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ASV-Hamm Westfalen

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ASV erobert Platz zwei

Der ASV Hamm-Westfalen ist weiter in bestechender Form und hat sein Siegesserie dank des 22:24 (14:13)-Erfolges beim TV Hüttenberg auf vier Partien ausgebaut. Dank der entführten zwei Zähler aus Mittelhessen und der Niederlage des Tabellenkonkurrenten TUSEM Essen (28:31 in Dormagen) sicherten sich die Hammer den zweiten Platz, der zum Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga berechtigt.

In der ersten Minute gingen die Hausherren in Führung, Christian Rompf traf. Die Hammer ließen den Rückstand aber nicht lange auf sich sitzen und fuhren schnelle Angriffe und gingen nach elf Zeigerumdrehungen erstmalig in Führung: Stefan Lex traf gegen seine ehemaligen Mitspieler zum 5:6. Doch absetzen konnte sich der ASV nicht, es blieb weiter eng.

Die erste Auszeit nahmen die Hausherren beim stand von 8:8 in der 19. Minute. Die brachte aber nichts ein, denn Hamm markierte in Unterzahl das 8:9. Bis zur Halbzeit blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, mit einem 13:14 ging es in die Kabinen. Erfolgreichste Schützen waren Lex und Jan Brosch mit je drei Treffern.

Der zweite Abschnitt begann, wie die erste endete. Kein Team zog davon, es blieb stets ein spannendes Duell. Dafür sorgten auch die beiden Schlussmänner, Nikolai Weber (TVH) und Felix Storbeck, die mit sehenswerten Reflexen einige Bälle entschärften. Vier Minuten vor Schluss lag die Entscheidung auf der Platte, denn der ASV ging mit doppelter Überzahl und einem Tor Vorsprung in den Schlussspurt. Doch Sören Südmeier verfehlte das Gehäuse und TVH-Torwart Weber entschärfte einen Wurf von Marten Franke.

So blieb es beim 22:23. Hamms Trainer Kay Rothenpieler nahm eine Minute vor dem Abpfiff eine Auszeit. Mit Erfolg, Stefan Lex markierte das 22:24. Den knappen Vorsprung brachten die Westfalen über die Zeit, am Ende stand ein 22:24 auf der Anzeigetafel. (mby)

Vierter Sieg in Folge: Der ASV mit Kreisläufer Jan Brosch erobert Tabellenplatz zwei. – Foto: Henning Wegener

ASV-Hamm Westfalen

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Mit Euphorie zum TVH

Es läuft zur Zeit beim ASV Hamm-Westfalen. Seit fünf Partien kassierte die Mannschaft von ASV-Trainer Kay Rothenpieler keine Niederlage mehr, in vier Spiele davon gingen die Jungs im roten Trikot sogar als Sieger vom Platz.

Dank der konstant guten Leistungen liegen die Westfalen vor der Auswärtspartie des 16. Spieltags am Samstag (ab 19:30 Uhr) beim TV Hüttenberg auf Platz drei und sind punktgleich mit den ersten beiden Teams, HSC 2000 Coburg und TUSEM Essen. Die Euphorie bei den Hammern und ihren Fans steigt.

Während sich der ASV beim 27:22-Sieg in der Partie beim TuS N-Lübbecke vor allem in der Schlussphase regelrecht in einen Rausch spielte, war das 32:29 am vergangenen Samstag in der WESTPRESS arena gegen den TSV Bayer Dormagen vor allem ein Sieg des Willens.

„Gerade mit Blick auf die widrigen Umstände haben wir gut gespielt“, meint Rothenpieler mit Blick auf die Rote Karte gegen Jan Brosch nach rund zehn Minuten an und fügt hinzu: „Deshalb war die Stimmung in während der Trainingswoche natürlich gut, wir haben uns konzentriert auf Hüttenberg vorbereitet.“

Einen besonderen Fokus legte der Ex-Profi dabei auf die Deckung des TVH: „Sie sind die einzige Mannschaft in der Liga, die mit einer 3:1-Deckung spielt. Da haben wir im Training Lösungen gesucht. Außerdem ist Hüttenberg heimstark, die Stimmung ist gut – es wird eine schwierige Aufgabe.“ Für sein Team gilt es laut Rothenpieler, aus einer „kompakten Deckung“ zu agieren: „Wir müssen sicher stehen, eine gute Beinarbeit an den Tag legen und zu unseren Stärken finden.“

Am vergangenen Wochenende hatten die Hüttenberger Grund zum Jubeln, im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz fuhr das Team von Trainer Frederick Griesbach einen 32:27-Sieg ein und überholte die Sachsen im Klassement. Dennoch verläuft die Saison bislang wohl nicht wie gewünscht, die Mittelhessen liegen mit 12:16 Punkten auf Platz 13, der Abstand auf die Gefahrenzone beträgt nur drei Zähler.

