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Weihnachtskrimi mit vielen Wendungen

Einen handballerischen Weihnachtskrimi mit vielen Wendungen haben die mehr als 1.300 Zuschauer am Sonntagabend in der WESTPRESS arena erlebt. Am Ende trennten sich der ASV Hamm-Westfalen und der TV Hüttenberg 30:30 – leistungsgerecht, wie die Trainer Michael Lerscht und Johannes Wohlrab anschließend befanden.

Einen etwas bitteren Beigeschmack hatte die Punkteteilung für ASV-Coach Lerscht dennoch, fiel der Ausgleich durch Niklas Theiß erst zwei Sekunden vor dem Ende. „Die Gründe müssen wir allerdings woanders suchen“, so Lerscht, der vor allem mit der Anfangsphase unzufrieden war. Lerscht: „Offensiv war das okay, aber wir stellen anfänglich keine stabile Deckung und bekommen zu viele einfache Gegentore.“ So lag der ASV, der sich selbst einige ungenaue Abschlüsse leistete und mehrfach Pech mit Lattentreffern hatte, in der 17. Spielminute bereits 7:12 zurück. Lerscht bat zur Auszeit und forderte vor allem in der Abwehrarbeit mehr Entschlossenheit. Die Mannschaft zeigte diese und auch im Angriff lief es besser. Zweimal konnten die Westfalen nur per Foul gestoppt werden, nach zwei erfolgreichen Siebenmetern gelang Fabian Huesmann auch noch ein Feldtor. Als dann Mittelmann Dani Baijens nach mehr als sieben torlosen Minuten des TVH auf 11:12 verkürzte, waren die Gastgeber im Spiel.

Doch der Ausgleich gelang nicht: Nach einer Auszeit durch Wohlrab erlöste Theiß den TVH nach über acht Minuten. Huesmann scheiterte in der Folge per Siebenmeter, danach stellte Phillipp Schwarz wieder eine Drei-Tore-Führung für die Gäste her, die bis zur Pause bestehen blieb.

Aber der ASV knüpfte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit an die gute Phase an und sicherte sich durch einen 7:1-Lauf eine 19:16-Führung. Zwei Spieler drückten in diesen Minuten der Partie ihren Stempel auf: ASV-Torwart Jan Wesemann vereitelte Wurf um Wurf und brachte es in dieser Phase auf über 50 Prozent gehaltene Bälle. In der Offensive war Gerrit Genz nicht zu stoppen. Auch als Hüttenberg sich vom Lauf der Gäste erholt hatte, blieb Genz im Angriff die erste Wahl des ASV. Zwischen der 34. und 45. Minute erzielte er fünf Tore. Nach seinem letzten Tor klaute er nach dem Anwurf den Gästen sogar den Ball. Doch die Aktion bewerteten die Unparteiischen als Abstandsvergehen – drei Meter sind beim Anwurf Abstand zu halten – und schickten Genz für zwei Minuten auf die Bank. Statt also die gerade erzielte 21:19-Führung weiter erhöhen zu könne, war der Lauf des ASV gestoppt. In Überzahl verkürzte der TVH auf 21:20, wenig später gleich Ian Weber per Siebenmeter auf 21:21 aus. Endgültig war die Partie zum Krimi gereift.

In diesem wechselten in den abschließenden zehn Minuten die Führungen. Erst legte der ASV mit 25:24 (50.) vor, dann der TVH mit 25:27 (54.). Vor allem Routinier Stefan Kneer hielt die Gäste mit guten Aktionen in der Offensive in Führung. Aber auch die Hausherren beweisen angefeuert von den Fans große Kampfgeist, münzten ihrerseits einen 27:29-Rückstand aus der 57. Minute genau 19 Sekunden vor dem Ende in eine 30:29-Führung um. Doch den Treffer von Sören Südmeier sollte Theiß wie beschrieben Sekunden vor dem Ende noch ausgleichen.

„Auch wenn das im ersten Moment vielleicht etwas ärgerlich ist, wenn Du Sekunden vor dem Ende so ein Tor bekommst. Wir können auf eine sehr gute Serie bis hierhin blicken und zufrieden in diese Pause gehen“, befand ASV-Trainer Michael Lerscht anschließend. In die Vorbereitung geht er mit seinem Team am 15. Januar, das nächste Pflichtspiel steht dann am 5. Februar in eigener Halle gegen den HC Empor Rostock an.

ASV Hamm-Westfalen – TV Hüttenberg 30:30 (12:15)

ASV: Wesemann, Storbeck – Genz (5), Huesmann (10/2 7m), Brosch (5), Fuchs, Reimann, Engelhardt (1), Kooij, Südmeier (3), Pretzewofsky (1), Orlowski, Baijens (3), Mikita, von Boenigk (1), Wieling (1)

TVH: Plaue, Rüspeler – Schwarz (1), Kneer (4), Kirschner (1), Opitz, Theiß (8), Fujita, Weber (5/2), Rompf, Zörb (2), Reichl (2), Klein, Jockel, Schreiber (4).

