Tickets
Fan Shop
Kids-Club

Auswärtsserie gerissen – Potsdam Meister

Das hatten sich die Handballer des ASV Hamm-Westfalen anders vorgestellt: Beim Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga wollte die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht am Freitagabend vor 2.050 Zuschauern die Auswärtssiegesserie der Rückrunde fortsetzen, nach sieben Siegen in fremden Hallen wurde beim VfL Potsdam allerdings nichts daraus. Der feierte durch ein verdientes 38:28 (19:16) einen Spieltag vor dem Saisonende die Meisterschaft und sorgte zudem für eine stimmungsvolle Verabschiedung vom scheidenden Trainer Bob Hanning. Dieser war schon vor Spielbeginn von Franz Dressel in dessen Rolle als HBL-Vizepräsident zum „Trainer des Jahres“ der Liga ausgezeichnet worden.

Was folgte, dürfte Hannig nicht minder gefreut haben. Gegen die auswärtsstarken Westfalen, die erwartungsgemäß nur auf Nico Schöttle und Philip Jungemann verzichten mussten, zeigte der VfL erneut von Beginn an eine starke Leistung. Eine gute Halbzeit war da für den ASV zu wenig, um an Ende nicht ungewollter Bestandteil einer vorzeitigen Meisterfeier zu werden. „Bei uns haben Energie und Kraft gefehlt“, meinte ASV-Kapitän Fabian Huesmann nach der Partie. In dieser boten sich zwar vor allem im ersten Abschnitt gute Möglichkeiten, aufgrund ausgelassener Chancen lagen die Gäste aber schon zur Pause mit 16:19 zurück. Insgesamt nutzte der Tabellendritte weniger als die Hälfte seiner Angriffe erfolgreichen Abschluss.

In der zweiten Halbzeit stellte der Spitzenreiter dann schnell die Weichen Fahrtrichtung Meisterschaft, innerhalb von etwas mehr als sechs Minuten gelang dem VfL ein 6:1-Lauf, die Partie war beim Stand von 25:17 trotz aller Bemühungen der Gäste praktisch entschieden.

Für den ASV geht es nun darum, im Heimspiel des letzten Spieltages am kommenden Samstag für einen erfolgreichen Saisonabschluss und würdigen Abschied der scheidenden Akteure zu sorgen. „Da werden wir nochmal alles raushauen, was geht“, verspricht Kapitän Huesmann. Verlassen werden die ASV-Profis am Saisonende Trainer Michael Lerscht, Co-Trainer Jens Gawer, Markus Fuchs, Jan von Boenigk, Björn Zintel, Alexander Schulze, Jan Wesemann, Nico Schöttle und Florian Scheerer. Anwurf zum Spiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke ist um 18 Uhr, Einlass in die WESTPRESS arena ist ab 16:30 Uhr. Die Zuschauer der Partie haben nach dem Spiel die Möglichkeit, das Finale der Champions-League zu schauen.

VfL Potsdam – ASV Hamm-Westfalen 38:28 (19:16)

VfL: Ferjan (16 Paraden, 41 %), Voncina (1 P., 17 %) – Hansson, Schramm, Simic (7), Siemer (5), Beneke (11), Kofler (2), Nowak (2), Orlov (1), Gorpishin, Roosna (6), Fuhrmann, Sauter (3), Katic

ASV: Colodeti (6 Paraden, 35 %), Hertlein (6 P., 21 %) – Huesmann (6), Fuchs, Scheerer (1), Artmeier, Schulze, Sterba, Zintel (6), Haunold (1), Bornemann, Dayan (7), Stüber (3), von Boenigk (4)

Schiedsrichter: Adrian Kinzel, Sebastian Grobe

Zuschauer: 2.050

Zeitstrafen: VfL 0 min, ASV 2 min

Franz Dressel übergab in seiner Eigenschaft als HBL-Vizepräsident VfL-Trainer Bob Hanning die Auszeichnung zum "Trainer der Saison 23/24". - Foto: VfL

Letztes Auswärtsspiel Freitag in Potsdam

Zwei Aufeinandertreffen hat es in dieser Saison gegeben: Im Rekord-Pokalspiel gelang dem ASV Hamm-Westfalen ein 50:49-Sieg nach doppelter Verlängerung, im Hinspiel der 2. Handball-Bundesliga teilte sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht mit dem VfL Potsdam beim 30:30 die Punkte. Damit sind die Westfalen gegen den Meisterschaftsanwärter in dieser Spielzeit ungeschlagen. Eine Bilanz, die nach Vorstellung des Tabellendritten gerne auch am Ende der Saison Bestand haben darf.

