Der ASV Hamm-Westfalen bleibt weiter in der Erfolgsspur. Am 20. Spieltag der 3. Liga Nord-West feierte der Zweitligaabsteiger einen souveränen 40:30-Heimsieg gegen den Tabellenfünften TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld. Bester Torschütze der Partie war wieder einmal Kapitän Fabian Huesmann mit acht Treffern. Spieler des Spiels war allerdings Torwart Marcos Colodeti, der den Bielefeldern mit zahllosen Paraden regelrecht den Zahn zog. Und am Ende war es ohnehin das bärenstarke Kollektiv, das den Ausschlag für den ASV gab.
Ein weiterer Schlüssel zum Sieg waren für die Gastgeber vor 1.820 Zuschauern in der WESTPRESS arena ein erneut bestechendes Tempospiel und die Tatsache, dass sie jeden Fehler der Gäste konsequent bestraften. Und die lieferten trotz der am Ende deutlichen Niederlag gar kein schlechtes Spiel ab, wie auch TSG-Trainer Niels Pfannenschmidt bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte befand: „Ich bin gar nicht einmal unzufrieden mit der Leistung, was sich bei dem Ergebnis vielleicht etwas komisch anhört.“ Dennoch habe seine Mannschaft viele Dinge, die man sich vorgenommen habe, richtig gemacht. Unter dem Strich sei es die Summe aus dem besseren Torwartspiel der Gastgeber, dem konsequenten Ausnutzen von Fehlern und einigen Entscheidungen gegen die TSG, „die schwierig für uns waren“, gewesen. Pfannenschmidt: „Insgesamt war aber ein Unterschied zu sehen zwischen uns und dem ASV, der eben auch genauso existiert“, gratulierte der TSG-Coach seinem Kollegen Jamal Naji zum „verdienten Sieg“ und wollte auch die beiden Roten Karten gegen Tim Stefan (16. Minute nach Foulspiel) und Manuel Hörr (49. Minute, dritte Zeitstrafe) nicht weiter zum Thema machen.
Großer Respekt im Vorfeld
Den Glückwunsch nahm der Trainer der Gastgeber gerne an, betonte aber noch den Respekt, den er vor der Aufgabe gehabt habe: „Das habe ich in der Vorbereitung schon erkannt, dass Bielefeld sich sehr gut und sehr individuell auf die Stärken des Gegners vorbereiten kann. Entsprechend groß war mein Respekt vor dieser Aufgabe, die meine Mannschaft wirklich herausragend gelöst hat.“
Einziger Wehrmutstropfen aus Sicht der Gastgeber, bei denen in der Schlussviertelstunde auch die Perspektivspiele viele Spielanteile sammelten, waren am Ende die Verletzungen von Pawel Krawczyk, der nach Gesichtstreffer eine geschwollene Nase hatte und in den Schlussminuten nicht mehr mitspielen konnte. Auch Carl Gabrielsson musste am Ende nach einem schmerzhaften Zusammenprall in der Abwehr an der Halswirbelsäule behandelt werden und zur genaueren Abklärung sogar noch ins Krankenhaus. „Wir hoffen natürlich, dass es nichts Schlimmeres ist“, so Naji direkt nach der Partie.
Für den ASV geht es nun in zwei Wochen weiter. Dann treten die Westfalen erneut in eigener Halle am Samstag gegen den TV Bissendorf-Holte (19 Uhr) an. Für das Nachholspiel am Freitag, 20. März, in Ahlen gibt es ab Montag über den Online-Ticketshop der ASG noch einmal Tickets zu erwerben. Außerdem verkauft der ASV noch ein Restkontingent für den Fanblock am Mittwoch im Fanshop des ASV an der WESTPRESS arena.

ASV Hamm-Westfalen – TSG A-H Bielefeld 40:30 (23:17)
ASV: Colodeti, Budalic – Huesmann (8, 2/2 7m), Gabrielsson (2), Brosch (3), van de Vreede, Böttcher (4), Neumann (2), Kühn (4), Gudat (1), Mühlhauser, Gautzsch (3), Bornemann (5), Krawczyk (5), Jacobs, Coßmann (3)
TSG: Versteijnen, Goldbecker, Wendland – Strakeljahn (6), Unger (1), Hörr (5, 2/4 7m, Rote Karte 49.), Oetjen (2), Broyer (1), Leppich (3), Strathmeier (1), Geislers (7), Pretzewofsky (4), Waldhof, Stefan (Rote Karte 16.)
Strafen: ASV 6 min, TSG 14 min, 2 x Rot
Schiedsrichter: Leon und Nico Bärmann
Zuschauer: 1.820
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