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ASV-Hamm Westfalen

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25:24-Auftaktsieg gegen TVE

Einen erfolgreichen Start in die neue Saison hat der ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend durch einen 25:24-Sieg in der WESTPRESS arena gegen den TV Emsdetten gefeiert. In der erwartet emotional und physisch geführten Partie waren es Mittelmann Sören Südmeier und Torwart Felix Storbeck, die der ohne Zuschauer ausgetragenen Partie aus Sicht des ASV ihren Stempel aufdrückten.

Südmeier war es auch, der mit seinem Tor nach 43 Sekunden nicht nur den ersten Treffer des Spiels, sondern in der 2. Liga insgesamt in dieser Saison erzielte. Denn mit einer Viertelstunde Vorsprung begann in Hamm die erste Ligapartie überhaupt in dieser Saison. Und das, nachdem der Mittelmann mehrere Wochen der Vorbereitung wegen einer Schulterverletzung verpasste und erst vor einer Woche sein Comeback im abschließenden Test gegen den VfL Eintracht Hagen absolvierte.

Bis zum 3:3 blieb das Derby, die von den Spielen beider Teams sehr konzentriert und engagiert begonnen wurde, ausgeglichen. Dann legte der ASV durch Tore von David Spiekermann, Fabian Huesmann und Jan Pretzewofsky auf 6:3 vor. Zwischenzeitlich entschärfte Felix Storbeck einen Siebenmeter von Dirk Holzner. Die Drei-Tore-Führung aus Sicht des ASV, bei dem neben Merten Krings (gebrochener Daumen) auch noch Marian Orlowski (Rückenprobleme) und Marten Franke (Muskelverletzung) passen mussten, blieb bis zum 10:7 in der 22. Minute bestehen.

Aber dann kämpften sich die Gäste wieder heran, Sören Kress verkürzte gut sechs Minuten vor der Pause auf 11:10, wenig später bot sich dem TVE sogar die Chance auf den Ausgleich, der aber nicht gelang. Der Lohn einer bis dahin guten Leistung der Gastgeber schien zur Pause aber akut gefährdet. Dann wurde es turbulent. Nach dem 13:11 durch Jan von Boenigk, der nach seiner Außenbandverletzung aus dem Test gegen Lemgo ein gelungenes Comeback feierte, eroberte sich der ASV erneut den Ball. Wieder marschierte von Boenigk Richtung TVE-Tor – und wurde von Tomas Urban unsanft gestoppt. Die Unparteiischen waren sich schnell einig und disqualifizierten Urban. Die folgende Überzahl nutzten die Gastgeber, um sich bis zur Pause sogar noch eine 15:11-Führung zu erspielen.

Gäste kämpften sich noch einmal zurück

Im zweiten Abschnitt knüpfte die Mannschaft vom neuen Trainer Michael Lerscht an die Phase nahtlos an und erhöhte auf 16:11. Der ASV hatte die Partie im Griff und erspielte sich bis zur 41. Minute eine 20:13-Führung. Die Gäste riskierten nun alles, warfen emotional und kämpferisch alles in die Waagschale. Alvis Jurdisz nutzten mehrere Aufmerksamkeiten in der ASV-Abwehr, auf einmal verkürzte Sören Kress auf 22:21 (51. Minute). Zudem lief TVE-Torwart Konstantin Mader zu Hochform auf, parierte in Serie Würfe der Gastgeber. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Anders als im ersten Abschnitt gelang Marcel Schliedermann in der 54. Minute sogar der 22:22-Ausgleich. Die TVE-Abwehr zwang den ASV in das Zeitspiel und am Ende zum schwierigen Wurf. Den Gäste bot sich auf einem die Chance zur Führung. TVE-Coach Aaron Ziercke nahm nun seine letzte Auszeit.

Aber der ASV hatte erneut die Trümpfe in der Hand: Torwart Felix Storbeck und Sören Südmeier, der Nervenstärke bewies und den ASV per Doppelschlag in der 57. und 58. Minute wieder mit 24:22 in Führung warf. Den erneuten Anschlusstreffer durch Dirk Holzner konterte Huesmann mit seinem Siebenmetertreffer zum 25:23 genau 43 Sekunden vor dem Ende – die Entscheidung war gefallen, auch wenn Julian Damm mit seinem Tor wenige Augenblicke vor dem Ende den Schlusspunkt setzte.

