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ASV-Hamm Westfalen

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Verkorster Spielstart kostet Zählbares

Nach scheinbar aussichtslosem Rückstand hat sich der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend noch in die Reichweite eines Punktgewinns gekämpft, am Ende unterlagen die Gäste aber beim favorisierten TuSEM Essen im Westderby knapp mit 29:26 (17:8).

Noch in der 48. Minute lagen die Gastgeber vor gut knapp 1.600 Zuschauern in der Sporthalle Am Hallo deutlich mit 25:17 vorne, eine Führung, die seit der 17. Spielminute und dem 11:1-Zwischenstand mehr oder weniger Bestand gehabt hatte. Doch in den folgenden vier Minuten agierte die Offensive der Westfalen treffsicher, zudem war Torwart Vladi Bozic ein sicherer Rückhalt. Auch der zwischenzeitliche Treffer von Essens Lucas Firnhaber aus dem Rückraum zum 26:20 (53.) ebenso wie das Zurückwechseln des Essener Stammpersonals durch TuSEM-Trainer Jamal Naji stoppte die Gäste, die zudem deutlich häufiger in Unterzahl agierten mussten als der Favorit, nicht. Dani Baijens, Alexander Reimann und Alexander Engelhardt sorgten durch ihre Tore zum 26:23 viereinhalb Minuten für Hoffnungen bei den zahlreich mitgereisten ASV-Fans.

Anschließend warfen die Gäste auch taktisch alles in die Waagschale, verteidigen in Manndeckung über das gesamte Feld. Somit war die Schlussphase an Dramatik kaum zu überbieten, Dani Baijens verkürzte 32 Sekunden vor dem Ende zum 28:26, einen weiteren Ballgewinn nutzte der ASV aber dann nicht. Somit konnte Lukas Becher, mit Toren erfolgreichster Werfer des Abends, den Favoriten mit seinem Tor zum 29:26 erlösen, der Erstligaabsteiger sicherte sich am Ende unerwartet hart erkämpfte zwei Zähler gegen den ASV.

Und der konnte zumindest jede Menge Selbstvertrauen mit auf den Heimweg nehmen, da nach einem völlig verkorksten Spielstart noch so eine Aufholjagd gelang. In der Anfangsviertelstunde nutzten die Gäste beste Chancen nicht, weder frei aus dem Nahbereich noch per Siebenmeter gelangen anfangs Tore – somit stand es schnell 4:0 für Essen. Erst in der achten Minute traf Engelhardt erstmalig für den ASV. Auch eine Auszeit in der elften Minute brachte keine Besserung. Bis zur 18. Minute blieb es aber völlig einseitig, zur Abschlussschwäche gesellten sich einige Lücken in der Deckung, wo der verletzte Jan Brosch schmerzlich vermisst wurde. Erst nach der frühen zweiten Auszeit von Michael Lerscht agierten die Gäste sicherer. In der Folge verlief die Partie bis zur Pause ausgeglichen mit 7:7 Toren. Und auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie auf Augenhöhe, allerdings mit großer Hypothek seitens der Westfalen. Somit war es am Ende so, wie ASV-Trainer Michael Lerscht im Vorfeld der Partie angekündigt hatte: Man dürfe sich keine längeren Schwächephasen leisten, da Essen diese konsequent bestraft.

Am Sonntag, 25. September, tritt der ASV dann zu seinem dritten Saisonspiel wieder in eigener Halle an. Gegner ist dann um 17 Uhr EHV Aue.

TuSEM Essen – ASV Hamm-Westfalen 29:26 (17:8)

TuSEM: Bliss, Diedrich – Beyer, Glatthard, Rozman (2), Dangers (1), Homscheid, Becher (9), Ignatow, Szcezsny (1), Bergner, Müller (2), Firnhaber (3), Seidel, Morante Maldonado (5), Klingler (6/2)

ASV: Storbeck, Bozic – Genz (3), Huesmann (6/6), Fuchs, Reimann (1), Engelhardt (4), Kooij (1), Südmeier (2), Pretzewofsky (2), Orlowski (1), Moussa, Baijens (6), Mikita, von Boenigk, Wieling (1)

Schiedsrichter: Marvin Cesnik, Jonas Konrad

Zuschauer: 1.573

Zeitstrafen: TuSEM 8 min, ASV 14 min

ASV-Hamm Westfalen

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Westderby am Freitag um 19:30 Uhr

Die erste Auswärtsaufgabe der neuen Saison zählt für den ASV Hamm-Westfalen gleich zu den schwierigsten, die es in der 2. Handball-Bundesliga zu lösen gilt. Denn zum Westderby am Freitagabend um 19:30 Uhr tritt die Mannschaft von Michael Lerscht beim Erstligaabsteiger TuSEM Essen als Außenseiter an.