Voraussetzung dafür ist mindestens ein Punktgewinn an diesem vorletzten Spieltag, zu dem der ASV am Freitagabend um 19:30 Uhr in der Potsdamer MBS-Arena antritt. Ansonsten geht es für die Westfalen tabellarisch um nichts mehr: Der dritte Platz kann dem Erstligaabsteiger nicht mehr genommen werden, Platz zwei dagegen ist bei vier zu vergebenen Punkten für den ASV auch nicht mehr zu erreichen. Für den VfL ist wiederum der Aufstieg bereits sicher, zum Meistertitel fehlt bei drei Punkten und elf Toren Vorsprung auf Verfolger Bietigheim auch nicht mehr viel. Somit dürfte die Zielsetzung für das Heimfinale der Potsdamer klar sein: Mit einem Sieg gegen den ASV den Meistertitel perfekt machen und damit für einen würdigen Abschied vom scheidenden Trainer Bob Hanning sorgen.

Dass der ASV trotz aller Verletzungssorgen hier nicht nur gegnerisches Beiwerk sein will, daran lassen die Westfalen allerdings keinen Zweifel. So bereitete sich der Tabellendritte seriös wie gewohnt auf das Duell vor, trat nach einem morgendlichen Training in der heimischen Arena und einem gemeinsamen Mittagessen bereits am Donnerstagmittag die Anreise zum letzten Auswärtsspiel der Saison an.

Glückwünsche gehen an Hüttenberg und Bietigheim

Die Glückwünsche in der WESTPRESS arena gingen am Samstagabend an die Gäste und im gleichen Atemzug an den Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim, der erst am Sonntagnachmiitag gegen Aue an der Reihe ist. Durch ein verdientes 36:32 (18:14) nahm der TV Hüttenberg nicht nur beide Zähler aus dem Duell mit dem ASV Hamm-Westfalen mit auf den Heimweg, gleichzeitig sorgte die Mannschaft von Trainer Stefan Kneer an diesem 32. Spieltag für die vorzeitige Klärung der Aufstiegsfrage in Richtung Handball-Oberhaus.

Von Beginn gab der TV den Ton vor 2.040 Zuschauern an, legte schnell mit drei Treffern vor. Erst nach etwas über vier Minuten erlöste ASV-Kapitän die westfälischen Handballfans per Siebenmetertor. Aus dem Feld blieb es in der Offensive zunächst schwierig für die Gastgeber. Erst in der achten Minute gelang Yonatan Dayan das erste Feldtor. Offensiv wurde das Spiel des ASV nun aber gefährlicher, bis zum 7:8 durch Jan von Boenigk (13.) war der Tabellendritte auf Tuchfühlung. In der Abwehr offenbarte die Mannschaft von Michael Lerscht aber einige Schwierigkeiten. So zog der TVH in der Folge schnell auf 7:13 davon. Zwar forderte Lerscht in dieser Phase in deiner Auszeit „mehr Härte in der Abwehr“ – richtig umgesetzt bekamen die Gastgeber, die wie erwartet nur auf Philip Jungemann und Nico Schöttle verzichten mussten, aber nicht. „So richtig erklärbar ist es nicht. Wir haben eine gute Trainingswoche mit richtig guter Intensität und einem sehr guten Abschlusstraining hinter uns. Es gab keinerlei Anzeigen dafür“, meinte Lerscht direkt nach der Partie.

Aber auch vom hohen Rückstand ließen sich die ASVer nicht unterkriegen. Bis zur 26. Minute legten die Gastgeber nun einen 4:1-Lauf hin. In der letzten Minute der Halbzeit verkürzte von Boenigk  auf 14:17. Nicht wenige Fans witterten nun die Chance für den Dritten. Doch zwei Sekunden vor der Pause bescherte Paul Ohl dem ASV den nächsten Rückschlag und erhöhte doch noch auf 14:18. Deutlich verloren ging in den ersten 30 Minuten das Torwartduell mit nur einer Parade beim ASV und deren fünf bei den Gästen.

