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ASV-Hamm Westfalen

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Perfekter Abschied

Den perfekten Abschied feierte der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend von seinem Heimpublikum in der Saison 2020/2021 und gleichzeitig fünf scheidende Akteure von den Fans. Beim deutlichen 31:22-Sieg gegen Tabellennachbar VfL Lübeck-Schwartau trugen sie sich alle in die Torschützenliste ein. Der deutliche Heimerfolg vor 545 Zuschauern in der WESTPRESS arena geriet schnell zur Nebensache, schon nach gut 14 Minuten lag der ASV mit 11:1 in Führung.

In allen Bereichen waren die Westfalen, bei denen im Vergleich zum Auswärtssieg am Mittwoch in Konstanz nur Lars Gudat zusätzlich ins Aufgebot gerückt war und weiterhin Sören Südmeier, Marian Orlowski, Jan Pretzewofsky und Alexander Engelhardt fehlten, den Gästen in der Anfangsphase überlegen. Die Abwehr verteidigte hellwach und extrem beweglich, in der Offensive agierten die Gastgeber mit großer Entschlossenheit und dem nötigen Quentchen Glück. Genau dieses Glück fehlte den ebenfalls personell geschwächten Gästen, die in der Anfangsviertelstunde mehrfach an Latte und Pfosten und zudem am bärenstarken ASV-Torwart Felix Storbeck scheiterten. So lagen die Westfalen schnell mit zehn Treffen in Führung.

Zwar kamen die Gäste in der zweiten Viertelstunde der ersten Halbzeit etwas besser ins Spiel, zur Pause lag der ASV aber immer noch mit 17:7 in Führung. Am Spielverlauf änderte sich in der Folge wenig, in der 47. Minute markierte Gerrit Genz das 23:15 für den ASV. Erst jetzt schlichen sich kleine Unkonzentriertheiten ein. Der VfL nutzte dies, um durch Jasper Bruhn und den Ex-ASVer Mex Raguse auf 23:17 zu verkürzen. So bot sich elfeinhalb Minuten vor dem Ende doch noch einmal die Chance, ins Spiel zu finden. Aber der ASV blieb eiskalt, Merten Krings und Kapitän Jakob Schwabe sorgten in ihrem letzten Heimspiel für die Westfalen schnell wieder für klare Verhältnisse. Spätestens nach diesen Toren war die Partie beim Stand von 25:17 in der 51. Minute entschieden.

In der Schlussphase gingen beiden Mannschaften nicht mehr wie zuvor mit letzter Konsequenz in der Abwehr zu Werke, so erhöhte sich das Ergebnis noch auf 31:22. „Tolles Spiel, tolle Energieleistung“, freute sich ASV-Trainer Michael Lerscht über den gelungenen Ausklang in eigener Halle. „Man sieht, welche Energie Zuschauer freisetzen können. Ich war schon erstaunt, dass heute trotz der Witterung und des Konkurrenzprogramms so viel gekommen sind und so toll unterstützt haben. Das macht jetzt schon Lust auf die neue Saison“, so Lerscht weiter. „Aber erstmal haben wir jetzt noch zwei Spiele, am Dienstag in Hamburg und am Samstag in Fürstenfeldbruck. Danach haben wir uns alle eine Pause verdient.“

Während ASV-Torwart Felix Storbeck es schon wieder auf fast 40 Prozent gehaltene Bälle brachte, war Merten Krings mit neun Feldtoren stärkster Offensivakteur beim ASV. Genauso wie Krings trugen sich aber auch die anderen scheidenden ASV-Akteure Alex Rubino Fernandez, David Spiekermann, Marten Franke und Jakob Schwabe in die Torschützenliste ein, die bereits vor der Partie offiziell von von ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers unter stehenden Ovationen der Zuschauer verabschiedet wurden.