ASV Hamm-Westfalen – TV Emsdetten 25:24 (15:11)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (4), Huesmann (4), Brosch (1), Fuchs (1), Spiekermann (3), Rubino, Schwabe (1), Südmeier (8), Pretzewofsky (1), von Boenigk (2).

TVE: Madert, Paske, Lücke – Kress (4), Terhaer, Nowatzki (1), Kolk (1), Schliedermann (3), Wasielewski (3), Urban (2), Damm (2), Holzner (3), Wesseling, Stüber, Jurdzs (4), Mojzis.

Zuschauer: 0

Schiedsrichter: Julian Fedtke, Niels Wienrich

Strafen: ASV 4 min, TVE 6 min

Siebenmeter: ASV 3/3 (Huesmann), TVE 2/3 (Holzner)

Kampf- und abschlussstark: Sören Südmeier erzielte acht Tore gegen den TVE. - Foto: Wegener/ASV
Die ASV-Fans hatte sich einiges einfallen lassen, um der Mannschaft ihre Unterstützung zu zeigen. - Foto: Wegener/ASV
Felix Storbeck war wieder ein sehr sicherer Rückhalt für den ASV. - Foto: Wegener/ASV

ASV-Hamm Westfalen

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Heiß auf den Heimstart

Nach rund zehnwöchiger Vorbereitung startet der ASV Hamm-Westfalen am Freitag um 19.15 Uhr in die neue Saison der 2. Handball-Bundesliga. Zum Auftakt, der gleichzeitig auch der Auftakt für die gesamte 2. Liga ist, steht das Duell mit dem TV Emsdetten an, von Fans und Spielern beider Seiten gleichermaßen als Duell zweier langjähriger Rivalen empfunden. Einziger Wehrmutstropfen für alle Beteiligten: Zuschauer sind wegen der aktuell hohen Corona-Infektionszahlen in Hamm nicht zugelassen.

Doch die Geisterkulisse blenden die Spieler an diesem Freitag aus. „Natürlich ist das sehr, sehr schade. Aber wir werden die 20 mal 40 Meter nutzen, um auch dort die Emotionen zu entwickeln“, versprach Jakob Schwabe, alter und neuer Kapitän der Westfalen, mit Blick auf den Heimauftakt. Auch wenn die Fans nicht in der Halle sein werden – der Unterstützung in Form gedrückter Daumen vor dem TV-Gerät können sich die Akteure des ASV sicher sein. „Das wissen wir aus den Gesprächen, das ist auch wichtig für uns“, so Schwabe weiter. Auch für die Arena wollten sich die Fans etwas einfallen lassen, um ihre Unterstützung zu zeigen. Schwabe: „Wir haben davon gehört und sind natürlich gespannt.“

Sportlich erwartet der neue Trainer Michael Lerscht einen „körperlich sehr starken, kompakt stehenden Gegner“. Für die Gastgeber gibt es in personeller Hinsicht noch einige Fragezeichen. Klar ist: Merten Krings, der in dieser Woche am gebrochenen Daumen operiert worden ist, wird noch für viele Wochen ausfallen. Wie es dagegen bei Marian Orlowski (Rückenprobleme) und Jan von Boenigk (Außenbandriss) aussieht, darüber wolle man möglicherweise erst kurz vor dem Spiel entscheiden, ließ sich Lerscht nicht in die Karten schauen. Immerhin: Den ersten Einsatztest nach längerer Abstinenz gut überstanden hat Mittelmann Sören Südmeier, der gegen VfL Eintracht Hagen nach mehrwöchigem Ausfall sein Comeback feierte.

„Das alles war Vorbereitung. Jetzt zählt es endlich, jetzt geht es um Punkte. Wir alle – Trainer, Spieler, Stab – alle sind heiß auf den Auftakt“, betonte Michael Lerscht schon am Mittwoch im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Saisonstart. „Das ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Spiel“, so Kapitän Schwabe – und das behalte man doch am besten mit zwei gewonnen Punkten in Erinnerung.

