Tickets
Fan Shop
Kids-Club

Das große Kribbeln

Noch drei Heimspiele stehen bis zum letzten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga am 11. Juni für den ASV Hamm-Westfalen auf dem Programm. Und wohl noch vor keinem der bisher 16 Heimspiele war die Vorfreude aller Beteiligten so groß, wie vor diesem Freitag, wenn der ASV um 19:15 Uhr den VfL Lübeck-Schwartau empfängt. Denn zum ersten Mal spielen die Westfalen in der heimischen WESTPRESS arena ohne Auflagen für die Zuschauer. „Am Freitag gelten wir uns erstmalig weder 3G noch Maskenpflicht. Dennoch kann natürlich jeder für sich entscheiden, wie er damit umgeht. Aber so langsam kehrt Normalität ein“, freut sich ASV-Geschäftsführer nach vielen Monaten mit teils kurzfristig veränderten Auflagen für die Durchführung auf einen „normalen“ Handballabend.

So ganz normal wird es für die Anhänger der Westfalen an diesem Freitag aber dann doch nicht. Denn aus sportlicher Sicht hat sich die Situation für den ASV erheblich entwickelt: Als Tabellenzweiter der Liga mischt man aktiv um den Aufstieg in das Handball-Oberhaus mit. „Da kribbelt es natürlich bei uns allen, das ist doch klar. Diese Platzierung hat sich die Mannschaft durch eine tolle Saison erarbeitet“, betont Geschäftsführer Lammers. Aktuell liegt der ASV einen Punkt vor der HSG Nordhorn-Lingen, die ihr fehlendes Spiel erst am 31. Mai beim Erstligaabsteiger HSC Coburg nachholen wird.

„Bis wirklich etwas entschieden ist, wird es noch dauern“, so Lammers. Um so wichtiger sei es, in eigener Halle die Punkte zu holen. Und da setzen die Westfalen voll auf den Rückhalt der eigenen Fans: „Die haben uns ja auch schon bei den jüngsten Auswärtsspielen großartig unterstützt. Am Freitag haben wir seit langer Zeit wieder zur „Roten Wand“ aufgerufen. Wir hoffen auf eine tolle Kulisse. Und die kann in unserer Arena bei einem knappen Spiel den Ausschlag geben“, so Lammers, der selbst schon beim ASV in den Genuss der „Roten Wand“ gekommen ist. „Das waren unvergessliche Duelle, das war schon ein großes Kribbeln, bevor es überhaupt losging“, so der ehemalige Rückraumspieler, der für Freitag möglicherweise sogar einen Zuschauerrekord in dieser Saison erwartet. Der liegt aktuell bei 1.790, aufgestellt am 12. November 2021 im Topspiel gegen den VfL Gummersbach, kurz bevor die erneuten Einschränkungen einen höheren Zuspruch unmöglich machten. „Der Vorverkauf läuft wirklich gut. Aber eine Abendkasse für Kurzentschlossene wird es auch noch geben, nur mit Sicherheit nicht mehr mit der ganz großen Auswahl“, so der Geschäftsführer, der auf die Vorverkaufsstellen und den Online-Ticketshop hinweist.

Nicht nur die Gesamtsituation macht die Partie für die westfälischen Handballfans bedeutend, auch der Gegner verspricht einen brisanten Handballabend. Denn der VfL Lübeck-Schwartau hat in der Rückrunde mit dem VfL Gummersbach, TV Hüttenberg und VfL Eintracht Hagen schon mehrfach Topteams bezwungen, auch bei der HSG Nordhorn-Lingen unterlag man nur knapp mit 31:33. „Es gilt wie schon während der gesamten Saison: Wir müssen unsere Stärken bestmöglich auf das Feld bringen. Wenn wir emotional und handballtaktisch unser Potenzial abrufen, dann kommen wir immer für die Punkte in Frage“, ordnet ASV-Trainer Michael Lerscht die Aufgabe für Freitag ein. „Darum geht es für uns immer, in jedem Spiel. Und dann beschäftigen wir uns aber natürlich auch immer mit dem Gegner, dessen Spielweise und individuellen Dingen. Bei Lübeck-Schwartau sind das in jüngerer Vergangenheit auch immer einige, wie etwa dem Sieben gegen Sechs-Überzahlspiel und die individuell sehr unterschiedlichen Spielertypen, die auf derselben Position andere Aufgaben mit sich bringen“, so Lerscht weiter. Personell gibt es noch einige Unwägbarkeiten, weitere Ausfälle, außer denen von Markus Fuchs und Sören Südmeier, gibt es am Freitag aber möglicherweise nicht. Auch der zuletzt muskulär angeschlagene Vladimir Bozic könnte wieder im Tor stehen, der frischgebackene Familienvater Jan Brosch wird ebenfalls wieder am Kreis spielen können. Lerscht: „Das war natürlich eine freudige Nachricht für uns alle diese Woche. Da nehmen wir alle großen Anteil.“

