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Veröffentlicht am 18.01.2026 von Simon Kottmann

Auswärts beim Tabellenletzten

Zum ersten Auswärtsspiel des Jahres tritt der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend um 19:30 Uhr beim ATSV Habenhausen an. Gegen das Schlusslicht der 3. Liga Nord-West feierten die Westfalen am 3. Spieltag einen haushohen 43:33-Heimsieg.

Die Vorgabe für das Rückspiel in der Bremer Hinni-Schwenker-Halle ist klar: Der 14. Saisonsieg soll her, und das am liebsten so souverän wie beim ersten Aufeinandertreffen der Clubs. „Wir wollen direkt an die zweite Halbzeit gegen Wilhelmshaven anknüpfen“, betonte Trainer Jamal Naji, der eine weitgehend geräuschlose Trainingswoche hinter sich hat.

Spielmacher Pawel Krawczyk fehlte wegen eines Infektes einige Tage, ist aber bis Samstag möglicherweise wieder einsetzbar. Perspektivspieler Bram van der Vrede wird von der EM, wo er mit der niederländischen Nationalmannschaft teilnahm, zurückerwartet, am Wochenende aber in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Auch im Aufgebot der Bremer steht ein Perspektivspieler der Holländer, Marek Skwarczynski wechselte im Sommer mit 18 Jahren zum ATSV vom niederländischen Erstligisten HV Hurry Up.

„Der letzte Tabellenplatz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Habenhausen in der Lage ist, sehr schnellen Handball zu spielen. Aber unser Anspruch ist es, die nächsten zwei Punkte zu sichern“, verdeutlichte Naji.  Kopf der Mannschaft des ATSV, die seit Januar von Marc Winter trainiert wird, ist Mittelmann Philipp Holst. Neben dem ehemaligen ASV-Torwarttrainer Stephan Nocke, der zunächst seit Saisonbeginn in Habenhausen tätig war, ist nun also auch Cheftrainer Matthias Ruckh nicht mehr dabei. Den Abwärtstrend konnte allerdings auch Winter bisher nicht stoppen, unter ihm kassierte der ATSV eine 29:38-Niederlage gegen Fredenbeck und ein 24:36 in Bielefeld.

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Veröffentlicht am 16.01.2026 von Simon Kottmann

Heimauftakt Sonntag 17 Uhr

Zum Rückrundenauftakt und ersten Pflichtspiel des Jahres empfängt der ASV Hamm-Westfalen am Sonntag um 17 Uhr den Wilhelmshavener HV in der WESTPRESS arena. Die Norddeutschen haben sich nach einem personell bedingt schwierigen Saisonstart mit sieben Niederlagen in Serie berappelt und durch einen 13:3-Lauf ins Mittelfeld der 3. Liga Nord-West gespielt.

Einzig der Jahresabschluss war wie beim ASV nicht erfolgreich, beim TuS Spenge gab es für den ehemaligen Erstligisten eine deutliche 38:27-Abfuhr. In dieser Partie fehlten wieder beide Spielmacher, beim WHV selbst hakte man 2025 wegen der vielen Ausfälle als „Seuchenjahr“ ab.

Dennoch ist klar: Gegen diesen Gegner wird es keinen lockeren Aufgalopp in das Handballjahr für den Absteiger geben, der ASV muss von Anfang an voll da sein. „Das ist eine Mannschaft, die immer mit hoher Intensität spielt. Da wird gekratzt und gebissen“, erwartet ASV-Chefcoach Jamal Naji einen intensiven Fight gegen den Tabellenneunten. Und genau den müsse man annehmen, ohne sich davon in diese Spielweise ziehen zu lassen, ist sich der Trainer sicher. Im Hinspiel gelang das den Westfalen, die mit 38:30 beide Punkte aus der Nordfrost-Arena entführten.