Für die Fans bleibt diesmal nur die Möglichkeit, die Partie über den TV-Livestream bei SportDeutschland.TV oder über die Liveübertragung des heimischen Radiosenders Lippe Welle Hamm zu verfolgen. „Das ist natürlich auch für uns eine besondere Situation. Aber wir haben alle Abläufe in den Testspielen durchgespielt und sind uns sicher, in dieser Saison bei den Heimübertragungen einen erneut aufgewerteten Service zu bieten“, erklärte Simon Kottmann, der im Sommer als Leiter Kommunikation zum ASV zurückgekehrt ist, und zusammen mit Experte Jens Gawer die in dieser Saison von Partner beta Immobilien präsentierten Livestreams kommentieren wird. „Dank neuer Technik haben wir beispielsweise jetzt noch mehr Möglichkeiten, Zeitlupen einzuspielen. Das ist bei den Tests beispielsweise schon sehr gut angekommen.“ Beginn der Liveübertragung aus Hamm ist gegen 19 Uhr.

Alter und neuer Kapitän: Jakob Schwabe führt die Mannschaft des ASV auch in der Saison 2020/21 auf das Feld. - Foto: Wegener

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Keine Zuschauer

Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen – Hamm belegt aktuell deutschlandweit den Spitzenplatz – finden das Testpiel gegen VfL Eintracht Hagen (Fr., 25.9.) und der Saisonauftakt gegen den TV Emsdetten (Fr., 2.10.) in der WESTPRESS arena ohne Zuschauer statt.

Nachdem die Zahlen sich tagelang immer weiter erhöht haben, überschlugen sich zu Wochenbeginn die Ereignisse in Hamm. Vor allem wegen einer über mehrere Tage in Dortmund, Hamm und Werl gefeierten Hochzeit stiegen die Corona-Infektionszahlen in Hamm über die von den zuständigen Stellen festgelegten kritischen Werte mit Auswirkungen auf viele Lebensbereiche in der knapp 180.000 Einwohner starken Lippestadt. Betroffen davon ist auch der Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen, der am Freitag sein letztes Vorbereitungsspiel vor dem Saisonstart gegen den Drittligisten VfL Eintracht Hagen vor maximal 300 Zuschauern bestreiten wollte. Für den Ligaauftakt eine Woche später gegen den TV Emsdetten hatten die Westfalen sogar auf eine Genehmigung für rund 1.000 Gäste gehofft – das Hygienkonzept hatte sich zuvor bereits im Test gegen den TBV Lemgo bewährt.

Doch daraus wird nun nichts – die wieder strengeren Auflagen durch die Stadt Hamm gelten nun zunächst bis zum 5. Oktober. Zuschauer sind für beide Partien nicht zugelassen. Wer die Partie dennoch verfolgen will, kann das kostenlos über den You-Tube-Kanal des ASV (gegen Hagen) beziehungsweise über SportDeutschland.TV (gegen Emsdetten).

„Das ist natürlich äußerst bitter für uns und alle westfälischen Handballfans. Wir sind zwar zuversichtlich, dass diese Einschränkungen nur vorübergehend sind, unsere organisatorische Vorarbeit ist in diesem Fall aber vergebens“, zeigte sich ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers enttäuscht. „Natürlich war uns klar, dass so etwas jederzeit in der Saison passieren könnte. Aber dass das jetzt so schnell geht, kam jetzt doch etwas überraschend“, so der Manager weiter.

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Gebrauchter Abend

Es war ein gebrauchter Abend für alle, die es mit dem ASV Hamm-Westfalen halten. Ein Derby beim TV Emsdetten ist immer ein Saisonhighlight. Zusätzliche Brisanz versprach die Ausganglage. Während Hamm im Aufstiegsrennen mitmischt, kämpft Emsdetten um den Klassenerhalt.

Doch vor allem die schwache Leistung im ersten Abschnitt bei der 27:31-Derbypleite brachte die Sieben von Trainer Kay Rothenpieler in eine denkbar ungünstige Ausgangslage: 11:18 stand es in der Ems-Halle nach 30 Minuten.

