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Revanche geglückt

Fast ebenso dramatisch wie das Hinspiel verlief weniger als vier Wochen danach auch das zweite Aufeinandertreffen des ASV Hamm-Westfalen mit den Eulen Ludwigshafen in der 2. Handball-Bundesliga. Vor 1.249 Zuschauern in der WESTPRESS arena setzten sich die Westfalen am Ende mit 21:20 (12:11) durch und wahrten damit ihren Platz als Verfolger des Spitzenduos Gummersbach und Nordhorn-Lingen.

„Es war weniger das Spielerische heute, das den Ausschlag gegeben hat. Es war eine unglaublich starke Einstellung und kämpferische Leistung“, lobte ASV-Trainer Michael Lerscht seine Spieler nach der Partie. Denn der Sieg kam ohne eine ganze Reihe von Stammspielern zustande. So fehlten beide Spielmacher Danie Baijens und Sören Südmeier ebenso wie Benny Meschke und Alexander Reimann. Zwar zogen die Westfalen mit Florian Schöße, Lars Koij und David Jurisic drei Akteure aus der Drittligamannschaft hoch, nur Schöße kam aber zum Einsatz, um den Rückraumspielern wichtige Entlastung zu geben. „Heute haben alle einen richtig guten Job gemacht, man will da niemanden herausheben“, so Lerscht.

Herausragend waren aber doch beide Torhüter – auf unterschiedliche Weise. So schloss Vladimir Bozic zunächst direkt bei der herausragenden Leistung gegen die HSG Nordhorn-Lingen am Wochenende zuvor an und parierte bis zur Pause knapp 44 Prozent aller Bälle bei acht Paraden. Auch in Halbzeit zwei blieb er zunächst ein stabiler Rückhalt, wechselte sich selbst aber in der Schlussphase gegen Felix Storbeck aus. Und die Maßnahme sollte Wirkung zeigen, am Ende war er es, der kurz vor dem Ende ausgerechnet den Wurf von Stefan Salger, der zuvor schon viermal nach Freiwurf über die eigene Mauer hinweg erfolgreich war, parierte und damit beide Punkte für den ASV festhielt.
„Glückwunsch an Hamm zum Sieg. Im Hinspiel waren wir die Glücklicheren, diesmal war es der ASV. In beiden Partien wäre wohl ein Unentschieden das richtige Ergebnis gewesen“, so Eulen-Coach Ceven Klatt. „Unter sehr schwierigen Umständen haben beiden Mannschaften heute enorme Moral bewiesen. Jetzt hoffen wir natürlich, dass unsere angeschlagenen Spieler schnell wieder im Aufgebot stehen“, meinte Michael Lerscht. Zur nächsten Aufgabe tritt der ASV bereits am Mittwoch an, dann geht zum TV Großwallstadt.

ASV Hamm-Westfalen – Eulen Ludwigshafen 21:20 (12:11)
ASV: Bozic, Storbeck – Genz (2), Huesmann (2), Brosch (4), Fuchs, Engelhardt, Kooij, Jurisic, Pretzewofsky (3), Schöße, Orlowski (5), Mikita (2), von Boenigk (2), Wieling (1/1)
Eulen: Asanin, Urbic – Salger (6), Dietrich (1), Eisel (2), Ksekic, Falk (1), Hofmann (4), Wagner, Meddeb, Neuhaus (5/2), Klimek (1)
Schiedsrichter: Tobias Biehler und Fabian Dietz
Zuschauer: 1.249

Topspiel am Freitag

Im Duell der punktgleichen Verfolger des VfL Gummersbach und der HSG Nordhorn-Lingen stehen sich am Freitagabend der ASV Hamm-Westfalen und die Eulen Ludwigshafen um 19:15 Uhr gegenüber. Zugelassen sind diesmal 1.600 Zuschauer, Karten gibt es auch noch an der Abendkasse. Der Zutritt erfolgt nach der aktuell gültigen 2Gplus-Regel.

