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Perfekte Englische Woche

 

Mit der perfekten Ausbeute von 6:0 Punkten hat der ASV Hamm-Westfalen die kräftezehrende Englische Woche in der 2. Handball-Bundesliga beendet und rückt damit zumindest bis Sonntag an die Tabellenspitze vor. Am Samstagabend setzte sich die Mannschaft nur drei Tage nach dem Auswärtssieg in Lübeck verdient mit 31:29 beim TV Hüttenberg durch, hatte dabei in der Schlussphase nach einer über weite Strecken dominierten Partie etwas Mühe, den Sieg zu sichern. Am Ende war es Yonatan Dayan, der bei seinem Siebenmeter in der Schlussminute Nervenstärke bewies und das entscheidende Tor markierte.

Den Grundstein zum verdienten Sieg vor 1.050 Zuschauern im Hüttenberger Sportzentrum legten die Gäste, bei denen der angeschlagene Kreisläufer Stefan Bauer fehlte, dafür aber Jakub Sterba wieder im Aufgebot stand, bereits im ersten Abschnitt. Zwar kam der ASV, bei dem Philip Jungemann bereits beim ersten Angriff des TV eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, entsprechend etwas holprig ins Spiel, doch in der vierten Minute markierte Linksaußen Alexander Schulze das erste Tor für den ASV zum 1:1. Bis zur siebten Minute gestalteten Hüttenberg die Partie offen, dann legten die Westfalen, bei denen Björn Zintel hervorragend die Fäden zog, einen 4:0-Lauf hin. Vorne lief es bei den Gästen nun flüssig, im Tor bildete Marcos Colodeti mit allein acht von 19 parierten Bällen im ersten Abschnitt einen sicheren Rückhalt. Nach dem 7:3 (16. Minute) durch Kapitän Fabian Huesmann sah sich TVH-Trainer Stefan Kneer zur Auszeit genötigt.

Starke Phase vor der Pause

Danach lief es bei den Gastgebern besser. Der TV verkürzte auf 6:7, Chancen boten sich dem ASV allerdings auch in dieser Phase. So verpasste Huesmann einen Siebenmeter und Jan von Boenigk donnerte nach sehenswertem Kempa-Pass von Zintel den Ball an die Latte. Nach fast vier torlosen Minuten des ASV beendete Nico Schöttle diese Phase mit seinem Treffer zum 8:6. Bis zur 24. Minute blieben die Hüttenberger nun dran, erst nach dem 11:12-Anschlusstreffer durch Ian Weber für den TV starteten die Westfalen eine erneute Serie. Bis zur Pause ließ die starke Abwehr keinen Treffer mehr zu, die Pausenführung fiel mit 16:11 deutlich aus.

Für die Gastgeber war nun klar: Eine deutliche Leistungssteigerung musste her, um den Gästesieg in Gefahr zu bringen. Stefan Kneer war zu Beginn der zweiten Halbzeit zu einem höheren Einsatz bereit, setzte nun auf den siebten Feldspieler im Angriff. Bis zur 39. Minute und dem 21:16 änderte sich aber wenig, der ASV hielt die Hausherren auf Abstand. Nun waren es die Westfalen, die durch einige Unkonzentriertheiten und wegen Wurfpech im Abschluss Hüttenberg ins Spiel zurückkommen ließen. Tor für Tor arbeitete sich der TVH heran, das 19:21 durch Hendrik Schreiber sorgte für deutliche Belebung auf den Rängen bei noch mehr als 18 Minuten Spielzeit.

ASV ließ den Ausgleich nicht zu

Aber der ASV blieb unbeeindruckt, setzte sich angeführt vom starken Björn Zintel bis zur 49. Minute wieder auf 26:21 ab. Doch noch einmal schlichen sich einige Fehler in das in Summe starke Gästespiel – die Hüttenberger, die längst nichts mehr zu verlieren hatten, nutzten dies für eine weitere Aufholjagd. Nach dem 25:26-Anschlusstreffer durch Schreiber schien eine Überraschung möglich. Fast sechs Minuten blieben die Westfalen ohne Torerfolg. Aber den Ausgleich ließ der ASV nicht zu, immer wieder gelang es, auf zwei Tore vorzulegen. Und so endete die Partie auch mit einem 31:29-Auswärtssieg für den Favoriten.

Zintel und Jungemann erzielen 17 Tore

Stärkste Spieler bei den Gästen waren Björn Zintel mit neun Treffern aus zehn Versuchen und einer gewohnt starken Spielführung sowie Alexander Schulze, der bei acht Treffern nur einmal an der Latte scheiterte. Auch Yonatan Dayan war nicht nur der Mann für die wichtigen Tore an diesem Abend, insgesamt traf der israelische Nationalspieler sechsmal. Den wohl spektakulärsten Treffer des Spiels erzielte allerdings ein anderer: Bei angezeigtem Passivspiel und keinem verbleibenden Pass drehte Jan von Boenigk den Ball fast von der Außenlinie in der 55. Minute zum 27:25 ins Tor und beendete damit die fast sechsminütige Torflaute des ASV.

Topspiel am Freitag gegen Potsdam

Am Freitag um 19:30 Uhr geht es weiter für den ASV, dann steht das Topspiel der 2. Handball-Bundesliga an. Gegner in der WESTPRESS arena ist dann das Spitzenteam des VfL Potsdam. Die Ticketnachfrage ist riesengroß, Sitzplätze sind bereits nur noch wenige erhältlich.

TV Hüttenberg – ASV Hamm-Westfalen 29:31 (11:16)

TVH: Grazioli (3 Paraden/17 %), Ruspeler (2 Paraden, 12 %) – Schwarz (3), Kirschner (5/1 7m), Weber (7), Zörb, Reichl (2), Rüdiger,  Hofmann, Leunissen (1), Klein (2), Kompenhans (6), Scheibel, Schreiber (3)

ASV: Colodeti (14 Paraden/ 33 %), Hertlein (1 Parade, 50 %) – Huesmann, Fuchs, Schöttle (2), Artmeier, Schulze (8), Sterba (1), Jungemann (1), Zintel (9), Bornemann, Orlowski, Dayan (6/3 7m), Stüber, von Boenigk (4)

Zeitstrafen: TVH 6 min, ASV 6 min

Schiedsrichterinnen: Sophia Janz, Rosana Sug

Zuschauer: 1.050