„Es war eine schlechte Halbzeit. Wir haben nicht das typische Derbyfeeling angenommen und die erste Halbzeit in allen Bereichen verpennt“, meint Rothenpieler, der im zweiten Durchgang zumindest ein verbessertes Team im roten Trikot sah: „Da sind wir wieder rangekommen. Der Knackpunkt waren die zwei, drei Fehler kurz vor dem Ausgleich.“

Vor allem den zahlreich mitgereisten Fans hätte Rothenpieler es gegönnt, etwas Zählbares mit aus der Partie zu nehmen: „Sie haben uns nach vorne gepeitscht, die Stimmung war richtig gut. Es tut mir leid, dass wir nichts zurückgeben konnten. Im nächsten Heimspiel wollen wir es wieder besser machen.“

Die nächste Chance zur Wiedergutmachung ist am kommenden Freitag. Dann gastiert der Aufsteiger ThSV Eisenach in der WESPRESS arena. Los geht’s ab 19.15 Uhr. (mby)

Das Nachsehen hatte der ASV am Freitagabend in Emsdetten. – Foto: Nadja Dreismann Fotografie

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Pleite in Emsdetten

Das war nichts: Der ASV Hamm-Westfalen kassiert beim TV Emsdetten eine bittere 27:31 (11:18)-Niederlage. Immerhin zeigten die Gäste nach einer schwachen ersten Hälfte im zweiten Abschnitt eine bessere Leistung, ohne aber mit etwas Zählbarem im Gepäck die Heimreise anzutreten. In Folge der enttäuschenden Derbyniederlage rutscht der ASV nach dem 22. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga auf Platz fünf ab, ist aber nur einen Punkt von Rang zwei entfernt.

Der Start lief noch wie geplant: Jan Brosch (2.) sorgte für die Führung des ASV, 0:1. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Yannick Dräger (3.) traf Merten Krings (5.) gleich doppelt gegen seinen Ex-Klub. Aber Emsdetten hielt gut mit, Aivis Jurdzs (10.) besorgte die erste Führung für seine Farben. Nach einem sehenswerten Tor von Dirk Holzner zum 7:5 nahm Hamms Trainer nach 11:51 Minuten die erste Auszeit. Erneut der treffsichere Jurdzs (14.) erhöhte, 8:5. Gerade im Abschluss waren der TVE in dieser Phase griffiger. Da auch Torhüter Felix Storbeck nicht an die so starken Leistungen der bisherigen Saison anknüpfen konnte, brachte Rothenpieler Oliver Krechel ins Spiel. Doch es ging kein Ruck durch die Mannschaft, Merten Krings als auch Sören Südmeier scheiterten am starken TVE-Schlussmann Konstantin Madert. Nach 20 Minuten stand es 13:7. Das erste Drittel ging in allen Belangen an Emsdetten. Die Ems-Halle sah auch bis zur Halbzeit den gleichen Verlauf: Emsdetten gelang fast alles, Hamm dagegen wenig. Sinnbildlich: Fabian Huesmann setzt drei Minuten vor dem Pausenpfiff einen Siebenmeter neben das Tor, mit dem letzten Schuss vor dem Zeitspiel und wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff trifft Jurdzs mit seinen Toren Nummer sechs und sieben. Mit einem aus Hammer Sicht deprimierenden 18:11 geht es in die Pause.

Mit Südmeiers Treffer startete der zweite Durchgang verheißungsvoll. Rothenpieler brachte jetzt mit Südmeier und Krings zwei Aufbauspieler auf die Platte. So gelang es, Kreisläufer Jan Brosch deutlich besser in Szene zu setzen. Nach knapp sechs Minuten stand ein 21:15 auf der Anzeigetafel. Positiv ging es auch weiter, Stefan Lex (41.) verkürzte auf 22:18. Gerade die ASV-Offensive war zu diesem Zeitpunkt konsequenter in den Aktionen. Die Folge: 23:20 rund 15 Minuten vor dem Schluss. Neben dem zielsichereren Angriff war es Felix Storbeck, die wieder zwischen die Pfosten zurückkehrte, und sich mehrfach auszeichnete. Dank des Wurfes vom eigenen Tor ins leere Gehäuse von Jan Pretzewofsky (50./25:24) war für die 2208 Zuschauern alles für eine hochspannende Schlussphase angerechtet. Emsdetten gelang es aber, sich dem Hammer Druck zu erwehren, 29:25 war der Stand fünf Minuten vor dem Schlusspfiff. Wie schon Huesmann schaffte es Vyron Papadopoulos nicht, einen Strafwurf zumindest aufs Tor zu bringen. Eine sinnbildliche Szene. Anschließend brachte der TVE die Partie über die Bühne, Endstand 31:27. (mby)

