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Veröffentlicht am 18.03.2026 von Simon Kottmann

„Wir sind auf dem richtigen Weg“

Mit einer Serie von acht Siegen startet der ASV Hamm-Westfalen am Freitag mit dem Nachholspiel bei der Ahlener SG (20 Uhr) in das letzte Viertel der Meisterschaftsrunde der 3. Liga Nord-West. Geschäftsführer Markus Fuchs äußert sich im Interview zur aktuellen Entwicklung beim Zweitligaabsteiger und wagt einen Ausblick auf die anstehenden Wochen mit den beiden Endspielen in eigener Halle gegen die direkten Konkurrenten TV Emsdetten und TuS Vinnhorst.

Seit Jahresbeginn hat der ASV keinen Punkt abgegeben. Nicht nur das, die Leistungen werden von Woche zu Woche konstanter, die Handschrift von Trainer Jamal Naji wird immer deutlicher sichtbar. Wie gut gelaunt geht Geschäftsführer Fuchs derzeit zur Arbeit?

Markus Fuchs (lacht): „Keine Frage, die Laune ist gut. Aber es liegen noch sieben Spiele und damit viel, viel Arbeit vor uns. Die Entwicklung sehen wir, unsere überwiegend ja sehr junge Mannschaft macht enorme Fortschritte. Wir sind auf dem richtigen Weg, so wie wir uns das nach den im Herbst vorgenommenen Korrekturen erhofft hatten.“

Dazu zählt sicherlich die Verpflichtung von Jamal Naji. Was hat sich seitdem verändert?

Fuchs: „Vieles davon ist ja für jeden sichtbar. Unsere Spielweise ist anders, schneller und attraktiver geworden. Unter dem Strich würde ich sagen, dass diese sehr gut zu unserer Mannschaft passt. Trainer und Team haben das sehr gut gemeinsam entwickelt, auch wenn das ein Prozess ist, der längst nicht abgeschlossen ist. Das besonders Erfreuliche ist ja, dass weiterhin ein riesiges Entwicklungspotenzial vorhanden ist.“

Unter den Fans wurde im Herbst diskutiert, ab wann und wie Lucas Firnhaber eingreifen kann. Diese Frage wurde am Wochenende eindrucksvoll beantwortet. War dieses starke Comeback eine Erleichterung für die sportlich Verantwortlichen?

Fuchs: „Zuallererst hat es mich und uns alle riesig für Lucas gefreut, so eine Premiere hinzulegen. Er hat so lange so hart dafür gearbeitet. Und diese Arbeit dann so belohnt zu sehen, ist schon etwas ganz Besonderes. Vergessen möchte ich aber an der Stelle auch nicht die, die es möglich gemacht haben, dass Lucas diese Zeit bekommen hat. Da ist dann Lars Gudat zu nennen, der sich herausragend in den Dienst der Mannschaft gestellt hat und neben seinem Job bei Funke Kunststoffe eine hohe Belastung auf sich genommen hat. Und auch Andreas Bornemann hat im bisherigen Saisonverlauf eine hohe Last getragen. Wie am Beispiel im Rückraum muss man insgesamt sagen, dass wir in der vergleichsweise kurzen Zeit einen besonderen Teamgeist entwickelt haben. Daran haben auch die erfahrenen Spieler ihren Anteil.“

Sieben Spiele stehen noch auf dem Programm – dazu zählen auch die beiden Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um die Aufstiegsrundenteilnahme. Wie gut ist der ASV gerüstet für den Endspurt in der Liga?

Fuchs: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber man darf bei all der Euphorie rund um diese besonderen Heimspiele nicht vergessen, dass die anderen Punkte genauso wichtig sind. Aktuell – auch wenn Vinnhorst gegen Wilhelmshaven und Bissendorf-Holte mächtig gewackelt hat – erledigen alle erfolgreich ihre Hausaufgaben. Was uns angeht, soll das bis zum Ende so bleiben. Wir müssen alle gemeinsam von Aufgabe zu Aufgabe denken und arbeiten. Dann erreichen wir das Zwischenziel Aufstiegsrunde. Und dann geht es Spiel für Spiel weiter.“

Wie sehr wandert der Blick schon in die anderen Staffeln auf die möglichen Gegner in der Aufstiegsrunde?

Fuchs: „Das ist etwas, was wir nicht beeinflussen können. Und entsprechend sollten wir uns damit nicht beschäftigen. Irgendwann natürlich organisatorisch, sportliche ganz bestimmt erst, wenn es so weit ist.“

Aus dem Süden kamen nun die ersten Presseinformationen, dass Clubs nicht an der Aufstiegsrunde teilnehmen werden – wie Heilbronn, Kornwestheim und jetzt auch Würzburg. Welche Auswirkungen könnte das haben?

Fuchs: „Das könnte dann bedeuten, dass aus dem Süden keine Mannschaft an der Aufstiegsrunde teilnimmt – entsprechend insgesamt nur sechs Teams. Das hätte einen anderen Modus zur Folge. Dann wären es zwei Dreiergruppen, bei sieben Teilnehmern gibt es eine einfach Runde jeder gegen jeden. Doch damit beschäftigen wir uns dann zur gegebenen Zeit. Erstmal müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen.“

Geschäftsführer Markus Fuchs. - Foto: Wegener