Anwurf für das Spiel ist am Freitag um 19:15 Uhr, die Abendkasse öffnet um 17:45 Uhr. Wer es nicht in die WESTPRESS arena schafft, kann die Partie live über SportDeutschland.TV oder Radio Lippewelle Hamm verfolgen, beides kostenfrei auch über das Internet abzurufen.

„Wir wollten die richtigen Dinge in den Fokus rücken“

Von „vielen Etappenzielen“, die man erreichen wolle, hatte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers während der Vorbereitung auf die Saison 2021/2022 gesprochen, das Wort „Aufstieg“ nahm bei den Westfalen niemand in den Mund. Nach 28 absolvierten Spielen ist der ASV Hamm-Westfalen aber noch der einzige ernsthafte Verfolger des Spitzenduos. Dieses besteht aus dem praktisch als Meister feststehenden VfL Gummersbach und Erstligaabsteiger HSG Nordhorn-Lingen. Auf die HSG hat der ASV drei Punkte Rückstand – bei zehn verbleibenden Partien und dem am 1. Mai anstehenden Duell Gummersbach gegen Nordhorn-Lingen eine Situation, die die Fans der Westfalen schnell zum Träumen verleitet. Ob auch Geschäftsführer Thomas Lammers derzeit häufiger als sonst auf das Tableau schaut, verrät er im Interview vor dem nächsten Spiel am Freitagabend, zu dem der ASV um 20 Uhr bei den Wölfen der DJK Rimpar antritt.

Herr Lammers, wie sehr zählt die aktuelle Tabelle zur täglichen Lektüre des Geschäftsführers?
Thomas Lammers (lacht): „Natürlich schaue ich mir die Tabelle an. Das muss man ja auch genießen. Die Mannschaft hat sich das durch konstante Leistungen erarbeitet. Nicht nur, dass Platz zwei noch nicht ganz außer Reichweite ist, das Polster vor den Verfolgern ist ja da. Aber wir bemessen unseren Erfolg nicht alleine daran, das haben wir immer gesagt. Und das ist auch so.“

Woran wird denn beim ASV Erfolg gemessen?
Thomas Lammers: „Wir haben uns vor der Saison gemeinsam viele Etappenziele gesetzt. Es war klar: Je mehr wir davon erreichen, umso besser wird die Mannschaft am Ende auch abschneiden. Aber wir wollten die richtigen Dinge in den Fokus rücken. Und dazu gehört, dass Mannschaft und Trainer eben nicht allzu sehr auf die Platzierung schauen. Erst recht, solange das Bild aufgrund unterschiedlich absolvierter Spielezahl so wenig aussagekräftig ist. Zwischenzeitlich lagen da sechs Partien zwischen einzelnen Teams. Zu den Zielen gehörten etwa die schnelle Integration der Neuen, der sportliche Lückenschluss zwischen erster und zweiter Mannschaft und natürlich auch, das Vertrauen der Sponsoren zu bestätigen und nach Wegfall der Corona-Einschränkungen wieder mehr Fans in die Westpress-Arena zu locken. Wir sehen uns überall auf einem guten Weg. Vor allem den dritten Platz der zweiten Mannschaft in der 3. Liga möchte ich da hervorheben. Das war eine außerordentliche Leistung. Und in der Jugend sind wir so erfolgreich, wie seit Ende der 1980er-Jahre nicht mehr.“

Sie und auch sonst niemand beim ASV hat vor der Saison das Wort ‚Aufstieg‘ in den Mund genommen. Wie sieht das heute aus, als Verfolger der HSG?
Thomas Lammers: „Sagen wir einmal so: Die HSG hat mit drei Punkten die deutlich besseren Karten. Wir tun gut daran, unsere Hausaufgaben zu erledigen und weiterhin bestmöglich abzuschneiden. Durch die langfristigen Ausfälle von Abwehrchef Markus Fuchs und Mittelmann Sören Südmeier ist es nicht leichter geworden. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie das im Kollektiv lösen kann. Wir verfolgen weiter unsere kleinen Ziele und sehen dann, wofür es am Ende reicht. Und ich war selbst Spieler: Natürlich wissen alle, wo wir stehen. Es sollte nur eben nicht die Arbeit beeinflussen, darum geht es.“