Schiedsrichter: Philipp Dinges, Tobias Schmack

Zuschauer: 1.309

Zeistrafen: ASV 6 min, TVH keine

Gerrit Genz. - Foto: Wegener
Leitete die Aufholjagd des ASV ein: Torwart Jan Wesemann parierte insgesamt fast 34 % der Bälle und wehrte zehn Bälle ab, - Foto: Wegener

Weihnachtsspiel gegen Hüttenberg

Zum dritten Heimspiel in Folge und seiner letzten Zweitligapartie 2021 tritt der ASV Hamm-Westfalen am Sonntag in der WESTPRESS arena gegen den TV Hüttenberg an. Noch einmal sind 1.495 Zuschauer zugelassen, Tickets wird es auch noch an der Tageskasse geben, die um 15:30 Uhr öffnet. Wie zuletzt erfolgt der Einlass nach 2G-Regel.

Während der ASV am Mittwoch und Donnerstag wegen des am Dienstag nachgeholten Pokalspiels gegen den SC Magdeburg in der Liga pausierte, waren die Hüttenberger nach zuletzt zwei Niederlagen zuhause gegen Essen mit 33:29 erfolgreich. In der Tabelle liegt der TVH daher bei einem mehr absolvierten Spiel wieder einen Punkt vor den Westfalen. „Auch ohne den Sieg gegen Essen wussten wir, dass da noch einmal eine große Herausforderung zum Jahresabschluss auf uns wartet“, betonte ASV-Trainer Michael Lerscht, der aber ebenfalls gegen Magdeburg angesichts einer gewonnenen ersten Halbzeit viel Selbstvertrauen tanken konnte.

Zur abschließenden Trainingseinheit bittet Lerscht seine Spieler am ersten Weihnachtsfeiertag. „Auf die 3-2-1-Abwehrformation des TVH bereitet man sich ja eher selten vor“, erklärt Lerscht. Allerdings sei auch die Offensivabteilung des TVH „erstklassig, ebenso wie die Zweikampfführung“, warnt der ASV-Trainer vor der anstehenden Aufgabe, bei der Torwart Vladimir Bozic noch einmal durch Jan Wesemann vertreten wird. Ob Alexander Reimann, der im Pokal ebenfalls pausieren musste, nach der gegen Emsdetten vor einer Woche erlittenen Hüftprellung wieder dabei sein kann, war vor dem Abschlusstraining noch unklar. In den bisherigen 13 Aufeinandertreffen setzte sich sechsmal der TVH durch, dem ASV gelangen fünf Sieg bei zwei Unentschieden.

„Wir werden gegen Hüttenberg noch einmal alles reinschmeißen, um die Punkte zu holen“, versprach ASV-Kapitän Fabian Huesmann einen erneut großen Kampf. „Dann hätten wir einen richtig guten Jahresabschluss“, so der Toptorschütze der Westfalen weiter. Bei Hüttenberg ist dies Rückraum Dominik Mappes, der mit 115 Treffern – davor 19 per Siebenmeter – hinter Savvas Savvas (Großwallstadt) und Robin Breitenfeldt (Rostock) auf dem dritten Platz der Liga-Torschützenliste liegt.

Anwurf zum Spiel ist am Sonntag um 17 Uhr, übertragen wird wie gewohnt per Live-TV auf SportDeutschland.TV, begleitet wird die Partie diesmal von Simon Kottmann und als Co-Kommentator von Kevin Gerwin, dem Hallensprecher der Rhein-Neckar-Löwen. Radio Lippe Welle Hamm überträgt ebenfalls live, hier kommentiert Matthias Dröge.

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Gerechtes Unentschieden

Mit einem gerechten 26:26-Unentschieden endete die Zweitligapartie zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem TV Hüttendorf am Samstagabend in der WESTPRESS arena. Nach einem Spielverlauf mit wechselnden Führungen und Siegchancen für beide Teams, hielt TV-Torhüter Nikolai Weber eine Sekunde vor dem Ende mit einer Fußabwehr den Hüftwurf von Florian Schöße und sicherte dem TV damit einen durchaus wichtigen Punkt für den Klassenverbleib in der 2. Handball-Bundesliga. Auch für den ASV bedeutete das 26:26 (16:14) eher einen gewonnenen Punkt, zumal die Teams aus der unteren Tabellenregion im Fernduell nicht punkteten und der ASV damit der Abstand zu den Abstiegsrängen weiter vergrößerte.

Nach einer gute Anfangsviertelstunde der Gäste, in der Michael Lerscht beim ASV noch die richtige Formation auf dem Feld suchte, lag der TVH folgerichtig mit 8:10 in Führung. Die Zielsetzung der Westfalen, ein ähnliches Torfestival wie bei der 30:28-Hinspielniederlage zu unterbinden, erfüllten die Gastgeber noch nicht. Erst in der Folge kam der ASV, bei dem noch immer mit Marian Orlowski, Markus Fuchs, Marten Franke und dem Langzeitverletzten Sören Südmeier einige Stammkräfte fehlten, besser ins Spiel und blieb von der 18. Bis zur 25. Spielminute ohne Gegentreffer. In der Zwischenzeit bescherten die Tore von Gerrit Genz, Merten Krings, Jan von Boenigk und Alex Rubino Fernandez eine 14:11-Führung. Bis zwölf Sekunden vor dem Ende der Halbzeit hatte der Drei-Tore-Vorsprung Bestand, mit dem Pausenpfiff verkürzte TV-Linksaußen Robin Hübscher auf 16:14.

