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aufstieg2019Es war schon eine große Portion Stolz, die in den Worten von Christof „Curry“ Reichenberger mitklang. „Mit Mannschaften in der 3. Liga, der Landes- und Bezirksliga bieten wir unseren Nachwuchsakteuren Perspektiven an, über die in Deutschland nur ganz wenige Vereine verfügen“, kommentierte der ASV-Sportwart die Entscheidung, das Aufstiegsrecht in die 3. Liga wahr zu nehmen. Beim Abbruch der Handball-Oberliga vor einigen Wochen war der Spitzenreiter ASV Hamm-Westfalen II vom Landesverband bereits zum Meister erklärt und die Möglichkeit eingeräumt worden, in der kommenden Saison eine Klasse höher anzutreten.

In einer Vorstandssitzung wurden jetzt die letzten Zweifel ausgeräumt, ob der Verein das zwar sportlich lukrative, aber finanziell durchaus waghalsige Abenteuer in der dritthöchsten Liga im Bundesgebiet eingeht. „Wir haben zuletzt die Wirtschaftlichkeit überprüft und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir das stemmen können“, erklärte der beim ASV für den Amateurbereich zuständige Manager Frank Scharschmidt. Nicht zuletzt der Insolvenzantrag der Spielbetriebs-GmbH des Drittligisten Leichlinger TV vor einigen Tagen – so Scharschmidt – hatte den ASV veranlasst, bei der vereinsinternen Machbarkeitsstudie ganz besonders sorgfältig vorzugehen. Für „Curry“ Reichenberger ist die Sache jetzt aber klar. „Wenn Frank Scharschmidt zusagt, dass wir das machen können, dann wird das auch funktionieren“, beteuert der ASV-Sportwart, zumal die aktuellen Spieler dem Verein angesichts der Corona-Problematik laut Reichenberger ein gewisses Entgegenkommen signalisiert haben. Deshalb wurde die ASV-Reserve bereits bei der spielleitenden Stelle des Verbandes für die neue Saison in der 3. Liga gemeldet.
Damit der Sprung in die höhere Liga auch in sportlicher Hinsicht kein Abenteuer wird, geht es jetzt darum, hinter den Kulissen die Kaderplanungen weiter voran zu treiben. Unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit waren die ersten Weichen bereits vor einigen Wochen gestellt worden. Der Vertrag mit Erfolgstrainer Christian Feldmann, der in seinem ersten Jahr mit dem Team Dritter geworden war und die Mannschaft jetzt zur Oberliga-Meisterschaft führte, war nach Gesprächen nicht verlängert worden. „Wir haben Christian zwei Angebote vorgelegt, die er beide abgelehnt hat, auch wenn er das inzwischen etwas anders sieht“, erklärt Reichenberger, der das Thema damit als endgültig erledigt ansieht. Mit Reichenbergers früheren Kumpel Dirk Schmidtmeier, mit dem er schon in der ASV-Jugend zusammen spielte, hat der Verein bereits einen Nachfolger auf der Trainer-Position verpflichtet.

Der Rahmen für das weitere Personalpuzzle des Unterbaus in Werries ist bereits abgesteckt. Fünf Akteure des aktuellen Kaders werden in der kommenden Saison nicht mehr für die Werrieser in der 3. Liga auf Tor- und Punktejagd gehen. Julian Krieg wird, so Reichenberger, „Handball-Rentner. Er wird Papa und will deshalb auch eine Pause einlegen“, berichtet der Sportwart. Phil Schrage will aus beruflichen Gründen kürzer treten und deshalb vorerst nur in der Landesliga spielen. Michel Sorg hat sein Studium in Münster abgeschlossen und weiß noch nicht, wo ihn der Weg hinführen wird. Melf Krause hatte schon vor Corona eine Auszeit geplant. Mit Leon Wolff, der zuletzt ohnehin lediglich als Stand-by-Spieler agierte, hat der ASV nicht verlängert.

Diesen fünf Abgängen stehen bisher vier Neuzugänge gegenüber. Tobias Filthaut (Rückraum rechts) kehrt von Tusem Essen zu seinem Stammverein zurück. Fest zugesagt haben zudem Florian Schösse (TuRa Bergkamen) und Moritz Eigenbrot (SG Menden Sauerland Wölfe), die beide für die Rückraummitte vorgesehen sind. Mit Tim Faber (TV Soest) haben die Hammer auch einen weiteren Torhüter verpflichtet. In die Planungen ist auch Michael Lerscht, der zukünftige Trainer der ASV-Zweitliga-Mannschaft, mit eingebunden. „Michael wird sich sehr intensiv um die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesligateam, dem Unterbau im Seniorenbereich sowie mit der Jugend kümmern“, bestätigt Reichenberger. „Wir sind derzeit auf einem sehr guten Weg, die interne Verzahnung weiter voranzutreiben.“ Durch den Aufstieg in die 3. Liga dürfen die Hammer jetzt auch Akteure bis zum Alter von 23 Jahren mit einem Spielrecht für die erste und zweite Mannschaft ausstatten, was zuvor nur bis 21 möglich war.

Wie Reichenberger zudem bestätigt, wird der Verein die Wildcard für die vierte Mannschaft für die Bezirksliga annehmen.

3. Liga

Trainingszeiten

Mo. 19:30-21:00 Uhr - WP
Di.  18:30-20:00 Uhr - WP
Do. 20:00-22:00 Uhr - FVS

Ansprechpartner

Dirk Schmidtmeier

 
Christof Reichenberger
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