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lars gudatEigentlich hatten die Spieler des ASV Hamm-Westfalen einen Erfolg zum Auftakt der 3. Handball-Bundesliga beim HSV Hannover schon fest im Visier. In der niedersächsischen Landeshauptstadt führten die Akteure von Coach Dirk Schmidtmeier mit 10:3 (14.) und 11:4 (16.) nicht etwa glücklich, sondern hoch verdient. Gleich zahllose Indizien sprachen für einen siegreichen Saisonstart der Westfalen, die ballsicher, schnell und auch weitaus abgeklärter agierten als die körperlich großen Gastgeber. Denn die präsentierten sich nach der bitteren 21:35-Vorwochenpleite in Minden alles andere als selbstbewusst.

Viel zu langsam und durchsichtig im Sturm, mit einigen haarsträubenden Ballverlusten- alles Gastgeschenke, die der ASV dankend entgegennahm. So machte sich auch Zuversicht in den Hammer Reihen breit, denn insbesondere über außen durch Magnus Aust und Niklas Kölsch, sowie ebenso druckvoll durch Moritz Eigenbroth und Lars Gudat knackte der ASV die zunächst verunsichert wirkende HSV-Deckung gleich reihenweise. Auch mit einer defensiveren Abwehrvariante bekam Hannover die Westfalen nicht in den Griff. Zwar brachten sich die Niedersachsen bis zum Seitenwechsel (17:13) wieder in Schlagweite, doch zwei schnelle Treffer von Eigenbroth, bereits in der 31. Spielminute zur wieder sicheren Hammer 19:13-Führung, kratzten doch erheblich am Selbstbewusstsein der Gastgeber. Allerdings: Die Hammer Bank war dünn besetzt, gleich vier Stammkräfte fehlten dem ASV-Coach, der seine Start-Sieben bis zu diesem Zeitpunkt beinahe unverändert ließ. Die Belastungsfolgen zeichneten sich dann auch schneller ab, als es dem Hammer Trainer lieb war. „Vor allem in der Abwehr hatten wir in den folgenden Minuten nicht mehr die Stabilität wie in der ersten Spielhälfte“, erklärte Schmidtmeier und meinte damit in erster Linie die mangelnde Zuordnung im bis dahin recht sicheren Hammer Deckungsverband. So agierte der ASV bei zunehmenden Rückraumwürfen der Gastgeber viel zu zögerlich, auch das HSV-Kreisspiel, nach oftmals recht durchsichtigen Spielzügen, bekamen die Hammer nicht wirkungsvoll in den Griff. Und so fielen die Gäste buchstäblich in ein Leistungs-Loch als Hannover 7 Treffer in Serie erzielte und den klaren Rückstand erstmals in einen 20:19 (39.) Vorsprung umdrehen konnte.

Die Hammer Reaktion auf diesen Rückstand war dennoch beispielhaft. Denn die Gäste bäumten sich insbesondere durch Lars Gudat auf, der jetzt die Initiative übernahm und sein Team mit seinen Treffern im Rennen hielt. Der ASV blieb mit 23:24 (44.) und 29:30 (54.) auch lange Zeit dran, doch insgesamt fehlten Druck, Tempo und auch die gute Trefferquote aus dem ersten Durchgang. Eine 33:29 (58.) Führung der Niedersachsen besiegelten dann schon vorzeitig die Hammer Niederlage. Auch von einer offenen ASV-Manndeckung ließen sich die Hausherren bis zum Ende (34:31) nicht mehr vom Kurs bringen. Während HSV-Trainer Robin John „super zufrieden mit dem Ergebnis“ war, bezeichnete Dirk Schmidtmeier den Bruch zu Beginn der zweiten Spielhälfte als Grund der Niederlage. „Starke 30 Spielminuten und 31 Auswärtstreffer reichten nicht aus, um die zwischenzeitlichen Fehler unserer Defensivabteilung zu überdecken. Natürlich bin ich enttäuscht, doch letztendlich habe ich damit gerechnet, dass es angesichts unserer dünnen Personaldecke heute sehr schwer für uns wird“, erklärte der ASV-Coach.

ASV: Faber, Krömer- Aust (8/4), Gudat (9), Kölsch (4), Eigenbroth (6), Runkel (2), Bihler (1), Zyska (1), Krause, Filthaut, Schrage, Möllenhoff

3. Liga

Trainingszeiten

Mo. 19:30-21:00 Uhr - WP
Di.  18:30-20:00 Uhr - WP
Do. 20:00-22:00 Uhr - FVS

Ansprechpartner

Dirk Schmidtmeier

 
Christof Reichenberger
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