Auch in den zweiten Abschnitt startete Hüttenberg besser: Nach weniger als fünf Minuten war der Vorsprung des ASV aufgebraucht, Niklas Theiss glich zum 17:17 aus. Bis zur 43. Minute blieb es ausgeglichen, nach 22:22 brachten der offensivstarke Hendrik Schreiber und Hübscher die Gäste mit 22:24 in Führung. Zwar glich der ASV zügig aus, aber erneut gelangen dem TV zwei weitere Treffer in Folge durch Routinier Stefan Kneer und Kreisläufer Vit Reichl, der ein ums andere Mal von der ASV-Abwehr nicht oder nur mit Foulspiel zu stoppen war.

Ohnehin war zu erkennen, dass die Westfalen deutlich mehr Schwierigkeiten mit der ungewohnt engen Regelauslegung des Schiedsrichtergespanns Jannik Otto und Raphael Piper hatten, als die Gäste. Am Ende kassierte der ASV acht Zeitstrafen – sechs davon die Kreisläufer Jan Brosch, Jakob Schwabe und Alexander Engelhardt – der TV nur deren drei. Wenn man sehe, dass der ASV ungefähr zehn Minuten länger im Spiel in Unterzahl war, dann sei das Unentschieden auf jeden Fall ein gewonnener Punkt, verdeutliche Trainer Michael Lerscht. „Das ist ja immer die Gretchenfrage nach einem Unentschieden. Natürlich hatten wir den letzten Wurf des Spiels, aber kurz zuvor haben wir auch noch mit zwei Toren zurückgelegen. Wir müssen die Fehler analysieren und es nächstes Mal abstellen“, erwartet Lerscht einen Lernprozess für das nächste Spiel, dass wegen der Konstanz-Quarantäne erst am 2. Juni zuhause gegen den EHV Aue ansteht.

Der Trainer meinte damit möglicherweise auch die Szene kurz vor Schluss, als Nachwuchsmann Florian Schöße, der bis dahin ein fehlerfreies Spiel abgeliefert hatte, einen sehr riskanten No-Look-Pass auf Kreisläufer Jakob Schwabe versuchte, der davon überrascht wurde. Schöße erntete dafür schon auf der Bank entsprechendes Feedback vom Trainer. „Das ist natürlich etwas anderes, als wenn Du so einen Pass in der 24. Minute versuchst. Die Spieler bekommen nach guten Aktionen Lob und Anerkennung, in solchen Situationen ist es dann eben auch mal Kritik“, wollte Lerscht die Szene auch nicht überwerten. Beinahe hätte Schöße es ja auch direkt vergessen gemacht, mit seinem entschlossenen Wurf scheiterte er aber knapp an Weber.

Nach dem unerwartet spielfreien kommenden Wochende geht es nun im engen Takt weiter: Zwischen dem 2. nnd 26. Juni stehen für die Westfalen acht Partien an.

ASV Hamm-Westfalen – TV Hüttenberg 26:26 (16:14)

ASV: Wesemann, Storbeck – Genz (5), Huesmann (1), Brosch (3), Spiekermann (1), Rubino Fernandez (4), Schwabe (1), Engelhardt, Gudat (1), Krings (6), Pretzewofsky (1), Schöße

TVH: Plaue, Weber – Fuss (1), Kneer (1), Opitz, Theiss (3), Fujita, Weber (4), Rompf (3/2), Lindenstruth, Reichl (3), Mubenzem, Hübscher (3), Hahn (3/2), Klein, Schreiber (5)

Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Piper

Zeitstrafen: ASV 16 min , TVH 6 min

Merten Krings war gegen Hüttenberg sechsmal erfolgreich. - Foto: Kaufmann/ASV

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Samstag kommt Hüttenberg

Voraussichtlich wieder mit mehr Stammspielern als zuletzt tritt der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend um 19:15 Uhr gegen den nach wie vor abstiegsbedrohten TV Hüttenberg an. Für den Gastgeber, der weiterhin im Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga rangiert, wird es vor allem darum gehen, an die guten Leistungen der Spiele gegen Dormagen und Nettelstedt anzuknüpfen und weiteren Boden in der Tabelle gut zu machen.

Vor dem Abschlusstraining stand fest, dass auf jeden Fall Sören Südmeier fehlen wird. Für welche Akteure es nach der coronabedingten Pause noch nicht reichen wird, war aber noch unklar. „Wir werden da nach wie vor kein Risiko eingehen. Aber die Spieler sind jetzt im Training, wir haben die Woche – zwar dosiert – mit allen trainiert“, erklärte ASV-Trainer Michael Lerscht vor dem Abschlusstraining am Freitagnachmittag.

