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Veröffentlicht am 29.04.2026 von Simon Kottmann

Heimfinale zweiter Teil

Das nächste besondere Spiel steht für die westfälischen Handballfans an: Am Samstag empfängt der ASV Hamm-Westfalen Spitzenreiter TV Emsdetten um 19 Uhr zum Topduell der 3. Liga Nord-West in der WESTPRESS arena. Am Mittwochvormittag gab es noch rund 100 Stehplatzkarten, wie gegen Vinnhorst wird also erneut mit 2.500 Zuschauern ein ausverkauftes Haus erwartet.

Und wie gegen den TuS, geht es zumindest für den ASV wieder um eine Menge. Mit einem Punktgewinn könnten die Westfalen endgültig die Aufstiegsrundenteilnahme sichern und müssten nicht am letzten Spieltag gegen den TBV Lemgo-Lippe II in ein „Alles oder Nichts“-Spiel gehen. Doch die Hürde ist hoch, der TV Emsdetten hat bereits den Gruppensieg sicher und ist bis auf den Ausrutscher am 7. Februar beim 33:35 bei Lippe II ohne Verlustpunkt geblieben. „Der TV Emsdetten steht zu Recht an der Spitze der Liga. Sie verfügen über den individuell wahrscheinlich stärksten Kader aller vier Drittligagruppen. Ihr Tempospiel ist sehr gut und sie sind mit vielen Spielern auf Zweitliganiveau besetzt“, sieht ASV-Trainer Jamal Naji seine Mannschaft diesmal nicht in der Favoritenrolle.

Wieder ein ganz besonderer Handballabend

„Aber auch wir haben uns entwickelt und unser Spiel deutlich verbessert. Der Unterschied liegt sicherlich noch in der Konstanz. Aber das muss für das direkte Duell ja gar nichts bedeuten“, so Naji weiter, der überzeugt von den Siegchancen seines Teams ist. Schon im Hinspiel war der ASV beim 32:34 trotz zahlreicher verletzungs- und infektbedingter Ausfälle nah dran an einem Erfolg. „Daran glauben wir selbstverständlich, gerade zu Hause vor unserem tollen Publikum“, so Naji, der gegen Vinnhorst erstmalig als ASV-Heimtrainer eine ausverkaufte WESTPRESS arena erlebte. „Das war etwas ganz Besonderes und hat uns in schwierigen Phasen des Spiels enorm geholfen.“ Während aus Hannover zuletzt rund einhundert Fans die Gäste unterstützten, werden gegen Emsdetten etwa dreimal so viele Gästefans erwartet. „Das wird wieder ein ganz besonderer Handballabend, hoffentlich mit dem guten Ausgang für uns“, ist die Vorfreude auch bei Geschäftsführer Markus Fuchs auf das Topspiel groß.

Parallel zum Duell tritt ASV-Verfolger TuS Vinnhorst am Samstag beim OHV Aurich an. Könnte es sportliche Hilfe von dritter Seite geben? Die Norddeutschen sorgten unter der Woche jedenfalls auf andere Art für Schlagzeilen: Der Trägergesellschaft des OHV droht nach Medienberichten die Insolvenz. Man müsse ohnehin nur auf sich selbst schauen, lautete die klare Aufforderung von Fuchs im Kampf um die Aufstiegsrundenteilnahme. „Wir haben alles selbst in der Hand. Und das ist ja erstmal eine gute Ausgangslage. Im Tennis würde man wohl von zwei Matchbällen reden“, so der Geschäftsführer.

Das wäre den Fans am liebsten: Wie gegen Vinnhorst jubelt der ASV nach dem Spiel auch gegen den TVE. - Foto: Wegener

Benjamin Edwards fällt länger aus

Und davon will der Tabellenzweite gerne den ersten verwandeln. Für dieses Vorhaben steht dem ASV allerdings Nachverpflichtung Benjamin Edwards nicht mehr zur Verfügung, ebenso wenig wie für eine potenzielle Aufstiegsrunde, wie mittlerweile feststeht. „Das ist extrem bedauerlich. Für uns als Team, aber natürlich auch für Benjamin, der hier ja einen guten Einstand hatte. Wir wünschen ihm, dass jetzt erstmal alles bei ihm gut verläuft. Er steht ja wirklich gerade am Anfang seiner Laufbahn“, so Trainer Naji über den 19-Jährigen, der sich im Spiel beim VfL Fredenbeck am Knie verletzt hatte. Am Donnerstag steht nun die Operation an, an eine Rückkehr ist erst im Verlauf der kommenden Saison zu denken.

Für das Spiel am Samstag wird Naji voraussichtlich wieder auf das Vinnhorst-Aufgebot zählen können. „Die Blessuren sind natürlich nicht weniger geworden. Aber wird sind hoffnungsvoll, dass alle wieder am Samstag spielen können“, so Naji. Fehlen werden also neben Edwards voraussichtlich nur wieder Lars Gudat und Gasper Horvart.

Übertragen wird das letzte Ligaheimspiel des ASV wie gewohnt von Sporteurope.TV (Kommentar: Simon Kottmann und Lars Gudat), eine Einzelbuchung ist für 5 Euro möglich. Darüber hinaus sendet auch Radio Lippewelle Hamm (Kommentar: Ralf Bosse) wieder live aus der WESTPRESS arena.

Karteninhaber haben kostenlosen Eintritt für die Regionalliga

Wer sich am Samstag schon auf das Topspiel einstimmen will, der kann zuvor die letzten Saison-Heimspiele der zweiten und dritten Männermannschaft in der benachbarten Steinhalle besuchen. Mit einem Ticket zum TVE-Heimspiel (oder einer Dauerkarte) hat man dann freien Eintritt. Die ASV-Reserve empfängt in der Regionalliga um 14 Uhr die Wölfe der SG Menden-Sauerland, die Dritte um 16 Uhr die zweitplatzierte SG Handball Kamen zum Bezirksligaduell.

Weitere Informationen

Kader TV Emsdetten (Website TVE)

Spielplan ASV Hamm-Westfalen (handball.net)

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