ASV Hamm-Westfalen – VfL Lübeck-Schwartau 31:22 (17:7)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (4), Huesmann (6/3), Brosch (2), Fuchs (1), Spiekermann (2), Rubino Fernandez (2), Schwabe (1), Gudat, Krings (9), Schöße, Franke (2), von Boenigk (2)

VfL: Conrad, Haß – Potratz (1), Gonschor (2), Raguse (5), Lindskog Andersson (3), Hansen (2), Waschul, Schrader (3), Kretschmer (4), Bruhn (2)

Zuschauer: 545

Schiedsrichter: Fabian Friedel und Rick Herrmann

Zeitstrafen: ASV 4 min, VfL 6 min

Das Gruppenbild zeigt (von links) Geschäftsstellen-Mitarbeiterin Katrin Schittek, Marten Franke, Jakob Schwabe, David Spiekermann, Alex Rubino Fernandez, Merten Krings und ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers.  - Fotos: Wegener/ASV

ASV-Hamm Westfalen

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Letztes Heimspiel der Saison

Nach nur ganz kurzer Vorbereitungszeit empfängt der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend um 19:15 Uhr den VfL Lübeck-Schwartau zum letzten Heimspiel der Saison in der heimischen WESTPRESS arena. Erneut sind Fans zugelassen, wer dabei sein will, kann sich noch ein Ticket per E-Mail an sichern.

Erst am frühen Donnerstagmorgen kehrte der Tross der Westfalen vom Gastspiel am Bodensee zurück. In letzter Sekunde hatte man dort den kampfstarken Gastgebern der HSG Konstanz beide Zähler abgetrotzt. Nach vier Unentschieden innerhalb von fünf Spielen gelang der erneut personell geschwächten Mannschaft von Michael Lerscht endlich wieder ein doppelter Punktgewinn. Von einer „reinen Energieleistung“ sprach der Trainer im Anschluss. Und genau die wird am Samstag gegen einen starken Gast erneut erforderlich sein. „Für uns geht es Spiel für Spiel alles rauszuholen, was noch möglich ist. Natürlich wollen wir uns mit einem guten Spiel für diese Saison von unserem Publikum verabschieden“, betonte Lerscht mit Blick auf das Heimspiel.

Für fünf Akteure wird es zudem aus anderem Grund ein besonderes Spiel: Alex Rubino Fernandez, David Spiekermann, Marten Franke, Merten Krings und Kapitän Jakob Schwabe verabschieden sich am Samstag von ihren Fans. „Das ist natürlich eine tolle Sache, dass wir jetzt wenigstens wieder einige Zuschauer in der Arena haben werden und so den Fünf einen guten Abschied bereiten können“, meinte Geschäftsführer Thomas Lammers. Erstmalig seit rund 25 Jahren fehlen wird bei der Spielerverabschiedung Ex-Geschäftsführer Franz Dressel. „Natürlich wäre ich auch diese Saison gerne wieder dabei gewesen, Jakob Schwabe und Merten Krings kenne ich nun ja schon seit über 10 Jahren. Aber leider muss ich vom Krankenbett zusehen. Ich hoffe, die Verabschiedung nächste Woche noch im Training nachholen zu können“, so Dressel, der nach einer Operation noch in der Klinik verbleiben muss.

Übertagen wird das Heimspiel erneut ab 19 Uhr über SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm. Eine Stunde vor Spielbeginn gibt es noch aktuelle Informationen aus der Arena in der TV-Livesendung „Anschwitzen“, zu sehen ab 18:15 Uhr über die ASV-Website und das Facebookprofil des ASV.

ASV-Hamm Westfalen

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Schwache Torausbeute wird bestraft

Nur 19 Tore in der Lübecker Hansehalle waren zu wenig für den ASV Hamm-Westfalen, um am Freitagabend etwas Zählbares vom Tabellenvierten mit in die Heimat zu nehmen. Am Ende unterlagen die Gäste, die bei mehr als der Hälfte der Würfe an VfL-Torwart Dennis Klockmann scheiterten, in ihrem ersten Pflichtspiel des Jahres mit 23:19 (12:8).