„Das ist ein Spiel, auf das man sich einfach nur freuen darf“, betonte Lerscht vor dem Abschlusstraining am Donnerstagnachmittag. „Essen ist eines der Topteams mit einem tollen Publikum im Rücken. Wir haben nichts zu verlieren“, stellte der ASV-Coach die Rollenverteilung klar. Beide Teams sind mit Siegen in die neue Spielzeit gestartet, der ASV zuhause gegen Dormagen und Essen beim EHV Aue. Lerscht: „Zum Auftakt auswärts in Aue ist schon eine hohe Hürde, die man erstmal nehmen muss. Der TuSEM verfügt über große Qualität und bestraft Schwächeperioden des Gegners konsequent.“ Es werde also darauf ankommen, von der ersten bis zur letzten Sekunden konzentriert, konsequent und vor allem konstant zu agieren. Lerscht: „Wir hatten gute Phasen gegen Dormagen. Daran wollen wir in Essen anknüpfen.“

Voraussichtlich noch fehlen wir Kreisläufer Jan Brosch, der gegen Dormagen noch vor der Pause verletzt vom Feld musste. Immerhin hat sich die Knieblessur als weniger schlimm herausgestellt, als zunächst befürchtet. Möglicherweise kommt der 2,05-Meter-Hüne gegen Aue wieder zum Einsatz. „Das müssen wir alles abwarten. Aber das waren nach dem ersten Eindruck sehr gute Nachrichten“, atmete nicht nur Michael Lerscht nach der weiteren Diagnostik unter der Woche auf. Aufrücken wird dafür in Essen Lars Kooij. Der Kreisläufer der Drittligamannschaft hatte die Vorbereitung komplett mit den Profis absolviert.

Wie gewohnt wird die Partie vom Heimverein über SportDeutschland.TV live und kostenlos übertragen:

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ASV-Hamm Westfalen

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Sieg in Minden

Ein erstes sportliches Ausrufezeichen hat der ASV Hamm-Westfalen in der laufenden Vorbereitung auf die am 2. Oktober beginnende neue Saison der 2. Handball-Bundesliga gesetzt. Nachdem die Westfalen am Samstag beim neuen Erstligisten TuSEM Essen noch knapp mit 25:29 unterlag, gelang am Mittwochabend bei dem ebenfalls klassenhöheren TSV GWD Minden ein 27:28-Sieg (13:14).

Man habe viel investiert, stellte Trainer Michael Lerscht nach der Partie fest. „Im Finale haben wir uns dafür belohnt“, so der neue Coach der Westfalen weiter. Genau in dieser Hinsicht unterschied sich die Partie ein wenig von den vorherigen Begegnungen. So machte sich auch das Offensivtraining, dass nun seit einigen Trainingstagen besonders im Fokus des Trainerstabes ist, bereits bemerkbar. So sah Lerscht ein „bewegliches Angriffsspiel“, vor allem die Zielstrebigkeit im Gegenstoßverhalten stellte den Trainer zufrieden.

Test am Samstag um 16 Uhr im Live-TV

Am Samstag steht der nächste Test an, in der Westpress-Arena wird Drittligist Longericher SC zu Gast sein. Anwurf ist um 16 Uhr, die Partie wird live vom ASV über den YouTube-Kanal übertragen. Zuschauer sind gegen Longerich noch nicht in der Arena. Bei den abschließenden beiden Heimtests am Mittwoch, 16. September, gegen den TBV Lemgo und am Freitag, 25. September, gegen Drittligist VfL Eintracht Hagen wird das anders aussehen.

Gegen Lemgo und Hagen vor Zuschauern

Für die beiden Testspiel hat der ASV seitens des zuständigen Amtes nun grünes Licht für bis zu 300 Zuschauer bekommen. „Das gibt uns die wichtige Gelegenheit, unsere Abläufe hinsichtlich der erforderlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen durchzuspielen“, ist ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers froh, für die beiden Tests nun Planungssicherheit zu haben. Karten gibt es ab sofort in der ASV-Geschäftsstelle oder auf Anfrage per E-Mail an . Es gibt nur Sitzplatzkarten zum Preis von fünf Euro, die Karten müssen personalisiert werden. Wer es nicht in die Arena schafft, kann auch die beiden Partien gegen Lemgo und Hagen über den ASV-YouTube-Kanal verfolgen.