ASV: Storbeck, Krechel – Huesmann (1), Milde (3), Brosch (4), Fuchs, Oehler, Lex (3), Südmeier (6), Papadopoulos (3/1), Krings (5), Pretzewofsky (2), Kropp, Franke, von Boenigk

Ohne Punkte im Gepäck mussten der ASV und Jan Brosch die Heimreise aus Emsdetten antreten. – Foto: Wegener

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Das Derby steht an

Es war eine Partie, die schaukelte Hin und Her wie die Wellen an stürmischen Tagen auf dem Meer. In der ersten Halbzeit im Duell mit dem Handball Sportverein Hamburg drohte die ASV-Kogge noch unterzugehen, im zweiten Abschnitt hatten Sieben von Trainer Kay Rothenpieler zwischenzeitlich Oberwasser. Als beide Teams wieder im Hafen lagen, teilten sie sich am Ende verdient beim 24:24 die Punkte. „Wir waren erst enttäuscht, hatten uns mehr versprochen. Wir hätten abgezockter sein müssen.“

Doch jetzt ist die Partie gegen die Hamburger „vergessen“ (Rothenpieler). Am Samstag (ab 19 Uhr) geht die Hammer-Crew wieder in fremden Gewässern auf Punktejagd: Am 22. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga steigt das Derby beim TV Emsdetten. Der Blick auf die Tabelle scheint einen klaren Favoriten auszumachen: Während der TVE mit 13:29-Zählern auf dem Abstiegsplatz 17 rangiert, liegt der ASV auch dank der Punkteteilung (ebenfalls 24:24) zwischen dem ärgsten Verfolger VfL Gummersbach und Spitzenreiter HSC 2000 Coburg weiterhin auf Rang zwei und somit auf Aufstiegskurs.

Auch Rothenpieler warnt vor den Münsterländern: „Emsdetten befindet sich in einem kleinen Umbruch, hat den Trainer gewechselt und neue Spieler hinzubekommen“, spielt er auf Freistellung des Coaches Daniel Kubes und die Verpflichtung von Aaron Ziercke an. Außerdem ergänzt der 49-Jährige, dass „der Druck beim TVE liegt. Die Mannschaft muss punkten, um die Klasse zu halten.“ Für sein Team gelte es, „von Anfang an hochkonzentriert“ zu sein: „Wir freuen uns auf das Derby. Dieses Spiel hat seinen eigenen Charakter. Die Motivation ist bei den Spielern sehr hoch. Wir müssen den Kampf annehmen, viel investieren und die Kontrolle über die Partie bekommen. Wichtig ist aber auch, dass wir bei aller Leidenschaft kühlen Kopf bewahren“, so Rothenpielers Marschroute.

Im Hinspiel wurden die Hammer ihrer Favoritenrolle gerecht: 29:17 stand am Ende auf der Anzeigetafel der WESTPRESS arena. Jetzt nimmt die ASV-Flotte mit voller Personenstärke Kurs in Richtung des ersten Auswärtssieges im Jahr 2020. (mby)

Trifft mit dem ASV auf seinen Ex-Klub: Merten Krings. – Foto: Wegener

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Verdienter Sieg im Westfalenderby

In einem für lange Zeit umkämpften Westfalenderby hat sich der ASV Hamm-Westfalen am Ende knapp, aber verdient mit 27:25 (12:10) gegen den TV Emsdetten durchgesetzt. Mehr als 2.000 Handballfans erlebten in der WESTPRESS arena eine Partie mit wechselnden Führungen, in dem ASV-Torwart Felix Storbeck mit 19 Paraden für die Gastgeber zum Matchwinner werden sollte.

„Das war ein hartes Stück Arbeit heute, das war aber von vorneherein klar. Das waren zwei Mannschaften auf Augenhöhe – unter dem Strich hatten wir den besseren Torhüter gehabt. Und die vier, fünf Paraden mehr haben am Ende den Unterschied gemacht“, verteilte ASV-Trainer Kay Rothenpieler, der nur auf Rückraum Oliver Milde verzichten musste, ein Sonderlob an Felix Storbeck. Der gab das Lob allerdings gleich auch weiter an die Abwehrspieler, die „einen herausragenden Job gemacht haben“, so Storbeck.