Weniger als vier Wochen ist es her, als der ASV zum nachgeholten Hinrundenspiel in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle vor 1.000 Zuschauern angetreten war – und durch ein Tor in letzter Sekunde denkbar knapp unterlag. Entsprechend gibt es für die Gastgeber nach dem unglücklichen 25:26 noch etwas geradezurücken.

Die Vorbereitung darauf verlief allerdings nicht optimal, nach der englischen Woche mit den kräftezehrenden Duellen gegen Essen, in Aue und in Lingen musste Lerscht personell wegen einiger angeschlagener Akteure etwas improvisieren. Inwieweit das Auswirkungen auf das nächste Spitzenspiel gegen die Eulen haben könnte, ließ Lerscht vor dem Abschlusstraining am Donnerstagnachmittag allerdings noch offen. „Wir werden da bei dem ein oder anderen kurzfristig entscheiden müssen. Angesichts der Taktung in der zweiten Saisonhälfte kann das immer mal wieder passieren“, so der Trainer weiter. „Aber das müssen andere auch lösen und wir haben schon in der Vorsaison gezeigt, dass wir auch schwierige Phasen bestehen können. Die, die spielen können, werden maximal heiß sein.“

Zählen können die Westfalen auf die Fans, die die Mannschaft zahlreich auch nach Lingen begleitet hatten. Am Freitag sind erstmalig wieder 1.600 Zuschauer in der WESTPRESS arena zugelassen. Ein ausverkauftes Haus konnten die Verantwortlichen im Vorfeld aber noch nicht vermelden. „Wir werden definitiv auch noch Karten an der Abendkasse verkaufen“, betonte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Geöffnet ist die Arena ab 17:45 Uhr, über die erforderlichen Nachweise informiert der ASV auch auf der Website unter www.asv-hamm-westfalen.de.

Sportlich dürfte den Westfalen auch im anstehenden Spiel wieder alles abverlangt werden. Erstligaabsteiger Ludwigshafen steht wie der ASV und der TV Hüttenberg mit aktuell 15 Minuspunkten in der direkten Verfolgergruppe zu den Aufstiegsplätzen. Allerdings verlief der Jahresstart auch für die Eulen nicht reibungslos. Nach dem gelungenen Jahresauftakt mit Siegen gegen Dormagen (25:23) und den ASV (26:25) wurden die Partien in Hüttenberg und gegen Dessau verlegt. Zuletzt gelang wieder ein knapper Sieg in Großwallstadt (29:27), gegen den EHV Aue unterlag man ohne die verletzten Spieler Pascal Bührer, Pascal Durak, Jannek Klein, Julius Meyer-Sieber und Jan Remmlinger aber am Sonntag mit 23:25.

„Man hat das ja auch schon im Hinspiel gegen Hamm gesehen – da begegnen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, da werden Kleinigkeiten entscheiden“, geht Ludwighafens Trainer Ceven Klatt von einem knappen Duell aus. Klatt weiter: „Wir müssen in der Abwehr kompakt stehen, müssen dennoch mutig sein und einen guten Rückzug haben. Wichtig, dass sich unsere Torhüter die Bälle nehmen. Gute Torhüter sind immer die Grundlage für Erfolge.“

Übertragen wir das Spiel wie gewohnt von SportDeutschland.TV und Radiosender Lippe Welle Hamm.

Einige Arbeit wird gegen die Eulen Ludwigshafen - hier eine Szene aus dem Hinspiel mit Siegtorschütze Stefan Salger im Duell mit Markus Fuchs, Fabian Huesmann und Sören Südmeier - auf die Abwehr des ASV zukommen. - Foto: Harry Reis/Eulen

Auswärtssieg war greifbar

Der Auswärtssieg beim Tabellenzweiten war greifbar, nach spannender Schlussphase unterlag der ASV bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 27:24 (12:12). Unter dem Strich reichte auch eine sensationelle Leistung von Torwart Vladimir Bozic nicht aus, um eine fehlerbehaftete Offensivleistung zu kompensieren. Bozic brachte es in knapp vierzig Spielminuten auf 16 Paraden und wehrte dabei jeden zweiten Ball auf sein Gehäuse ab, drei beim Siebenmeterwurf. Die Westfalen leisteten sich aber acht Technische Fehler, die Gastgeber nur deren zwei. Zu viel, um in einem hart umkämpften Topspiel vor sehr stimmungsvoller Kulisse einen oder zwei Punkte mit auf den Heimweg zu nehmen – was allerdings möglich war.

