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asv jahreshauptversammlung 2018Zwei Worte prägten insbesondere den Verlauf der aktuellen Jahreshauptversammlung des ASV Hamm-Westfalen: „Fehlende Kommunikation“! Alle Brennpunkt-Inhalte im abgelaufenen Geschäfts- und Sportjahr – die Abmeldung der ersten Damenmannschaft aus der Handball-Verbandsliga, der personelle Aderlass bei den Landesliga-Herren und die Entscheidung, kein Mädchenteam zur Aufstiegsrunde zu melden- endstanden letztendlich durch eine falsche Einschätzung der Situation. „Wir haben viele Dinge gut und richtig gemacht, doch einiges hätte durchaus besser laufen können“, resümierte auch Friedhelm Degen, der Vorsitzende des ASV vor mehr als 90 anwesenden Mitgliedern und Eltern.

Sein Mithilfe-Apell stieß in der ersten Versammlung unter dem neuen Vereinsnamen auf Zustimmung. Michael Dierse wird die aus gesundheitlichen Gründen ausscheidende Marion Morgen als Fachwart der Mädchen ersetzen und Christof Reichenberger kehr in den ASV-Jugend-Ausschuss zurück. Auch ein Elternbeirat soll zukünftig die Nachwuchsbereiche im Verein unterstützen. Ferner wurde mit Jens Gawer ein hauptberuflicher Mitarbeiter in der Geschäftsstelle eingestellt. „Um die vielfältigen Aufgaben zu erledigen brauchen wir Mithilfe, die über den ehrenamtlichen Bereich hinaus reichen“, erläuterte Degen, der auch die positiven Ergebnisse im zurückliegenden Geschäftsjahr, wie die steigenden Mitgliederzahlen (529) und den erfolgreichen Zusammenschluss der Spielgemeinschaft zum ASV, noch einmal herausstellt.
Sportwart Markus Lehmkemper und Oberliga-Teamleiter Frank Scharschmidt äußerten ihre große Zufriedenheit über die erzielten Erfolge im Seniorenbereich. „Wir sind mit der jüngsten Mannschaft in der Oberliga angetreten, haben immerhin sieben ASV-Nachwuchsspieler integriert und freuen uns daher über einen guten Tabellenplatz im Mittelfeld des Klassements“, erklärte Scharschmidt. Als „unspektakulär und sorgenfrei“ bezeichnete Lehmkemper den Saisonverlauf der weiteren vier Amateurmannschaften. „Unter Jens Gawer wird unsere Dritte auch im nächsten Jahr in der Landesliga spielen, ebenso wie die der Kreisebene angehörenden unteren Seniorenteams“, erläuterte der Hammer Sportwart. Ein ernüchterndes Fazit zog indes Inken Sander für die Damenabteilung des Vereins. „Bei unseren Verbandsliga-Frauen haben wir viel zu spät reagiert“, kritisierte die Hammer Fachfrau, „doch nach dem Rückzug aus der Liga werden wir in der Bezirksliga neu anfangen und dass verstärkt mit Spielerinnen aus dem Nachwuchsbereich “. Um die Bildung der neuen ersten Damenmannschaft werden sich Sina Winter als Spielertrainerin und Norbert Kleeschulte als Team-Leiter kümmern. „In den Jugendmannschaften stecken viele talentierte Kräfte, die uns beim angestrebten Neustart unterstützen werden“, sieht Sander eigentlich gute Zukunftsperspektiven für die Hammer Handball-Damen. Die Qualifikationserfolge im Jungenbereich und die guten Saison- und Pokalergebnisse der Mädchenteams stellte Jugendwart Gunnar Wild in seinem Jahresrückblick heraus. Zukünftig wird auch ein Hammer Sportstudio in die Nachwuchs-Förderung des ASV eingebunden. „Alle Mädchen und Jungen können zu erheblich reduzierten Beiträgen an den Kursen der Ausdauer - und Kraftschulung teilnehmen“, sieht Wild das Angebot als eine ideale Ergänzung zum Handball-Training an.

Recht zuversichtlich und erwartungsvoll klangen auch die Ausführungen von Franz Dressel, die Christof Reichenberger für den Profibereich des ASV vortrug. Der Zuschauerschnitt konnte im zurückliegenden Zweitliga-Jahr um 200 Besucher gesteigert werden und die Bundesliga-Lizenz für die neue Saison wurde ohne Auflagen erteilt. Der personelle Umbruch bei der Mannschaft schreitet voran- ein spannendes Spieljahr zeichnet sich ab. Das der ASV Hamm-Westfalen auch wirtschaftlich gut aufgestellt ist, unterstreichen die Zahlen der Hammer Hauptkassiererin Heike Neukötter-Faust. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde ein positiver Abschluss erwirtschaftet- auch der Haushaltsplan für die kommenden 12 Monate ist ausgeglichen. Die Hammer Fachfrau bemängelte allerdings die vielen Strafen der einzelnen Mannschaften, die das ASV-Konto doch sehr belasten. „Wir blicken zuversichtlich nach vorn und haben dazu im Vorstand die notwendigen Schritte eingeleitet. Doch auch eine weitere Unterstützung aus den Vereinsreihen ist dazu zwingend notwendig“, erklärte abschließend Friedhelm Degen, der langjährige Mitglieder des Vereins mit Urkunden auszeichnete. Geehrt wurden: (25 Jahre) Christina Dressel, Alexander Dressel, Jürgen Heusner und Günter Neumann. (40 Jahre) Mathias Hoppe. (50 Jahre) Dirk Reinold, Werner Lehmkemper und Michael Rosendahl. (60 Jahre) Franz Dressel, Friedhelm Hermann und Klaus Mähler. (75 Jahre) Elfriede Mertens.