Offensiv taten sich die Hausherren allerdings lange Zeit schwer. So ging Mittelmann Sören Südmeier wegen einer Zerrung angeschlagen in das Spiel und wurde auch frühzeitig von Kay Rothenpieler aus der Partie genommen. Da das Angriffsspiel des ASV auch mit Vincent Sohmann auf Dauer nicht zwingender wurde, wechselte der Trainer im zweiten Abschnitt Stefan Lex in dieser Rolle ein – und die Variante mit zwei Linkshändern im Rückraum funktionierte in der zweiten Halbzeit gut. Rothenpieler: „Im Rückraum hatten wir vorher Probleme. Mit zwei Linkshändern haben wir noch nicht so oft gespielt, aber die Mannschaft hat das dann gut gemacht und Stefan Lex hat mit einigen Schlagwürfen wichtige Tore für uns erzielt.“

Genau diese Überzeugung in den Aktionen vor dem gegnerischen Tor fehlte den Gästen, die nach wie vor noch nicht in der 2. Handball-Bundesliga sportlich gesichert sind. „Ich finde, wir haben heute wieder eine gute Chance, zwei Punkte zu gewinnen. Am Ende hat aber die Mannschaft gewonnen, die etwas mehr Selbstvertrauen hatte“, befand TVE-Trainer Daniel Kubes direkt nach der Partie. Einige unnötige technische Fehler in der Schlussphase der Partie belegten diese Aussage – so bot sich dem TVE in den Schlussminuten durchaus noch die Chance, den Abstand auf ein Tor zu verkürzen. Rothenpieler: „Da war ich noch einmal etwas aufgeregt, als wir einen Gegenstoß nicht verwandeln. Aber da kamen dann ein, zwei Fehler von Emsdetten, als sie den Ball ins Aus werfen. Dann konnten wir das Spiel für uns entscheiden.“

Bereits am Montag steht der nächste Spieltermin für die Mannschaft von Kay Rothenpieler an. Im „Urlaubsguru Voting Game“ tritt der ASV um 19:30 Uhr gegen eine westfälische Auswahlmannschaft an. Ernst wird es dann wieder am Samstag darauf, wenn es zum Tabellendritten HSC Coburg geht. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unser Spiel gewonnen. Wir wollten den Druck auf Coburg aufrechterhalten“, stellte Kay Rothenpieler klar.

ASV Hamm-Westfalen – TV Emsdetten 27:25 (12:10)

ASV: Storbeck (19 Paraden), Krechel – Blohme (2), Huesmann, Brosch (1), Fuchs (4), Spiekermann, Sohmann (1/1), Schwabe (4), Lex (6), Südmeier, Gudat (1), Pretzewofsky, Papadopoulos (5), von Boenigk (3)

TVE: Madert (13), Ferjans (3) – Weischer, Krings (6), Franke (3), Terhaer (1), Hübner, Toom, Kolk, Dräger (2), Holzner (4), Smits, Wesseling (1), Kropp (1), Bozovic (7)

Zuschauer: 2.069

Schiedsrichter: Andreas Briese und Kim von der Beeck

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Freitag Duell gegen den TVE

Bereits zum 22. Mal kommt es am Freitagabend zum Aufeinandertreffen des ASV Hamm-Westfalen mit dem TV Emsdetten in einem Pflichtspiel. Im direkten Vergleich liegt der ASV mit elf Siegen in der Bilanz deutlich vorne. Auch in der aktuellen Tabelle trennen die beiden Teams neun Plätze.

Denn während der viertplatzierte ASV den Blick aus Tabellenvierter auf den besser platzierten HSC Coburg richten darf, kann der TVE als 13. der Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Abstiegsplatz zwar etwas durchatmen, sich aber noch nicht restlos entspannen. „Wir wollen unseren positiven Trend fortsetzen“ stellt ASV-Coach Kay Rothenpieler die Marschrichtung: Zwei Punkte sind im Heimspiel für seine Mannschaft das Ziel. Denn damit würden die Gastgeber zumindest ihren Teil dazu beitragen, weiterhin die Spitze im Blick zu behalten. Die kann dann erst am Samstag nachlegen: Spitzenreiter Balingen in Essen, Verfolger Nordhorn zuhause gegen Nettelstedt-Lübbecke und Coburg in Ferndorf. Rothenpieler: „Wir wollen auf jeden Fall vorlegen.“ Fehlen wird dem ASV bei dem Vorhaben allerdings Oliver Milde. Der Rückraumspieler zog sich im Training eine Bänderverletzung im Fuß zu und wird möglicherweise ein, zwei Wochen ausfallen. Abwehrchef Markus Fuchs soll diese Lücke in der Offensive kompensieren, zudem erhält David Spiekermann aus der Reserve eine Chance auf einen Einsatz in der 2. Bundesliga. „Er trainiert schon seit dem Oberliga-Saisonende bei uns mit und macht seine Sache gut“, so der Trainer.