Vertrag verlängert: Benedikt Kühn hat vor Weihnachten seinen Vertrag beim ASV bis zum Sommer 2028 verlängert. - Foto: Wegener

Weitere Informationen

Kader Wilhelmshavener HV (Website WHV)

Spielplan ASV Hamm-Westfalen (handball.net)

Dauerkarten: 1.000er Marke übertroffen

Die Vorbereitung auf die Rückrunde und das Spiel am Sonntag lief bis Donnerstag weitgehend störungsfrei, wie Jamal Naji am Donnerstagmittag im Radiointerview bei Lippewelle Hamm bestätigte. Der Sender überträgt auch in der Rückrunde wieder alle Spiele des ASV live, am Sonntag kommentiert Christian Fecke. Die Rückkehr auf das Spielfeld von Lucas Firnhaber (geplant Ende Februar), Ole Machner und Gaspar Horvart wird aktuell noch nicht erwartet. Entsprechend sondiere man intensiv den Markt, wie ASV-Geschäftsführer Markus Fuchs unter der Woche noch einmal betonte.

Gute Nachrichten gab es vor dem Start aus der Geschäftsstelle: Die Marke von 1.000 verkauften Dauerkarten ist beim ASV in der Winterpause übertroffen worden. Fuchs: „Die Rückrundenaktion war wieder ein voller Erfolg. Wir liegen unwesentlich unter den Zahlen von 24/25. Wir können uns nur bei allen bedanken, die dazu beitragen.“ In den bisherigen sechs Spielen kamen im Mittel 1.931 Zuschauer in die WESTPRESS arena, nur rund 100 weniger als in der Vorsaison in der 2. Bundesliga und das ohne die Topspiele gegen Emsdetten und Vinnhorst, die der ASV zunächst auswärts bestritten hat.

Wer es nicht zum Heimspiel schafft, kann die Partie auch live oder zeitversetzt über den Sender Sporteurope.TV verfolgen, kommentiert wird von Simon Kottmann und Ole Machner.

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Veröffentlicht am 14.01.2026 von Simon Kottmann

EM-Start am 15. Januar

Am Donnerstag startet die Handball-Europameisterschaft in Schweden, Norwegen und Dänemark. Das Finale ist am 1. Februar angesetzt, 24 Nationen nehmen an dem Turnier teil. Neben einigen ehemaligen Spielern des ASV Hamm-Westfalen steht auch ein aktueller Spieler aus dem Perspektivkader des Drittligisten im Aufgebot einer Nationalmannschaft: Nachwuchsmann Bram van de Vreede hat den Sprung in die A-Nationalmannschaft der Niederlande geschafft.

Sein Team tritt am Samstag, 17. Januar, erstmalig an. In der Gruppe E (in Malmö, Schweden) trifft die Niederlande auf Gastgeber Schweden, Kroatien (19.1.) und Georgien (21.1.). Mit dem Rückraum, Sohn des ehemaligen ASV-Profis Rob de Pijper, stehen gleich mehrere ehemalige ASV-Profis im Kader: Tom Jansen, Dani Baijens, Lars Kooij und Ivar Stavast. Ehemalige Westfalen treten zudem mit Tomas Mrkva und Jakub Sterba für Tschechien an.

DYN überträgt alle EM-Spiele live, also auch die der Niederländer. Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft sind alle im Free-TV bei ARD und ZDF zu sehen.

Bram van de Vreede tritt mit den Niederlanden in Schweden an. - Foto: Kaufmann
Veröffentlicht am 13.01.2026 von Simon Kottmann

Eine messbare Erfolgsstory

Nach fast sieben Jahren endete ein besonderes Projekt plangemäß zum Jahreswechsel: Die Kooperation zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und der Hochschule Hamm-Lippstadt war eine Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten mit Beispielcharakter für andere Profiklubs und Hochschulen. Der ASV übernimmt nun selbst zwei Studierende aus dem Projekt als Werkstudenten.

„Auf allen Ebenen haben wir gemeinsam von dieser Kooperation profitiert“, betonte Simon Kottmann, der als Kommunikationsverantwortlicher beim ASV das Projekt und die Studierenden betreut hat. Auch Professor Thomas Heiland, der seitens der HSHL als Verantwortlicher für den Studiengang Technisches Management und Marketing das Projekt begleitete, zeigte sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit: „Die sieben Studierenden, die an diesem Projekt teilgenommen haben, haben einerseits viel gelernt und sich in der Praxis toll entwickelt. Zum anderen haben sie aber auch viel erreicht und die jeweils gesteckten Ziele durchgehend übertroffen.“ Dies bestätigt auch Kottmann: „Für uns war von vorneherein klar, dass es auch um die Entwicklung der Studierenden geht und nicht nur darum, unser Kommunikationsteam zu verstärken. Das war ein willkommener Effekt. Aber wenn wir sehen, dass mit Mika Scherf beispielsweise ein Student direkt den Sprung in eine Festanstellung beim Sponsor des ASV als Marketing Communication Manager geschafft hat, freut uns das umso mehr.“ Neben Scherf nahmen noch Nico Rosenbaum, Marie Neuhaus, Esra Hatil, Marie Frische, Lars Gummich, Olivier Scholuebbers und Franziska Bruschwitz am Projekt teil.

