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lars gudatUngläubig blickte ASV-Trainer Christian Feldmann noch in der 45. Spielminute zur Anzeigetafel der Freiherr-vom-Stein Halle- sein Team lag gegen das Oberliga-Schlusslicht aus Schalke mit 22:24 zurück. Selbst als wenig später der Heimsieg des Hammer Spitzenreiters mit 31:26 (16:12) feststand, löste sich die Anspannung beim Coach des Liga-Ersten nicht. Obwohl sein Team gerade die perfekte Jahres-Abschlussbilanz mit 22:0 Punkten eingefahren hatte. Noch bevor Feldmann auch nur einen Ton über die beeindruckte Siegesserie seiner Mannschaft verlor, zog er vor einem Spieler der Gäste den Hut: Vor FC Schlussmann Veit Lichtenegger.

Der erfahrene Keeper, der auch lange Jahre in Hamm gespielt hatte, hielt seine Truppe mehr als 50 Minuten lang im Rennen. Denn er parierte gleich eine Vielzahl allerbester ASV-Möglichkeiten und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich der Tabellenführer lange strecken musste um nicht den Anschluss zu verlieren. Doch mit eben solch einem Treffen hatte Christian Feldmann auch gerechnet. Und da die Hammer ohne Jan Pretzewofsky, Jannis Bilher und den dauerverletzten Phil Schrage auskommen mussten, bestätigte sich die Vorahnung des Trainers, der seinem Team ein ganz heißes Match gegen einen hochmotivierten Gegner prophezeit hatte. Und wie ein Schlusslicht spielten die Königsblauen in der Stein-Halle nun wirklich nicht. Sie beeindruckten mit einer jederzeit sicheren Abwehr, mit sehr viel Tempo und Bewegung im Angriff und durch eine absolut starke Rückraumreihe. Mit Ruskov und dem zehnfachen Torschützen Kirsch als Aktivposten. Ein wahrlich unbequemer Gegner, der seine Balance auch nach Hammer 4:1- und 8:6 Führungen nicht verlor. Zumal der Klassenprimus viele Chancen liegen ließ und lediglich über Michel Sorg im Aufbau und Alex Rubino auf der Außenposition Akzente setzte. Doch Schalke blieb dran. Zum 8:8 (18.) und 11:11 (24.) glichen die Gäste sogar aus. Erst als sich die Hammer Trefferquote verbesserte, vor allem Lars Gudat effektiver agierte, zogen die Hausherren zur Pause mit 16:12 nach vorn. Einen Vorsprung, den der ASV im zweiten Durchgang eigentlich ausbauen wollte. Durch Julian Krieg, Rubino und Gudat drückte der Spitzenreiter auch auf das Tor des Gegners, doch der verlor die Übersicht in dieser Tempophase nicht. Im Gegenteil: Schalke drehte sogar einen 17:21 (38.) Rückstand zur 24:22 (44.) Führung um. Christian Feldmann war bedient, weil sein Team zunehmend die Sicherheit verlor, zu überhastet agierte und in der Abwehr auch keine Hand an den Ball bekam. Erst eine Schalker Zeitstrafe nutzte Lars Gudat mit einem Doppelschlag zum Ausgleich (24:24). Zwar kassierte Julian Krieg wenig später ebenfalls eine Zwei-Minuten-Strafe, doch selbst in Unterzahl blieben die Hausherren jetzt ruhig und fokussiert. Ein starker Melf Krause hielt die Deckung zusammen und auch der Hammer Schlussmann Patrick Krömer entschärfte in den folgenden Minuten drei klare Chancen der Gäste. Und mit Tempo spielte der ASV jetzt nach vorn und so drehten Treffer von Rubino, Gudat und Krieg das Spiel erfolgreich um. Zur Hammer 28:25 (55.) Führung, die den Siegeswillen der Gäste letztendlich brach.

ASV: Wesemann, Krömer- Zyska, Krieg (11/5), Sorg (4), Runkel, Krause, Gudat (7), Rubino (7), Kölsch, Spiekermann (2).

Oberliga

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Di.  18:30-20:00 Uhr - WP
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Christian Feldmann
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Christof Reichenberger
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