So werden voraussichtlich wieder Kräfte aus der Drittligamannschaft aktiviert, Rechtsaußen Lars Gudat und Rückraum Fabio Runkel könnten da wieder gute Alternativen sein, die schon zum Überraschungssieg gegen Dormagen beitragen haben. Auch wenn die Gäste zuletzt in fremden Hallen nur 2:10 Punkte sammelten, Lerscht sieht in der Partie eine besondere Aufgabe – unter anderem wegen der 30:28-Hinspielniederlage, die die Westfalen kassierten. „Die 3:2:1-Deckung ist sicher eine Besonderheit in dieser Liga, gegen die man nicht so oft spielt. Hinzu kommt, dass wir im Hinspiel mit 30 Toren einfach zu viele Treffer kassieren“, so Lerscht weiter. Offensiv sei das mit 28 Toren passend gewesen und hätte zum Sieg reichen müssen. „Es wird darum gehen, besser in den Eins gegen Eins-Situationen zu stehen und das Kleingruppenspiel des TV besser in den Griff zu bekommen.“

Anwurf des Spiels ist am Samstagabend um 19:15 Uhr, wie gewohnt wird live über SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle übertragen. Das Spiel gegen den TV ist der Auftakt in einen anstrengenden Saisonendspurt mit insgesamt neun Spielen bis zum 26. Juni. Und in Bezug darauf ereilte die Westfalen am Freitagmittag gleich die nächste schlechte Nachricht: Aufgrund eines Coronafalls muss der nächste Gegner, die HSG Konstanz, bis Anfang Juni in Quarantäne. „Unser Auswärtsspiel am nächsten Wochenende muss somit verschoben werden. Einen neuen Termin gibt es noch nicht“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Angesichts der bereits bestehenden Termindichte kommt nur noch ein Termin Mitte Juni in Frage.

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ASV unterliegt 30:28

Der ASV Hamm-Westfalen sucht weiterhin seine Form in der 2. Handball-Bundesliga. Auch beim TV Hüttenberg ging die Mannschaft von Michael Lerscht am Mittwochabend leer aus und unterlag nach 14:15-Halbzeitführung mit 30:28.

Viel hatten sich die Westfalen bei Gastspiel am Vorabend der Weihnachtstage vorgenommen, spielerisch knüpften die Gäste allerdings nicht an die starke Leistung vom Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke am Samstag an. Während der ersten zwölf Minuten legten die Gastgeber mehrfach vor, nach dem 6:5 übernahmen die Westfalen erstmals das Ruder. Marian Orlowski, Alex Rubino Fernandez und Jo Gerrit Genz bescherten dem ASV einen 6:8-Führung bis zur 15. Minute. Bis zur Pause verteidigten die Gäste ihre Führung, das 13:15 durch Merten Krings verkürzte Stefan Kneer für den TVH kurz vor Ende der Halbzeit zum 14:15. Kneer war mit sieben Treffern ohnehin bei den Gastgebern stärkster Offensivakteur des Abends.

In den zweiten Abschnitt leistete sich der ASV dann einen Fehlstart: Mit vier Toren in Folge innerhalb von fünf Minuten drehte der TV das Spiel und ging seinerseits mit 18:15 in Führung. Bis zur 41. Minute verteidigte Hüttenberg die Führung, beim Stand von 22:18 nahm Michael Lerscht eine Auszeit, um den ASV noch einmal neu aufzustellen. In der Folge stand die Abwehr der Westfalen stabiler, die Offensivaktion fanden erfolgreich ihren Abschluss. Nach dem Siebenmetertor von Marian Orlowski zum 22:21 in der 46. Minute war die Partie wieder völlig offen.

Doch statt das Momentum zu nutzen, leisteten sich die Gäste wieder einige Fehler in Abwehr und Angriff, Hüttenberg stellte durch eine Vier-Tore-Serie die Weichen auf Sieg. In den verbleibenden neun Minuten versuchte der ASV zwar noch einmal alles und kam sogar auf einen Treffer heran, Hüttenberg hatte aber am Ende immer eine Antwort und gewann durch das Tor von Robin Hübscher sieben Sekunden vor dem Ende mit 30:28. So geriet auch die Zweitligapremiere von Moritz Eigenbrodt zur Nebensache, der in der zweiten Halbzeit auf Linksaußen seine ersten Einsatzminuten für den ASV bekam.

