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Veröffentlicht am 18.01.2026 von Simon Kottmann

Huesmann trifft 17mal

Der ASV Hamm-Westfalen ist am Sonntag gegen den Wilhelmshavener mit 38:34 (12:18) erfolgreich in die Rückrunde und das neue Jahr gestartet. Nach verlorener erster Halbzeit kamen die Gastgeber vor über 1.800 Zuschauer wie verwandelt aus der Kabine und glichen innerhalb von acht Minuten einen Sechs-Tore-Rückstand aus. Anders als im ersten Abschnitt stand die Abwehr gut, das Tempospiel funktionierte und begünstigt durch zwei Überzahlzeiten drehten die Westfalen so das Spiel.

Denn nach der Aufholjagd war es Kapitän Fabian Huesmann, der mit seinem bis dahin schon elften Tor auf 21:21 ausglich. Als er dann noch weniger als eine Minute später das Dutzend voll machte und mit dem 22:21 die erste Führung des Spiels für den ASV herstellte, hielt es endgültig niemand mehr auf den Sitzen.

Doch noch gaben sich die nur mit zwölf Spielern angetreten Norddeutschen nicht geschlagen. Bis zum 28:28 (48.) durch Benedikt Kühn wechselten die Führungen. Immer wieder standen die Schiedsrichterinnen im Mittelpunkt, die viel Unverständnis von beiden Seiten für oftmals sehr kleinliche Entscheidungen ernteten. Eine davon wir nun folgende Zweiminutenstrafe gegen Huesmann, der in der Abwehr durch den Kreis gelaufen war – weit weg vom Ball, der in dem Moment im Rückraum des WHV unterwegs war.

Die Überzahl nutzte Wilhelmshaven, um durch Okke Dröge und Matej Kozul mit 31:29 vorzulegen. Während Huesmann beim ASV überragte, war es Routinier Kozul bei den Gästen. Der Mittelmann war es auch, der in der 53. Minute per Siebenmeter auf 33:31 für den WHV stellte.

ASV-Coach Jamal Naji sah sich zur Auszeit genötigt – und die zeigte Wirkung. Der noch einmal für den nach der Anfangsviertelstunde sehr starken eingewechselten Ivan Budalic ASV-Torwart Marcos Colodeti führte sich sofort mit einer Parade ein. Und der Brasilianer ließ weitere in Serie folgen. Niklas Gautzsch und Andreas Bornemann trafen zum Ausgleich. Noch einmal konterte Kozul, Huesmann und Kaspar Böttcher sorgten dann aber gut vier Minuten vor dem Ende wieder für eine 35:34-Führung. Und da die Abwehr nicht extrem gut stand und dahinter Colodeti alles wegräumte, erhöhten Huesmann, Gautzsch und Pawel Krawczyk am Ende auf 38:34.

Am Ende sprach WHV-Coach Christian Köhrmann von „zwei ganz unterschiedlichen Halbzeiten“. In der ersten Hälfte habe sein Team „immer auf den Punkt gespielt“, so Köhrmann. Bei der Analyse des zweiten Abschnitts sah Köhrmann vor allem drei Aspekte: „Das waren zu viele Zeitstrafen, zu viele Technische Fehler und freie Würfe, die wir nicht nutzen. Das dritte war die fehlende Substanz. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, betonte der WHV-Trainer.

In der Analyse des Spiels stimmte Naji seinem Kollegen zu. „In der ersten Halbzeit passiert uns wieder ein bisschen das, was uns gegen Lemgo passiert ist. Und dann kommt Unsicherheit ins Spiel.“ Genau diese Dinge stellten die Westfalen dann in Abschnitt zwei ab, geholfen dabei hatte offensichtlich eine deutliche Kabinenansprache. Naji: „Danach kommen wir genau mit der Energie raus, die wir brauchen und übertragen die auf die Tribüne, die uns dann super unterstützt. Aber genau das ist unsere Aufgabe, das auf die Ränge zu bringen.“ Toptorschütze des Abends war Fabian Huesmann, der seinen Rekord von 2022 mit 17 Toren gegen TuSEM Essen egalisierte.

Der ASV bleibt damit nach Minuspunkten vor dem TuS Vinnhorst Tabellenzweiter, der aktuell ein Spiel mehr absolviert hat. Weiter geht es am kommenden Samstag beim ATSV Habenhausen (19:30 Uhr), ehe dann vier Heimspiele in Serie anstehen.

"Da schau mal, 17 Tore!" - So oder ähnlich könnten wohl die Worte von Alex Coßmann zu Kapitän Fabian Huesmann gewesen sein, der seinen Torrekord vom Spiel gegen Essen am Sonntag einstellte. - Foto: Wegener

ASV Hamm-Westfalen – Wilhelmshavener HV 38:34 (12:18)

ASV: Colodeti, Budalic – Huesmann (17, 5/6 7m), Gabrielsson, Brosch (1), Böttcher (3), Neumann, Kühn (4), Gudat, Mühlhauser, Gautzsch (6), Bornemann (4), Krawczyk (1), Jacobs (1), Coßmann (1)

WHV: Lefan, Madert – Postel (4), Trninic, Dröge (4), Repusic (3), Toth  (1), Otten, Hertlein (2, Rote Karte 46.), Behrends (5), Kozul  (11, 2/2), Frangen (4)

Strafen: ASV 6 min, WHV 8 min  & Rote Karte Hertlein (46.)

Zuschauer: 1.804

Schiedsrichterinnen: Khalil/Oliger

Pressekonferenz nach dem Spiel

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