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Souveräner 34:30-Auswärtssieg

 

Einen souveränen 34:30-Auswärtssieg hat der ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend bei einem kampfstarken VfL Lübeck-Schwartau gefeiert. Zu keinem Zeitpunkt lagen die Gäste in Rückstand. Herausragender Akteur beim ASV war Rückraum Nico Schöttle, der zwölf Treffer für die Westfalen markierte.

Mit viel Tempo starteten beide Mannschaften in der Lübecker Hansehalle in die Partie. Nach gut einer Minute brachte Schöttle den ASV in Führung, bis zum 3:3 nach weniger als dreieinhalb Minuten erlebten die Zuschauer einen munteren Schlagabtausch. Mit seinem dritten Treffer brachte Schöttle den ASV in der fünften Minute erneut in Führung, eine Minute später erhöhte Kreisläufer Jonas Stüber erstmalig auf eine Zwei-Tore-Führung. Diese verteidigte der ASV bis zur zehnten Minute, dann traf Rechtaußen Mark Artmeier, der für den kurzfristig verletzt ausgefallen Jakub Sterba in die Startformation gerückt war, zum 9:6. In der elften Minute erhöhte Andreas Bornemann sogar auf 11:7 – die Westfalen hatten die Partie zu diesem Zeitpunkt fest im Griff. Neben Schöttle hatten auch ein sehr effektiver Spielgestalter Björn Zintel, der selbst in der ersten Halbzeit noch etwas Wurfpech hatte, und ein starker Torwart Felix Hertlein großen Anteil an der Gästeführung. „Die Anfangsviertelstunde war heftig vom Tempo von beiden Mannschaften“, beschrieb Hertlein später den Start in die Partie.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kam der VfL nun besser ins Spiel und verkürzte bis zur 27. Minute auf 15:18. Aber die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht ließ sich nicht beirren, spielte weiter konsequent und schaffte innerhalb von 70 Sekunden drei Tore, zweimal durch Jan von Boenigk und einmal von Andreas Bornemann. In der 29 Minute legte Kapitän Fabian Huesmann sogar noch einen drauf und erhöhte auf 22:15. Immerhin sorgten die anschließenden Tore von Ole Hagedorn und mit dem Halbzeitpfiff durch Jasper Bruhn zum 17:22 noch für etwas Hoffnung bei den VfL-Fans.

Diese sollte im zweiten Abschnitt noch etwas mehr Nahrung erhalten. VfL-Keeper Dennis Klockmann lief vorübergehend zu Höchstform auf, parierte in Serie ASV-Würfe. So gelang es den Gastgebern, auf 19:22 zu verkürzen. Aber wir in Halbzeit eins blieben die Westfalen cool. Auch das 22:24 durch Finn Kretschmer ließ den Favoriten unbeeindruckt. Yonatan Dayan, der nun Regie beim ASV führte, fand offensiv immer wieder Lösungen. So lagen die Gäste in der 43. Minute erneut mit vier Treffern vorne.

Aber die Gastgeber gaben nicht auf. In Überzahl nach einer Roten Karte gegen Markus Fuchs gelang das 24:27, nach erneut verpasstem Siebenmeter sogar das 25:27 durch Kretschmer. Mit drei Treffern in Serie durch Huesmann, Dayan und Schöttle sorgten die Gäste nun aber für die Vorentscheidung. In der Folge kamen die Lübecker nicht näher als drei Tore heran. „Dennis Klockmann hat auf einmal angefangen das Tor zu vernageln. Schwartau ist auf zwei dran, dann wurde es richtig laut und unangenehm. Dann haben wir trotzdem einen kühlen Kopf bewahrt“, beschrieb Felix Hertlein die spielentscheidende Phase. „Wir haben wichtige Situationen gehabt, auch als es schwierig wurde. Dann wirft Nico Schöttle aus zehn Metern den Ball rein“, so der Torwart, der selbst allerdings mit zwölf Paraden und fast 29 Prozent gehaltenen Bällen das Torhüterduell klar für sich entschied.

Genau diese Torwürfe bekam der VfL zu keiner Phase in den Griff. „Insgesamt sind 34 Tore zu viel und deswegen verlieren wir gegen Hamm. Wir bekommen in der Abwehr nicht so den Zugriff. Hamm spielt eine saustarke Deckung und spielt strukturiert im Angriff“, so Einar Nickelsen, der dänische Mittelmann des VfL und siebenfache Torschütze an diesem Abend.

Für den ASV geht es nun weiter am Samstag um 18 Uhr. Dann reisen die Westfalen erneut, diesmal geht es zum TV Hüttenberg, der parallel einen 38:31-Sieg beim TSV Bayer Dormagen feierte.

VfL Lübeck-Schwartau – ASV Hamm-Westfalen 34:30 (17:22)

VfL: Klockmann (5 Paraden), Dreyer, Conrad – Ostenberg (2), Leitz, Hagedorn (2), Löfström (4), Skorupa (1), Blaauw (1), Schrader (6), Kretschmer (2), Nickelsen (7), Speckmann (3), Geenen, Bruhn (2)

ASV: Hertlein (12 Paraden), Colodeti – Huesmann (6), Fuchs (44. Minute Rote Karte), Schöttle (12), Artmeier (2), Schulze, Jungemann, Zintel (1), Bornemann (3), Orlowski, Dayan (4), Stüber (3), von Boenigk (3), Bauer

Zeitstrafen:  VfL 8 min, ASV 6 min und 44. Rote Karte Fuchs

Schiedsrichter: Jonas Zollitsch und Marvin Volkening