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Veröffentlicht am 13.09.2025 von Simon Kottmann

Schwache zweite Hälfte kostet Sieg

Eine Halbzeit lang lief für den ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend alles nach Plan. Doch in der zweiten Hälfte bescherte sich das Team bei der HSG Varel durch einen schwachen Auftritt selbst den ersten Stresstest der Saison in der 3. Liga.

Und den bestanden die Westfalen nur zur Hälfte: Nachdem Varel mit einer bärenstarken Leistung zwischenzeitlich sogar die Führung übernommen hatte, rettete der ASV dank des clever eingesetzten siebten Feldspielers und eines überragenden Torwarts Marcos Colodeti durch das 29:29 (18:12) zwar noch einen Auswärtspunkt – zum erwarteten Sieg reichte es jedoch nicht.

Begonnen hatte die Partie wie zuletzt: Der favorisierte ASV wurde seiner Rolle vollauf gerecht und erspielte sich schnell eine komfortable Führung. Bereits nach weniger als 14 Minuten traf Kapitän Fabian Huesmann zum 11:5. Zwar blieb der Vorsprung bestehen, dennoch wurde es zunehmend hektischer in der Manfred-Schmidt-Sporthalle. Die Schiedsrichter verteilten zahlreiche Zeitstrafen, und auch die Trainer erhielten früh gelbe Karten. HSG-Coach Blacha kassierte nach einer vehementen Beschwerde sogar direkt im Anschluss an die Karte noch eine Zwei-Minuten-Strafe. Bis zur Pause hielten die Gäste ihre Führung souverän und gingen mit 18:12 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel verlor der ASV jedoch völlig den Faden. Erst nach einem 0:6-Lauf erlöste Jan Brosch die Westfalen mit einem Treffer nach fast elf torlosen Minuten. 19 Sekunden später stellte Niklas Gautzsch den alten Abstand mit dem 20:18 wieder her. Weitere Treffer von Benedikt Kühn und Gautzsch zum 22:18 ließen den Favoriten erneut auf Kurs scheinen. Doch Varel hatte durch den furiosen Start längst neuen Kampfgeist entwickelt, blieb hartnäckig dran und nutzte die vielen Fehler der Gäste konsequent. In der 53. Minute brachte Nicholas Beck die HSG schließlich mit 26:25 in Führung – da stand die Halle Kopf.

Doch ASV-Trainer Jörn-Uwe Lommel fand die richtigen Antworten. Durch den nun konsequent eingesetzten siebten Feldspieler bekam das zuvor ideenlose Angriffsspiel wieder Schwung. 73 Sekunden vor dem Ende traf Huesmann per Siebenmeter zum 29:28. Johan Korsgaard glich jedoch 30 Sekunden später aus. Den letzten Angriff vergab der ASV, sodass es beim Unentschieden blieb – und bei der Erkenntnis, dass der Findungsprozess der neu formierten Mannschaft noch längst nicht abgeschlossen ist.

Statistik zum Spiel (Handball.net)

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