Nach einer schwachen Anfangsviertelstunde waren die Westfalen bereits mit 8:3 ins Hintertreffen geraten. Trainer Michael Lerscht musste eingreifen, versuchte das Spiel seiner Mannschaft mit einer Auszeit in der zwölften Minute in die richtigen Bahnen zu lenken. Aber auch in den nächsten zweieinhalb Minuten nutzte der ASV seine Chance nicht, die Gastgeber schraubten den Vorsprung auf 10:3.

Erst jetzt wurde das Offensivspiel der Gäste besser, auch in der Defensive, in der Lerscht von 6:0- auf eine 5:1-Abwehr mit dem vorgezogenen David Spiekermann umstellte, ließen sie weniger zu. So lagen zwischen dem 11:5 durch VfL-Rückraum Niels Versteijnen und dem zwölften Tor für die Hausherren fast zehn Spielminuten. Aber auch die Gäste blieben abschlussschwach, trotz guter Möglichkeiten trafen nur Jan von Boenigk und Fabian Huesmann während dieser Phase. In den verbleibenden zwei Minuten traf anschließend nur noch Merten Krings, mit 12:8 für den VfL ging es in die Pause.

Die Gäste waren aber nun im Spiel. Auch im zweiten Abschnitt hatte der ASV zunächst leichte Vorteile für sich Alex Rubino, Krings und Jo Genz verkürzten durch drei Tore in Serie bis zur 39. Minute auf 14:12. Der Anschlusstreffer und eine Wende schienen möglich. Aber immer wieder verhinderte Klockmann aus Sicht des VfL Schlimmeres, der ASV kam auch bis zum 16:14 in der 44. Spielminute nicht näher als auf zwei Tore heran. Und wenn es nicht Klockmann war, der den Treffer der Gäste vereitelte, dann war es das Wurfpech wie beim Lattenwurf von Marian Orlowski oder dem Pfostentreffer von David Spiekermann in dieser Phase.

In der Folge waren es wieder die Gastgeber, die offensiv wieder konsequenter agierten – bis zur 49. Minuten stellten sie wieder eine komfortable 20:14-Führung her, die Partie war vorentschieden. Der ASV riskierte zwar in der Folge alles, kam aber nur noch auf 21:18 drei Minuten vor Schluss heran. VfL-Außen Finn Kretschmer, mit fünf Toren erfolgreichster Werfer aus dem Feld an diesem Abend, sorgte mit seinem Tor zum 22:18 für die Entscheidung. Überragender Spieler des Abends war VfL-Torwart Dennis Klockmann mit 20 Paraden bei einer überragenden Quote gehaltener Bälle von fast 53 Prozent.

In der Tabelle bleiben die Westfalen somit weiterhin in der unteren Hälfte stecken. Bereits am Mittwoch steht um 19:15 Uhr das nächste Spiel an. Dann geht es gegen den Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbrück in der heimischen WESTPRESS arena darum, die Serie von nunmehr sieben sieglosen Partien zu brechen.

VfL Lübeck-Schwartau – ASV Hamm-Westfalen 23:19 (12:8)

VfL: Klockmann (20 Paraden), Conrad – Glabisch (2), Potratz (1), Gonschor (1), Raguse, Lindskog Andersson (3), Hansen (2), Löfström, Waschul  (1), Schult, Versteijnen (3), Schrader, Kretschmer (5), Hagen, Bruhn (4)

ASV: Storbeck (9 Paraden), Wesemann (1 7m) – Genz (1), Huesmann (5), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann (1), Rubino Fernandez (3), Schwabe (1), Krings (4), Pretzewofsky, Orlowski, Franke (2), von Boenigk (1), Schoesse (n. e.)