Und wenn es zum zweiten Platz reicht: Ist der ASV bereit für die 1. Liga?
Thomas Lammers (lacht): „Ist ein Zweitligist dafür bereit? Eine gute Frage. Aber ernsthaft, es wird aktuell natürlich schon einmal gefragt: Wollt ihr aufsteigen? Natürlich wollen wir! Aber wenn es gegen diese Konkurrenz am Ende Platz drei wird, dann ist das immer noch die erfolgreichste Saison seit 2010. Und wem auch immer der Aufstieg gelingt: Er gelingt in der stärksten Gruppe, die die 2. Liga jemals erlebt hat. Denn, dass auch die Spitzenteams so viele Minuspunkte haben, ist kein Zeichen von sportlicher Anfälligkeit, sondern der Beleg für die enorme Qualität, die die Liga mittlerweile hat.“

Als Geschäftsführer müssen Sie sich ohnehin mit beiden Ligen beschäftigen. Und da sind die Spielerverpflichtungen ja die Weichenstellungen, die den größten Einfluss haben können. Durch die Abgänge von Jan Brosch zum TBV Lemgo-Lippe und Dani Baijens zum Handball Sport Verein Hamburg fehlen zwei wichtige Größen dieser Saison. Wie zuversichtlich sind Sie, diese Lücken schließen zu können?
Thomas Lammers: „Ganz genau, das ist aktuell ein wesentlicher Teil meiner Aufgaben, hier gemeinsam mit der sportlichen Leitung die richtigen Spieler zu finden. Aber dazu kann ich dann wieder etwas sagen, wenn es konkret wird. Aktuell sondieren wir noch den Markt.“

Dafür und für die verbleibenden zehn Partien in der 2. Handball-Bundesliga viel Erfolg, vielen Dank für das Gespräch.

Thomas Lammers äußerte sich im Interview zur aktuellen Lage beim ASV. - Foto: Wegener/ASV

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Neuer Wasser- und Nachwuchspartner

Mit einem neuen Wasser- und Nachwuchspartner geht der ASV Hamm-Westfalen in die Saison 2022/2023. Beide Seiten vereinbarten jetzt einen Drei-Jahres-Vertrag, der sowohl für die Bundesligaprofis als auch die Leistungs-Nachwuchsmannschaft gilt.

Die Partnerschaft ist von beiden Seiten von vorneherein langfristig angedacht. Wir freuen uns, ab Sommer einen weiteren starken Partner an unserer Seite zu haben , erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers jetzt bei der Vertragsunterzeichnung.  Das Sozial- und Sportsponsoring in der Region hat für unser Unternehmen eine große Bedeutung. Wir möchten das Engagement des ASV Hamm-Westfalen auf verschiedenen Ebenen unterstützen, deswegen ist uns auch der Jugendbereich wichtig , betonte Thomas Grah, Geschäftsführer der im Diemeltal ansässigen Heil- und Mineralquellen Germete GmbH.  Der Handballsport und der ASV Hamm-Westfalen verkörpern für uns wichtige Attribute, wie Fairness oder Bodenständigkeit und übernehmen nicht zuletzt durch die Jugendarbeit soziale Verantwortung für die Menschen in der Region , so Grah weiter.

Die Heil- und Mineralquellen Germete GmbH wurde 1922 offiziell gegründet. Heute zählt das Unternehmen zu den namhaftesten Mineralwasser-Marken in Deutschland und belegt einen führenden Platz (Top 20) in der Reihenfolge der über 200 Mineralbrunnenbetriebe. Insgesamt sorgen rund 130 Mitarbeiter mit großem Engagement dafür, dass über 230 Mio. Flaschen (Mineralwasser und Erfrischungsgetränke) pro Jahr über modernste Anlagentechnik mit einer Glas- sowie drei PET-Anlagen abgefüllt und vertrieben werden. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über große Lagerkapazitäten und sorgt auch in sommerlichen Spitzenzeiten dafür, dass die Getränkeversorgung stets reibungslos funktioniert.

