspiel an, das uns ja in der gesamten Rückrunde schon auszeichnet“, erklärt der Kapitän. So wollen die Westfalen nun auch das Hinspielergebnis geraderücken, als der ASV beim Aufsteiger 24:23 unterlag.

Anwurf ist um 19:15 Uhr, Einlass ab 17:45 Uhr. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Wie gewohnt wird die Partie zudem kostenlos per Live-TV und bei Radio Lippe Welle Hamm übertragen.

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Erneut kein Auswärtspunkt

 

In fremder Halle läuft es für den ASV in dieser Spielzeit einfach nicht rund. Auch beim Aufsteiger TSV Bayer Dormagen gingen die Westfalen am Sonntagnachmittag leer aus, am Ende unterlag die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler knapp mit 24:23 (14:11).

Lange mussten sich die mitgereisten Schlachtenbummler gedulden, ehe Markus Fuchs in der 54. Minute durch seinen Treffer zum 19:20 die erste Gästeführung des Abends herstellte. Vorangegangen waren zähe Minuten, denn nach dem 19:19-Ausgleich durch Mex Raguse blieb die Partie sechseinhalb Minuten torlos. Wie in Halbzeit eins, als der ASV mehrfach an Latte- und Pfosten scheiterte, fehlte es an Wurfglück. Da aber auch ASV-Torwart Felix Storbeck sein Gehäuse vernagelte, legte der ASV doch noch erstmalig vor.

Aber die Hausherren blieben vor 1.300 hartnäckig, witterten die Chance auf den ersten Punktgewinn seit fast genau einem Monat. So blieb es hochspannend, etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende glich Tim Wieling die zuvor durch die Hammer Jan von Boenigk und Vyron Papadopoulos erzielte Gästeführung wieder aus. Dann schlug die große Stunde von TSV-Torwart Sven Bartmann. Zunächst wehrte er zwei ASV-Würfe ab, dann reagierte er blitzschnell und traf das leere ASV-Tor – auch der schnell heraneilende zuvor wegen eine Unterzahl ausgetauschte Felix Storbeck war machtlos.

Mit dem schnell folgenden Fehlpass von Raguse war das Spiel wieder zu Gunsten der Hausherren gekippt. Als dann noch Papadopoulos 80 Sekunden vor dem Ende von der Siebenmeterlinie scheiterte, war das Schicksal der Gäste an diesem Abend besiegelt. Eloy Morante Maldonadao erhöhte zehn Sekunden vor Schluss mit seinem einzigen Tor der Partie auf 24:22, das Treffer von Jan von Boenigk mit dem Schlusspfiff hatte keine Bedeutung mehr für die Punktevergabe, die vierte Auswärtsniederlage der Saison stand für den ASV bereits fest.

TSV Bayer Dormagen – ASV Hamm-Westfalen 24:23 (14:11)

TSV: Rozsavolgyi, Boieck, Bartmann (1) – Reuland (3), Pyszora, Eggert (1), Löfström (4), Huter, Rebelo (2), Richter, Hüter, Janieniak, Morante Maldonado (1), Stutzke (6), Wieling (6/3)

ASV: Storbeck, Krechel – Blohme (2), Huesmann (3), Milde, Brosch (3), Fuchs (2), Raguse (1), Sohmann (3/2), Schwabe, Lex (2), Südmeier, Gudat, Papadoulos (5/3), von Boenigk (2)

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch, Darnel Jansen

Zuschauer: 1.286

Zum TV-Livemitschnitt geht es hier (Sportdeutschland.TV).

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem ASV und dem TSV gab es im Mai 2016 - hier mit Lukas Blohme im Angriff. Damals siegte der ASV 29:23. - Foto: Wegener