Dies änderte sich allerdings in Halbzeit zwei, in der nun die Keeper der Westfalen stärker waren. Zur vollständigen Umkehr der Partie reichte es aber dennoch nicht mehr. Näher als auf drei Treffer kam der ASV nicht heran. Michael Lerscht: „Mir fehlte in der ersten Halbzeit einfach das erforderliche Engagement von allen. Engagement und Bereitschaft waren dann in der zweiten Halbzeit viel besser. Letzten Endes fressen wir dann immer wieder ein Tor oder ein Zeitspiel und leisten uns einen kleinen technischen Fehler und so können wir den Vorsprung nicht weiter schmelzen. Das ist natürlich extrem unbefriedigend für uns. Wir wollten das unbedingt gewinnen.“

ASV Hamm-Westfalen – TV Hüttenberg 32:36 (14:18)

ASV: Colodeti, Hertlein – Huesmann (7, 4/4 7m), Fuchs, Scheerer, Artmeier (1), Schulze (2), Sterba (1), Zintel, Haunold (1), Bornemann, Dayan (6), Stüber (6), von Boenigk (8)
TVH: Böhne, Grazioli – Schwarz, Opitz (1), Ohl (2), Weber (10, 1/2 7m), Zörb, Reichl (4), Rüdiger (6), Hofmann (1), Wrackmeyer, Klein (8), Scheibel, Kuntscher (4)
Schiedsrichter: Marvin Völkening, Jonas Zollitsch
Zeistrafen: ASV 8 min, TVH 6 min
Zuschauer: 2.040

Pressekonferenz nach dem 32. Spieltag

Mit dem Laden akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.

YouTube laden

Interview mit Michael Lerscht

Trainer Michael Lerscht steht mit seinem ASV Hamm-Westfalen vor den abschließenden drei Partien der Saison 2023/24 in der 2. Handball-Bundesliga. Für ihn persönlich hat dieser Endspurt eine besondere Bedeutung: Im Sommer kehrt der 40-Jährige in seinen Beruf als Mathe- und Sportlehrer zurück. Mit welchen Gefühlen er dem – zumindest vorübergehenden – Abschied vom Profihandball entgegensieht und wie er auf seine vier Jahre bei den Westfalen zurückblickt, schildert der erfolgreiche Trainer im Interview.

Nur noch drei Spiele stehen an – mit welchen Gefühlen geht Trainer Michael Lerscht in diese Partien?

Michael Lerscht: „Irgendwie steckt man doch noch sehr im täglichen Business, um groß darüber nachzudenken. Auch wenn es jetzt nicht mehr ganz so viel Tagesgeschäft ist, weil ich ja keine Vorbereitung mehr zu planen habe und nicht mehr in die Kaderplanung eingebunden bin. Es gibt immer mal wieder Momente, wo es einem – positiv und negativ – klar wird, dass nun ein Abschnitt zu Ende geht. Und dann gibt es schon die, die fehlen werden.“

Welche sind das?

Michael Lerscht: „Das ist zuallererst die tägliche Arbeit mit den Jungs. Das wird fehlen. Das macht irrsinnig viel Spaß, wir haben gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt. Ich sehe mich ja als Teil der Gruppe, nicht über- oder untergeordnet. Auch wenn ich natürlich die Richtung vorgebe und die Verantwortung für vieles trage. Es sind die vollen Hallen, die fehlen werden. Das ist dann dieser Kick, warum wir das alles machen. Richtig wird mir das alles wahrscheinlich fehlen, wenn die Vorbereitung beginnt und du fährst nicht irgendwo hin.“

Höhen und Tiefen gab es einige diese Saison. War es eine besondere Saison?

Michael Lerscht: „Die Saison, die wir spielen, ist einfach wirklich gut. Die Jungs haben tollen Charakter bewiesen in vielen Momenten. Wir haben im Saisonverlauf viele Knüppel zwischen die Beine bekommen. Wir haben den dritten Platz bereits sicher. In einer Saison mit so einem Ergebnis hat man normalerweise viel Ruhe. Das hatten wir allerdings nicht: Spielerwechsel, Wechsel in der Geschäftsführung, Verletzung und sicher auch meine Entscheidung im Herbst zu sagen, dass ich aufhöre. Wir mussten immer wieder basteln. Aber egal was ar, die Jungs waren in den Spielen immer bereit. Ich konnte mich immer auf die Gruppe verlassen. Grundsätzlich geht es in eine sehr positive Richtung.“

Drei der fünf erfolgreichsten ASV-Jahre gemessen an der Platzierung im deutschen Handball sind nun fest mit Trainer Michael Lerscht verbunden. Wie fühlt sich das an?