Wie gut die Kooperation funktioniert hat, belegt auch dies: Die aktuellen Teilnehmer Marie Neuhaus und Nico Rosenbaum übernimmt der ASV zum 1. Januar selbst als Werksstudenten. „Wir können zwar nicht ganz den Stundenumfang aufrechterhalten wie zuletzt, dennoch freuen wir uns, dass beide auch künftig zum Social Media Team des ASV zählen. Und im Falle der Zweitligarückkehr werden wir diesen Bereich weiter aufstocken“, meinte ASV-Geschäftsführer Markus Fuchs, der übrigens während seiner Profi-Laufbahn selbst auch erfolgreich einen Abschluss an der HSHL erworben hatte.

Der mediale Bereich habe in vielerlei Hinsicht eine enorme Bedeutung für den Handball-Drittligisten. Fuchs: „Das ist heute einfach nicht mehr wegzudenken.“ Dies belegen auch die Zahlen, die die Studierenden seit Projektbeginn 2019 dokumentiert haben. So hat sich die Follower-Zahl des heute für den ASV bedeutsamsten Accounts auf Instagram mehr als verdoppelt (15.500), dem neu gestarteten Tik-Tok-Profil folgen mittlerweile auch 10.000 Interessierte, auch die Facebook-Anhängerschaft wuchs um rund 10 Prozent auf 12.500 sowie LinkedIn auf rund 850 Follower. „Mit dieser Arbeit erreichen wir im Mittel zwischen einer und eineinhalb Millionen Aufrufe jeden Monat. Und die Studierenden der vergangenen Jahre haben sehr dazu beigetragen, dass wir hier eine sehr erfreuliche Entwicklung genommen haben“, so der ASV-Geschäftsführer weiter.

Markus Fuchs (l.) und Simon Kottmann (r.) freuen sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Marie Neuhaus und Nico Rosenbaum als Teil des Social Media Teams beim ASV. - Foto: Cordes
Veröffentlicht am 08.01.2026 von Simon Kottmann

Erfolgreich in vier Phasen

Mit klaren Vorgaben ist der ASV Hamm-Westfalen am Donnerstagabend in sein Testspiel bei den klassentieferen Sportfreunden Loxten gegangen. Cheftrainer Jamal Naji wollte nicht nur die Spielanteile gleichmäßig über alle Akteure verteilen, der Coach teilte das Spiel aus Sicht des ASV auch in vier Viertel auf. Und diese Phasen waren für den Trainer am Ende dann auch aufschlussreicher als der erwartete 33:26-Sieg (17:15) des ASV in der Versmolder Sparkassen-Arena.

In der anfänglichen Viertelstunde sollte der Abschluss vornehmlich über die Außenspieler gesucht und mit viel Tempo gespielt werden, in der zweiten dann mit dem siebten Feldspieler für den zunächst eingesetzten Ivan Budalic im ASV-Tor. Beide Vorgaben setzten die Westfalen konsequent um. Allerdings anfänglich auf Kosten einiger technischer Fehler, die den Gastgebern eine 3:0-Führung ermöglichten. Diese glichen Linksaußen Niklas Neumann mit zwei Toren und per Siebenmeter Niklas Gautzsch aus. Bis zum 5:5 blieb es ausgeglichen, dann setzten sich die Gäste erstmalig auf 8:5 ab. Bis zum Ende der ersten Viertelstunde blieb der ASV vorne, beim Stand von 9:8 nahm Loxten eine Auszeit.

Nun stellten die Westfalen ihr Spiel um. Dem Ex-ASVer Julian Possehl gelang mit einem spektakulären Wurf hinter dem Rücken der Ausgleich, den Benedikt Kühn innerhalb von Sekunden per Tempogegenstoß konterte. Bis zur Pause blieb der Drittligist trotz einiger Gegentore ins leere Gehäuse mit 17:15 vorne.