Denn die Westfalen kamen auch für einen Sieg in Frage. Sechs Minuten vor dem Ende lag der ASV mit 20:22 in Führung als Jo Gerrit Genz durch die Abwehr brechen konnte und erst dankbar knapp am langen Pfosten scheiterte. Im direkten Gegenstoß sorgte Lasse Seidel für den 21:22-Anschluss: glücklich per Heber über Bozic, der mit den Fingern am Ball war. Über vier Minuten blieben die Gäste nun ohne Torerfolg. Die Gastgeber, bei denen Dominik Kalafut bereits in der 40. Minute nach hartem Einsteigen gegen Jan von Boenigk Rot gesehen hatte, nahmen das Angebot an und stellten die Weichen auf Sieg: Spätestens beim 25:22 durch Luca de Boer gut eine Minute vor dem Ende war die Partie gelaufen. Es folgte zwar noch ein Treffer durch Dani Baijens und eine hektische Schlussphase, in der Jan Brosch für ein Abstandsvergehen beim Anwurf die Rote Karte kassierte und Bozic eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, der verärgert einen Ball wegtrat, nachdem die Unparteiischen den aus seiner Sicht regulär ausgeführten und von ihm parierten Siebenmeter nach abgelaufener Spielzeit – allerdings regelkonform – wiederholen ließen. Auch diese Szenen zeigten aber, wie sehr sich die Mannschaft von Michael Lerscht bis zum Ende gegen die Niederlage stemmte. Es änderte allerdings nichts daran, dass die HSG durchaus glücklich am Ende vor gut 2.000 Zuschauern in der EmslandArena mit 27:24 gewann und damit bereits den sechsten Sieg in Folge feierte.

Tabellarisch waren es zudem wichtige Punkte für die HSG, die nun mit drei Minuspunkten weniger vor den Verfolgern ASV, TV Hüttenberg und Eulen Ludwigshafen auf dem zweiten Aufstiegsplatz liegt. Für den VfL Gummersbach beträgt der Abstand vor dem dritten Rang sogar bereits fünf Zähler.

Für den ASV geht es am Freitag weiter. Dann kommen die punktgleichen Eulen aus Ludwigshafen zum Rückspiel in die WESTPRESS arena. Der Vorverkauf für dieses Topspiel läuft bereits, es sind rund 1.600 Zuschauer zugelassen. Anwurf ist wie gewohnt um 19:15 Uhr, Einlass nach 2Gplus-Regel ab 17:45 Uhr. Nähere Informationen zu den Einlassregeln finden sich auf der ASV-Internetseite.

HSG Nordhorn-Lingen – ASV Hamm-Westfalen 27:24 (12:12)

HSG: Ravensbergen (8 Paraden), Buhrmester (5) – Torbrügge (1 Tor), Weber (4/1), Mickal (3), Miedema, Stegefeld, Patzel, Fontaine, de Boer (1), Visser (2/1), Seidel (3), Possehl (4), Wasielewski (1), Pöhle (7/1), Kalafut (1)

ASV: Bozic (16), Storbeck (2) – Genz (6), Huesmann (4/2), Brosch (3), Fuchs, Reimann, Engelhardt, Südmeier, Pretzewofsky, Orlowski (2), Meschke, Baijens (4), Mikita, von Boenigk (1), Wieling (4/1)

Schiedsrichter: Patrick Arndt und Matthes Westphal

Zuschauer: 2.016

Vladimir Bozic - hier beim Siebenmeter im Hinspiel gegen Robert Weber - brachte es in knapp vierzig Minuten auf sagenhafte 16 Paraden bei einer 50%igen-Quote. - Foto: Wegener/ASV

Vorfreude auf Tabellenzweiten

Mit fünf Siegen in Folge geht die zweitplatzierte HSG Nordhorn-Lingen am Sonntagnachmittag (Anwurf 17 Uhr) als Favorit in das Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger ASV Hamm-Westfalen. Auch die Gäste haben allerdings zuletzt dreimal gewonnen, nach den beeindruckenden Siegen in Dormagen (24:34), gegen Essen (35:29) mühten sich die Westfalen am Mittwoch beim EHV Aue zu zwei Punkten, am Ende siegte der ASV knapp mit 25:26.