Keine Schuld an der mäßigen Spielzeit trifft Björn Zintel. Der Ex-ASVer glänzt als Torschütze, war bereits 98-Mal erfolgreich und belegt hinter Niklas Weller (HSV/113 Tore) und Florian Billek (Coburg/106) Rang drei der Torjägerliste.

Im Gespräch mit wa.de stapelte Zintel tief: „Wir spielen zuhause, da wollen wir immer etwas mitnehmen. Auch wenn es eine schwierige Aufgabe wird. Hamm hat einen guten Kader, ist von Verletzungen weitestgehend verschont geblieben – und sicher Favorit.“

Auch Hamms Trainer Rothenpieler, der auf alle Spieler zurückgreifen kann, hat ein Augenmerk auf Zintel geworfen: „Wir müssen Björn gut verteidigen“, so der 48-Jährige, der aber ergänzt: „Wir konzentrieren uns nicht nur auf einen Spieler. Denn beispielsweise Tomáš Sklenák spielt ihn gut frei. Wir wollen aber die jüngste Euphorie mitnehmen und mit Begeisterung in die Partie gehen.“ (mby)

Mit viel Selbstvertrauen geht der ASV Hamm-Westfalen um Torhüter Oliver Krechel in die Partie gegen den TV Hüttenberg. – Foto: Henning Wegener

ASV-Hamm Westfalen

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Arbeitsreicher Auswärtseinsatz

Gerecht aufgeteilt waren sie, doch bis zum Ende schaffte es beim Duell des TV Hüttenberg gegen den ASV Hamm-Westfalen keine der Mannschaften, sich auf die wenig großzügige Linie des Unparteiischengespanns David und Christian Hannes einzustellen. So kassierten beide Mannschaften unter dem Strich je 16 Strafminuten – nur selten standen sich die Teams in voller Personalstärke gegenüber. Weniger deswegen, als vielmehr wegen einer lange Zeit guten Leistung der Gastgeber war es der erwartet arbeitsreiche Auswärtseinsatz für die Westfalen, die am Ende gemeinsam mit den zahlreich mitgereisten Schlachtenbummlern einen verdienten 22:25-Auswärtssieg bejubeln durften.

Zwar kamen die Gäste gut in die Partie, schlugen aber offensiv zu wenig Kapital daraus. So war es der TVH, der nach 1:2-Rückstand die Kontrolle übernahm. Nach mehr als vier torlosen Minuten seiner Mannschaft sah sich Gästetrainer Kay Rothenpieler zur ersten Auszeit genötigt, Hüttenberg lag mit 4:2 in Führung. Bis zum 8:6 in der 18. Minute blieb es bei der Tabellenführung der Gastgeber, die mit ihrer offensiven 3:2:1-Deckung erwartet unbequem verteidigten. Dann sorgten Sören Südmeier und Lukas Blohme für den Ausgleich zum 9:9. Wieder konterte der TV, legte in Überzahl mit 12:10 vor. Jetzt wurde es ganz leer auf dem Feld, nach zwei Strafen gegen den ASV mussten in der Folge drei TV-Akteure innerhalb von 27 Sekunden das Feld verlassen. Der ASV kam so zum 12:12-Ausgleich, zur Führung reichte es allerdings noch nicht. Mit 13:13 ging es nach einer kuriosen Schlussphase in die Pause.

Oliver Krechel in Hochform

Aus der starteten die Westfalen besser. Vyron Papadopoulos sorgte für die erste ASV-Führung seit den Anfangsminuten. Nach dem 15:16 durch Stefan Lex (38.) bescherte Lars Gudat den Gästen in der 41. Minute mit seinem Treffer zum 15:17 die erste Zwei-Tore-Führung. Oliver Milde und erneut Gudat trafen in den folgenden vier Minuten noch zweimal, die Mannschaft von Emir Kurtagic dagegen blieb torlos, da Oliver Krechel im Gästetor längst zu Hochform auflief und reihenweise Würfe abwehrte.