„Wir hatten uns viel vorgenommen, wir wollten unbedingt gewinnen. Wir wissen, dass wir nicht 30 Tore kriegen dürfen. Beim 22:21 schnuppern wir noch einmal dran, beim 26:21 ist das Thema dann aber fast schon durch. Jetzt müssen wir uns schnell auf das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen Kontanz konzentrieren und es besser machen“, analysierte ein angefressener Michael Lerscht direkt nach der Partie. Sehr zufrieden zeigte sich verständlicherweise TVH-Coach Johannes Wohlrab: „In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv und bekommen zu viele einfache Gegentore. Das haben wir in der Pause angesprochen. Dann spielt meine Mannschaft eine phantastische zweite Halbzeit. Am Ende waren wir zu nervös. Wir führen mit vier Toren und müssen das cleverer herunterspielen.“

TV Hüttenberg – ASV Hamm-Westfalen 30:28 (14:15)

TVH: Plaue, Weber – Fuß (4), Schwarz, Kneer (7), Theiss, Fujita (1), Weber (2), Rompf, Reichl (5), Mubenzem, Hübscher (5), Hahn (2), Klein (1), Jockel, Schreiber (3)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (4), Brosch (5), Fuchs, Spiekermann (2), Rubino Fernandez (3), Krause (2), Krings (1), Pretzewofsky (1), Orlowski (9), Eigenbrodt, Franke (1), von Boenigk

Schiedsrichter: Malte Frank und Leonard Bona

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ASV erobert Platz zwei

Der ASV Hamm-Westfalen ist weiter in bestechender Form und hat sein Siegesserie dank des 22:24 (14:13)-Erfolges beim TV Hüttenberg auf vier Partien ausgebaut. Dank der entführten zwei Zähler aus Mittelhessen und der Niederlage des Tabellenkonkurrenten TUSEM Essen (28:31 in Dormagen) sicherten sich die Hammer den zweiten Platz, der zum Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga berechtigt.

In der ersten Minute gingen die Hausherren in Führung, Christian Rompf traf. Die Hammer ließen den Rückstand aber nicht lange auf sich sitzen und fuhren schnelle Angriffe und gingen nach elf Zeigerumdrehungen erstmalig in Führung: Stefan Lex traf gegen seine ehemaligen Mitspieler zum 5:6. Doch absetzen konnte sich der ASV nicht, es blieb weiter eng.

Die erste Auszeit nahmen die Hausherren beim stand von 8:8 in der 19. Minute. Die brachte aber nichts ein, denn Hamm markierte in Unterzahl das 8:9. Bis zur Halbzeit blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, mit einem 13:14 ging es in die Kabinen. Erfolgreichste Schützen waren Lex und Jan Brosch mit je drei Treffern.

Der zweite Abschnitt begann, wie die erste endete. Kein Team zog davon, es blieb stets ein spannendes Duell. Dafür sorgten auch die beiden Schlussmänner, Nikolai Weber (TVH) und Felix Storbeck, die mit sehenswerten Reflexen einige Bälle entschärften. Vier Minuten vor Schluss lag die Entscheidung auf der Platte, denn der ASV ging mit doppelter Überzahl und einem Tor Vorsprung in den Schlussspurt. Doch Sören Südmeier verfehlte das Gehäuse und TVH-Torwart Weber entschärfte einen Wurf von Marten Franke.

So blieb es beim 22:23. Hamms Trainer Kay Rothenpieler nahm eine Minute vor dem Abpfiff eine Auszeit. Mit Erfolg, Stefan Lex markierte das 22:24. Den knappen Vorsprung brachten die Westfalen über die Zeit, am Ende stand ein 22:24 auf der Anzeigetafel. (mby)

Vierter Sieg in Folge: Der ASV mit Kreisläufer Jan Brosch erobert Tabellenplatz zwei. – Foto: Henning Wegener

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Mit Euphorie zum TVH

Es läuft zur Zeit beim ASV Hamm-Westfalen. Seit fünf Partien kassierte die Mannschaft von ASV-Trainer Kay Rothenpieler keine Niederlage mehr, in vier Spiele davon gingen die Jungs im roten Trikot sogar als Sieger vom Platz.

Dank der konstant guten Leistungen liegen die Westfalen vor der Auswärtspartie des 16. Spieltags am Samstag (ab 19:30 Uhr) beim TV Hüttenberg auf Platz drei und sind punktgleich mit den ersten beiden Teams, HSC 2000 Coburg und TUSEM Essen. Die Euphorie bei den Hammern und ihren Fans steigt.

Während sich der ASV beim 27:22-Sieg in der Partie beim TuS N-Lübbecke vor allem in der Schlussphase regelrecht in einen Rausch spielte, war das 32:29 am vergangenen Samstag in der WESTPRESS arena gegen den TSV Bayer Dormagen vor allem ein Sieg des Willens.

„Gerade mit Blick auf die widrigen Umstände haben wir gut gespielt“, meint Rothenpieler mit Blick auf die Rote Karte gegen Jan Brosch nach rund zehn Minuten an und fügt hinzu: „Deshalb war die Stimmung in während der Trainingswoche natürlich gut, wir haben uns konzentriert auf Hüttenberg vorbereitet.“

Einen besonderen Fokus legte der Ex-Profi dabei auf die Deckung des TVH: „Sie sind die einzige Mannschaft in der Liga, die mit einer 3:1-Deckung spielt. Da haben wir im Training Lösungen gesucht. Außerdem ist Hüttenberg heimstark, die Stimmung ist gut – es wird eine schwierige Aufgabe.“ Für sein Team gilt es laut Rothenpieler, aus einer „kompakten Deckung“ zu agieren: „Wir müssen sicher stehen, eine gute Beinarbeit an den Tag legen und zu unseren Stärken finden.“

Am vergangenen Wochenende hatten die Hüttenberger Grund zum Jubeln, im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz fuhr das Team von Trainer Frederick Griesbach einen 32:27-Sieg ein und überholte die Sachsen im Klassement. Dennoch verläuft die Saison bislang wohl nicht wie gewünscht, die Mittelhessen liegen mit 12:16 Punkten auf Platz 13, der Abstand auf die Gefahrenzone beträgt nur drei Zähler.