In die zweite Halbzeit startete der ASV nun mit einer kontrollierten Offensive – und dies sehr erfolgreich. Innerhalb von fünf Minuten gelang es, die Führung auf 20:16 auszubauen. Zweimal traf Pawel Krawczyk, einmal der nun für den fünffachen Torschützen Neumann eingewechselte Kapitän Fabian Huesmann per Siebenmeter. Im rechten Rückraum musste Naji allerdings improvisieren, um Andreas Bornemann nun eine Pause zu geben. Kaspar Böttcher wich auf die ungewohnte Position aus, da Lars Gudat sich kurzfristig vom Spiel abmelden musste und sich somit zu den Ausfällen (Lucas Firnhaber, Ole Machner, Gasper Horvat und Niklas Mühlhauser) gesellte.

Mit einer 24:22-Führung ging der ASV dann in das vierte Viertel, in dem Jamal Naji wieder konsequentes Tempospiel anordnete und mit Krawczyk und Kühn zusammen mit Andreas Bornemann auf schnelles Personal im Rückraum setzte. Und diesem hatten die Gastgeber dann immer weniger entgegenzusetzen. Innerhalb von 33 Sekunden erhöhten Kühn und Huesmann auf 26:22, Böttcher per Tempogegenstoß kurz darauf auf 27:22. Nun bauten die Gäste ihren Vorsprung immer weiter aus. Knapp fünf Minuten vor dem Ende trug sich auch Torwart Marcos Colodeti in die Torschützenliste ein, in doppelter Überzahl markierte er das 32:24 für den ASV. Beim nächsten Versuch kurz darauf zum 33:24 traf er nur die Latte. Die Gäste spielten in der kompletten Schlussviertelstunde konsequent und erzielten am Ende so den erwarteten 33:26-Auswärtssieg gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer der Regionalliga.

ASV Hamm-Westfalen: Budalic, Colodeti (1) – Gabrielsson (2), Bornemann (1), Gautzsch (5), Neumann (5), Jacobs (2), Brosch (2), Kühn (3), Coßmann (3), Böttcher (2), Krawczyk (5), Huesmann (2)

Veröffentlicht am 07.01.2026 von Simon Kottmann

Test in Loxten

Drei Tage haben die Handballer des ASV Hamm-Westfalen in der kurzen Vorbereitungsphase vor der Rückrunde gemeinsam trainiert, dann steht am Donnerstag um 19 Uhr der einzige Test gegen Regionalliga-Spitzenreiter SF Loxten an. 

„Nach nur drei Handballeinheiten eigentlich etwas früh, aber das war schon langfristig vereinbart“, meinte Cheftrainer Jamal Naji. Und so wolle man das Beste darauf machen. Der Test soll genutzt werden, um handballerisch im neuen Jahr warm zu laufen. „Die Spielanteile werden gleichmäßig auf alle verteilt“, betonte Naji, dem in Loxten, wo man auf die Ex-ASVer Julian Possehl und Florian Schöße trifft, voraussichtlich bis auf Niklas Mühlhauser (Infekt) und die länger verletzten Spieler (Lucas Firnhaber, Ole Machner, Gašper Horvat) alle Akteure zur Verfügung stehen werden.

Nach dem Test wird dann in dieser Woche, die mit zwei intensiven Testtagen begonnen hate, noch am Freitag und Samstag trainiert. Nächste Woche dreht sich dann alles schon um den Rückrundenauftakt am Sonntag, 18. Januar, in der heimischen WESTPRESS arena gegen den Wilhelmshavener HV. „Die Ergebnisse der Tests waren zufriedenstellend. Alle Spieler haben ihre individuellen Hausaufgaben gut erledigt“, zeigte sich der Cheftrainer zufrieden.

Veröffentlicht am 20.12.2025 von Simon Kottmann

„Wir müssen uns entschuldigen“

Diesen Jahresabschluss hatten sich alle Beteiligten beim ASV Hamm-Westfalen anders vorgestellt: Gegen den Tabellenvorletzten Team HandbALL Lippe II lieferte der Tabellenzweite die bisher schwächste Saisonleistung ab und ging mit 33:37 (17:19) verdient als Verlierer vom Feld.

