Fast genau vor 18 Jahren hat es dieses Duell zuletzt gegeben: Zweitligist ASV Hamm reiste im Rahmen der 3. Runde des DHB-Pokals am 31. Oktober 2007 zum klassentieferen VfL Fredenbeck und siegte dort mit 34:21. Mit dabei war – damals auf Rechtsaußen – Lars Gudat, damals jüngster ASV-Profi, und der heutige ASV-Pressesprecher Simon Kottmann, für den es der erste Arbeitseinsatz für den ASV war. Am Samstag kommt es nun zur Neuauflage – diesmal in Hamm.
Denn weitere Aufeinandertreffen gab es mit dem VfL seither nicht. Einmal trat Fredenbeck allerdings schon in der 2008 eröffneten WESTPRESS arena an – als es im DHB-Pokal 2016/17 im Erstrunden-Viererturnier gleich gegen hochfavorisierten Erstligisten THW Kiel ging. Der Ausgang mit 20:29 war für den VfL eher erwartungsgemäß, die Kulisse von über 1.500 Zuschauern im deutschlandweiten Vergleich aber herausragend. Am Samstag kommt es um 19 Uhr nun zum ersten Aufeinandertreffen des ASV Hamm-Westfalen mit dem VfL in der Arena. Möglicherweise wird die 2.000er-Marke wie zuletzt gegen OHV Aurich übersprungen. „Es zeichnet sich wieder eine hervorragende Kulisse ab“, meinte ASV-Geschäftsführer Markus Fuchs vor dem einzigen Heimspiel der Westfalen im November. Karten wird es in jedem Fall noch an der Abendkasse geben, zumindest für Stehplätze.
Wie meist in dieser Saison geht der ASV, bei dem der zur Saison reaktivierte Lars Gudat nun ältester Akteur ist, als Favorit in die Partie. „Uns erwarten einige Besonderheiten im Spiel des Gegners“, ergab die Analyse von Trainer Jamal Naji, für den es das Heimdebüt beim ASV ist. So dürften die Gäste häufiger als gewöhnlich auf den siebten Feldspieler setzen, in der Offensive immer wieder überraschend agiert werden. Die Zielsetzung ist für den ASV dennoch klar: Die nächsten beiden Punkte sollen im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze gesammelt werden.
Der siebtplatzierte VfL hat beim Zweitligaabsteiger nichts zu verlieren. Mit dem souveränen 33:25-Heimsieg gegen Handball Lippe II hat man sich ein erstes Polster zu den drei Abstiegsrängen verschafft. Angesichts des bisherigen Programms, zu denen auch die Duelle mit den anderen Topteams Emsdetten (28:43) und TuS Vinnhorst (23:35) zählten, sind die bisherigen neun gesicherten Punkte eine ordentliche Ausbeute. Doch wegen der deutlichen Resultate der direkten Konkurrenten gegen Fredenbeck nun einen Selbstläufer zu erwarten, dürfte der größtmögliche Fehler sein.
Personell dürfte sich im Vergleich zum Spiel in Hannover beim ASV wenig ändern. Voraussichtlich bleibt es bei den Ausfällen von Ole Machner, Lucas Firnhaber, Carl Gabrielsson, Gasper Horvat und Kapitän Fabian Huesmann. Letzterer dürfte somit wieder die Co-Trainer-Rolle wie beim TSV Anderten übernehmen. Für Huesmann und Machner stehen die Zeichen auf eine baldige Rückkehr ins Aufgebot aber nicht schlecht.
Einlass in die WESTPRESS arena ist am Samstag um 17:30 Uhr. Übertragen wird die Partie von Radio Lippewelle Hamm (Kommentar: Christian Fecke) und Sporteurope.TV (Kommentar: Simon Kottmann und Lucas Firnhaber).
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