„Das ist ein Spiel, auf das man sich einfach nur freuen kann“, betonte ASV-Trainer Michael Lerscht vor dem Spiel am Sonntag in der EmslandArena. Sehe man den aktuellen Lauf, „dann ist das momentan wohl die beste Mannschaft der Liga, gegen die man spielen kann“, so Lerscht vor dem Duell am Sonntag, bei dem voraussichtlich wieder alle Akteure einsetzbar sind. Eine Restunsicherheit besteht noch bei Kapitän Fabian Huesmann, der in Aue kurzfristig wegen eines Infektes passen musste. Wie wichtig der Linksaußen jedoch für den ASV ist, hatte zuletzt wieder gegen Essen gezeigt, als er sich mit 17 Toren (davon sieben Siebenmeter) auf den dritten Rang der erfolgreichsten Schützen bei einem Zweitligaspiel geschoben hatte. Nur Danijel Grgic (HG Saarlouis, 2009) und David Breuer (TV Korschenbroich, 2007) waren mit jeweils 18 Treffern in einem Spiel bisher besser.

Im Hinspiel, als der ASV sich unerwartet mit 35:30 gegen den Erstligaabsteiger durchsetzte, war es vor allem die starke Mannschaftsleistung, die den Ausschlag für die Westfalen gab. „Alle haben einen wahnsinnig guten Job gemacht“, bescheinigte Lerscht, der auf Sören Südmeier und Tim Wieling  verzichten musste, seinen Spielern damals eine besondere Leistung. HSG-Trainer Daniel Kubes sprach dagegen nach dem Hinspiel von einem „schwarzen Tag“ und einem „absolut verdienten Sieg“ des ASV. Eine Einschätzung, die die Anhänger der Westfalen am Sonntag wohl nur zu gerne erneut hören wollen.

Anwurf zum Spiel ist am Sonntag um 17 Uhr, der Online-Sender SportDeutschland.TV überträgt wie gewohnt live.

Jan Pretzewofsky erzielte gegen die HSG acht Tore bei neun Versuchen. - Foto; Wegener/ASV

ASV-Hamm Westfalen

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Verdienter Sieg gegen Favoriten

Mit 35:30 (19:14) hat der ASV Hamm-Westfalen am 4. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga einen hochverdienten Überraschungssieg gegen die favorisierte HSG Nordhorn-Lingen gefeiert. Über 1.100 Fans erlebten in der WESTPRESS arena einen dominanten Gastgeber, der sich auch von einige Infekt-bedingen Ausfällen nicht bremsen ließ. So spielten mehrere Akteure fast komplett durch.

„Für uns war das ein schwarzer Tag. Der ASV feiert einen absolut verdienten Sieg. Wir haben zu keiner Zeit Zugriff bekommen“, gratulierte HSG-Trainer Daniel Kubes den Gastgebern zum doppelten Punktgewinn. Die Gastgeber legten einen starken Start hin, erspielten sich schnell eine 6:2-Führung. Nach einer frühen Auszeit, bis zu der der HSG in der Abwehr wenig gelang und die versuchten Kreisanspiele fast allesamt wirkungslos blieben, kam der Erstligaabsteiger in der Folge besser ins Spiel.

Näher als auf 7:6 kam die HSG aber nicht heran. Nach dem 11:9 erhöhte die unbeeindruckten und sehr spielfreudigen Hausherren durch drei Tore in Folge von Dani Baijens, Jan Pretzewofsky und Gerrit Genz auf 14:9. Spätestens jetzt war jedem in der Arena klar: Eine Überraschung gegen den Favoriten ist möglich. In die Pause ging es dann mit einer verdienten 19:14-Führung für den ASV, der sich weiterhin nur sehr wenig Fehler erlaubte. Vor allem ein Spieler hatte offensiv in diesen ersten 30 Minutien brilliert: Rechtsaussen Jan Pretzewofsky, der für den erkrankten Tim Wieling durchspielen musste, blieb bei seinen sieben Treffern in dieser Zeit ohne Fehlwurf.