Von Beginn an taten sich die Westfalen schwer, lagen sogar schnell mit 0:3 zurück. Erst nach über vier Minuten traf Kreisläufer Keno Jacobs erstmals für den ASV, zuvor ließen die Gastgeber mehrere Chancen ungenutzt. Erst danach lief es etwas besser, Andreas Bornemann glich in der siebten Minute zum 4:4 aus. Zu einer Führung reichte es aber den gesamten Abend nicht.

Es sollte auch das letzte Unentschieden im Spielverlauf sein. Die quirligen Gäste drückten konsequent aufs Tempo und spielten nahe am Optimum. Das Spiel der Hausherren war vor 2.033 Zuschauern dagegen ungewohnt fehlerhaft. Zudem bekam die Abwehr egal in welcher Formation keinen Zugriff auf die Gegner, beide ASV-Torhüter hatten zudem das Nachsehen im Duell mit einem starken Linus Borrek im Lipper Gehäuse. In der 20. Minute schraubte Marco Bilanzola aus dem Rückraum erstmalig die Führung auf vier Treffer.

Der ASV versuchte alles, um irgendwie ins Spiel zu kommen. Und damit sah es dann in den abschließenden fünf Minuten der ersten Hälfte gar nicht schlecht aus: Von 13:17 verkürzte der ASV auf 15:17, später sogar durch Kasper Böttcher auf 17:18. Doch nun kam es knüppeldick. Erst kassierte Bornemann eine Zeitstrafe, dann verloren die Gastgeber Alexander Coßmann nach Foulspiel wegen Roter Karte. Die doppelte Überzahl nutzten die Lipper zur 19:17-Halbzeitführung.

Die schwierige Unterzahlphase zu Beginn des zweiten Abschnitts überstand der ASV mit 0:1 noch glimpflich. Doch wieder mussten die Westfalen einem Rückstand hinterherlaufen. Nach dem 21:24 von Fabian Huesmann in der 38. Minute wuchs dieser sogar auf 21:29 (48.) an. Zu dem starken Gegner gesellte sich nun auch noch die verbleibende Spielzeit als Herausforderung.

Angepeitscht vom Publikum kämpften sich die Gastgeber aber noch einmal heran. Nach dem 24:31 durch Frederik Puls in der 52. Minute gelangen dem ASV vier Tore in Folge. Längst witterten die Fans noch einmal die Chance, die Partie doch noch zu drehen. Aber nach dem 28:31-Siebenmetertor von Gautzsch gewannen die Westfalen zwar erneut den Ball, Bornemann bekam dann aber ein Offensivfoul gepfiffen, sehr zum Ärger vom Naji, der sich für seine Beschwerde die Gelbe Karte einhandelte. „Das hat unsere Serie gestoppt und war auch nicht die Linie, die sie zuvor gefahren haben. Aber spielentscheidend war es auch nicht“, betonte der ASV-Coach, die Niederlage habe man sich selbst zuzuschreiben.

„Dürfen uns nicht so präsentieren“

„Team HandbALL hat absolut verdient gewonnen. Wir müssen uns entschuldigen bei den mehr als 2.000 Leuten, die Geld dafür bezahlt haben, uns Handball spielen zu sehen. Wir dürfen uns trotz aller Widrigkeiten, die wir die letzten Wochen hatten, nicht so präsentieren. Wir sind bei 22 Fehlwürfen. Das ist keine Frage der Qualität. Das ist eine Frage, wie man das Spiel angeht. Man kann Spiele verlieren, aber die Art und Weise, wie wir verlieren, darum geht es mir“, meinte Naji direkt nach der Partie. Denn bei allen Bemühungen gelang es dem ASV in der Folge nicht mehr, doch noch für eine Wende zu sorgen. „Wir müssen das ganz, ganz schnell aufarbeiten und ganz schnell im Januar funktionieren“, so der Trainer weiter.

Nach einer kurzen Pause geht es für den ASV am 18. Januar weiter, dann starten die Westfalen, die nach Minuspunkten weiter auf dem zweiten Aufstiegsrundenplatz stehen, mit einem Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV in die Rückrunde. In der Vorbereitungsphase, die am 5. Januar beginnt, steht am 8. Januar ein Testspiel beim Regionalligisten Sportfreunde Loxten an.