Weitere Infos zur Marke Germeta unter www.germeta.de

Partnerschaft besiegelt (von links): die Marketing-Leiter Olaf Eickelmeier und Geschäftsführer Thomas Grah von der Germete GmbH, sowie ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers und Germete-Gebietsverkaufsleiter Christian Steyaert. - Foto: Kottmann/ASV

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Neue Folge des ASV-TV-Magazins

Nach zehn absolvierten Spieltagen in der 2. Handball-Bundesliga Saison 2021/22 äußert sich ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers im Interview mit Simon Kottmann zum bisherigen sportlichen Abschneiden, zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona sowie zu den Perspektiven des ASV.

Ebenso wird aufgeklärt, warum der ASV in dieser Saison in der heimischen WESTPRESS arena in schwarzen Heimtrikots antritt, und was der größte Wunsch von Thomas Lammers zu Weihnachten ist. Auch der Pokalkracher gegen den SC Magdeburg darf natürlich nicht fehlen.

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

ASV verlängert Trainerduo

Sowohl in der 2. Bundesliga als auch der 3. Liga setzt der ASV Hamm-Westfalen auf Kontinuität. Mit den Trainern Michael Lerscht und Dirk Schmidtmeier, beide seit Sommer 2020 unter Vertrag, gaben die Westfalen am Mittwochnachmittag die Vertragsverlängerung für jeweils zwei weitere Jahre bekannt.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, die wir sowohl bei den Profis als auch bei der Drittligamannschaft nehmen. Und da uns die Zusammenarbeit zwischen Profis und Amateuren sehr wichtig ist, haben wir mit beiden Trainern gleichzeitig die Verträge besprochen“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers, der die Verlängerung mit beiden Trainern, in die bei Dirk Schmidtmeier auch Frank Scharschmidt als Verantwortlicher für die Mannschaft einbezogen war, zusammen bekanntgab.

Dabei wollten alle Beteiligten gar nicht so sehr in den Vordergrund stellen, dass es momentan tabellarisch messbar hervorragend läuft: Während die Profis in der 2. Bundesliga den dritten Rang belegen, rangiert die zweite Mannschaft auf dem zweiten Platz der 3. Liga, nur Ligaprimus Wilhelmshavener HV sammelte in den bisher neun Partien mehr Punkte. Es sei viel wichtiger zu sehen, wie sich Entwicklung insgesamt darstelle, so Lammers. „Das ist eine schöne Momentaufnahme für uns alle. Aber wie wir jetzt schon häufiger gesagt haben, wir befinden uns in einer Entwicklung und haben andere Dinge im Fokus“, stellte auch Bundesligatrainer Michael Lerscht klar. Auch Dirk Schmidtmeier weiß die unerwartet gute Platzierung in der 3. Liga einzuordnen: „Klar ist das schön. Aber unser Saisonziel haben wir ganz fest im Blick: Wir wollen möglichst schnell den Klassenerhalt sichern.“

Und dafür wollen die Westfalen am Samstag um 19:30 Uhr in der heimischen Stein-Halle gegen den sechstplatzierten ATSV Habenhausen wichtige Zähler sammeln. Die Zweitligamannschaft freut sich zuvor auf das Spitzenspiel am Freitagabend gegen Tabellenführer Gummersbach (19.15 Uhr) in der WESTPRESS arena. Wer hierfür eine Eintrittskarte besitzt, erhält am Samstag – soweit es platztechnisch möglich ist – freien Eintritt für das Drittligaheimspiel. Die Abendkasse am Freitag öffnet um 17:45 Uhr.

Thomas Lammers (Mitte) gab die Vertragsverlängerungen mit Michael Lerscht (l.) und Dirk Schmidtmeier (r.) bekannt. - Foto: Kottmann/ASV

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

ASV verpflichtet slowakischen Nationalspieler

Wenige Tage vor Beginn der Vorbereitung in die neue Spielzeit hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen die noch unbesetzte Position im linken Rückraum neue besetzt. Mit Matej Mikita kommt ein slowakischer Nationalspieler zu den Westfalen, der zuletzt in der französischen 1. Liga bei Chartres Metropole Handball, dem Tabellenelften der abgelaufenen Saison, unter Vertrag war. Der 26-jährige Rechtshänder erhält einen Zwei-Jahresvertrag beim ASV und wird sich die Position im linken Rückraum mit Marian Orlowski teilen. Nachwuchsmann David Spiekermann wechselte im Sommer in die 3. Liga.

