Über 15 Monate liegt der letzte Pflichtspieleinsatz von Lucas Firnhaber zurück. Am Sonntag wird der Sommer-Neuzugang des ASV Hamm-Westfalen nun seine Premiere im Trikot des aktuellen Drittligisten feiern. Im Interview äußerte sich der 28-Jährige zum bevorstehenden Ende der langen Auszeit und zu seinen Gefühlen vor dem ersten Einsatz für den ASV.
Am Sonntag sind es 470 Tage seit der Knieverletzung – wie lassen sich die Gefühle vor so einem Tag in Worte fassen?
Lucas Firnhaber (lacht): „Das ist schon eine außerordentliche Mischung. Zum einen eine große Portion Erleichterung, dass es wieder losgehen kann. Riesige Vorfreude auf jeden Fall auch. Und im Training hat mir das noch einmal einen großen Motivationsschub gegeben.“
In der Aufzählung fehlt der Begriff Anspannung – wie stark ist die spürbar?
Firnhaber: „Tatsächlich ist die gar nicht so präsent. Das kann sich natürlich bis Sonntag noch entwickeln, wird es in gewissem Maße wie vor jedem Spiel ganz sicher sogar. Aber mehr wegen des bevorstehenden Wettkampfes als meiner individuellen Situation. Für mich ist das eine aufregende Situation nach der langen Zeit. Ein paar Mal bin ich unter der Woche das ganze Szenario schon durchgegangen. Da kommt mir ein richtiges Strahlen ins Gesicht. Da ist es für mich fast schon wichtiger, den Ball flach zu halten und nicht zu viel zu erwarten.“
Wie wichtig war es, in den zurückliegenden drei Spielen das Aufwärmen mit der Mannschat zu absolvieren?
Firnhaber: „Das war schon wichtig für mich, sowohl bei den beiden Heimspielen in der Arena als auch auswärts in Spenge. Denn so bekommt man einfach schon das Wettkampfgefühl. Natürlich hat es da schon in den Fingern gejuckt. Aber das war noch zu früh. Das hat sich in dieser Woche in den Trainingseinheiten noch einmal verändert, mein Körper ist bereit. Wir haben diese Woche auch noch einmal erfolgreich einen Belastungstest durchgeführt, Knie und Fuß fühlen sich super an.“
Besondere Momente dürften das also am Sonntag werden. Wie sieht die Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld für das Spiel gegen GWD Minden II aus?
Firnhaber: „Auch sehr besonders. Es kommen rund 30 Leute – Familie, Freunde und ehemalige Weggefährten. Das ist absolut nicht selbstverständlich und dafür bin ich sehr dankbar. Sowie ich überhaupt dankbar bin für die herausragende Unterstützung, die ich während meiner Reha von unterschiedlichsten Seiten erfahren habe. Es war ein langer Weg für uns alle und der endet Sonntag. Das wird ein neues Kapitel, auf das ich mich sehr freue.“
Vielen Dank für das Gespräch.
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