Testspiele in der Übersicht

  • Fr., 28.08:  ASV Hamm-Westfalen – Bergischer HC 23:29
  • Sa., 29.08.: TuS Ferndorf – ASV Hamm-Westfalen 30:23
  • Fr., 04.09: ASV Hamm-Westfalen – Eintracht Hildesheim 24:23
  • Sa., 05.09.: TuSEM Essen – ASV Hamm-Westfalen 29:25
  • Mi., 09.09.: GWD Minden – ASV Hamm-Westfalen 27:28
  • Sa., 12.09. 16:00 Uhr ASV Hamm-Westfalen – Longericher SC
    (WESTPRESS arena, kein Einlass; LIVE IM TV)
  • Mi., 16.09. 19:00 Uhr ASV Hamm-Westfalen – TBV Lemgo
    (WESTPRESS arena, nur Vorverkauf in der ASV-Geschäftsstelle, Einlass 18 Uhr; LIVE IM TV)
  • Sa., 19.09. 16:00 Uhr HSG Nordhorn-Lingen – ASV Hamm-Westfalen
    (Infos zum Spielort und zum Einlass von Zuschauern folgen)
  • Fr., 25.09. 19:15 Uhr ASV Hamm-Westfalen – VfL Eintracht Hagen
    (WESTPRESS arena, nur Vorverkauf in der ASV-Geschäftsstelle, Einlass 18 Uhr; LIVE IM TV)
Jan von Boenigk feierte mit dem ASV einen Testspielsieg beim TSV GWD Minden. - Foto: Wegener
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Essen-Spiel verschoben

„Aufgrund des Ministerialerlasses des Landes Nordrhein-Westfalen vom Dienstag werden alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern nicht stattfinden. Nach einem ausführlichen Dialog mit der Stadt Hamm werden Durchführungsbestimmungen erarbeitet, die wir derzeit prüfen und die dann auch in der Folge für weitere Spiele gültig sein werden“, so ASV-Geschäftsführer Franz Dressel.

Dressel weiter: „Da aufgrund der über 2300 verkauften Karten wir nicht daraus 1000 Zuschauer auswählen können, haben wir uns entschlossen, nach dem Gleichheitsprinzip das Spiel gegen TUSEM Essen am Samstag nicht stattfinden zu lassen. Wir werden das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, daher behalten die Karten auch ihre Gültigkeit.

Wie wir mit den nächsten Heimspielen verfahren werden, kann heute noch nicht genau gesagt werden, da am kommenden Montag in Köln eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit allen Handball Erst- und Zweitligaklubs stattfinden wird, um eine einheitliche Regelung bis zum Saisonende zu erarbeiten. Das Ziel aller Vereine dürfte sein, die Saison bis zum letzten Spieltag zu Ende zu spielen.“ (mby)

Die WESTPRESS arena bleibt dicht, die Partie gegen Essen ist verschoben. – Foto: Kaufmann

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Rimpar: Aus der Scheune in die 2. Liga

Etwas untypisch für Wölfe ist die erste Spielstätte der DJK Rimpar: In einer Pfarrscheune machte der Verein 1951 die ersten Schritte in Sachen Handball. Zwei Jahre später wurde der Spielbetrieb aufgenommen und ein weiteres Jahr später stand der Umzug in eine neu errichtete Schulturnhalle an. Knappe 70 Jahre später hat sich aus der einstigen „Scheunenmannschaft“ ein etabliertes Zweitligateam entwickelt. Und am Sonntag, 20. Oktober, treten die Wölfe ab 17 Uhr beim ASV Hamm-Westfalen an.

Die Gäste starteten gut in die Saison, mussten aber am vergangenen Wochenende eine etwas überraschende 23:26-Pleite gegen die SG BBM Bietigheim hinnehmen. Nach acht Partien hat die Mannschaft von Rimpar-Trainer Ceven Klatt mit 11:5 Punkten aber immer noch Tuchfühlung zur Tabellenspitze.