Mit Chartres feierte Mikita in der Saison 2018/19 den Aufstieg, er steuerte 45 Tore bei. In den Folgejahren kam er verletzungsbedingt nicht mehr häufig zum Einsatz. Die medizinische Begutachtung durch den Ärztestab am Montagmorgen absolvierte er allerdings zufriedenstellend. „Mit Matej kommt ein sehr kompletter Spieler mit internationaler Erfahrung zu uns, der für mehr Torgefahr im Rückraum sorgen soll. Wir freuen uns, dass Matej sich für uns entschieden hat“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers am Montagnachmittag während der gemeinsamen Vertragsunterzeichnung. International setzte der Neuzugang zuletzt im April in den Qualifikationsspielen gegen Italien Akzente und erzielte bei den beiden knappen 23:26-Niederlagen zwölf Treffer jeweils als bester Torschütze für seine Nationalmannschaft.

Nach dem Kennenlernfrühstück am Dienstag und der Leistungsdiagnostik tags darauf absolviert der 26-Jährige dann am Donnerstagnachmittag das Auftakt-Mannschaftstraining mit den Westfalen, zu dem auch die Presse eingeladen ist.

Zur Person: Matej Mikita

  • Geburtsdatum: 18. November 1994
  • Nationalität: Slowake
  • Position: Rückraum Links
  • Wurfhand: Rechts
  • Größe: 195 cm
  • Gewicht: 104 kg
  • Stationen: Chartres MHB (Frankreich) 2018 – 2021,  Gyöngyösi KK (Ungarn) 2016 – 2018
Matej Mikita (l.) und Thomas Lammers bei der Vertragsunterzeichnung. - Foto: ASV

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Viele Etappenziele

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren hat der ASV Hamm-Westfalen Thomas Lammers als Nachfolger von Fynn Holpert präsentiert, der sich federführend um Vermarktung und Sponsoring beim ASV Hamm-Westfalen kümmern sollte. Bereits im Februar übernahm Lammers, der selbst von 2009 bis 2012 als Spieler bei den Westfalen aktiv war, dann die Geschäftsführung von Franz Dressel, die sich beide seit Mai 2020 geteilt hatten. Und zum Einstieg in die Alleinverantwortung gab es wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht gleich mehrere Herausforderungen für den 36-Jährigen, die es zu meistern galt.

„Lange, kräftezehrende Monate liegen hinter allen Beteiligten in den Handball-Bundesligen. Hätte es aus Sicht eines neuen Geschäftsführers einen schlechteren Zeitpunkt geben können, um die Geschicke eines Zweitligisten zu übernehmen?“
Thomas Lammers (lacht): „Da ich das als eine ganz besondere Herausforderung und ein tolles Aufgabenfeld ansehe, kann es dafür doch eigentlich keinen schlechten Zeitpunkt geben. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, dass mir seitens des ASV und insbesondere von Franz Dressel entgegengebracht worden ist – und zwar von der ersten Minute an und tatsächlich ja schon lange, bevor wir überhaupt über Corona gesprochen haben. Aber natürlich hat Corona dafür gesorgt, dass die Aufgaben dann noch andere wurden, als ursprünglich gedacht.“

„Welche waren das denn?“
Thomas Lammers: „Zunächst einmal ging es ja darum, beim ASV einen umfassenden personellen Umbruch zu begleiten. Angefangen mit Trainer Kay Rothenpieler, der hier viele Dinge entwickelt und zum Aufbau dessen beigetragen hat, was der ASV heute darstellt. Für ihn ist mit Michael Lerscht ein neuer, junger Trainer zum ASV gekommen, der schon viele Dinge – etwa den stärkeren Zusammenschluss mit dem Unterbau – forciert hat. Dann hat es ja auch den Wechsel von Fynn Holpert, der die stärkere Entwicklung des ASV zu einer Marke hin vorangetrieben hat, zu mir gegeben. Und schlussendlich natürlich auch die Übertragung der Geschäftsführung von Franz Dressel zu mir. Das alles sind schon große Veränderungen gewesen – auch ganz ohne Corona. Und für die muss man sich Zeit geben.“

