Menü

hbh-handball 01Der Kreis Hellweg plant in Sachen Handball-Bezirksliga einen Alleingang. Der große Kreis stellt als einer von sechs Kreisen im Bezirk Süd ab der Saison 2016/17 alleine Bezirksligen für Herren und Damen. Die übrigen fünf Kreise im ehemaligen Bezirk Süd müssen sich nun verständigen, wie sie die zwei weiteren Ligen zusammenstellen. Darauf einigten sich die zwölf Kreisvorsitzenden und das Präsidium bei einer erweiterten Präsidiumssitzung. Jetzt muss noch der ordentliche Verbandstag zustimmen, hier rechnet der Verband mit der Zustimmung.

Die Bezirksliga 5 bei den Herren wird ab dem Sommer 2016 unter einem anderen Namen und der Regie des Kreises Hellweg laufen – und nur noch aus Mannschaften aus dem eigenen Kreis aufnehmen. Der Handball Verband Westfalen (HVW) hatte im Zuge der anstehenden Abschaffung der Bezirke als Verwaltungsebene die Bezirksligen in ihrer bisher bestehenden Form in die Obhut der Kreise gegeben. Die Zahl der aktuell sechs Bezirksligen wird aber wohl nicht anwachsen, denn die Anzahl der Aufstiegsplätze in die Landesliga wird bei sechs(im Normalfall) bleiben. Während die Hellweger Bezirksliga nach aktuellem Stand durch vermehrten Aufstieg von unten aufgefüllt werden muss, wird es in den anderen Ligen eng. Hier droht ein vermehrter Abstieg. Denn Mannschaften wie TV Neheim und TV Wickede, die aktuell in der Staffel 5 spielen, aber dem Kreis Iserlohn/ Arnsberg angehören, müssen dann einen Platz in einer der zwei anderen Ligen finden. „Ich gehe davon aus, dass wir im Sommer 2016 nicht mehr als 14 Teams in der Bezirksliga haben werden“, sagt Günter Brinkis, Vorsitzender der Technischen Kommission im Kreis Hellweg. Aktuell spielen elf Hellweg-Teams in der Bezirksliga. Zwar stehen mit dem Soester TV II, SG Handball Hamm III und TuRa Bergkamen II drei Teams aus dem Kreis in der Landesliga im Abstiegskampf, doch haben zumindest die Bergkamener gute Karten, die Liga zu halten. Außerdem wird ein Team aus dem Kreis den Aufstieg aus der Bezirksliga in die Landesliga schaffen. Somit kommt wahrscheinlich ein vermehrter Aufstieg auf die Mannschaften in den Ligen auf Kreisniveau zu. Würde die Reform nach dieser Spielzeit über die Bühne gehen, dann würden die ersten drei Teams der Kreisliga in die Bezirksliga aufsteigen. Als Folge gäbe es auch einen vermehrten Aufstieg aus den Kreisklassen, aber so, dass die Spielklassen in etwa eine gleiche Mannschaftsstärke behalten. „Das ist dann auch wieder davon abhängig, wie sich die Zahl der Mannschaftsmeldungen entwickelt“, sagt Brinkis. Neu ist außerdem die Entscheidung, dass der Kreis Hellweg auch in Sachen Frauen- Bezirksliga einen Alleingang startet. Hier stand zumindest einmal eine Kooperation mit dem Kreis Dortmund im Raum. Da der Kreis Hellweg nun auch hier alleine arbeiten wird, kommt auf die Frauen-Teams in der Kreisliga ebenfalls ein vermehrter Aufstieg zu, umfangreicher als bei den Herren. „Kreisliga und Kreisklasse werden dann zusammengelegt“, kündigt Brinkis an. Aktuell spielen in Kreisliga und Kreisklasse der Frauen zusammen nur 18 Teams.