Deshalb warnt auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler: „Bislang hat es Rimpar gut gemacht. Die Mannschaft ist schon lange zusammen, deshalb zeichnet sie gute Abläufe aus. Außerdem verfügen sie über eine aggressive Deckung und haben in Max Brustmann einen hervorragenden Torwart.“

Bekanntester Spieler des kommenden Gegners ist sicherlich Benjamin Herth. Der zentrale Rückraumspieler bestritt 233 Bundesligaspiele für die HBW Balingen-Weilstetten (199 Partien) und den TBV Lemgo (34). Dabei gelangen dem 34-Jährigen beachtliche 933 Tore. Seine Treffsicherheit brachten dem Routinier auch fünf Länderspiele ein. Auch wenn die aktuelle Ausbeute noch ausbaufähig ist – in acht Partien traf er sechs Mal – weiß Rothenpieler um seine Stärken: „Benjamin Herth kenne ich schon sehr lange. Er ist ein starker Spieler mit einer Menge Erstligaerfahrung.“ (mby)

Foto: Henning Wegener

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Wolfsrudel fällt in Hamm ein

„In Europa kehrt der Wolf in alte Lebensräume zurück, in denen er seit fast 180 Jahren ausgestorben war. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es seit einigen Jahren wieder vereinzelte Hinweise auf durchziehende Wölfe“, berichtet das NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und verkündet weiter: „Das Umweltministerium NRW hat in den betreffenden Landschaftsräumen sogenannte ‚Wolfsgebiete‘ in Nordrhein-Westfalen ausgewiesen.“

Am Sonntag, 20. Oktober, wird auch Hamm ab 17 Uhr für rund zwei Stunden zu einem Wolfsgebiet, denn gleich ein ganzes Rudel aus dem unterfränkischen Rimpar soll sich dem Vernehmen nach auf den Weg machen, um auf einen Beutezug zu gehen. Das Ziel: Zwei Punkte.

Doch Kay Rothenpieler, Trainer des ASV Hamm-Westfalen, will sich von den hungrigen Raubtieren nicht beeindrucken lassen und setzt auf standhafte Gegenwehr seiner Mannschaft: „Wir müssen effektiver spielen“, meint der gebürtige Hammer mit Blick auf die schwache Angriffsleistung seines Teams bei der 21:28-Niederlage in Essen. „Wir hatten zu viele Ausfälle, auch von der Bank kamen keine Impulse.“

Vor allem „mehr Konstanz“ verlangt der 48-Jährige: „Wir brauchen einen gewissen Standard. Jeder Einzelne muss seine Form abrufen. Es ist nicht möglich, immer überragend zu spielen, aber ein gewisser Level muss da sein.“ Gegen Rimpar kommt es laut Rothenpieler darauf an, den Rhythmus zu finden: „Wir wollen unbedingt gewinnen, müssen dafür flüssige Angriffe mit voller Konzentration fahren.“ Damit die Wölfe zumindest in Hamm keinen Schaden anrichten. (mby)

Foto: Henning Wegener

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ASV verliert Spitzenspiel in Essen

Das mit Spannung erwartete Topspiel zwischen dem Spitzenreiter ASV Hamm-Westfalen und dem drittplatzierten TUSEM Essen war lange ausgeglichen, doch zum Ende wurde es deutlich:  Der ASV kassierte vor 2578 Zuschauern in der Sporthalle „Am Hallo“ eine 21:28 (11:12)-Niederlage und muss die Tabellenführung nach der Niederlage im Derby nach nur einer Woche wieder abgeben. Dafür maßgeblich verantwortlich TUSEMs Torwart Fredrik Genz, der einen Sahnetag erwischte und die Hammer zur Verzweiflung trieb.

Gleich zu Beginn lief die Partie so, wie es viele erwartet hatten. Die beiden Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, kein Team vermochte sich abzusetzen. In der achten Minute dann die erste Führung für die Gäste: Oliver Milde markierte das 3:4. Besonders sehenswert war das 4:5, Marten Franke (10.) hämmerte den Ball wuchtig ins rechte Eck. Dem in nichts nach stand Felix Storbeck, der gegen den durchgebrochenen Carsten Ridder mit einem sehenswerten Reflex parierte. Da ließ sich auch Fabian Huesmann (14.) nicht lumpen und vernaschte Essens Schlussmann Genz zum 6:7.