„Aber Corona war eben auch das bestimmende Thema 2020/2021.“
Thomas Lammers: „Auf jeden Fall. Zunächst einmal ging es darum, die Wirtschaftlichkeit der Profiabteilung zu sichern. Das ist uns dank der Unterstützung durch die Politik und der ASV-Partner gut gelungen. Natürlich hat uns das beim Ziel der völligen Entschuldung ein wenig zeitlich zurückgeworfen, aber dieses Ziel werden wir schon bald erreicht haben. Und dann ging es während der gesamten Saison aber auch darum, für unsere Spieler und den Stab ein sicheres Arbeiten bestmöglich zu gewährleisten – und am Ende ja sogar auch noch darum, einen Zuschauereinlass nach weit über 450 Tagen ohne Fans wieder zu ermöglichen. Und wie schnell man auf Entwicklungen reagieren musste, haben wir bei den verschiedenen Spielverlegungen und dann auch bei den Corona-Ansteckungen nach dem Spiel in Dresden gesehen. Das waren schon viele unruhige Nächte auch für mich.“

„Fragt man sich da manchmal: Warum habe ich das übernommen?“
Thomas Lammers: „Nein. Nicht wirklich. Ich habe ja nach meiner aktiven Laufbahn in der freien Wirtschaft in einem Konzern gearbeitet. Aber mein Herz schlug immer für den Sport und ich bin wirklich sehr glücklich, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen. Man denkt vielleicht manchmal: Nicht das auch noch. Aber meine Entscheidung für den Sport und den ASV habe ich nie in Frage gestellt.“

„Nach einer turbulenten Saison mit einem in jeder Hinsicht fulminanten Schlussspurt mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus ist der ASV Neunter geworden. Wie bewerten Sie das sportliche Ergebnis?“
Thomas Lammers: „Wie bewertet man das sportliche Abschneiden in dieser Corona-Saison? Zunächst einmal haben wir uns ehrlicherweise mehr erhofft, als Platz neun. Vor allem der sensationelle Saisonstart mit 10:2 Punkte hat natürlich für höhere Erwartungen gesorgt. Schon in der Vorbereitung und dann auch während des gesamten Saisonverlaufs waren wir in dieser Saison aber immer wieder von Verletzungen betroffen. Allein das Fehlen von Sören Südmeier haben wir natürlich in vielen Situationen gespürt. Es gab auch noch andere Dinge, die nicht optimal liefen. Wir hoffen, diese mit den hochkarätigen Neuverpflichtungen abstellen zu können und uns damit in Summe weiterzuentwickeln.“

„Vier Erstligaspieler kommen zum ASV. Besteht die Gefahr, dass der ASV von der Konkurrenz wieder in den Aufstiegskreis fabuliert wird, wie es immer wieder auch in der abgelaufenen Saison zu lesen war?“
Thomas Lammers (lacht): „Dazu muss man sich doch nur mal die Liga anschauen: Mit Ludwigshafen-Friesenheim, Nordhorn, Essen und Coburg kommen starke Erstligisten, der VfL Gummersbach will nach Platz drei in diesem Jahr mit Sicherheit vorne spielen. Das sind die Aufstiegsfavoriten  nach heutiger Kenntnis. Hinzu kommen noch ambitionierte Clubs wie Dresden und Bietigheim. Natürlich wollen wir unser Ergebnis verbessern. Aber es wird für uns darauf ankommen, die neuen Spieler wie Dani Baijens, Tim Wieling, Vladi Bozic und Alexander Reimann schnell zu integrieren.  Alexander Engelhardt hat sich ja vorzeitig ins Team gearbeitet. Somit ist der personelle Wechsel im Team vielleicht gar nicht mehr so groß. Aber man muss der Mannschaft Zeit geben, sich zu entwickeln. Und da sind jetzt eine Menge Spieler, die handballerisch noch ganz viel vor sich haben.“

„So wie der ASV auch?“
Thomas Lammers: „Genau. Wir arbeiten ständig daran, den ASV als Ganzes weiterzuentwickeln. Auf vielen Ebenen ist da auch in der Corona-Zeit ganz viel passiert. Die Verflechtung mit dem Unterbau wird immer besser, macht uns gemeinsam immer leistungsfähiger. Das war rein sportlich daran zu sehen, wie wir auch den schwierigen Verletzungsphasen dank der Spieler aus der Drittligamannschaft auf Augenhöhe in der 2. Liga agieren konnten. Irgendwann haben wir alle das große Ziel, die erste Liga, vor Augen. Bis dahin gibt es aber ganz viele Etappenziele, die wir gemeinsam erreichen wollen.“

„Vielen Dank für das Gespräch.“

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Neue Podcast-Folge

Aktuell befinden sich die Handballer des Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen in Folge der Ansteckungen nach dem letzten Bundesligaspiel in Quaränte. In der neuen Ausgabe des Podcasts „Volle Wucht aufs Ohr“ gibt Geschäftsführer Thomas Lammers einen spannenden Einblick in die Geschehnisse beim ASV.