Schiedsrichter: Matthias und Sebastian Klinke

Zeitstrafen: VfL 6 min, ASV 4 min

Siebenmeter: VfL 2/3 (Lindskog), ASV 4/4 (Huesmann)

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Pflichtspielstart beim Vierten

Als Tabellenzwölfter reist der ASV Hamm-Westfalen zum ersten Pflichtspiel des Jahres am Freitag zum viertplatzierten VfL Lübeck-Schwartau an.

Sieben Punkte mehr als die Westfalen haben die Gastgeber bisher gesammelt, allerdings auch schon zwei Spiele mehr als der ASV absolviert. Großartig beschäftigen will sich ASV-Trainer Michael Lerscht mit diesen Zahlenspielen nicht. „Wir tun gut daran, uns voll auf die jeweilige Aufgabe zu fokussieren. Unser Ziel ist es, gute Handballspiele zu machen“, erklärt Lerscht und meint damit, dass der ASV sich nicht durch Dinge beeinflussen lassen wolle, die er eben nicht beeinflussen könne.

So wie am Montag, als die hochmotivierten Westfalen eigentlich zum Nachholspiel nach Hamburg anreisen wollten, dies dann aber wegen der prekären Straßenverhältnisse nicht konnten. Folgerichtig war die Partie am Sonntagnachmittag, gerade nach dem der ASV sein Abschlusstraining beendet hatte, erneut verschoben worden.

„Ich glaube, dass wir uns in den vergangenen Wochen in einigen Dingen weiterentwickelt haben“, zeigte sich Lerscht zu Wochenbeginn überzeugt davon, dass der ASV deutlich verbessert in die verbleibenden zwei Drittel der Saison starten wird, der aber auch am Freitag ein Spiel „bei einem ganz starken Gastgeber“ erwartet. Lerscht: „Wir fahren mit viel Respekt nach Lübeck, aber wir wissen natürlich auch, was wir können.“

Personell hat sich die Lage bei den Westfalen deutlich entspannt. Einzig bei Mittelmann Sören Südmeier reicht es möglicherweise noch nicht für einen Einsatz in Lübeck. Die Reise in den Norden tritt der ASV am späten Vormittag wie geplant mit dem Bus an. Bereits am Mittwoch geht es dann weiter für den ASV, der dann um 19.15 Uhr Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck in der WESTPRESS arena empfangen wird. Beide Spiele sind wie gewohnt live über SportDeutschland.TV oder Radio Lippe Welle Hamm zu empfangen.

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Pleite in Lübeck

Es läuft einfach nicht beim ASV Hamm-Westfalen. Die 27:32 (11:14)-Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau in der Partie des 24. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga war bereits die dritte Niederlage im Jahr 2020. Mit 31:17-Punkten bleiben die Westfalen weiter auf dem fünften Tabellenplatz.

Dabei sah es erst noch positiv aus. Vor allem die gut aufgelegten Oliver Milde und Jan von Boenigk schossen bereits nach gut zehn Minuten eine 7:4-Führung heraus. Die Hammer hatten bis zu diesem Zeitpunkt alles im Griff, die 1883 Zuschauer in der Hansehalle rechneten insgeheim wohl schon mit einem Sieg des Favoriten. Doch die Mannschaft von VfL-Trainer Piotr Przybecki ließ sich durch den starken Beginn der Gäste nicht nachhaltig irritieren.

Markus Hansen (14.) traf zunächst zum 7:7, folglich gelang es dem ASV jedoch nach einer Auszeit von Hamms Trainer Kay Rothenpieler, auf 8:7 zu stellen. Doch anschließend ging es nur noch bergab, Marino Mallwitz (16.) netzte zur erstmaligen Lübecker Führung (9:8) ein. Bis zur Halbzeit zogen die Norddeutschen bis auf 11:14 aus Hammer Sicht davon.

Der Start in den zweiten Abschnitt war – ähnlich wie im ersten – verheißungsvoll. Zwar erhöhte Niels Gerardus Versteijnen (32.) mit dem ersten Treffer nach dem Wiederanpfiff, doch die Tore von Jan Brosch (32.), Milde (33.), Fabian Huesmann (35.) und Marten Franke (35.) sorgten für Hoffnung im Hammer Lager, denn der Rückstand betrug nur noch zwei Treffer (15:17).