Es war eine starke Phase der Gäste, die nach 15 Minuten auf 6:8 davonzogen. Beim Stand von 8:8 nahm Rothenpieler die erste Auszeit. Das sollte sich lohnen, denn im Anschluss traf Markus Fuchs zum 8:9 (22.) und ließ zum 9:10 (25.) einen Schuss der Marke „Fackel“ los. Auch zum Pausenstand von 12:11 aus ASV-Sicht war der linke Rückraumspieler mit der Kojak-Frisur erfolgreich.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren die Hammer nicht ganz auf der Höhe, Essen zog nicht einmal nach zwei Minuten auf 14:11 davon. Jan von Boenigk (33.) war für den Premierentreffer in der zweiten Hälfte zuständig. Zwei Tore von Jan Brosch (36./37.) sorgten zunächst dafür, dass der ASV weiter auf Tuchfühlung blieb (15:14).

Doch in den nächsten Minuten zogen die Hausherren erneut davon, insbesondere der herausragende TUSEM-Torhüter Genz ließ die ASV-Offensive zeitweise verzweifeln. Bereits 17 Minuten vor dem Ende nahm Rothenpieler beim Stand von 20:14 die letzte Auszeit. Doch die Wende blieb aus. Essen hielt die Konzentration hoch, war im Angriff weiter griffig und provozierte aus einer massiven Defensive einige Fehler der Westfalen, die mit der zweiten Niederlage in dieser Saison die Heimreise nach Hamm antraten. (mby)

Foto: Henning Wegener

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Hamm tritt in Essen zum Spitzenspiel an

Es ist das Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga: Der Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen tritt am Freitag, 11.10.2019, ab 19.30 Uhr beim Tabellendritten TUSEM Essen an. Im Ruhrgebietsduell geht es also um die Frage: Kann Essen – wie bereits zuvor – wieder an den Hammer vorbeiziehen oder behaupteten sich die Westfalen an der Spitze?

Der Blick auf die jüngsten Partien spricht zumindest für den ASV: Die Sieben von Trainer Kay Rothenpieler fuhren ein souveränes 31:24 gegen den VfL Lübeck-Schwartau ein. Schon im Anschluss an den Heimsieg blickte Rothenpieler Richtung Zukunft: „Es kommen jetzt harte Wochen, es entscheidet sich, ob wir uns da oben festigen können.“

Für einen gelungenen Auftakt am Freitag wird dafür laut des 48-Jährigen entscheidend sein, dass seine Mannschaft „alles auf die Platte bringt“: „Nur dann haben wir eine Chance. Essen hat eine gute Deckung und verfügt über viel Klasse, auch individuell. Da wird einiges auf uns zukommen, deshalb müssen auch wir stabil in der Defensive stehen.“

Bei den Hausherren lief es letzten Wochenende nicht rund, sie kassierten eine 26:30-Pleite beim ThSV Eisenach. „Wir haben die Emotionalität und Aggressivität von Eisenach nicht mitgehen können. Unter’m Strich muss man festhalten, dass Eisenach verdient gewonnen hat “, äußerte sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert auf der Vereinshomepage zu der Leistung seiner Mannschaft. Doch große Auswirkung wird das Negativerlebnis in Eisenach, wo auch der ASV eine Pleite kassierte, nicht haben, glaubt zumindest Rothenpieler: „Wir haben gesehen, dass man dort verlieren kann. Die Essener wird das nicht beeinträchtigen, denn sie spielen dennoch eine hervorragende Saison.“

Ein Blick auf die Statistik macht klar, dass es beim Spiel Essen gegen Hamm immer eng zuging. 14 Mal duellierten sich die Mannschaften aus dem „Pott“, vier Siege fuhr TUSEM ein. Die Nase vorn haben die „Roten“ mit fünf Siegen, demzufolge endeten weitere fünf Kräftemessen mit einem Unentschieden. Beim Torverhältnis liegt die langjährige Bundesligamannschaft mit 400:392 knapp in Front. „Die Spiele in Essen waren immer knapp, wir werden aber natürlich alles dafür tun, dass wir mit einem Sieg im Gepäck die Heimreise nach Hamm antreten“, sagt Rothenpieler und meint weiter: „Ich erwarte ein heißes und leidenschaftliches Derby.“ (mby)

Foto: Henning Wegener

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Emotionaler Abend

Genau 2.150 Handballfans sorgten am Samstagabend für eine würdige Kulisse in der WESTPRESS arena beim letzten Heimspiel des ASV Hamm-Westfalen in der Saison 2018/2019 und beim Abschied von Lars Gudat sowie der ebenfalls scheidenden Akteure Lukas Blohme, Vincent Sohmann und Kim Voss-Vels. Dabei geriet das 32:32, mit dem das Westderby gegen den TuSEM Essen leistungsgerecht endete, zumindest kurzzeitig zur Nebensache.

