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asv jahreshauptversammlung 2020Die aktuelle Corona-Krise hat den Handballern des ASV Hamm-Westfalen zwar finanziell zugesetzt, doch wirft man die sportlichen Erfolge der zurückliegenden Saison in die Waagschale, so dürfte das vergangene Meisterschaftsjahr als eine der erfolgreichsten Spielzeiten in die Vereinsgeschichte eingehen. Fünf Titelsiege im Nachwuchsbereich, darunter der Westfalenmeister-Erfolg der C-Junioren und für die B-Jugend der erste Rang in der Verbandsliga, sowie die Klassen-Aufstiege der zweiten Herren in die 3. Handball-Bundesliga und der ebenso beachtliche Sprung der vierten Seniorenmannschaft in die Bezirksliga, stehen als sportliche Jahreserfolge zu Buche. „Für unsere leistungsorientierten Herren und für unsere Mädchen und Jungs sind wir nunmehr richtig breit aufgestellt.

Das ist beispiellos im heimischen Handballkreis“, erklärte der ASV-Vorsitzende Friedhelm Degen, der zur Jahreshauptversammlung des Vereins 61 Mitglieder im ungewohnten Rahmen, auf den Rängen der Freiherr-vom- Stein Halle begrüßte. Und so bezeichnete der Hammer Handball-Chef die zurückliegende Saison auch als ein unvergessliches Jahr. Wenngleich Degen ebenso an geplante Aktionen erinnerte, die der Corona Krise zum Opfer fielen. „Die Stein-Halle sollte zum Ferienstart modernisiert werden. Auch die Erneuerung der ausziehbaren Zuschauer Ränge. Ferner stand eine Renovierung des Tagungsraums an der Stein-Halle auf dem Programm. All diese Maßnahmen wurden vorerst zurückgestellt“, berichtete Friedhelm Degen.

„Wir haben 123 Senioren, die im Amateurbereich tätig sind“, erkläre Sportwart Christof Reichenberger, der vor allem die guten Chancen für die Vereinsjugend hervorhob. „All unseren Nachwuchskräften können wir attraktive Spielklassen in der Herrenabteilung anbieten“, erklärte der ASV-Sportchef. Auch der für den Nachwuchs verantwortliche Gunnar Wild stellte weitere Reformen im Jugendbereich in Aussicht: „Wir wollen unser Leistungsangebot steigern. Unsere Jugend-Trainingszeiten werden wir verlängern, ebenso wie das Athletik- und das Torhüter-Training im Verein“, erklärte der Hammer Jugendwart. Auch Inken Schindler, die Hammer Fachfrau der Damen, äußerte sich zufrieden: „Unsere 1.- und 2. Damenmannschaft haben wir in dieser Saison zu einem Kader zusammengefasst. Gleich acht Nachwuchsspielerinnen zählen dazu“, so die ASV-Leiterin.

Nach den Ausführungen der Hammer Fachwarte wurde es emotional. Franz Dressel, der Geschäftsführer der ASV Hamm-Westfalen Marketing GmbH berichtete letztmalig in der Versammlung über den Profibereich des Vereins: „Ich werde mein Amt im kommenden Frühjahr in die Hände von Thomas Lammers legen. Doch mein Herz bleibt beim Verein und natürlich halte ich weiterhin Kontakt zu den Profis“, erklärte der langjährige Architekt der ASV-Erfolgsgeschichte. Rückblickend bezeichnete Dressel das letzte Jahr als eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. „Wir hatten eine berauschende Zuschauerkulisse in der Westfalenhalle, konnten mit dem 25:21 Erfolg über Gummersbach den zweiten Tabellenplatz sichern, doch danach erfolgte ein nicht zu erklärender Absturz, der uns um jegliche Aufstiegschancen brachte“, begründete Dressel die Trennung von Coach Kay Rothenpieler. Doch zu den erhofften, neuen Impulsen für die Mannschaft kam es aufgrund der Corona-Pandemie nicht. „Dennoch haben wir das Wirtschaftsjahr überstanden, wenngleich es für uns zwingend notwendig ist, dass wir so bald wie möglich wieder vor Zuschauern spielen müssen“, stufte Dressel „die normalen Zeiten“ als richtig wichtig für den Profibereich ein. Mit einem lang anhaltenden Applaus bedankten sich die ASV-Mitglieder für die beispielhafte Arbeit des Hammer Managers. Trotz der aktuellen Krise bescheinigte die Hammer Kassen-Fachfrau Jutta Ernst dem Verein ein wirtschaftlich heil überstandenes Geschäftsjahr. Ihre Zahlen wiesen gar ein leichtes Plus im Wirtschaftszeitraum aus. Auch das anstehenden Haushaltsjahr –so Ernst- wollen die Hammer mit einer ausgeglichenen Bilanz beenden. Für langjährige Vereinstreue ehrte Friedhelm Degen folgende Mitglieder: Katharina Börner (25), Eleonore Heusner (25) und Franz Schindler (60).