Ein besonderes Spiel dürfte es zudem für zwei Akteure in Reihen des TV Emsdetten werden: Mittelmann Merten Krings und Rechtsaußen Marten Franke werden im Sommer vom TVE zum ASV wechseln. Rothenpieler: „Im Angriff läuft beim TVE viel über Merten Krings, ihn gilt es in den Griff zu bekommen. Aber das er ein guter Spieler ist, wissen wir ja. Deswegen haben wir ihn ja verpflichtet.“ Anwurf für die Partie ist am Freitag um 19:15 Uhr, Einlass in die WESTPRESS arena ab 17:45 Uhr. Karten gibt es noch an der Abendkasse. Zudem wird die Partie live über den TV-Livestream des ASV und über Radio Lippe Welle Hamm übertragen.

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ASV verpflichtet Marten Franke

Die personellen Planungen zur neuen Saison machen beim Handball-Zweitligisten weiter Fortschritte: Nach der Verpflichtung von Merten Krings gab der ASV am Freitagmittag den Wechsel eines weiteren Akteurs des TV Emsdetten in die WESTPRESS arena bekannt. So wird im Sommer Rechtsaußen Marten Franke nach Hamm wechseln. Der gebürtige Mindener unterschreibt dort einen Zwei-Jahres-Vertrag. Urgestein Lars Gudat wird dafür im Sommer in die Reserve wechseln.

„Ich freue mich sehr auf Hamm. Ich sehe den Wechsel als den nächsten Schritt an und will mich dort weiterentwickeln“, erklärte Franke bei der Bekanntgabe. Zunächst gelte aber natürlich die volle Konzentration der Aufgabe beim TVE, so Franke weiter. „Das versteht sich von selbst.“ In Hamm wird der 23-Jährige neben Krings auf weitere ehemalige Weggefährten treffen. So kennt er Markus Fuchs und Sören Südmeier noch aus seiner Zeit bei GWD Minden. „Auch wenn ich natürlich etwas jünger bin.“ Auch mit Oliver Milde spielte Marten Franke bereits beim VfL Bad Schwartau zusammen. Mit dem ASV Hamm-Westfalen möchte sich der Linkshänder, der nebenbei einen Logistik-Studiengang absolviert, seinen sportlichen Traum verwirklichen: „Das ist der Aufstieg in die 1. Liga. Aber man muss natürlich ganz klar sagen, dass es da in der 2. Liga viele heiße Anwärter gibt und der Aufstieg auch in den nächsten Jahren immer sehr umkämpft sein wird.“

Diese Einschätzung dürfte auch sein kommender Trainer Kay Rothenpieler teilen, der sich zur Neuverpflichtung wie folgt äußerte: „Wir freuen uns, dass es mit der Verpflichtung von Marten geklappt hat. Wir sind überzeugt davon, dass er sehr gut in den Kader passt und uns auf dieser Position verstärken wird.“ Künftig in die zweite Reihe zurücktreten wird dafür ASV-Urgestein Lars Gudat, der seit 2007 das Dress der Westfalen trägt. Gudat schreibt aktuell seine Master-Arbeit bei den Stadtwerken Hamm und will danach die Profi-Laufbahn beenden. Er wird dem ASV in der kommenden Saison aber in der zweiten Mannschaft und weiterhin als Stand by-Profi zur Verfügung stehen. „Nach zwölf Jahren schlagen da zwei Herzen in meiner Brust. Fällt schon schwer, aber früher oder später steht dieser Wechsel an. Und meine Familie wird eine geregelte Arbeitszeit auch zu schätzen wissen“, so der gebürtige Hemeraner. „Lars hat beruflich sehr gute Aussichten. Da steht irgendwann diese Entscheidung an. Er hat in den vergangenen Jahren einfach unglaublich viel für den ASV getan und es ist völlig selbstverständlich für uns, dass ihr ihn bei dieser Entscheidung bestmöglich unterstützen“, bedauerte Rothenpieler den Verlust des aktuell dienstältesten Spielers. Rothenpieler: „Aber auch das ist eine Verpflichtung des ASV, dass wir Spieler nach Beendigung der Profi-Laufbahn auf dem Weg in die zweite Karriere bestmöglich unterstützen – sei es im Sport oder auch abseits davon.“