In der zweiten Halbzeit war es dann Rückraum Marian Orlowski, der mit seinen Toren immer wieder dafür sorgte, dass die HSG nicht weiter herankam. Die Abwehr stand weiter extrem sicher, das Umschaltspiel klappte hervorragend. Dani Baijens erwies sich als sehr guter Strippenzieher im Angriff, auch er musste fast durchspielen, da Sören Südmeier wegen eines Infektes zwar auf der Bank saß, aber nicht zum Einsatz kam. „Heute fällt es schwer, jemanden herauszuheben. Alle haben einen wahnsinnig guten Job gemacht. Ich freue mich einfach riesig für die gesamte Mannschaft“, lobte Michael Lerscht sein Team später. Am Ende brachten es Pretzewofsky und Fabian Huesmann auf je acht Tore, Orlowski und Jo Gerrit Genz auf je sieben Treffer.

„Das Gefühl müssen wir jetzt genießen. Morgen werden alle glücklich aufstehen. Dann geht es aber ab Montag auch los mit der Vorbereitung auf Mittwoch“, so Lerscht weiter. Am Mittwoch tritt der ASV erneut zuhause in der zweiten DHB-Pokalrunde gegen den TV Großwallstadt an, Anwurf ist um 19:15 Uhr. Auch Daniel Kubes richtete den Blick nach der Partie nach vorn: „Für uns liegt noch viel Arbeit vor uns. Und damit werden wir am Montag beginnen.“

ASV Hamm-Westfalen – HSG Nordhorn-Lingen 35:30 (19:14)

ASV: Bozic, Storbeck – Genz (7), Huesmann (8/3), Brosch (1), Fuchs, Reimann, Engelhardt, Südmeier, Pretzewofsky (8), Orlowski (7), Baijens (2), Mikita, von Boenigk (2)
HSG: Buhrmester, Maier – Torbrügge (3), Weber (9/4), Mickal (3), Miedema, Stegefelt (3), Patzel, Fontaine (5), Terwolbeck (1), de Boer (1), Visser, Seidel (2), Possehl (2), Kalafut (1)
Schiedsrichter: Marvin Cesnik und Jonas Konrad
Zuschauer: 1.116 Zuschauer

Jan Pretzewofsky erzielte gegen die HSG acht Tore bei neun Versuchen. - Foto; Wegener/ASV

ASV-Hamm Westfalen

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Aufstiegsfavorit kommt Samstag

Auf eine der stärksten Formationen dürften sich die westfälischen Handballfans an diesem Wochenende freue, wenn die HSG Nordhorn-Lingen am Samstag um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena zu Gast ist. Dem ASV Hamm-Westfalen wird dabei nur die Außenseiterrolle zukommen – auch wenn verschiedene Mannschaften in dieser Saison in dieser Rolle bereits Punkte sammelten. So wie direkt am ersten Spieltag, als der Aufsteiger Rostock den Aufstiegsfavoriten Nordhorn-Lingen mit 22:19 bezwang.

„In der Liga geht natürlich immer etwas. Aber mit Nordhorn kommt ein extrem starker Gegner. Die Vorbereitung auf dieses Spiel ist immer anspruchsvoll“, betonte ASV-Trainer Michael Lerscht. So verfüge die HSG nicht nur über einen sehr leistungsstarken Kader, sondern spiele eine „sehr vielfältigen Angriff. Man muss auf vieles achten und sehr fokussiert sein“, so der Coach weiter, der mit seiner Mannschaft einen direkten Eindruck im Testspiel Anfang September sammelte, das der ASV mit 26:28 (9:14) verlor. Immerhin hatte sich in der ersten Halbzeit ASV-Torwart Vladimir Bozic mit mehr als der Hälfte parierte Bälle und insgesamt acht Paraden in Bestform gezeigt – eine Leistung, die vielleicht noch in den Köpfen der Schützen präsent ist.