ASV Hamm-Westfalen – Team HandbALL Lippe II 33:37 (17:19)

ASV: Budalic, Colodeti – Huesmann (2), Gabrielsson (2), Brosch (2), Böttcher (2), Neumann, Kühn (3), Gudat, Mühlhauser (2), Gautzsch (8, 6/6), Bornemann (8), Krawczyk, Jacobs (3), Coßmann (1), Sterz

Lippe II: Borreck, Heine – Wöffler (4), Herseklioglu (7), Byczek, Kracht (1), Carstensen (1), Puls (7), Bakker (1), Bilanzola (6), Kehrmann (3), Hansen (7, 3/3), Rahmlow, Gogava

Strafen: ASV (2 min, Rot gegen Coßmann 30.) – Lippe II (6 min, Rot gegen Gogava 55.)

Zuschauer: 2.033

Schiedsrichter: Ahlgrimm/Backwinkel

Pressekonferenz nach dem Spiel

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Veröffentlicht am 20.12.2025 von Simon Kottmann

Kühn bleibt bist 2028

Noch vor dem Weihnachtsspiel 2025, mit dem der ASV Hamm-Westfalen die Hinrunde und das Handballjahr beenden, gab es am frühen Samstagabend das erste Präsent für die Fans des Zweitligaabsteigers. So gaben die Verantwortlichen direkt vor Spielbeginn die Vertragsverlängerung mit Mittelmann Benedikt Kühn bekannt, der bei den Westfalen einen Kontrakt über zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2028 erhält.

„Benedikt hat uns in den zurückliegenden Monaten absolut überzeugt. Er hat ein enormes Potenzial, was wir gemeinsam weiterentwickeln wollen“, betonte ASV-Geschäftsführer Markus Fuchs bei der Bekanntgabe. Benedikt Kühn war wie viele andere Akteure im Sommer neu zum ASV gekommen, hatte zunächst einen Vertrag über eine Spielzeit erhalten. „Für beide Seiten gibt es nun so frühzeitig Planungssicherheit“, so Fuchs weiter.

Die Fans des ASV erfuhren von der Vertragsverlängerung direkt beim Einlauf der Mannschaft zum Heimspiel gegen Team HandbALL in der 3. Liga Nord-West. Benedikt Kühn durfte ausnahmsweise als Letzter der Mannschaft einlaufen und wurde entsprechend von den Fans der Heimmannschaft gefeiert.

Mit seinen schnellen Aktionen und einem guten Auge für die Mitspieler hat sich Benedikt Kühn bereits in die Herzen der Fans gespielt. Jetzt wurde sein Vertrag bis 2028 verlängert. - Foto: Wegener
Veröffentlicht am 19.12.2025 von Simon Kottmann

Jahresfinale in der WESTPRESS arena

Für die Rollenverteilung allein gibt es noch keine Punkte. Die Zielsetzung für das Jahresfinale ist für die Handballer des ASV Hamm-Westfalen dennoch eindeutig: Gegen die Bundesligareserve des TBV Lemgo Lippe soll am Samstag um 19 Uhr der nächste Heimsieg her.

Dieser wäre dann auch gleichbedeutend damit, dass der ASV auf einem Aufstiegsrundenplatz überwintert. Erstmalig seit rund 20 Jahren haben die Profihandballer dann Weihnachten spielfrei – dafür geht es bereits am 3. Januar weiter, denn am 18. Januar startet die Rückrunde zuhause gegen Wilhelmshaven. Das ursprünglich eine Woche zuvor angesetzte Lokalderby in Ahlen wurde einvernehmlich auf den 20. März verlegt.

Doch zunächst gilt die volle Konzentration von Trainer Jamal Naji und seiner Akteure dem nächsten Gegner. Und dass dieser trotz des vorletzten Tabellenplatzes keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden darf, zeigt das jüngst Ergebnis der Lipper: Im Duell mit der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld unterlag man denkbar knapp mit 31:32, als Tabellensechster immerhin das letzte Team der 3. Liga Nord-West mit einem positiven Punktekonto. „Das ist eine sehr junge Truppe mit einigen Spielern, von denen wir in der Zukunft noch viel sehen werden“, sieht Naji einige Qualitäten im Aufgebot des Gegners, etwa was das Tempo und die Zweikampfstärke angeht.