Doch spätestens mit den erfolgreichen Schüssen von Lübecks Rückraumspieler Tim Claaasen (38.) sowie Fynn Ranke (38.) schwand die Zuversicht, etwas aus der Hansestadt mitzunehmen. Daran änderte auch die Rote Karte gegen den linken Rückraumspieler Martin Waschul (45.) nach einem Foul gegen Jan von Boenigk nichts mehr. Es gelang nicht mehr viel, die Partie ging 27:32 verloren.

Am Samstag (ab 19.15 Uhr) geht es mit einem Top-Spiel weiter, denn dann gastiert der aktuelle Tabellenzweite TUSEM Essen, der drei Zähler mehr auf dem Konto hat, in der WESTPRESS arena. (mby)

ASV: Storbeck, Krechel – Huesmann (1), Milde (8), Brosch (2), Fuchs, Oehler, Lex, Südmeier (4), Papadopoulos (1), Krings, Pretzewofsky, Kropp, Franke (4), von Boenigk (7)

Das Nachsehen hatte der ASV beim Gastspiel in Lübeck. – Foto: Christian Schaffrath

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Ziel: Erster Auswärtssieg in 2020

Zwei Spiele auf fremder Platte – zwei Niederlagen: Diese äußerst dürftige Bilanz im Jahr 2020 will der ASV Hamm-Westfalen am Freitag (ab 19.30 Uhr) aufpolieren. Im Duell des 24. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga treten die Westfalen, die nur einen Punkt Rückstand auf den Aufstiegsplatz zwei aufweisen, beim VfL Lübeck-Schwartau an.

Die Stimmung in der Mannschaft ist nach dem jüngsten 32:27-Heimsieg gegen den ThSV Eisenach natürlich besser als nach der Niederlage in Emsdetten, berichtet ASV-Trainer Kay Rothenpieler: „Das hat man in der Trainingswoche gemerkt. Es war wichtig, dass wir gegen Eisenach eine gute Präsenz und Körpersprache gezeigt haben, darauf können wir für die Partie in Schwartau anknüpfen.“

Im Gespräch mit den Klubmedien fand Lübecks Trainer Piotr Przybecki lobende Worte für den ASV: „In der Abwehr überzeugt mich der massige Mittelblock. Ihn müssen wir in Bewegung bringen, um uns Chancen zu erarbeiten. Hamm gehört für mich zu den besten Zweitliga-Mannschaften und wird bis zum Ende vorne dabei sein.“

Przybeckis Mannschaft steckt aktuell im Kampf um den Klassenerhalt, liegt auf Platz 13 und hat nur drei Zähler Vorsprung auf die Gefahrenzone. Doch vor dem Gedanken, dass die Partie ein Selbstläufer wird, warnt Rothenpieler: „Es wird schwer. Schwartau spielt eine gute Deckung und haben mit Dennis Klockmann im Tor einen Schlussmann, der über sich hinauswachsen kann.“

Die Zahlen belegen Rothenpielers Einschätzung, denn mit 558 Gegentore rangiert Lübeck mit Blick auf die Gegentore immerhin auf Platz vier in der Liga. Zum Vergleich: Der ASV musste 30 Gegentore mehr hinnehmen. Zuletzt lieferten die Norddeutschen der formstarken SG BBM Bietigheim bei der 22:24-Niederlage lange einen offenen Schlagabtausch.

