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Matchball im Heimfinale

Seit Wochenbeginn ist das Heimfinale des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend ausverkauft. Seit Dienstagabend haben die Fans des Handball-Zweitligisten zudem durch die Niederlage des Verfolgers Nordhorn-Lingen in Coburg Gewissheit: Gegen den TV Großwallstadt geht es vor 2.650 Zuschauern um den Aufstieg in die 1. Liga. Denn dafür reicht der Mannschaft von Trainer Michael Lerscht nun ein Sieg aus den verbleibenden Partien gegen Großwallstadt und in Hüttenberg – unabhängig davon, wie die weitere Partien der Konkurrenz enden.

„Natürlich wissen wir das. Das ist ja auch etwas, das positive Kräfte freisetzt“, verdeutlicht Lerscht die aktuelle Gefühlsage beim Tabellenzweiten. „Aber es ist auch klar, dass das ein hartes Stück Arbeit wird. Wir sind über 60 Minuten voll gefordert“, mahnt der Trainer zu voller Konzentration auf den Augenblick – eine Fähigkeit, die den ASV in den zurückliegenden Wochen und Monaten stark gemacht hat und die letztlich die gute Ausgangslage vor den beiden letzten Spieltage ermöglicht hat.

„Niemand soll denken, dass der TVG uns die beiden Punkte gibt und wieder nach Hause fährt“, so Lerscht weiter. Logisch – denn der Traditionsverein Großwallstadt braucht im Kampf um den Klassenverbleib jeden Zähler. Und beim letzten Aufeinandertreffen im Nachholspiel am 10. Mai kam der ASV beim TVG über ein 27:27 nicht hinaus. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Maik Handschke auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, allerdings punktgleich mit Tabellennachbar TuS Ferndorf und nur dank eines acht Treffer besseren Torverhältnisses vor den Ferndorfern. Auch der TSV Bayer Dormagen kämpft noch um den Verbleib, zwar hat der TSV ein Zähler mehr auf dem Konto als die beiden anderen, allerdings ein deutlich schlechteres Torverhältnis. Erwähnenswert an der Stelle: Genau wie Großwallstadt, bekommen es auch die direkten Konkurrenten mit Hochkarätern zu tun, nämlich mit Tabellenführer Gummersbach (in Ferndorf) und der drittplatzierten HSG Nordhorn-Lingen (gegen Dormagen).

Aber nicht nur die sportliche Ausgangslage sorgt für große Vorfreude rund um die WESTPRESS arena, auch die Tatsache, dass zum ersten Mal seit Jahren die Heimspielstätte des ASV bei voller Belegung wieder restlos ausverkauft ist, dürfte einige Kräfte freisetzen. „Als ich vor zwei Jahren hier beim ASV unterschrieben habe, habe ich mich ja genau darauf auch gefreut. Es ist toll, das endlich erleben zu dürfen“, freuen sich Michael Lerscht und seine Spieler auf eine stimmungsvolle Kulisse am Samstag, wie gegen Eisenach unter dem Motto „Alle in Rot“.
Denn hierzu haben die Verantwortlichen des ASV erneut aufgerufen. Und das Bild kommt dann auch Geschäftsführer Thomas Lammers bekannt vor, der den ersten Erstligaaufstieg der Westfalen 2010 als Spieler aktiv erlebt habt. „Das ist immer noch sehr präsent. Das sind unbeschreibliche Gefühle“, so Lammers. Der aber auch große Unterschiede zwischen dem Aufstieg 2010 und der Situation des ASV jetzt ausmacht: „Damals war alles vom ersten Spieltag darauf ausgelegt. Diesmal sind wir ja ganz anders in die Saison gegangen. Wir wussten, dass wir selbst mit einer guten oder sehr guten Saison vielleicht auch nur Fünfter werde könnten. Denn die Konkurrenz war und ist einfach unglaublich stark“, so der ehemalige Rückraumspieler weiter – um gleich zu ergänzen: „Es soll daher bitte auch niemand denken, wir wären jetzt schon durch. Wir müssen die Aufgabe noch einmal mit voller Konzentration angehen und alles raushauen. Ich bin mir aber auch ganz sicher, dass wir das gemeinsam tun werden.“

Anwurf für das Spiel ist um 19:15 Uhr, eine Abendkasse gibt es nicht mehr. Verfolgt werden kann die Partie live und kostenlos ab 18:45 Uhr im Internet über SportDeutschland.TV (siehe unten) oder im Radio bei Lippewelle Hamm.