Keine Schuld an der mäßigen Spielzeit trifft Björn Zintel. Der Ex-ASVer glänzt als Torschütze, war bereits 98-Mal erfolgreich und belegt hinter Niklas Weller (HSV/113 Tore) und Florian Billek (Coburg/106) Rang drei der Torjägerliste.

Im Gespräch mit wa.de stapelte Zintel tief: „Wir spielen zuhause, da wollen wir immer etwas mitnehmen. Auch wenn es eine schwierige Aufgabe wird. Hamm hat einen guten Kader, ist von Verletzungen weitestgehend verschont geblieben – und sicher Favorit.“

Auch Hamms Trainer Rothenpieler, der auf alle Spieler zurückgreifen kann, hat ein Augenmerk auf Zintel geworfen: „Wir müssen Björn gut verteidigen“, so der 48-Jährige, der aber ergänzt: „Wir konzentrieren uns nicht nur auf einen Spieler. Denn beispielsweise Tomáš Sklenák spielt ihn gut frei. Wir wollen aber die jüngste Euphorie mitnehmen und mit Begeisterung in die Partie gehen.“ (mby)

Mit viel Selbstvertrauen geht der ASV Hamm-Westfalen um Torhüter Oliver Krechel in die Partie gegen den TV Hüttenberg. – Foto: Henning Wegener

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Arbeitsreicher Auswärtseinsatz

Gerecht aufgeteilt waren sie, doch bis zum Ende schaffte es beim Duell des TV Hüttenberg gegen den ASV Hamm-Westfalen keine der Mannschaften, sich auf die wenig großzügige Linie des Unparteiischengespanns David und Christian Hannes einzustellen. So kassierten beide Mannschaften unter dem Strich je 16 Strafminuten – nur selten standen sich die Teams in voller Personalstärke gegenüber. Weniger deswegen, als vielmehr wegen einer lange Zeit guten Leistung der Gastgeber war es der erwartet arbeitsreiche Auswärtseinsatz für die Westfalen, die am Ende gemeinsam mit den zahlreich mitgereisten Schlachtenbummlern einen verdienten 22:25-Auswärtssieg bejubeln durften.

Zwar kamen die Gäste gut in die Partie, schlugen aber offensiv zu wenig Kapital daraus. So war es der TVH, der nach 1:2-Rückstand die Kontrolle übernahm. Nach mehr als vier torlosen Minuten seiner Mannschaft sah sich Gästetrainer Kay Rothenpieler zur ersten Auszeit genötigt, Hüttenberg lag mit 4:2 in Führung. Bis zum 8:6 in der 18. Minute blieb es bei der Tabellenführung der Gastgeber, die mit ihrer offensiven 3:2:1-Deckung erwartet unbequem verteidigten. Dann sorgten Sören Südmeier und Lukas Blohme für den Ausgleich zum 9:9. Wieder konterte der TV, legte in Überzahl mit 12:10 vor. Jetzt wurde es ganz leer auf dem Feld, nach zwei Strafen gegen den ASV mussten in der Folge drei TV-Akteure innerhalb von 27 Sekunden das Feld verlassen. Der ASV kam so zum 12:12-Ausgleich, zur Führung reichte es allerdings noch nicht. Mit 13:13 ging es nach einer kuriosen Schlussphase in die Pause.

Oliver Krechel in Hochform

Aus der starteten die Westfalen besser. Vyron Papadopoulos sorgte für die erste ASV-Führung seit den Anfangsminuten. Nach dem 15:16 durch Stefan Lex (38.) bescherte Lars Gudat den Gästen in der 41. Minute mit seinem Treffer zum 15:17 die erste Zwei-Tore-Führung. Oliver Milde und erneut Gudat trafen in den folgenden vier Minuten noch zweimal, die Mannschaft von Emir Kurtagic dagegen blieb torlos, da Oliver Krechel im Gästetor längst zu Hochform auflief und reihenweise Würfe abwehrte.

Bis zur 57. Minute hielt der ASV den TV auf Distanz – nach dem Siebenmetertor für den TV durch Tobias Hahn zum 21:24 wurde es aber noch einmal spannend. Die Gastgeber verteidigten nun ganz offensiv, in der 58. Minute trat Hahn erneut zum Strafwurf an und traf.  Doch näher kamen die Hüttenberger nicht mehr heran, da Krechel einen weiteren Siebenmeter 29 Sekunden vor dem Ende abwehrte und damit die Partie entschied. Blohme erlöste Sekunden vor dem Ende die mitgereisten Fans endgültig mit seinem Tor zum Endstand von 22:25. Der ASV rückte damit zumindest bis zum späten Sonntagnachmittag auf den dritten Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga vor, den sich die HSG Nordhorn-Lingen durch einen Punktgewinn gegen TuS Ferndorf zurückerobern kann.