Deshalb fordert Rothenpieler, der im Augenblick personell aus dem Vollen schöpfen kann, von seiner Mannschaft, dass sie weiter „Gas geben“ muss: „Wir dürfen jetzt nicht aufhören und müssen weiter mit Selbstvertrauen auftreten. Die Qualität, das Spiel zu gewinnen, haben wir. Wir müssen mit einer guten Deckung auftreten und viele Treffern aus der ersten und zweiten Welle erzielen.“

Um mit breiter Brust in die Partien der nächsten Wochen, unter anderem gegen Essen und Coburg, zu gehen. (mby)

Der zuletzt gut aufgelegte Jan von Boenigk und der ASV peilt den ersten Auswärtssieg in 2020 an. – Foto: Wegener

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Volle Wucht für Oskar

Am 30.12.2019 steigt ab 19 Uhr das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem VfL Gummersbach in der Dortmunder Westfalenhalle. „Wir können uns alle darauf freuen, das wird ein richtiges Handball-Highlight zum Ende des Jahres. Beide Mannschaften müssen bis dahin ihre Hausaufgaben machen, dass es auch sportlich ein richtig gutes und heißes Spiel wird“, meint ASV-Trainer Kay Rothenpieler, der sein erstes Bundesligaspiel mit gerade einmal 16 Jahren für den OSC Dortmund in der Westfalenhalle bestritt.

Auch Hamms Geschäftsführer Franz Dressel gerät mit Blick auf die Partie ins Schwärmen: „Wir freuen uns riesig darauf. Der Gegner ist prädestiniert für die Westfalenhallen. In Dortmund ist Handball derzeit etwas unterrepräsentiert, deshalb glauben wir, auch im Umfeld von Dortmund jede Menge Menschen für das Spiel begeistern können.“

Thomas Lammers, der einst als Spieler bereits für die HSG Ahlen-Hamm 2010 vor 11.000 Zuschauern in der Westfalenhalle gegen den HSV Hamburg auflief und heute in Hamm für das Marketing und den Vertrieb zuständig ist, kann die Partie ebenfalls kaum erwarten: „Als Spieler war ich wie im Tunnel, an die Partie selbst kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Deshalb freue ich mich jetzt umso mehr, denn die Resonanz von den Sponsoren ist überwältigend, deshalb haben wir auch keinerlei Bauschmerzen.“

Doch in der Partie geht es nicht nur um zwei Punkte, sondern auch um ein bewegendes Schicksal. Es geht um den vierjährigen Oskar. Der kleine Mann ist an einem Hirntumor erkrankt.

Diese schreckliche Diagnose hat sein Leben sowie das seiner Familie auf den Kopf gestellt. Neben der großen psychischen Belastung müssen plötzlich viele Dinge geleistet werden, die vorher kein Thema waren: Während der Vater sich vollständig auf die Genesung des Sprösslings konzentriert, muss die Mutter noch ein Baby und eine Schwester im Kindergartenalter versorgen. Im Heimatdorf der Familie ist eine Welle der Solidarität ausgebrochen, alle packen mit an und helfen, wo es nur geht.

Damit neben den nervlichen Belastungen zumindest die Finanzen nicht auch noch zu einem Problem werden, helfen wir. Wir rechnen mit sehr vielen Zuschauern in der Westfalenhalle. Dies wird es uns ermöglichen, der Familie einen nicht unerheblichen Betrag zukommen zu lassen. Deshalb lautet das Motto für die Partie „Volle Wucht für Oskar“.

„Mit der Plattform in Dortmund können wir viel erreichen. Mit Blick auf die große Resonanz hoffen wir, einen großen Beitrag leisten zu können. Wir werden unser Bestes geben, um der Familie tatkräftig zu helfen“, sagt Lammers.

Helft mit und sichert euch Karten für die Partie gegen Gummersbach. Tickets gibt es ab sofort online auf www.volle-wucht.de zu kaufen. Sonderrabatte gibt es Großgruppen oder Vereine. Seid dabei für eine heiße Partie zweier ambitionierter Teams und für eine gute Sache. (mby)

PK ASV Hamm Gummersbach Kay Rothenpieler,Torge Greve

Foto: Henning Wegener

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Hamm tritt in Essen zum Spitzenspiel an

Es ist das Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga: Der Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen tritt am Freitag, 11.10.2019, ab 19.30 Uhr beim Tabellendritten TUSEM Essen an. Im Ruhrgebietsduell geht es also um die Frage: Kann Essen – wie bereits zuvor – wieder an den Hammer vorbeiziehen oder behaupteten sich die Westfalen an der Spitze?