„Nur mit einem körperlich sehr präsenten Abwehrverbund, der eng und hart verteidigt“ könne man das Offensivspiel des Erstligaabsteigers bremsen. Einfacher wird die Aufgabe für die Westfalen nicht gerade durch die personelle Situation: Einige Akteure des ASV plagten sich unter der Woche mit einem grippalen Infekt´, mussten im Training aussetzen. „Ob das sogar noch zu Ausfällen führen wird, ist aktuell unklar“, meinte Lerscht, schloss dies aber nicht aus.

Karten für das Spiel gibt es am Samstag auch noch an der Abendkasse, die um 17:45 Uhr öffnet. Zuschauer werden gebeten, möglichst nicht mit dem Auto oder in Fahrgemeinschaften anzureisen, da wegen des parallel stattfindenden Herbstmarktes im Maxipark mit ausgelasteten Parkplätzen zu rechnen ist. Wie gewohnt wird das Spiel über SportDeutchland.TV live übertragen, auch Radio Lippe Welle Hamm überträgt wieder live aus der WESTPRESS arena.

Bereits am Mittwoch zu gewohnter Zeit um 19:15 Uhr steht dann das nächste Heimspiel des ASV Hamm-Westfalen an. Gegner in der zweiten Runde des DHB-Pokals ist Ligakonkurrent TV Großwallstadt. Die Dauerkarten sind für diese Partie nicht gültig, Tickets gibt es im Onlineshop, der ASV-Geschäftsstelle in der Arena und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Sicherer Rückhalt im Test gegen Nordhorn: Vladimir Bozic brachte es innerhalb einer Halbzeit auf acht Paraden und mehr als 50 % gehaltene Bälle. - Foto: Wegener

ASV-Hamm Westfalen

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Höhepunkt der Vorbereitung

Auf den Höhepunkt der laufenden Vorbereitung freuen sich die Handballer des ASV Hamm-Westfalen an diesem Sonntag. Dann ist um 16 Uhr der Erstligaabsteiger HSG Nordhorn-Lingen in der WESTPRESS arena zu Gast, erstmalig in der Vorbereitung sind auch Zuschauer zu einem ASV-Heimspiel zugelassen.

„Das ist natürlich eine sehr reizvolle Aufgabe für uns. Zum einen ist das ein toller Gegner, der sich zu den Topfavoriten in dieser Saison gehört. Zum anderen ist es für uns die erste Gelegenheit, bei der wir uns unserem Publikum zeigen können“, freut sich ASV-Trainer auf das bevorstehende Testspiel, das gleichzeitig die Generalprobe für das Erstrunden-Pokalspiel am folgenden Samstag in Pforzheim ist. Am 4. September testen die Westfalen dann noch einmal beim TV Emsdetten, ehe am 11. September die Saison in der 2. Handball-Bundesliga mit dem Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen beginnt.

„Das Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen wird für uns eine kleine Standortbestimmung, wo wir mit dem neubesetzten Kader aktuell stehen. Außerdem bedeutet es für uns auch noch einmal eine gute Möglichkeit, die Abläufe hinsichtlich des Zuschauereinlasses zu überprüfen“, ist auch bei Geschäftsführer Thomas Lammers die Vorfreude auf den Test gegen die HSG spürbar – auch wenn das vom Verein geplante Familienfest unter der Woche abgesagt werden musste. Lammers: „Die öffentlich und frei zugänglich angedachte Veranstaltung hat einen Straßenfestcharakter – und diese sind nach wie vor nicht möglich. Und wir wollten nicht das Gelände einzäunen, das hätte dem Charakter eines Familienfestes widersprochen.“

Somit gilt die gesamte Konzentration der westfälischen Handballfans am Sonntag dem Testspiel zwischen dem ASV und dem Erstligaabsteiger HSG Nordhorn-Lingen – und wohl auch den fünf Neuzugängen bei den Hammern, die sich ebenfalls sehr auf den ersten Arbeitseinsatz vor zumindest teilweise gefüllten Rängen freuen. Einlass für die Fans ist um 14:30 Uhr, Karten gibt es nur an der Tageskasse und nur für Sitzplätze für 5 Euro und ermäßigt 3 Euro. Beim Einlass ist ein „3G“-Nachweis erforderlich, bis zum Sitzplatz muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Der Erlös des Spiels wird für die Vereinsaktion des ASV zugunsten der Flutopfer gespendet.

