Waschechtes „Derby“

An diesem 3.Advent stand das 2.Heimspiel für die Mädchen der wD-Jugend des ASV-Hamm an. Und auch wenn in der Kreisklasse eigentlich alle Mannschaften nicht weit voneinander entfernt sind, leistungsmässig und lokal, so konnte man bei der Begegnung gegen den Hammer SC schon von einem waschechten „Derby“ sprechen. In der Turnhalle der Friedensschule, wo vor einigen Wochen noch gegen Corona angeimpft wurde, sollten an diesem Sonntag die nächsten Punkte auf das Konto der ASV-Sieben fliessen. Nach dem pünktlichen Anpfiff in der etwas ausgekühlten Halle legte dann Schwarz (ASV) gegen Rot (HSC) hitzig los und schnell wurde deutlich, dass die Mädels im ASV-Trikot auch eine spielerische Überlegenheit besaßen. Während von ihnen vor der Deckung des HSC munter kombiniert wurde, versuchten die Gegnerinnen das ASV-Tor eher mit einfacheren Mitteln zu knacken, mit einer zunächst leichten Tendenz zu Offensivfouls. Unbeeindruckt erspielten sich unsere Mädchen aber in den ersten 10 Minuten einen 3-Tore-Vorsprung. Dann nahm Trainerin Kliewe eine Auszeit, welche sie dazu nutzte, eine neue eingespielte Reihe für den ASV-Hamm einzuwechseln. In der Folge stockte der Spielfluss allerdings etwas und einige individuelle Fehler und Unsicherheiten gaben den Gästen des Hammer SC nicht nur die Gelegenheit zum Ausgleich, der ASV ging leider auch mit einem Rückstand und einem 8:9 in die Halbzeitpause. In gewohnter Weise versuchte Trainerin Kliewe die Mädchen für die zweite Halbbzeit zu motivieren, Fehler zu besprechen und zu korrigieren. In der zweiten Halbzeit zeigten sich dann leider immer mehr die unschönen Seiten einer „Derbystimmung“. Während die ASV-Auswahl weiterhin fair und spielerisch um Tore kämpfte, wurde das Spiel von Seiten der Gegnerinnen immer härter:  Angriffe wurden mit einem Griff an den Hals der Deckungsspielerin eingeleitet, in der Deckung wurden die ASV-Mädchen nicht nur „festgemacht“, so wie es die Zuschauer immer lauter forderten,  sondern förmlich niedergerungen. Vier Siebenmeter und zwei gelbe Karten gegen den HSC in dieser Phase sprechen hier eine deutliche Sprache. Das Spiel wurde immer „unschöner“. Die letzte Auszeit, genommen vom ASV, sollte 18 Sekunden vor Spielende beim Stand von 14:14 noch einmal einen erfolgreichen Angriff und den Siegtreffer vorbereiten. Auch wenn beides letztlich ausblieb, fühlte sich der 14:14 für unsere Mannschaft doch wie ein Sieg an und wurde mit einer „Welle“ für die Zuschauer gefeiert. Trotz vieler  Ungereimtheiten, Unsportlichkeiten der Gäste auf der Platte und unfairen Einwürfen vom gegnerischen Anhang blieben unsere Mädchen souverän bei ihrem Stil, nicht immer erfolgreich vor dem Tor, aber immer fair und Spiel-orientiert, so dass man trotz Unentschieden mit erhobenem Kopf die Halle verlassen konnte.