Michael Lerscht: „Mein Gefühl ist schon, dass die letzten drei Jahre sehr erfolgreich für uns alle waren. Ich bin hierher gekommen, mit einem klaren Ziel: Ich möchte zu einem Zweitligisten kommen, mit dem ich die Chance haben, aufzusteigen.  Das war der ASV. Und das ist dann normalerweise ein Plan für drei oder vier Jahre. Dass wir das früher geschafft haben, war natürlich sensationell. Ich freue mich, dass ich hier einen Fußabdruck hinterlassen kann. Auch auf menschlicher Ebene, nicht nur auf sportlicher und Businessebene. Auch wenn die Zeit nicht so lange war, wie in Ferndorf – hier sind Freundschaften entstanden. Das ist mir im Rückblick auf die Zeit extrem wichtig. Dass sie auch sportlich so erfolgreich war, ist toll. Auch nach einem Erstligaabstieg so eine Saison hinzulegen, macht einen stolz. Schön, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte.“

Und trotz dieser positiven Gefühle gab es dann die Entscheidung für den Lehrerberuf. Wie geht es dem Trainer Michael Lerscht damit?

Michael Lerscht (lacht): „Gut! Ich freue mich auf einen neuen Abschnitt. Ich habe meine Schule zugewiesen bekommen und bin sehr glücklich damit. Ich bin dann genau dort, wo ich mein Referendariat absolviert habe. Ich verabschiede mich ja nicht vom Handball. Was das für nächsten Jahre bedeutet, weiß ich noch nicht. Wenn es ein spannendes Projekt gibt, dann ist es nicht ausgeschlossen, dass ich zurückkehre. Aber ab Sommer geht es in die Schule. Nach einem Urlaub ohne Gedankenspiele über Kaderzusammenstellungen, Vorbereitungsspiele und Gegnerstudium.“

Endspurt startet zuhause gegen Hüttenberg

Drei Spieltage stehen in der 2. Handball-Bundesliga in dieser Saison noch an. Nach dem VfL Potsdam könnte an diesem Wochenende auch die SG BBM Bietigheim den Aufstieg in die LIQUI MOLY-Handball-Bundesliga perfekt machen. Der Tabellenzweite steht am Sonntag um 17 Uhr vor einer vermeintlich lösbaren Heimaufgabe gegen den Tabellenletzten EHV Aue.

Verfolger ASV Hamm-Westfalen, dem wiederum der dritte Rang von den nachfolgenden Teams nicht mehr streitig gemacht werden kann, tritt am Samstag um 18 Uhr ebenfalls zuhause gegen den TV Hüttenberg an. Nur mit einem Sieg wahren die Westfalen noch ihre Minimalchance, an die beim ASV derzeit allerdings wenig Gedanken verschwendet werden. „Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Und das sind unsere Ergebnisse“, stellt ASV-Trainer Michael Lerscht klar, für den die verbleibenden drei Aufgaben gegen Hüttenberg, in Potsdam und das Heimfinale gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke auch die letzten drei Arbeitseinätze an der Bank der Westfalen sind. Dann kehrt der 40-Jährige in den Lehrerberuf zurück. Am liebsten mit drei Siegen im Endspurt.

Hierfür müssen die Westfalen noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Fehlen wird gegen Hüttenberg neben Rückraum Nico Schöttle (Wadenbeinbruch) nun bis zum Saisonende auch Kreisläufer Philip Jungemann, der sich am Mittwoch in Augsburg einer Operation am Knie unterziehen musste. Erforderlich war diese geworden, nachdem sich der 26-Jährige im Training verletzt hatte. „Der Eingriff ist soweit gut verlaufen“, bestätigte Jungemann, der voraussichtlich am Samstag als Zuschauer in der WESTPRESS arena dabei sein kann und nun für mehrere Monate ausfallen wird.