Schon vor dem Beginn der Partie war jedem Besucher in der gut gefüllten Heimspielstätte der Westfalen klar, dass es ein besondere Abend werden sollte. Zwar nicht unbedingt aus sportlicher Sicht, da der ASV seinen gerade erst eroberten dritten Tabellenplatz wegen des gleichzeitigen Sieges des HSC Coburg durch den Punktverlust gegen Essen wieder einbüßte. Aber mit ihrer aufwändig vorbereiteten Choreographie zu Ehren des westfälischen Dauerbrenners Lars Gudat, der seit zwölf Jahren die Außenbahn des ASV bearbeitete, sorgten die Fans schon vor dem Anpfiff für ganz besondere Momente, die nach dem Abpfiff ihre Fortsetzung finden sollte.

Trainer Kay Rothenpieler stellte mit seiner Anfangsformation klar, dass zunächst einmal der Sport im Vordergrund stehen sollte und auch die zwei Punkte fest im Visier der Gastgeber waren. So setzte Rothenpieler, der erneut nur auf Rückraumshooter Oliver Milde verzichten musste, auf die zuletzt bewährte Formation. Einzig Sören Südmeier, der zuletzt noch leicht angeschlagen war, blieb anfänglich draußen. Doch die Anfangsformation stach nicht, die Gäste waren wacher und gingen schnell mit 1:4 in Führung. Erst in der Folge agierten die Gastgeber, die Kay Rothenpieler während einer frühen Auszeit neu einstellte, sicherer. In der 13. Minute glich Kreisläufer Jan Brosch erstmalig aus Sicht der Gastgeber aus. Anschließend blieb die Partie völlig offen. Vier Sekunden vor dem Ende der Halbzeit traf Markus Fuchs zur knappen 15:14-Führung.

Im zweiten Abschnitt blieb es bis zum 21:21 in der 38. Minute völlig ausgeglichen. Durch Stefan Lex und Fabian Huesmann ging der ASV anschließend erstmalig in dieser Halbzeit mit zwei Treffern in Führung. Aber Essen glich ähnlich wie später nach der 27:25-Führung (49. Minute) wieder aus. Immer wieder legte der ASV vor, konnte sich aber nicht absetzen. So legte in der 56. Minute Essen durch Toptorschütze Lucas Firnhaber vor, der insgesamt in der Partie acht Tore erzielte. Stefan Lex glich erneut aus. Ihren letzten Angriff spielten die Gäste dann sehr clever – unterbrochen durch eine Auszeit von Jaron Sievert – extrem lange und ungeahndet von den ansonsten sehr unauffälligen Unparteiischen Sebastian und Matthias Klinke. 15 Sekunden vor dem Ende warf Tim Zechel TuSEM in Führung. Nun ging es für den ASV nur noch um einen Punktgewinn. Und den sollte Fabian Huesmann per Siebenmeter nach abgelaufener Spielzeit sichern. Zuvor war wieder einmal Jan Brosch beim Torwurf gefoult worden.

„Beide Mannschaften haben heute auch in dieser Phase der Saison noch ein Torspektakel abgeliefert, die Zuschauer sind sicher auf ihre Kosten gekommen“, war TuSEMS Trainer Jaron Sievert trotz der verlorenen Führung mit der Punkteteilung nicht unzufrieden. „Insgesamt gesehen ist das sicher ein Ergebnis, das zum Spielverlauf und den Leistungen passt“, so der Coach weiter. Dies sah auch Kay Rothenpieler so, der „ein sehr gutes und intensives Spiel“ sah. Die Punkteteilung sei verdient, meinte der Trainer und Sportliche Leiter des ASV, der schon vor dem Abschluss der Saison am nächsten Samstag in Lübeck von einer insgesamt „hervorragenden Rückrunde sprach“. Rothenpieler: „Und für Lars Gudat war das heute ein besonderer Abschied vom Heimpublikum. Ich habe ihn damals als 18-Jährigen zum ASV geholt. Und in den zwölf Jahren hat er hier immer alles für den ASV gegeben. Er war vielleicht nicht der Außen, der sich durch Leger oder Dreher in den Vordergrund gespielt hat. Aber war immer ein herausragender Kämpfer und ein Vorbild und er hat immer alles für uns gegeben.“ Lars Gudat: „Mit einem Derby aufzuhören und so ein dramatisches Spiel zu erleben, ist ein perfekter Abschluss. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, das waren ganz tolle Jahre hier beim ASV. Aber ich freue mich jetzt auch auf meine neuen Aufgaben.“

Zum Live-TV-Mitschnitt (Handball-Deutschland.TV) mit Abschiedszeremonie und Interviews nach dem Spiel.

