Faires Entgegenkommen

Am zurückliegenden verschneiten Sonntagmorgen hatte die weibliche D-Jugend-Auswahl des ASV Hamm-Westfalen schon vor dem Anpfiff gegen den TV Beckum sehr viel Gutes getan: Die Mannschaftsverantwortlichen hatten der Spielverlegung auf die Morgenstunden zugestimmt, damit am Nachmittag das Spiel der Jungs der A-Jugend stattfinden konnte. Die Begegnung fand wie beim letzten Auswärtsspiel in Beckum zudem „außer Konkurrenz“ statt, da die Gäste Spielerinnen aus der C-Jugend einsetzen wollten und die mitgereisten Fans wurden mit reichlich Kaffee versorgt.

Pünktlich mit Anpfiff war es dann aber vorbei mit den Nettigkeiten: Bereits nach wenigen Sekunden fiel das erste Tor für die Gastgeberinnen. Dieses Bild sollte sich im Spielverlauf noch sehr oft wiederholen. Es entwickelte sich schnell eine Partie, in welcher die Mädels des ASV zwar deutlich überlegen waren, aber, zur Freude von Trainerbank und Zuschauenden, nicht in Einzelaktionen verfielen, sondern sehenswerte Spielzüge entwickelten, Übersicht bei den Pässen zeigten und auch in der Deckung sehr gut harmonierten.

Der 15:3-Pausenstand sprach dann auch deutlich für die Qualität des ASV, so dass das Trainergespann Kliewe und Wolff die Halbzeitansprache ruhig gestalten konnten. Auch nach Wiederanpfiff dominierten die Gastgeberinnen aus Hamm und setzten weiter eingeübte Spielzüge um mit den klangvollen Namen „Banane links“ und „Banene rechts“ oder Kreuzen und Doppelpässen. Auch wenn ihre Heimatstadt einige Zementwerke beherbergt, konnten die Gäste des TV Beckum keinerlei Beton in der Deckung anrühren und mussten einen (tor-)erfolgreichen Angriff nach dem anderen der ASV-Mädchen zulassen. Im fairen Spiel resultierten drei Spielunterbrechungen aus zwei gelben Karten gegen die Gastgeberinnen – eher aus Übermotivation – und einmal wegen berechtigter „modischer“ Einwände des Unparteiischen in Bezug auf Ohrringe.

Die Begegnung blieb bis zum Schlusspfiff eine einseitige Angelegenheit für die ASVlerinnen, bei der sich fast alle Spielerinnen auch in die Torschützenliste eintragen konnten, welche sich mit Ertönen der Schlusssirene auf 28:9 aufsummiert hatte.

Der Applaus im Anschluss galt dann aber nicht nur dem Sieg, sondern auch der wieder mal geschlossenen Mannschaftsleistung, der sehenswerten Weiterentwicklung des Zusammenspiels und der deutlichen Entwicklung der einzelnen Spielerinnenpersönlichkeiten im Sinne einer Teamleistung. So bereitete der Auftritt der Mädchen allen Beteiligten wieder viel Freude, egal ob auf der Trainerbank, den Zuschauerrängen oder selbstverständlich auf dem Feld.

Die weibliche D-Jugend des ASV. – Foto: ASV