Darüber hinaus spricht der 36-Jährige über seine Tätigkeit als Geschäftsführer, seinen beruflichen Hintergrund abseits des Sports, seine große Leidenschaft Handball und warum er sich als gebürtiges Nordlicht in Westfalen längst heimisch fühlt. Ebenfalls werden im Gespräch Erinnerungen an seine aktive Zeit und insbesondere die bewegte Zeit zwischen Zweitligameisterschaft und dem knappen Abstieg aus dem Oberhaus lebendig.

Die neue Folge und alle weiteren sind über alle gängigen Podcastplattformen abzurufen oder direkt hier: https://vollewucht.buzzsprout.com

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Dänisches Rückraumtalent verpflichtet

Mikkel Junggaard Beck Jörgensen vom Drittligisten TV Cloppenburg hilft ab sofort beim ASV Hamm Westfalen in der 2. Bundesliga aus. Der 21-jährige Däne, der im Sommer vom dänischen Zweitligisten Håndboldfællesskabet Ølstykke-Jyllinge (HØJ) an die Soeste gewecheselt war, soll kurzfristig beim Tabellenvierzehnten eine weitere Option für eine Lücke sein, die durch den weiter andauernden Ausfall von Sören Südmeier entstanden ist.

„Wir sind den Verantwortlichen des TVC dankbar, dass wir bei diesem Wechsel so gut kooperiert haben“, betonte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers, der den Neuzugang am Sonntag direkt vom Auswärtsspiel beim TV Emsdetten vorstellte. „Wir wussten, dass Mikkel mit großen Ambitionen nach Deutschland gekommen war. Als die Anfrage kam, wollten wir dieser Chance für den jungen Spieler nicht im Wege stehen“, begründet der Sportliche Leiter des TVC Maik Niehaus den Wechsel und fügte hinzu: „Wir würden uns freuen, wenn Mikkel sich bereits in dieser Liga beweisen kann.“

Beck hatte sein Klasse bereits in den drei Spielen, die er vor dem Lockdown für den TVC bestreiten durfte, gezeigt. Das war dem ehemaligen Cloppenburger Spieler Thomas Lammers nicht entgangen. Am Sonntag stand er erstmalig im Aufgebote des ASV beim 26:29-Auswärtssieg.

Thomas Lammers (l.) begrüßte Neuzugang Mikkel Beck. - Foto: Kottmann/ASV

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Nächste Spielverlegung

Nach dem Auswärtsspiel beim Handball Sport Verein Hamburg muss nun auch die für Samstag angesetzte Auswärtspartie des ASV bei der SG BBM Bietigheim verlegt werden.

Die Bietigheimer befinden sich wegen eines positiven Corona-Tests noch bis kommenden Montag in Quarantäne, ein Nachholspieltermin ist noch nicht festgelegt, wie die SG am Mittwochmittag offiziell mitteilte. Diesen zu finden wird für die HBL zusammen mit den betroffenen Clubs langsam auch kompliziert, mit nunmehr sechs Spielverlegungen hängt die SG deutlich hinter der Konkurrenz in der 2. Handball-Bundesliga hinterher. Erst dreimal trat die SG bisher an, mit 2:4 Punkten rangiert die Mannschaft aktuell auf dem vorletzten Platz. Dagegen hat Dessau-Roßlau schon neun Spiele absolviert, der ASV vor dem anstehenden – nun spielfreien – zehnten Spieltag immerhin deren acht. Einzig positive Begleiterschung des Ausfalls für die Westfalen, die selbst seit vielen Wochen glücklicherweise ohne positiven Corona-Befund zweimal wöchentlich getestet werden: Die Fans dürfen vor dem nächsten Spiel am 11. Dezember in Dormagen auf die Rückkehr der Mittelleute Merten Krings und Sören Südmeier hoffen, die zuletzt schmerzlich vermisst wurden.

Hoffung auf Rückkehr im Dezember: Mittelmann Merten Krings könnte beim nächsten Spiel in Dormagen im Aufgebot des ASV stehen. - Foto: Wegener/ASV