TV Hüttenberg – ASV Hamm-Westfalen 22:25 (13:13)

TVH: Weber, Lorenz – Prieto, Uth, Sklenak (5), Lambrecht (2), Wernig, Rompf (1), Chalepo, Johansson (2), Stegfelt (1), Mubenzem (1), Hahn (4), Zintel (4), Klein (2)

ASV: Krechel, Storbeck – Blohme (3), Huesmann (2), Milde (4), Brosch (1), Fuchs, Sohmann (2), Schwabe, Lex (2), Südmeier (5) Gudat (3), Papadopoulos (2), von Boenigk (1)

Schiedsrichter: David Hannes und Christian Hannes

Zuschauer: 1.290

Oliver Milde steuerte vier Treffer zum Sieg beim TV bei. Bei diesem Freiwurf zum Ende der ersten Habzeit schaffte es sein Ball über die Mauer, blieb jedoch beim Torwart Weber hängen. - Foto: Thürmer/TVH

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„Konzentrieren uns auf uns selbst“

Die aktuelle Serie des ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga ist beeindruckend. In der Rückrunde gewann die Mannschaft von Kay Rothenpieler mit einer Ausnahme bisher alle Spiele – und die einzige Niederlage beim unangefochtenen Spitzenreiter und seit mehr als einem Jahr zuhause ungeschlagenen HBW Balingen-Weilstetten war zu verschmerzen.

„Die Mannschaft hat sich hervorragend weiterentwickelt. Wir wussten natürlich, dass es nach dem relativ großen personellen Umbruch im Sommer seine Zeit brauchen wird, bis alle Abläufe sich eingespielt haben und die Mannschaft sich gefunden hat. Auch jetzt ist diese Entwicklung längst nicht abgeschlossen, aber eben auf einem sehr guten Weg, wie die jüngste Erfolgsserie zeigt“, meinte Trainer Kay Rothenpieler jetzt. So hat sich der ASV nun auf einen Zähler an die drittplatzierte HSG Nordhorn-Lingen herangespielt, vier Punkte trennen die Westfalen vom ersten Aufstiegsplatz, den der HSC Coburg belegt.

„Wir beschäftigen uns in erster Linie mit uns und damit, wie wir möglichst konstant Topleistungen abrufen. Wozu das am Ende reichen wird, ist von sehr vielen Faktoren abhängig – eben auch davon, wie die Konkurrenz spielt. Insofern konzentrieren wir uns auf das, was wir selbst beeinflussen können“, so der ASV-Trainer weiter. Und damit meint er auch die nächste Aufgabe, die am Samstag für den ASV beim TV Hüttenberg ansteht. Im Hinspiel gaben die Westfalen in der Schlussphase eine 24:22-Führung noch her, die Partie endete 24:24. Rothenpieler: „In der Hinrunde hatten wir mehr Leistungsschwankungen und in stressigen Phasen nicht immer die richtigen Lösungen gefunden. Da hat sich die Mannschaft enorm weiterentwickelt.“

So soll die Serie also auch beim zehntplatzierten TV Hüttenberg fortgesetzt werden, voraussichtlich wieder in voller Personalstärke, wie sich vor dem Abschlusstraining am Freitag abzeichnete. Wie gewohnt wird Radio Lippe Welle live aus Hüttenberg übertragen, zudem ist das Spiel im TV-Livestream über Handball-Deutschland.de zu sehen. Anwurf ist am Samstag um 19:30 Uhr.

Wiedersehen mit altem Bekannten: Wie im Hinspiel trifft der ASV - hier mit Jan Brosch im Hintergrund - auf den ehemaligen ASV-Mittelmann Björn Zintel. - Foto: Wegener

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Weiter ungeschlagen

 

Der ASV Hamm-Westfalen ist auch am Samstagabend in der Erfolgsspur geblieben. Gegen den erwartet starken Erstligaabsteiger TV Hüttenberg erkämpften sich die Westfalen in der WESTPRESS arena vor gut 1.850 Zuschauern ein 24:24 (13:15). Über die gesamte Spielzeit gesehen stuften beide Trainer die Punkteteilung als leistungsgerecht ein – angesichts guter Siegchancen in den Schlussminuten war es für ASV-Coach Kay Rothenpieler zumindest kurzfristig „etwas ärgerlich“.

Doch die Unzufriedenheit wich sehr schnell der Erkenntnis, an diesem Abend gegen einen sehr starken Gegner trotz schwierigem Start eine tolle Leistung gezeigt zu haben. Denn zunächst waren es die Gäste, bei denen Torwart Nikolai Weber eine Spitzenleistung ablieferte, die sich nach ausgeglichenem Beginn eine Führung erspielten. ASV-Rechtsaußen Lukas Blohme scheiterte bei 2:2 in der siebten Minute mit seinem Tempogegenstoß. Statt einer Führung ihrer Mannschaft erlebten die Fans des Gastgebers direkt danach, wie der TVH schnell auf 2:5 davonzog.