Entsprechend konzentriert ist man bei den Westfalen die Vorbereitung auf die letzte Aufgabe des Jahres angegangen, für die die Fans des ASV noch einmal zur Aktion „Rote Wand“ aufgerufen haben. „Der Support, den wir in Emsdetten von unseren Fans erfahren durften, war außerordentlich. Dafür wollen wir uns natürlich auch am Samstag noch einmal bedanken“, betonte ASV-Coach Jamal Naji. Personell wird es voraussichtlich keine großen Veränderungen geben. Die vor dem Emsdetten-Spiel infektgeplagten Akteure haben sich allesamt fit zurückgemeldet. „Was das angeht, sind wir hoffentlich über den Berg“, so Naji. So werden dann wieder plangemäß Ole Machner, Lucas Firnhaber und Gasper Horvat fehlen. Nils Greilich, dessen Leihe ja Anfang des Monats endete, wird am Samstag noch offiziell verabschiedet.

Seit Wochen in blendender Form: Torwart Marcos Colodeti. - Foto: Wegener

Anwurf in der WESTPRESS arena ist um 19 Uhr, geöffnet ist ab 17:30 Uhr. Karten gibt es noch an der Abendkasse, am Freitagmorgen waren bereits rund 1.900 Tickets für das letzte Spiel des Jahres abgesetzt. Neben Sporteurope.TV (Kommentar: Simon Kottmann und Lucas Firnhaber) überträgt auch Radio Lippewelle Hamm wieder live (Kommentar: Ralf Bosse).

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Veröffentlicht am 19.12.2025 von Simon Kottmann

ASV startet zur Rückrunde „59+1“

Zur Rückrunde der laufenden Saison startet der ASV gemeinsam mit der Sportmarketingagentur „DNA Sports“ eine digitale Sponsorenwand. Unter dem Titel „59+1“ haben Partner dabei die Möglichkeit, einen jeweils ausgewählten Highlightclip von allen Heims- und Auswärtsspielen in den Sozialen Medien zu präsentieren. Der jeweilige Partner wird immer zufällig ermittelt.

„Das Projekt ist noch sehr frisch und wir freuen uns, zu den ersten Partnern zu gehören. Wir sehen ‚59+1‘ als sehr gute Ergänzung zu unseren bestehenden Paketen und sowohl für neue Partner als Einstieg, als auch als Möglichkeit für Bestandssponsoren hier eine zusätzliche, moderne Präsenz zu generieren“, betonte ASV-Geschäftsführer Markus Fuchs bei der Vorstellung des Projektes.

Kontakt kam über ehemaligen Mitarbeiter zustande

Die Vermarktung und technische Umsetzung wird ab sofort komplett über DNA abgewickelt. „Das war für uns auch sehr wichtig, weil wir aktuell mit unseren bestehenden Paketen und Projekten voll ausgelastet sind“, so Fuchs. Der Kontakt zur Agentur kam übrigens über einen ehemaligen Mitarbeiter des ASV aus dem Social Media Team zustande, der nach seiner Zeit bei den Westfalen über die HBL zum DHB fand und dort seit Jahren die Nationalmannschaften medial begleitet.

Zum Start von „59+1“ gibt es zwei Pakete: Für die Rückrunde ist ein Minutenpaket – auch mehrere Minuten sind buchbar – zum Pauschalpreis von netto 200 Euro erhältlich, darin enthalten sind dann auch die möglichen Aufstiegsspiele. Die Minute hat dabei symbolischen Charakter und steht nicht in Bezug zum ausgewählten Highlight, da die Ermittelung des präsentierenden Partners zufällig erfolgt. Darüber hinaus werden alle teilnehmenden Partner über die Digitale Sponsorenwand bei den Heimspielen und auf der Website des ASV gezeigt. Eine Buchung für die laufende und die nächste Saison, dies dann unabhängig von der Ligenzugehörigkeit, ist für netto 500 Euro je Spielminute möglich.

Die Präsentation erfolgt auch über die Digitale Sponsorenwand. - Grafik: DNA Sports