Der Blick auf die jüngsten Partien spricht zumindest für den ASV: Die Sieben von Trainer Kay Rothenpieler fuhren ein souveränes 31:24 gegen den VfL Lübeck-Schwartau ein. Schon im Anschluss an den Heimsieg blickte Rothenpieler Richtung Zukunft: „Es kommen jetzt harte Wochen, es entscheidet sich, ob wir uns da oben festigen können.“

Für einen gelungenen Auftakt am Freitag wird dafür laut des 48-Jährigen entscheidend sein, dass seine Mannschaft „alles auf die Platte bringt“: „Nur dann haben wir eine Chance. Essen hat eine gute Deckung und verfügt über viel Klasse, auch individuell. Da wird einiges auf uns zukommen, deshalb müssen auch wir stabil in der Defensive stehen.“

Bei den Hausherren lief es letzten Wochenende nicht rund, sie kassierten eine 26:30-Pleite beim ThSV Eisenach. „Wir haben die Emotionalität und Aggressivität von Eisenach nicht mitgehen können. Unter’m Strich muss man festhalten, dass Eisenach verdient gewonnen hat “, äußerte sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert auf der Vereinshomepage zu der Leistung seiner Mannschaft. Doch große Auswirkung wird das Negativerlebnis in Eisenach, wo auch der ASV eine Pleite kassierte, nicht haben, glaubt zumindest Rothenpieler: „Wir haben gesehen, dass man dort verlieren kann. Die Essener wird das nicht beeinträchtigen, denn sie spielen dennoch eine hervorragende Saison.“

Ein Blick auf die Statistik macht klar, dass es beim Spiel Essen gegen Hamm immer eng zuging. 14 Mal duellierten sich die Mannschaften aus dem „Pott“, vier Siege fuhr TUSEM ein. Die Nase vorn haben die „Roten“ mit fünf Siegen, demzufolge endeten weitere fünf Kräftemessen mit einem Unentschieden. Beim Torverhältnis liegt die langjährige Bundesligamannschaft mit 400:392 knapp in Front. „Die Spiele in Essen waren immer knapp, wir werden aber natürlich alles dafür tun, dass wir mit einem Sieg im Gepäck die Heimreise nach Hamm antreten“, sagt Rothenpieler und meint weiter: „Ich erwarte ein heißes und leidenschaftliches Derby.“ (mby)

Foto: Henning Wegener

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ASV ist zurück in der Erfolgsspur

Dank des überragenden Schlussmanns Felix Storbeck ist der ASV Hamm-Westfalen in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen den VfL Lübeck-Schwartau setzte sich die Mannschaft von ASV-Trainer Kay Rothenpieler 31:24 (15:9) durch und hat nach zwei Niederlagen am Stück den Negativtrend gestoppt. Außerdem gelang mit dem verdienten Erfolg der Sprung zurück an die Spitze, da der bisherige Tabellenführer TUSEM Essen beim ThSV Eisenach 26:30 verlor.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft und das Auftreten. Es war nicht einfach nach dem Mittwochspiel, die Köpfe nach oben zu bringen und sich zu fokussieren. Ich habe das verlangt und die Mannschaft hat das hervorragend umgesetzt“, so ASV-Trainer Kay Rothenpieler.

Nach der Führung durch Kreisläufer Jan Brosch (2.) agierten die Hammer immer wieder in Unterzahl, da die Schiedsrichter Julian Fedtke und Niels Wienrich eine harte, aber konsequente Linie verfolgten. Im ersten Durchgang mussten Brosch, Markus Fuchs, Jakob Schwabe sowie Ivar Stavast auf der Bank jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe verbüßen. Dennoch erwischten die Hausherren einen Start nach Maß, zogen nach knapp 18 Minuten auf 11:6 davon.

