Jan PretzewofskyAn der Hammer Zielsetzung vor dem Landesliga-Treffen bei Borussia Höchsten gab es keinen Zweifel: Mit einem Sieg wollten die Schützlinge von ASV-Trainer Jens Gawer in das neue Jahr starten und gleichsam am letzten Hinrunden-Spieltag die beiden Abstiegsplätze hinter sich lassen. Als der 35:29 (18:10) Erfolg über den Liga-Sechsten aus Dortmund am Ende der Partie feststand, war der Hammer Coach nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der gezeigten Leistung seiner Youngster hoch zufrieden. Obwohl Gawer natürlich anmerkte, dass sein Team beim Hinrunden-Abschluss-Sieg auch von der aktuell noch laufenden Spielpause der ASV-Oberligamannschaft profitierte. Denn gleich sechs Spieler aus dem klassenhöheren Vereinsteam hatte der Trainer mit nach Dortmund genommen- „da hatten wir schon eine ganz andere Angriffsqualität“, erkannte der Coach folgerichtig.

„Wir haben in der zurückliegenden Woche nur einmal gemeinsam trainiert, dafür haben die Jungs aber als Mannschaft gegen einen kräftigen Gegner erstaunlich gut funktioniert“, urteilte Gawer, der nicht nur die starke Offensivarbeit seiner Truppe lobte, sondern auch das passende Zusammenwirken der Deckung als einen wichtigen Baustein zum Erfolg sah. Zwar brauchten die Hammer gegen den anfangs noch hoffnungsvollen Kontrahenten gute 10 Minuten, um die notwendige Bindung in der Abwehr zu finden, doch dann sorgten schnelle sechs ASV-Treffer –von 6:5 auf 12:5- für ein erstes Achtungszeichen in der Partie. „Wir kamen gegen den TuS zu einfachen Toren und aus der Abwehr haben wir mit Tempo nach vorne gespielt“, nannte ASV Co-Trainer Kevin Andrä die Gründe, die zur erstmals deutlichen Führung seiner Mannschaft führten. Höchsten versuchte bis zur Pause (10:18) alles, um den ASV aus dem Rhythmus zu bringen. Mit dem siebten Feldspieler, eine offensivere Abwehr oder durch eine wechselnde Bewachung der Hammer Offensivkräfte. Doch alle Dortmunder Bemühungen blieben ohne Erfolg. Denn speziell mit Jan Pretzewofsky, Niklas Kölsch und Kreisläufer Melf Krause hatten die Gäste herausragende Akteure in den Reihen, die sich athletisch durchsetzten oder Fehler in der TuS-Abwehr clever ausnutzten. „Wir haben aber auch sehr viel durchgewechselt und phasenweise recht lange mit den Jungs aus dem Landesliga-Kader gespielt. Dennoch gab es keinen Bruch im Spiel“, freute sich Gawer über stets deutliche Führungen -22:13, 31:26 und 33:28- seiner Sieben, die auch in den Schlussminuten nicht den Fuß vom Gas nahm und somit einen sicheren 35:29 Auswärtssieg erzielten.

ASV: Krömer (2), Schneider- Kölsch (7), Bihler (4), Pretzewofsky (9), Schittek, Donatien, Panke, Danz, Hagedorn, Tröster (3), Krause (6), Antoni (4), Artmann.