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Phil SchrageFür den ASV Hamm-Westfalen ist die Tabellenführung in der Handball-Oberliga futsch. Beim direkten Verfolger und nunmehr neuen Spitzenreiter LIT „Germania“ Nordhemmern kassierten die Gäste eine 28:26 (13:16) Niederlage und die war eine der ganz bitteren Art. Denn lange Zeit hatte der ASV den Liga-Zweiten kontrolliert, bis weit in die zweite Hälfte hinein lagen die Gäste beim Club um den 101-fachen polnischen Ex-Nationalspieler Piotr Grabarczyk fast ständig mit zwei- bis drei Toren vorn.

„Wir haben hier heute einen richtig guten Job gemacht und haben auch zweifellos eine bessere Leistung abgeliefert, als bei unserem ersten Spitzentreffen gegen Bielefeld. Natürlich bin ich absolut enttäuscht“, erklärte der niedergeschlagene ASV-Trainer Christian Feldmann nach dem Spiel. „Wir haben die Mittel, um die starke Abwehr unserer Gastgeber zu knacken“, hatte der Coach noch in der Woche vor dem Match erklärt und tatsächlich fanden seine Akteure mit dem schnellen Phil Schrage dann auch den besseren Einstieg in die Partie. Mit 4:1 (4.) und 8:3 (11.) legten die Hammer los- Nordhemmern schien geschockt. Vor allem von der sicheren ASV-Deckungsreihe und auch vom hohen Spieltempo, das die Gäste von der ersten Minute an vorlegten. Exakt so hatten die Hammer trainiert und mit diesen Stärken wurden die Hausherren auch förmlich überrollt. Schon in der 11. Minute das erste Time-Out bei den Ostwestfalen- LIT Coach Daniel Gerling machte seinem Ärger nach vier kassierten Steilangriff- Treffern ordentlich Luft. Doch der Hammer Sturmlauf ging weiter. Zwar zeigten die kräftigen Worte von Gerling bei seinem Team Wirkung, aber vier weitere Treffer von Julian Krieg (3) und Michel Sorg (1) stellten schnell den alten Abstand (13:8) wieder her. Kampfgeist und Leidenschaft, die wichtigsten Faktoren im Hammer Spiel stachen bis dahin beeindruckend gut. Erst danach bäumte sich der Ligazweite erstmals auf, steigerte den Angriffsdruck vor allem durch Gartmann und Knickmeier und so kämpften sich die Hausherren –begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen Jannis Bihler- bis kurz vor dem Seitenwechsel wieder bis auf 12:13 an den ASV heran. Und dennoch: Der Tabellenführer hatte bis zum Seitenwechsel beispielhaft aufgetrumpft. Absolut konsequent in der Abwehr –nur 13 Gegentreffer- und vorne meist über den herausragenden Julian Krieg auch bissig im Sturm. Mit einer 16:13 Führung konnten die Gäste den verbleibenden 30 Minuten sicherlich zuversichtlich entgegen sehen. Und das tempogeladene Treffen blieb auch im zweiten Durchgang eine hart umkämpfte und auch oftmals „wilde“ Angelegenheit. Anfangs allerdings mit einigen Anlaufschwierigkeiten bei den Hammer Westfalen, die Zuordnungsprobleme in der Abwehr hatten. Zwei LIT-Treffer von Gartmann und Overmann brachten die Aufholjagt der Hausherren indes in Fahrt. Doch der ASV blieb am Ball- drei Treffer des jetzt starken David Spiekermann (19:17) waren die passende Antwort. Auf jedes weitere Tor der Ostwestfalen folgte ein Hammer Treffer: Über 21:18 (40.) und 22:19 (43.) blieb der oftmals mit dem 7. Feldspieler angreifende Klassenprimus durchweg mit drei Toren vorn. Doch Mitte der Spielhälfte wendete sich das Blatt. Der Hammer Angriff knickte ein, zudem sorgte eine weitere ASV-Zeitstrafe für Luft bei den Hausherren. Die brachten sich wieder bis zum 22:22 (47.) Remis in Stellung. Acht torlose Minuten hatte der ASV, erst dann erlösten Michel Sorg und Phil Schrage mit einem Doppelschlag ihr Team. Doch auch von dieser Hammer 24:22 Führung ließen sich die Gastgeber nicht beeindrucken. Da sich nun auf Fehler beim ASV häuften, drehte LIT den Rückstand erstmals in eine 25:24 (55.) Führung um. Jetzt zog Christian Feldmann die grüne Karte, doch das Spiel kippte nicht mehr in die Hammer Richtung. In Überzahl (Zwei-Minuten-Strafe gegen den Hammer Trainer) schraubte der neue Tabellenführer den Vorsprung bis zum 28:26 Heimerfolg herauf.

ASV: Behrens, Wesemann- Wolff, Pretzewofsky (1), Zyska, Krieg (7/2), Sorg (4), Weigel (1), Tröster, Schrage (5), Spiekermann (6), Krause, Bihler (2).

Oberliga

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