Ab Sommer Mannschaftskollegen: (von links) Fabian Huesmann, Merten Krings (verdeckt), Markus Fuchs und Marten Franke. - Foto: Gudat
Deutet seinen persönlichen Traum an: Aufstieg in die 1. Liga. - Foto: Dreismann
Lars Gudat, der aktuell seine Masterarbeit schreibt, wird im Sommer seine Profilaufbahn beenden und sich auf seine weitere berufliche Laufbahn konzentrieren. - Foto: Wegener

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Merten Krings kehrt zurück

 

Nach jeweils vier Jahren in Emsdetten und in Saarlouis kehrt im Sommer einer der stärksten Spielgestalter der 2. Handball-Bundesliga zum ASV Hamm-Westfalen zurück. Denn dort hatte Merten Krings bereits von 2009 bis 2011 gespielt und trifft mit Jakob Schwabe sogar noch auf einen alten Weggefährten.

Der Kontakt zum 29-Jährigen bestand schon länger, mit beständig guten Leistungen und einer „vorbildlichen Einstellung“ überzeugte der gebürtige Simmerather nicht nur ASV-Trainer Kay Rothenpieler, sondern auch viele andere Trainer der Liga durch Torgefahr und Kampfstärke. So bezeichnete Jörg Bohrmann den auch in der Abwehr unbequemen Rückraumspieler in der vergangenen Saison als den zu der Zeit „stärksten Spielmacher der Liga“ bezeichnete.

Beim ASV weiß man aus den Duellen der vergangenen Spielzeiten aus eigener Erfahrung, wie kampfstark Krings ist. In der Hinrunde allerdings fehlte Krings beim knappen ASV-Auswärtssieg in Emsdetten (31:32) wegen eine kurz zuvor erlittenen Handverletzung. Mit seinen 75 Toren aus 14 absolvierten Spielen rangiert er dennoch auf Platz drei der mannschaftsinternen Torschützenliste. In der vorangegangenen Spielzeit erzielte er am Ende 207 Treffer und belegte damit Rang sieben der Zweitliga-Torschützenliste.

„Mit ihm erhalten wir einen sehr kompletten Spieler, der mit seiner kämpferischen Art immer auch ein Vorbild für junge Spieler ist. Außerdem ist er ein anderer Typ als Sören Südmeier, was uns in unseren weiteren Planungen auch wichtig war“, erklärte Kay Rothenpieler, der als Sportlicher Leiter und Trainer für den ASV tätig ist. Die Neuverpflichtung bedeutet gleichzeitig auch eine Veränderung für Vincent Sohmann, der aktuell allerdings noch über einen Vertrag bis zum Sommer 2020 verfügt. „Wir mussten einfach feststellen, dass Sören und Vincent sehr ähnliche Anlagen haben. Wir sind überzeugt davon, durch die Neuverpflichtung von Merten Krings einen größtmöglichen Effekt auch für die anderen Mannschaftsteile zu haben. Und für Vincent Sohmann wird es für seine Entwicklung wichtig sein, wieder mehr Spielanteile zu bekommen“, beschreibt Rothenpieler.

„Ich freue mich sehr auf die WESTPRESS arena und den ASV. Aber jetzt gilt meine volle Konzentration dem TV Emsdetten. Wir wollen selbstverständlich das Ziel Klassenerhalt erreichen und dazu will ich meinen Anteil beisteuern“, betonte Merten Krings.

Trikotwechsel im Sommer: Merten Krings (l.), hier vor rund einem Jahr im Duell mit Julian Krieg, schlüpft im Sommer wieder in das ASV-Dress. - Foto: Wegener