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Michel SorgOftmals entscheiden nur wenige Momente über den Ausgang einer Handball-Partie. Mannschaften, die einen Sieg schon greifbar nahe vor sich sehen, stehen am Ende nicht selten mit leeren Händen da. So geschehen im Heimspiel des ASV Hamm-Westfalen gegen den bis dato noch punktgleichen Oberliga-Zweiten TSG AH Bielefeld. Buchstäblich in den letzten Spielminuten drehten die Ostwestfalen einen 18:21 (53.) Rückstand in einen 23:22 Auswärtssieg um. Der ASV war im Duell der beiden Verfolger des Spitzenreiters aus Nordhemmern gescheitert- den direkten Kontakt zum Klassenprimus aus Ostwestfalen haben die Schützlinge von Coach Christian Feldmann nunmehr verloren. „Das war eine ganz bittere Angelegenheit“, erkläre der stellvertretende Vorsitzende des ASV, Michael Heinlein, der viele starke Phasen seiner Mannschaft hervorhob, dann aber auch einige Angriffsdefizite bemängelte.

Zu den starken Momenten zählte Heinlein vor allem die Aufholjagt der Hammer in der ersten Hälfte. Bielefeld schien den ASV mit einer schnellen 7:1 Führung (10.) überrollen zu wollen, „eigentlich war das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entschieden“, empfand Heinlein. Doch urplötzlich wachten die Westfalen auf. Jan Wesemann im Hammer Tor entwickelte sich zunehmend zum Rückhalt seiner Mannschaft, Michel Sorg ging erfolgreich in die Zweikämpfe und Jan Pretzewofsky und Julian Krieg trafen aus dem Rückraum. Nur 10 Minuten später hatte der ASV mit dem 8:8 Zwischenstand wieder Tuchfühlung zum Liga-Kontrahenten aufgenommen. „Wir hätten in dieser Phase sogar noch 2- oder 3 Tore mehr erzielen können, so aber mussten wir der TSG eine 11:9 Halbzeitführung überlassen“, analysierte Heinlein. Das geduldige Hammer Angriffsspiel zahlte sich auch nach dem Seitenwechsel aus. Der ASV stand sicher in der Abwehr, spielte vorne mit Druck und Tempo und war eigentlich auf allen Positionen torgefährlich. Über 12:12 (36.) drehten die Hausherren den knappen Pausenrückstand in eine 15:13 (41.)- und wenig später gar in eine 21:18 (53.) Führung um. Der ASV hatte erstmals drei Treffer Vorsprung zum Gegner, bei den Gästen sanken schon die Köpfe. Doch dann ging alles schnell. Michel Sorg kassierte seine 3. Zeitstrafe und fehlte fortan beim ASV. „Irgendwie lief es danach bei uns nicht mehr rund- ja das Fehlen von Sorg zeigte Wirkung“, bemerkte Michael Heinlein gar einen Bruch im Spiel seiner Truppe. Vier TSG-Treffer in Serie kippten das Treffen zur Bielefelder 22:21 (56.) Führung. Als der sechsfache Hammer Torschütze Jan Pretzewofsky dann auch noch eine 2-Minuten-Strafe kassierte, waren die Gäste oben auf. Doch Julian Krieg weckte mit seinem 4. Treffer zum 22:22 Unentschieden noch einmal Hoffnung bei den Hausherren. Zumindest einen Punkt wollten die Hammer festhalten, doch Sekunden vor dem Ende entriss Nils Strathemeiner den Westfalen diesen Zählern aus den Händen. Aus dem Rückraum traf der TSG-Shooter und besiegelte somit die zweifellos bittere 22:23 ASV-Heimniederlage.

ASV: Behrens, Wesemann- Wolff, Pretzewofsky (6), Krieg (4), Sorg (6), Weigel, Tröster, Kölsch (3), Schrage (2), Krause (1), Danz und Biehler

Oberliga

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