Wer es nicht in die Arena schafft, kann die Partie am Sonntag ab 16 Uhr auch live über den YouTube-Kanal des ASV Hamm-Westfalen verfolgen.

Viel Arbeit wartet auf die Abwehr des ASV - hier mit (l.) Jan Brosch und Markus Fuchs beim Pflichtspiel in der Saison 2019/20 - am Sonntag im Testspiel gegen Erstligaabsteiger HSG Nordhorn-Lingen. - Foto: Wegener/ASV

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25:31-Testspielsieg beim Erstligisten

Im einzigen Testspiel der aktuellen Vorbereitung hat der ASV Hamm-Westfalen auf ganzer Linie überzeugt. Emde Ende setzte sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht bei der klassenhöheren HSG Nordhorn-Lingen am Freitagnachmittag mit 25:31 (11:14) durch.

Schon während der Schwede Markus Stegefelt bei abgelaufener Spielzeit für die HSG zum Siebenmeter gegen Jan Wesemann antrat, ging Lerscht am Spielfeldrand seine Reihen entlang und beglückwünschte seine Akteure nicht nur zum Sieg, sondern vor allem zu einer starken Testspielleistung. Daran änderte auch das Siebenmetertor zum finalen 25:31 nichts.

Von Anfang an gaben die Gäste bei der HSG den Ton an, legten über 2:5 auf 6:10 vor. Gut zwei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit, in der beide Teams eine kompakte Abwehr stellten, lag der ASV 10:13 in Führung, auch zur Pause waren es drei Treffer Vorsprung für die Westfalen, bei denen Michael Lerscht bis auf Sören Südmeier alle Spieler einsetzen konnte. So ließ er auch die zuletzt angeschlagenen Spieler Fabian Huesmann, Torwart Felix Storbeck und Kapitän Jakob Schwabe starten. Aus Sicht der HSG waren es nach 30 Minuten neun verworfene Bälle, die Gästeführung entsprechend verdient.

Kompakter stehen wollten die Gastgeber im zweiten Abschnitt – doch der ASV spielte weiter konsequent und hielt die HSG weiter auf Abstand. Sowohl die Rückkehrer als auch die im weiteren Spielverlauf eingesetzten Akteure der Gäste zeigten sich in blendender Spiellaune. Im Tor setzte Lerscht nun auf Jan Wesemann, der seine Sache wie Storbeck gut machte. Bis zur 39. Minute hielt der ASV so erfolgreich den Erstligisten auf Abstand, beim Stand von 17:21 nahm HSG-Coach Daniel Kubes eine Auszeit, um seine Mannschaft in deren letzten Testspiel vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft neu einzustellen. Bis zum 20:24 blieb es aber beim Abstand, dann stellte die HSG auf eine 3:2:1-Abwehr um. Doch auch diese Maßnahme fruchtete aus Sicht der Gastgeber nicht – im Gegenteil, die Westfalen erhöhten sogar auf 20:25. Zwei Chancen zum 20:26 nutzte der ASV in der Folge nicht, nach dem 21:25 gelangen aber Jan Brosch, Jan von Boenigk und Marian Orlowski drei Treffer in Folge. Beim Stand von 21:28 war die Partie in der 51. Minute vorentschieden. Erneut bat Daniel Kubes zur Auszeit und fand klare Worte: „Das ist nicht gut, das ist nichts“, war deutlich aus dem Mannschaftskreis zu vernehmen.