Für die verbleibenden Partien ist nun vor allem in der Abwehr wieder einiges an Ideenreichtum von Trainer Michael Lerscht gefordert, was zuletzt auch gegen Lübeck-Schwartau der Fall war. „Wir freuen uns auf die verbleibenden Aufgaben und wollen für einen guten Abschluss sorgten“, betonte Lerscht. Fest steht schon jetzt: Die Punkteausbeute in der Saison 2023/24 wird besser sein als noch im Aufstiegsjahr 2021/22. Aktuell steht der ASV bei 17 Minuspunkten, damals waren es am Ende 27. Lerscht: „Das ist ein deutlicher Beleg dafür, wie stark die Spitze in der 2. Handball-Bundesliga in dieser Saison ist.“

Einlass in die WESTPRESS arena ist am Samstag ab 16:30 Uhr, TV-Sender DYN überträgt live ab 17:50 Uhr. Karten gibt es noch an der Abendkasse, bisher sind rund 2.000 Tickets für das Duell mit dem TV Hüttenberg abgesetzt.

Erleichtert nach erfolgreichem Eingriff am rechten Knie: Philip Jungemann fällt die verbleibenden drei Saisonspiele aus. - Foto: Jungemann

Preise für Dauerkarten bleiben

Der ASV hält die Ticketpreise der Dauerkarte auch zur neuen Spielzeit 2024/25 stabil. Zudem wird allen aktuellen Dauerkarteninhabern der Saison 2023/24 ab dem 21. Mai bis zum 7. Juni ein Frühbucher-Rabatt in Höhe von 5 % auf den Dauerkartenpreis angeboten. Am 7. Juni endet auch das Vorkaufsrecht für aktuelle Dauerkarten. Ungebuchte Tickets gehen dann ebenfalls in den freien Verkauf.

Was Interessierte jetzt tun müssen? Über den Online-Ticketshop können mit den bekannten Zugangsdaten die Tickets entsprechend neu reserviert werden. (Sollten Ihnen diese nicht vorliegen nutzen Sie bitte “Passwort vergessen?” mit der von Ihnen hinterlegten Mailadresse.)

Alternativ können Interessierte über persönlich Kontakt zur ASV-Geschäftsstell aufnehmen. Bei der Anforderung einer ermäßigten Dauerkarte ist der entsprechende Nachweis über die Berechtigung zu erbringen. Die Dauerkarten werden dann im August 2024 erstellt.

2024-2025_Dauerkarten-Bestellformular (pdf zum Download)

Verdienter 34:30-Heimsieg gegen VfL

Der ASV Hamm-Westfalen ist am frühen Samstagabend auch in eigener Halle wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Vor 2.050 Zuschauern feierte der Tabellendritte einen verdienten 34:30-Heimsieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau, der sich nach verpasstem Beginn und einer 19:10-Führung des ASV im weiteren Verlauf nach Kräften wehrte, die Punkte aber nicht mehr mit nach Lübeck nehmen konnte.

„Es fühlt sich richtig gut an, die Platte wieder als Sieger zu verlassen, auf die Ehrenrunde zu gehen und mit den Fans abzuklatschen“, beschrieb ein zufriedener ASV-Trainer Michael Lerscht seine Gefühlslage direkt nach der Partie, die der ASV verdient für sich entschied. Von Beginn an gaben die Gastgeber den Ton an, erspielten sich bis zur siebten Minute eine 6:2-Führung. Im Tor starteten Marcos Colodeti glänzend, im Tempospiel nutzte der ASV die Möglichkeiten effektiv. Auch eine Zeitstrafe gegen Markus Fuchs in der achten Minute änderte nichts daran, nach weniger als zwölf Minuten sah sich Gästetrainer David Röhrig beim Stand von 11:4 für den ASV zur ersten Auszeit genötigt.

Zunächst änderte sich wenig, die Westfalen bauten ihre Führung sogar etwas aus, Rechtsaußen Jakub Sterba netzte in der 25. Minute zu 20:12 ein. Erst jetzt lief es bei den Gästen zunehmend besser, zudem wehrte der eingewechselte Routinier Dennis Klockmann im VfL-Gehäuse nun auch einige Würfe der Westfalen ab. So war der Halbzeitstand aus Sicht der Gäste mit 21:16 schon etwas erträglicher. Zudem war das Schlussdrittel der ersten Halbzeit ausgeglichen verlaufen – ein Hoffnungsschimmer für den Tabellenneunten.