Bis zur 57. Minute hielt der ASV den TV auf Distanz – nach dem Siebenmetertor für den TV durch Tobias Hahn zum 21:24 wurde es aber noch einmal spannend. Die Gastgeber verteidigten nun ganz offensiv, in der 58. Minute trat Hahn erneut zum Strafwurf an und traf.  Doch näher kamen die Hüttenberger nicht mehr heran, da Krechel einen weiteren Siebenmeter 29 Sekunden vor dem Ende abwehrte und damit die Partie entschied. Blohme erlöste Sekunden vor dem Ende die mitgereisten Fans endgültig mit seinem Tor zum Endstand von 22:25. Der ASV rückte damit zumindest bis zum späten Sonntagnachmittag auf den dritten Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga vor, den sich die HSG Nordhorn-Lingen durch einen Punktgewinn gegen TuS Ferndorf zurückerobern kann.

TV Hüttenberg – ASV Hamm-Westfalen 22:25 (13:13)

TVH: Weber, Lorenz – Prieto, Uth, Sklenak (5), Lambrecht (2), Wernig, Rompf (1), Chalepo, Johansson (2), Stegfelt (1), Mubenzem (1), Hahn (4), Zintel (4), Klein (2)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme (3), Huesmann (2), Milde (4), Brosch (1), Fuchs, Sohmann (2), Schwabe, Lex (2), Südmeier (5) Gudat (3), Papadopoulos (2), von Boenigk (1)

Schiedsrichter: David Hannes und Christian Hannes

Zuschauer: 1.290

Oliver Milde steuerte vier Treffer zum Sieg beim TV bei. Bei diesem Freiwurf zum Ende der ersten Habzeit schaffte es sein Ball über die Mauer, blieb jedoch beim Torwart Weber hängen. - Foto: Thürmer/TVH

ASV-Hamm Westfalen

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„Konzentrieren uns auf uns selbst“

Die aktuelle Serie des ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga ist beeindruckend. In der Rückrunde gewann die Mannschaft von Kay Rothenpieler mit einer Ausnahme bisher alle Spiele – und die einzige Niederlage beim unangefochtenen Spitzenreiter und seit mehr als einem Jahr zuhause ungeschlagenen HBW Balingen-Weilstetten war zu verschmerzen.

„Die Mannschaft hat sich hervorragend weiterentwickelt. Wir wussten natürlich, dass es nach dem relativ großen personellen Umbruch im Sommer seine Zeit brauchen wird, bis alle Abläufe sich eingespielt haben und die Mannschaft sich gefunden hat. Auch jetzt ist diese Entwicklung längst nicht abgeschlossen, aber eben auf einem sehr guten Weg, wie die jüngste Erfolgsserie zeigt“, meinte Trainer Kay Rothenpieler jetzt. So hat sich der ASV nun auf einen Zähler an die drittplatzierte HSG Nordhorn-Lingen herangespielt, vier Punkte trennen die Westfalen vom ersten Aufstiegsplatz, den der HSC Coburg belegt.

„Wir beschäftigen uns in erster Linie mit uns und damit, wie wir möglichst konstant Topleistungen abrufen. Wozu das am Ende reichen wird, ist von sehr vielen Faktoren abhängig – eben auch davon, wie die Konkurrenz spielt. Insofern konzentrieren wir uns auf das, was wir selbst beeinflussen können“, so der ASV-Trainer weiter. Und damit meint er auch die nächste Aufgabe, die am Samstag für den ASV beim TV Hüttenberg ansteht. Im Hinspiel gaben die Westfalen in der Schlussphase eine 24:22-Führung noch her, die Partie endete 24:24. Rothenpieler: „In der Hinrunde hatten wir mehr Leistungsschwankungen und in stressigen Phasen nicht immer die richtigen Lösungen gefunden. Da hat sich die Mannschaft enorm weiterentwickelt.“

So soll die Serie also auch beim zehntplatzierten TV Hüttenberg fortgesetzt werden, voraussichtlich wieder in voller Personalstärke, wie sich vor dem Abschlusstraining am Freitag abzeichnete. Wie gewohnt wird Radio Lippe Welle live aus Hüttenberg übertragen, zudem ist das Spiel im TV-Livestream über Handball-Deutschland.de zu sehen. Anwurf ist am Samstag um 19:30 Uhr.

Wiedersehen mit altem Bekannten: Wie im Hinspiel trifft der ASV - hier mit Jan Brosch im Hintergrund - auf den ehemaligen ASV-Mittelmann Björn Zintel. - Foto: Wegener

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Weiter ungeschlagen

 

Der ASV Hamm-Westfalen ist auch am Samstagabend in der Erfolgsspur geblieben. Gegen den erwartet starken Erstligaabsteiger TV Hüttenberg erkämpften sich die Westfalen in der WESTPRESS arena vor gut 1.850 Zuschauern ein 24:24 (13:15). Über die gesamte Spielzeit gesehen stuften beide Trainer die Punkteteilung als leistungsgerecht ein – angesichts guter Siegchancen in den Schlussminuten war es für ASV-Coach Kay Rothenpieler zumindest kurzfristig „etwas ärgerlich“.