ASV Hamm-Westfalen – TuSEM Essen 32:32 (15:14)

ASV: Storbeck, Krechel – Blohme (2), Huesmann (5/3), Brosch (5), Fuchs (6), Spiekermann, Sohmann, Schwabe (1), Lex (4), Südmeier (1), Gudat (1), Pretzewofsky, Papadopoulos (3), von Boenigk (4)

TuSEM: Bliss, Borchert – Beyer (4/2), Witzke (4), Akakpo (1), Sczesny (6), Müller (3), Firnhaber (8), Klingler, Skroblien (2/1), Ingenpass, Zechel (4)

Schiedsrichter: Sebastian und Matthias Klinke

Zuschauer: 2.150

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Finaler Heimauftritt des ASV

Wie ernst die Handballer des ASV Hamm-Westfalen es mit dem sportlich bedingt bedeutsamen dritten Platz der 2. Handball-Bundesliga meinen, hat die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler mit dem jüngsten Sieg bei Tabellennachbar HSC Coburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun gilt es für die Westfalen, diese Leistung am Samstag im Westderby gegen den TuSEM Essen in eigener Halle zu bestätigen.

„Wir wollen die Saison bestmöglich beenden und uns auf diese Weise bei unseren Zuschauern für die tolle Unterstützung in der gesamten Spielzeit bedanken“, stellte Kay Rothenpieler mit Blick auf das Duell am Samstag klar, das wie alle Partien des Spieltags bereits um 18 Uhr angepfiffen wird. Auch unabhängig vom Sportlichen dürfen sich die Fans des ASV auf einen erneut besonderen Abend in der WESTPRESS arena freuen. Denn am Samstag werden vier Spieler verabschiedet – und vor allem bei einem dürfte es dabei sehr emotional zugehen. So wird Lars Gudat, der aktuell Dienstälteste im Trikot der Westfalen, nach zwölf Jahren beim ASV seine Profilaufbahn beenden. „Das wird extrem emotional“, wird das Kribbeln auch bei dem 29-Jährigen täglich größer, wie Lars Gudat unter der Woche versicherte. Ebenfalls verabschiedet werden zudem Lukas Blohme (VfL Gummersbach) und Kim Voss-Fels (VfL Eintracht Hagen) sowie Vincent Sohmann, der unter der Woche einen Auflösungsvertrag unterschrieben hat und damit den ASV vorzeitig verlassen wird. „Das war ein sehr offenes und gutes Gespräch. Wir haben uns in beiderseitigem Interesse auf eine Vertragsaufhebung zum 30. Juni 2019 geeinigt“, berichtete ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. „Wir wünschen Vincent auf seinem weiteren Weg alles Gute ebenso wie natürlich allen anderen Akteuren, die uns verlassen.“

Ebenfalls ab Sommer nicht mehr für den ASV tätig sein wird zudem Fynn Holpert, der nach drei Jahren als Sponsorenbetreuer für die Westfalen nun verschiedene Geschäftsführer-Tätigkeiten aufnehmen wird. Franz Dressel: „Das ist natürlich sehr schade, aber aus seiner Sicht auch absolut nachvollziehbar. Fynn Holpert hat einen sehr, sehr guten Job bei uns gemacht.“ So habe der ehemalige Geschäftsführer des TBV Lemgo und der SG Flensburg-Handewitt beim ASV stark die Markenbildung vorangebracht und auch überregional Sponsoren für die Westfalen interessiert, betonte Franz Dressel.

Im Anschluss an die Partie, die wie gewohnt von Handball-Deutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm live übertragen wird, findet außerdem erstmalig eine große Saisonabschlussparty der Profis und Amateure des ASV Hamm-Westfalen im Foyer der WESTPRESS arena statt. Zum letzten Spieltag der Saison reist der ASV dann am Samstag, 8. Juni, zum VfL Lübeck-Schwartau.