Maßgeblich für die Führung war Storbeck, der mit sensationellen Reflexen etwa gegen Thees Glabisch, Sigtryggur Dadi Runarsson oder den polnischen Nationalspieler Pawel Genda die Lübecker gleich mehrfach zur Verzweiflung brachte. „Wir haben in der ersten Halbzeit einen überragenden Torhüter gehabt, das Torhüter-Duell haben wir klar gewonnen. Es ist in der 2. Liga ausschlaggebend, wenn du einen guten Schlussmann hast, das ist die halbe Miete“, war auch Rothenpieler voll des Lobes für Storbeck.

Im zweiten Durchgang starteten die Westfalen, bei denen Oliver Milde gegen seinen Ex-Klub mit acht Treffern der beste Schütze war, wieder mit einer stabilen Defensive. Doch zwischen der 35. und 45. Minute schmolz die Führung. Nervös ist aber ASV-Geschäftsführer Franz Dressel nicht geworden: „Ich habe da vollstes Vertrauen in Kay, er trifft immer die richtigen Entscheidungen.“

Er sollte Recht behalten. Rothenpieler nahm eine Auszeit und folglich lief das Spiel der Hammer wieder wie am Schnürchen. „Wir haben technische Fehler gemacht, das hätte auch noch einmal kippen können, aber zum Glück haben wir immer nachlegen können“, sagt der Coach. Anschließend zog der ASV wieder davon und der Sieg wurde in trockene Tücher gebracht. (mby)

Handball Bundesliga ASV Hamm Luebeck-Schwartau; Huesmann,Fabian; Jubel;

Foto: Henning Wegener

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Mit Pokalschwung gegen Lübeck-Schwartau

„Am Samstag werden wir erneut so eine Leistung abrufen und dann die zwei Punkte hierbehalten!“ So bitter die 24:25-Niederlage im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen die Eulen Ludwigshafen auch war, ASV Hamm-Westfalens Trainer Kay Rothenpieler krempelte noch am späten Mittwochabend die Ärmel hoch und legte den Fokus auf die kommende Partie. Am Samstag, 5. Oktober, trifft der aktuellen Tabellenzweite ab 19.15 Uhr auf den VfL Lübeck-Schwartau. 

„Wir haben im Pokal gute Werbung gemacht, das muss uns aufbauen. Jetzt geht für uns darum, wieder in den Liga-Alltag einzufinden. Gegen den VfL waren es immer spannende Begegnungen. Wir wissen aber, was wir können und wollen am Samstag wieder unser schnelles Spiel aufziehen“, sagt Rothenpieler.

Der Gegner indes kam nicht so recht aus den Startlöchern, rangiert aktuell auf Platz acht. Immerhin: Nach drei Partien ohne Sieg gelang den Lübeckern zuletzt ein 29:22 gegen die SG BBM Bietigheim. Dabei stach laut VfL-Trainer Piotr Przybecki besonders ein ehemaliger Hammer hevor: „Mex Raguse hat acht Tore geworfen und war auch defensiv stark“ meint Przybecki auf der Vereinshomepage. 

Damit der Ex-Hammer an seiner alten Wirkungsstätte nicht erneut glänzen kann, setzt Rothenpieler auf „eine kompakte Abwehr und gute Torhüter“: „Wir kennen ihn, er ist ein guter Schütze und wird sicherlich motiviert sein.“ 

Insgesamt ist für den Ex-Profi Lübeck Schwartau eine „starke Mannschaft, die um den Aufstieg spielt.“ Neben Raguse sticht für ihn vor allem Torhüter Dennis Klockmann heraus: „Er ist bereits ‚Bester Torhüter der Saison‘ geworden. Wir dürfen ihn auf keinen Fall warm werfen.“ (mby)

Foto: Henning Wegener