Doch die Unzufriedenheit wich sehr schnell der Erkenntnis, an diesem Abend gegen einen sehr starken Gegner trotz schwierigem Start eine tolle Leistung gezeigt zu haben. Denn zunächst waren es die Gäste, bei denen Torwart Nikolai Weber eine Spitzenleistung ablieferte, die sich nach ausgeglichenem Beginn eine Führung erspielten. ASV-Rechtsaußen Lukas Blohme scheiterte bei 2:2 in der siebten Minute mit seinem Tempogegenstoß. Statt einer Führung ihrer Mannschaft erlebten die Fans des Gastgebers direkt danach, wie der TVH schnell auf 2:5 davonzog.

„Wir haben auch in der Phase nicht schlecht verteidigt, aber vorne zu viele freie Würfe verpasst. Aber wir haben uns diese Würfe erarbeitet“, erlebte Kay Rothenpieler dennoch keinen schlechten Start. Aber auch in der Folge blieb es dabei. So sah sich er ASV aber in der 19. Minute sogar mit einem noch höheren Rückstand konfrontiert. Erst nach dem 6:11 durch Hüttenbergs Moritz Lambrecht kämpfte sich der ASV, bei dem Rothenpieler immer wieder neue personelle Konstellationen probierte, bis zum Ende der Halbzeit langsam zurück in die Partie.

Bis zur Halbzeitpause waren die Gastgeber wieder auf 13:15 herangekommen. „Bei 12:8 verwerfen wir einen Siebenmeter, dann kam ein Bruch ins Spiel und die Rolle der Torhüter ändert sich“, analysierte THV-Trainer Emir Kurtagic später. Denn mit den eingewechselten Oliver Krechel bekam auch das ASV-Spiel neuen Schwung. „Felix hat das auch nicht schlecht gemacht, aber ich wollte etwas versuchen“, erklärte Rothenpieler später. Ohnehin lieferten sich auch die Trainer ein äußerst engagiertes Duell am Seitenrand mit immer wieder neuen Personalkonstellationen und taktischen Finessen.

„Kay und ich haben fast auch mitgespielt“, bestätigte auch Kurtagic. „Ich denke, wir haben ein sehr, sehr gutes Zweitligaspiel mit vielen interessanten Sachen erlebt“, so der Gästetrainer, der auch in der zweiten Halbzeit einen „soliden“ Start seiner Mannschaft erlebte. Bis zum 13:16 bliebt der TV vorne. Doch dann drehte der ASV das Spiel. Kurtagic: „Die Schnelligkeit, wie wir die drei Tore Führung abgegeben, war das Problem. Da machen wir unnötige Fehler. Dann war es ein Auswärtsspiel mit tollen Zuschauern gegen einen starken Gegner.“

Zwar gelang dem ASV nach dem 16:16 durch den starken Oliver Milde in der 36. Minuten anschließend noch nicht der Führungstreffer, doch den markierte wenig später Jan von Boenigk. Zwischenzeitlich war Björn Zintel an alter Wirkungsstätte bei 17:17 mit einem Heber beim Siebenmeter am ehemaligen Mannschaftskollegen Felix Storbeck gescheitert. Schlüssel zur erfolgreichen Aufholjagd war aber vor allem eine bestehende Defensivleistung und der Wille, um jeden Ball zu kämpfen. So schmiss sich beispielsweise Lars Gudat mehrfach hinter den Bällen her und klaute dem TVH in dieser Phase gleich zwei Bälle. „Wir haben in der zweiten Halbzeit eine überragende Deckung gespielt, mit nur neun Gegentoren. Bei Überzahl haben wir nicht so gut gespielt, einige freie Bälle haben wir dann nicht gemacht“, so Rothenpieler.

Nachdem nun auch die Stimmung endgültig gekippt war, reagierte Kurtagic in der 43. Minute schnell mit einer Auszeit. Dennoch blieb der ASV jetzt spielbestimmend, legte auf 19:17 und später erneut durch von Boenigk auf 23:20 und 24:21 vor. Bereits neun Minuten vor dem Ende nahm Kurtagic seine letzte Auszeit und versuchte, die Partie zu beeinflussen. So sollte auch der 24:21-Vorsprung etwas mehr als fünf Minuten vor dem Ende den Gastgebern nicht reichen, um einen doppelten Punktgewinn zu feiern, da Nikolai gegen Oliver Milde und Lars Gudat hochkarätige Chancen vereitelte.