Ganz anders natürlich die Stimmungslage beim Gästetrainer, der ASV verteidigte sehr konsequent und konnte sich auch auf Jan Wesemann wie zuvor Felix Storbeck im Tor verlassen. Zwar gelangen der HSG nach der Auszeit zunächst zwei Tore, danach fanden die Westfalen nach einer Auszeit von Michael Lerscht wieder zur konzentrierten Linie zurück. Am Ende feierte der ASV einen ungefährdeten Sieg beim Favoriten, bei der 24:31-Führung, die Rückkehrer Fabian Huesmann per Siebenmeter drei Minuten vor dem Ende hergestellt hatte, durfte Michael Lerscht kurz darauf seine Mannschaft zur guten Leistung beglückwünschen.

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Testspiel abgesagt

Nach den Verletzungen von Merten Krings und Jan von Boenigk am Mittwochaben im Test gegen den TBV Lemgo Lippe musste der ASV das für Samstag angesetzte Testspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen absagen. Die HSG hat aber aber bereits Ersatz gefunden und tritt am Mittwoch gegen Essen an.

„Für uns war das leider alternativlos“, betonte ASV-Coach Michael Lerscht, der diese Entscheidung am späten Mittwochabend nach intensivem Austausch mit der medizinischen Abteilung fällen musste. Noch am Freitag werden Krings und von Boenigk einer genaueren Untersuchung unterzogen, bei beiden droht ein mehrwöchiger Ausfall. Krings hatte einen Schlag auf den Daumen erhalten, von Boenigk war umgeknickt. „Eine genaue Diagnose steht noch aus, aber für Samstag war schon klar, dass beide neben den ohnehin schon fehlenden Spielern aufallen würden. Da man wegen der sinnvollen Testpflicht personell nicht kurzfristig aufstocken kann, blieb uns nichts anderes übrig, als abzusagen“, so Lerscht weiter.

Immerhin wurde die HSG auf der Suche nach einem Ersatz fündig – zwar nicht am Samstag, aber am Mittwoch tritt die Mannschaft nun gegen den Erstligaaufsteiger TuSEM Essen an (19 Uhr, Euregium). Für den ASV wird nun also der letzte Test der Vorbereitung am Freitag, 25. September, um 19:15 Uhr in der heimischen WESTPRESS arena stattfinden – wie gegen Lemgo Lippe vor maxixmal 300 Zuschauern. Michael Lerscht: „Diesen Test werden wir auf jeden Fall bestreiten. Bis dahin haben wir genug Zeit, auf die personelle Situation zu reagieren.“ Bis dahin stehen dann die anderen angeschlagenen Spieler – Sören Südmeier, Marian Orlowski und Jan Pretzewofsky mussten gegen den TBV passen – möglicherweise wieder im Aufgebot.

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Testspiele stehen an

Vor dem Start in die Restrunde bestreitet der ASV Hamm-Westfalen gleich zwei Testspiele gegen Bundesligisten.

Zunächst duelliert sich die Mannschaft von ASV-Trainer Kay Rothenpieler am 22. Januar (ab 19 Uhr/Einlass ab 17.30 Uhr) in der Dreifachhalle (Zum Salzbach 7) in Werl mit der HSG Nordhorn-Lingen, die am Tabellenende rangiert. Für Furore sorgt aktuell jedoch ein Duo der niederländischen Nationalmannschaft bei der EM: Bart Ravensbergen und Toon Leenders, die mit ihrer Auswahl das Auftaktspiel gegen das DHB-Team lange offen gestalten konnten. Informationen und Tickets gibt es beim Werler TV unter 0171/992 7666.

Exakt eine Woche später wartet bereits der nächste Kracher auf die Hammer: Ebenfalls ab 19 Uhr geht es in der Ruhrtalhalle (In den Oeren, 59823 Arnsberg-Oeventrop) gegen den GWD Minden. Für ASV-Spielmacher Sören Südmeier dürfte das Westfalen-Duell eine besondere Partie sein, immerhin trifft er auf seinen Ex-Klub. Die Ostwestfalen überwintern in der Liqui Moly HBL auf Platz 15 und somit außerhalb der Gefahrenzone. Karten gibt es per Mail bei .

 

 

 

 

 

 

 

Sören Südmeier trifft mit dem ASV unter anderem auf seinen Ex-Klub GWD Minden. – Foto: Wegener