moritz schittekJens Gawer hat in der laufenden Landesliga-Handballsaison schon einiges mitgemacht. Schmerzhafte Niederlagen musste der Coach des ASV Hamm-Westfalen bereits verkraften, doch selten zuvor hat sich der Übungsleiter über einen Sieg seiner Mannschaft so gefreut wie am letzten Wochenende. Mit 34:25 schickten die Westfalen den TV Brechten auf die Bretter und rückten in der Tabelle bis auf den 12. Rang vor. Erstmals seit vielen Wochen rangiert die Gawer-Sieben somit nicht auf einem der beiden direkten Abstiegsplätze. Einen weiteren Schritt in Richtung unteres Mittelfeld wollen die Hammer nun in der Auswärtspartie am Samstag (19:30 Uhr) beim HTV Recklinghausen unternehmen.

„Wir spielen gegen den Liga-Letzten und da wollen wir unsere jüngst gegen Brechten gewonnenen Punkte natürlich vergolden“, hofft Gawer, dass sein Team auch gegen den Aufsteiger nachlegen kann. Der HTV indes hat den Landesliga-Klassenverbleib noch nicht zu den Akten gelegt. Trotz magerer 8:12 Punkte und einer Serie von sieben, aufeinanderfolgenden Niederlagen. Schon seit Wochen mobilisiert die Vereinsführung alle Fans und jüngst bekräftigte auch der jüngst gegen Dolberg mit 7 Treffern erfolgreiche HTV-Linkshänder Kevin Polnik, dass er und seine Mitstreiter vehement um den Liga-Verbleib kämpfen werden. Zuletzt gegen Dolberg hat es für den HTV nur zu einer 23:33 Niederlage gereicht, doch im Hinspiel gegen Hamm verließ der Aufsteiger als 27:24-Sieger den Platz. „Das war ein ganz schlimmes Match, mit unendlich vielen Fehlern und unserem Einbruch nach einer vielversprechenden 13:9 Pausenführung“, liegen Jens Gawer vor allem die 27 kassierten Treffer noch heute schwer im Magen. „Die 24-Tore-Marke hat Recklinghausen bislang schon mehrfach geknackt. Das sollte Warnung genug für uns sein. Aber ich hoffe, dass wir unsere Spiel-Leichtigkeit auch in Recklinghausen hinbekommen. Wir dürfen nicht vor der eigenen Courage scheitern, die Jungs sollen kämpfen, aber auch Spaß haben“, sieht der Hammer Trainer das Spiel beim HTV allerdings auch als ein „es kann alles passieren Match“ an. Kann passieren- darf aber nicht und dafür wollen sich die ASV-Youngster ins Zeug legen. Allerdings ohne Moritz Schittek, der gesundheitlich immer noch angeschlagen ist.