ASV Hamm-Westfalen – TV Hüttenberg 24:24 (13:15)

ASV: Storbeck, Krechel – Blohme, Huesmann (1), Milde (5), Brosch (1), Fuchs, Raguse, Sohmann (6, 5/5), Schwabe (2), Lex (1), Südmeier (2), Gudat (2), Papadopoulos (0/1), von Boenigk (4)

TVH: Weber, Schomburg – Belter, Sklenak (3) Lambrecht (2), Rompf (3), Zörb, Fernandes (2), Johannsson (6), Stegefelt (3), Mubenzem, Hahn (3, ½), Zintel (2, ½), Klein

Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro

Zuschauer: 1.852

Zeitstrafen: ASV 4 min, TVH 8 min

Hochintensiv: Der ASV – hier mit Jan von Boenigk und Sören Südmeier im Angriff – und der TV Hüttenberg schenkten sich in einer intensiven aber fairen Partie nichts. – Foto: Wegener

Felix Storbeck sorgte mit seinen Paraden in der zweiten Halbzeit für die Initialzündung. – Foto: Wegener

ASV-Hamm Westfalen

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Absteiger im Aufwärtstrend

 

Auch wenn es die Platzierung des Gegners nicht unbedingt verrät, am Samstag steht der ASV Hamm-Westfalen in der heimischen WESTPRESS arena erneut vor einer schwierigen Aufgabe. Zu Gast ist um 19:15 Uhr Erstligaabsteiger TV Hüttenberg, der auf den ersten Blick unerwartet auf Rang 16 der 2. Handball-Bundesliga steht, bei genauerer Betrachtung darf man diese Platzierung aber keinesfalls überbewerten.

Denn der TVH hat erst kürzlich den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter beim knappen 21:22 in eigener Halle an den Rand einer Niederlage gebracht. Zudem gingen neben dem Auftaktunentschieden in Aue (23:23) zwei Spiele gegen Dormagen und in Hagen mit je nur einem Tor Unterschied verloren. Spätestens seit dem souveränen 33:27 gegen den TV Großwallstadt macht man beim Gast einen Aufwärtstrend aus. „Wir haben uns über mehrere Spieltage gerade in der Offensive immer wieder gesteigert, und da war es natürlich enorm wichtig, dass wir endlich zwei Heimpunkte einfahren konnten“, hatte der jüngste Sieg für TV-Coach Emir Kurtagic, dem auch gegen den ASV voraussichtlich nur Daniel Wering fehlen wird, eine große Bedeutung. Ein Wiedersehen wird es in den Reihen des TVH also mit Rückraumspieler Björn Zintel geben, der im Sommer nach Hüttenberg wechselte und zuletzt gegen Großwallstadt mit acht Toren erfolgreich war. „Wir spielen jetzt stabiler, aber in der Liga liegt alles ganz eng beisammen. Da kommt es auf Kleinigkeiten an“, betont Zintel.

Eine Tatsache, die auch Kay Rothenpieler immer wieder aufs Neue wiederholt. „Wir haben eine gute Serie gespielt, haben zuhause vier Spiele in Folge gewonnen und sind seit vier Spielen ohne Punktverlust. Deswegen darf man mit Selbstbewusstsein spielen, aber deswegen muss man genau mit der gleichen Leidenschaft spielen wie sonst. In dieser Liga wird dir nichts geschenkt. Aber wir wissen das und wollen natürlich unsere Serie fortsetzen“, lässt Rothenpieler keinen Zweifel am Ziel für Samstag. Auch wenn der Respekt vor dem Gegner natürlich da ist: „Den muss man vor jedem Gegner haben. Und Hüttenberg ist sicher stärker als der jetzige Platz aussagt“, so Rothenpieler, dem voraussichtlich am Samstag gegen den Erstligaabsteiger wieder das gesamte Personal zur Verfügung stehen wird.

Karten für das Duell gegen den TV Hüttenberg gibt es noch an der Abendkasse. Anwurf ist um 19:15 Uhr, das Spiel wird zudem live von Radio Lippe Welle Hamm (www.lippewelle.de) und über SportDeutschlandTV übertragen.

Gegen Hüttenberg wieder dabei: Mittelmann Sören Südmeier, der wegen einer allergischen Reaktion kurzfristig in Düsseldorf ausfiel, ist heiß auf das nächste Heimspiel. – Foto: Wegener