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David SpiekermannMit einem positiven Hinrunden-Abschluss wollte der Handball Oberligist ASV Hamm-Westfalen in die Winterpause gehen und gleichsam dem Tabellenführer aus Nordhemmern signalisieren: „Wir sind dir auf den Fersen“! Die notwendigen Punkte dazu wollten sich die Schützlinge von Coach Christian Feldmann in der Auswärtspartie beim TuS Möllbergen erkämpfen. Doch das haben die Hammer Gäste nicht geschafft. In einer vor allem kampfbetonen- und bis in die Schluss-Sekunden hinein auch hochdramatischen Partie siegten die Ostwestfalen mit 26:25 (12:13) und feierten den Sieg über den Liga-Zweiten wie die vorzeitige Klassensicherung in der Oberliga.

Der überglückliche TuS-Trainer Andre Torge konnte es kaum fassen: „Ich ziehe meinen Hut vor der Mannschaft. Sie hat beispielhaft gekämpft und mit sehr viel Emotion einen starken Gegner bezwungen“, sprudelte es aus dem Übungsleiter der Ostwestfalen nur so heraus. Versöhnliche Worte fand allerdings auch der Hammer Coach Christian Feldmann für sein Team. „Unsere Saison verlief bisher richtig gut und wir haben jetzt schon einen Zähler mehr auf dem Konto, als zum Ende der letzten Spielzeit. Mit dem Gefühl dieser Leistung gehen wir in die Winterpause“, bekräftigte Feldmann, der die personelle Situation am Spieltag als Ursachen der Niederlage in Möllbergen erkannte. Denn der ASV musste bei den Ostwestfalen ohne Shooter Julian Krieg auskommen, der private Verpflichtungen hatte. Ferner fehlten Niklas Kölsch und Björn Danz, die zeitgleich bei der Hammer Landesliga-Reserve im Einsatz waren. Zu allem Überfluss kassierte nach einem Foulspiel dann auch noch ASV-Spielmacher Michel Sorg in der 41. Spielminute die Rote Karte. „Da kam zu viel auf einmal zusammen“, erkannte Christian Feldmann. Den Tabellenführer aus Nordhemmern hatte Möllbergen bezwungen und jüngst auch dem selbst ernannten Spitzenclub AH Bielefeld einen Zähler abgerungen: Mit breiter Brust spielte der TuS auch gegen den ASV selbstsicher und mit sehr viel Körpereinsatz auf. Doch die Hammer Abwehr hielt stand und Schlussmann Jan Wesemann raubte den Gästen mit insgesamt neun Paraden die Nerven.

Meist angetrieben über Jan Pretzewofsky und David Spiekermann als Shooter, doch auch über den schnellen Phil Schrage, entwickelte sich ein Treffen mit zunächst leichten Vorteilen für die Westfalen. So lagen die Gäste durchweg mit zwei- bis drei Toren (5:3, 8:5 und 9:6) vorn- erst zum Ende der Halbzeit schloss Möllbergen zum 13:12 Pausenstand auf. Das von beiden Teams äußerst intensiv geführte Match kippte auch nach dem Kabinengang wieder in die Hammer Richtung. Je zwei Tore von Weigel und Spiekermann- der ASV lag mit 17:14 zweifellos vielversprechend (38.) vorn. Der rührselige Hammer Spielmacher Michel Sorg hielt die Angriffs-Fäden seiner Mannschaft bis dahin sicher in der Hand. Als er in der 41. Spielminute disqualifiziert wurde, kam nicht nur ein Bruch in das Hammer Spiel- Möllbergen witterte gleichsam Morgenluft. Und die Gastgeber bäumten sich auf. Julian Kaatze und Simon Witte drehten den Drei-Tore- Rückstand in eine 21:20 (48.) Gastgeber-Führung um. Der oftmals giftige Kampf um jeden Ball dauerte bis in die Schlussphase hinein. Mit 26:25 (59.) lagen die Hausherren vorn, doch eine Zwei-Minuten-Strafe für Bastian Fischedick (TuS) brachten den ASV wieder in Stellung. In Überzahl spielten die Gäste jetzt richtig clever- Luca Tröster kam Sekunden vor dem Ende in eine aussichtsreiche Wurfposition. Doch der Ball verfehlte sein Ziel, beide Punkte blieben somit in Möllbergen.

ASV: Wesemann, Behrens- Spiekermann (8), Pretzewofsky (5), Weigel (3), Schrage (2), Zyska (2), Bihler (1), Krause (1), Sorg (1), Tröster (1), Wolff (1).

Oberliga

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