„Wir haben auch in der Phase nicht schlecht verteidigt, aber vorne zu viele freie Würfe verpasst. Aber wir haben uns diese Würfe erarbeitet“, erlebte Kay Rothenpieler dennoch keinen schlechten Start. Aber auch in der Folge blieb es dabei. So sah sich er ASV aber in der 19. Minute sogar mit einem noch höheren Rückstand konfrontiert. Erst nach dem 6:11 durch Hüttenbergs Moritz Lambrecht kämpfte sich der ASV, bei dem Rothenpieler immer wieder neue personelle Konstellationen probierte, bis zum Ende der Halbzeit langsam zurück in die Partie.

Bis zur Halbzeitpause waren die Gastgeber wieder auf 13:15 herangekommen. „Bei 12:8 verwerfen wir einen Siebenmeter, dann kam ein Bruch ins Spiel und die Rolle der Torhüter ändert sich“, analysierte THV-Trainer Emir Kurtagic später. Denn mit den eingewechselten Oliver Krechel bekam auch das ASV-Spiel neuen Schwung. „Felix hat das auch nicht schlecht gemacht, aber ich wollte etwas versuchen“, erklärte Rothenpieler später. Ohnehin lieferten sich auch die Trainer ein äußerst engagiertes Duell am Seitenrand mit immer wieder neuen Personalkonstellationen und taktischen Finessen.

„Kay und ich haben fast auch mitgespielt“, bestätigte auch Kurtagic. „Ich denke, wir haben ein sehr, sehr gutes Zweitligaspiel mit vielen interessanten Sachen erlebt“, so der Gästetrainer, der auch in der zweiten Halbzeit einen „soliden“ Start seiner Mannschaft erlebte. Bis zum 13:16 bliebt der TV vorne. Doch dann drehte der ASV das Spiel. Kurtagic: „Die Schnelligkeit, wie wir die drei Tore Führung abgegeben, war das Problem. Da machen wir unnötige Fehler. Dann war es ein Auswärtsspiel mit tollen Zuschauern gegen einen starken Gegner.“

Zwar gelang dem ASV nach dem 16:16 durch den starken Oliver Milde in der 36. Minuten anschließend noch nicht der Führungstreffer, doch den markierte wenig später Jan von Boenigk. Zwischenzeitlich war Björn Zintel an alter Wirkungsstätte bei 17:17 mit einem Heber beim Siebenmeter am ehemaligen Mannschaftskollegen Felix Storbeck gescheitert. Schlüssel zur erfolgreichen Aufholjagd war aber vor allem eine bestehende Defensivleistung und der Wille, um jeden Ball zu kämpfen. So schmiss sich beispielsweise Lars Gudat mehrfach hinter den Bällen her und klaute dem TVH in dieser Phase gleich zwei Bälle. „Wir haben in der zweiten Halbzeit eine überragende Deckung gespielt, mit nur neun Gegentoren. Bei Überzahl haben wir nicht so gut gespielt, einige freie Bälle haben wir dann nicht gemacht“, so Rothenpieler.

Nachdem nun auch die Stimmung endgültig gekippt war, reagierte Kurtagic in der 43. Minute schnell mit einer Auszeit. Dennoch blieb der ASV jetzt spielbestimmend, legte auf 19:17 und später erneut durch von Boenigk auf 23:20 und 24:21 vor. Bereits neun Minuten vor dem Ende nahm Kurtagic seine letzte Auszeit und versuchte, die Partie zu beeinflussen. So sollte auch der 24:21-Vorsprung etwas mehr als fünf Minuten vor dem Ende den Gastgebern nicht reichen, um einen doppelten Punktgewinn zu feiern, da Nikolai gegen Oliver Milde und Lars Gudat hochkarätige Chancen vereitelte.

ASV Hamm-Westfalen – TV Hüttenberg 24:24 (13:15)

ASV: Storbeck, Krechel – Blohme, Huesmann (1), Milde (5), Brosch (1), Fuchs, Raguse, Sohmann (6, 5/5), Schwabe (2), Lex (1), Südmeier (2), Gudat (2), Papadopoulos (0/1), von Boenigk (4)

TVH: Weber, Schomburg – Belter, Sklenak (3) Lambrecht (2), Rompf (3), Zörb, Fernandes (2), Johannsson (6), Stegefelt (3), Mubenzem, Hahn (3, ½), Zintel (2, ½), Klein

Schiedsrichter: Pawel Fratczak, Paulo Ribeiro

Zuschauer: 1.852

Zeitstrafen: ASV 4 min, TVH 8 min

Hochintensiv: Der ASV – hier mit Jan von Boenigk und Sören Südmeier im Angriff – und der TV Hüttenberg schenkten sich in einer intensiven aber fairen Partie nichts. – Foto: Wegener

Felix Storbeck sorgte mit seinen Paraden in der zweiten Halbzeit für die Initialzündung. – Foto: Wegener