Einen hart erkämpften ersten Heimsieg feierte der ASV in der 3. Liga am Samstagabend gegen den Longericher SC. Im Duell der Drittplatzierten der Vorsaison startete der Gastgeber sehr gut, nach früher 4:1-Führung  (5. Minute) ließ der ASV die Gäste aber mit vermeidbaren Fehlern ins Spiel kommen. Zwar legte die Truppe um Trainer Dirk Schmidtmeier bis zur 20. Minute immer vor, nach dem 11:10 durch Moritz Eigenbrodt gelangen den Kölnern aber durch Maximilian Zerwas und Toptorschütze Lukas Schulz zwei Treffer in Folge und so die erste Führung des Abends. Diese erhöhte Malte Nolting in der 21. Minute sogar auf 11:13 aus Sicht des ASV. Dirk Schmidtmeier sah sich zum Eingreifen gezwungen und nahm eine Auszeit.

Mark Artmeier verkürzte in der Folge per Siebenmeter, aber wieder gelang dem LSC ein Doppelschlag. Bis zur Pause hielten die Gäste die Hausherren auf Abstand, der Rückstand betrug zum Seitenwechsel 16:18.

Im zweiten Abschnitt erzielten die Gäste das erste Tor, doch danach war der ASV stärker: Routinier Lars Gudat glich in der 36. Minute zum 20:20 aus. Die Partie war wieder offen, ein Führungstor gelang den Westfalen in der Folge allerdings noch nicht. Im Gegenteil: Nach dem 22:22 durch Maximilian Zyska legte der Gast wieder auf 22:26 vor.

Die Schiedsrichter verhängten in dieser Phase reihenweise Strafzeiten und Siebenmeter. In der 43. Minute musste Schmidtmeier erneut eingreifen. Tor um Tor kämpften sich die Westfalen nun angeführt vom überragenden Mittelmann Eigenbrodt, mit insgesamt zehn Toren bester ASV-Torschütze, heran. Nach dem Tor zum 27:28 durch Lars Kooij nahm nun LSC-Trainer Chris Stark eine Auszeit. Zweimal hatte der ASV in Überzahl ins leere Tor der Kölner getroffen. „Köln hat da wesentlich mehr für die Treffer arbeiten müssen. Das war in der Schlussphase vielleicht unser Vorteil“, meinte ASV-Trainer Dirk Schmidtmeier anschließend.

Es bahnte sich eine dramatische Schlussphase an. Der erwartet starke Lukas Schulz erhöhte per Siebenmeter zum 27:29. Aber ein Überzahlspiel nutzte Eigenbrodt in der Folge für zwei Treffer – in der 54. Minute hatte der ASV so wieder zum 29:29 ausgeglichen. Vor allem die Umstellung in der Abwehr der Gastgeber zeigte aber mehr und mehr Wirkung: „Durch unsere 5:1-Abwehr haben wir Lukas Schulze in den Griff bekommen. Vorne hat Moritz Eigenbrodt nicht nur Tore geworfen, sondern überragend Regie geführt“, verdeutliche Schmitmeier.

Allerdings dauerte es zunächst zwei weitere Tore, ehe dann wieder Eigenbrodt die Gastgeber endlich mit 31:30 in Führung warf. Auch für den entscheidenden Treffer sorgte der Mittelmann dann 37 Sekunden vor dem Ende: Mit 32:30 sicherten sich die Westfalen so an diesem 2. Spieltag der Saison die ersten beiden Punkte.

„Nach dem 22:26 hat es Klick gemacht. Danach haben wir den Kampfgeist gezeigt wie in der Vorsaison. Und genau damit haben wir ein fast schon verloren geglaubtes Spiel noch gedreht“, lobte Micky Reiners, Sportlicher Leiter der Amateure, den gezeigten Willen.

ASV Hamm-Westfalen II – Longericher SC 32:30 (16:18)

ASV II: Stecken, Wesemann – Bratzke (2), Eigenbrodt (10), Zyska (1), Runkel (2), Kooij (5), Schmidtmeiter, Gudat (4), Jursisc (4), Stratmann (1), Bihler (1), Wollert, Klein, Artmeier (2), Holetzeck

LSC: Peters, Ruch – Zerwas (6), Pyszora (3), Richter (3), Thöne, Lincks, Wolf, Zimmermann (1), Schulz (12), Inzenhofer, Nolting (5), Kromberg, Rinke, Dahlke

Schiedsrichter: Janis Brandt, Hendrik Thies