In den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte wurde noch nicht mehr daraus. Jan von Boenigk erzielte in Überzahl zunächst das 22:16 (35.), Colodeti traf kurz darauf sehenswert ins leere VfL-Tor zum 23:16. Nach einer Auszeit und einigen taktischen und personellen Umstellungen lief es aber besser bei den Gästen, die nun bis zur 38. Minute auf 23:19 verkürzten. Zwar legte der ASV anschließend wieder auf 26:20 vor, danach gelangen Lübeck aber wieder drei Treffer in Serie. Nach dem Siebenmetertor von Toptorschütze Janik Schrader, der insgesamt sechs Feldtore und sechs Siebenmeter erzielte, schien sich eine Viertelstunde vor dem Ende doch noch eine Möglichkeit für die Gäste zu ergeben. Doch in den wichtigen Phasen fanden die Westfalen, bei denen Yonatan Dayan in der spielentscheidenden Phase bei seinem Comeback nach über fünf Wochen Verletzungspause drei Treffer erzielte, immer die richtige Antwort und sicherte sich so den 34:30-Heimsieg.

„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass wir nach dem Start so zurückkommen. Wir haben bei drei Toren Rückstand und Überzahl sogar die Chance, ins Spiel zurückzukommen. Dann reicht es nicht ganz, die Hypothek von neun Toren Rückstand in der 21. Minute war dann zu hoch“, fasst David Röhrig die Partie anschließend zusammen.

„Man kann beide Mannschaften nur beglückwünschen, dass sie hier so viel in die Waagschale werfen und so viel investieren. Unser Start war natürlich fulminant, Marcos hält gefühlt jeden Ball und wir kriegen unsere Gegenstoßthemen unter. Aber Schwartau ist dann bei 30:27 auch nochmal dran. Am Ende gehen alle auf dem Zahnfleisch, auf beiden Seiten, und man kann hier nur alle wirklich beglückwünschen“, meinte Michael Lerscht.

Nach einem spielfreien Wochenende geht es für den ASV dann in zwei Wochen erneut mit einem Heimspiel weiter, Gegner am Samstag um 18 Uhr ist dann der TV Hüttenberg.

ASV Hamm-Westfalen – VfL Lübeck-Schwartau 34:30 (21:15)

ASV: Colodeti, Hertlein – Huesmann (4, ½ 7m), Fuchs, Scheerer, Artmeier, Schulze (2), Sterba (4). Zintel (7), Haunold (4), Bornemann, Dayan (3), Stüber (4), von Boenigk (5)

VfL: Klockmann, Conrad – Leitz, Hagedorn (2), Löfström, Skorupa (4), Blaauw (1), Benitez (2), Schrader (12, 6/6 7m), Kretschmer, Speckmann (4), Geenen, Bruhn (4)

Zeitstrafen: ASV 8 min, VfL 6 min

Schiedsrichter: Maximilian Engeln, Felix Schmitz

Pressekonferenz nach dem Spiel

Mit dem Laden akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.

YouTube laden

Spielmacher Yonatan Dayan verlängerte in der Winterpause seinen Vertrag beim ASV bis Sommer 2026. - Foto: Wegener/ASV

ASV empfängt VfL Lübeck-Schwartau

In fremden Hallen läuft es für den ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga derzeit richtig rund, sieben Siege gelangen der Mannschaft von Trainer Michael Lerscht, in der Rückrunde ist der ASV auswärts ohne Punktverlust. In genau diese Erfolgsspur wollen die Westfalen nun auch in der heimischen WESTPRESS arena zurückkehren: Nach vier Niederlagen soll gegen den VfL Lübeck-Schwartau am Samstag (Anwurf um 18 Uhr) endlich wieder ein Sieg her. Und damit könnte der Tabellendritte zumindest seinen Teil zum Erhalt der Minimalchance Erstligaaufstieg beitragen. Für diesen wäre allerdings parallel eine Riesenüberraschung beim Duell Bietigheim gegen Vinnhorst erforderlich.

Während der ASV auswärts also in Bestform unterwegs ist, sieht das Bild beim kommenden Gegner genau andersherum aus. Denn in fremden Spielstätten ist der VfL viermal hintereinander leer ausgegangen. In eigener Halle dagegen gab es die letzte Niederlage in der Hinrunde – ausgerechnet im Hinspiel gegen den ASV, das dieser mit 34:30 gewann. Ansonsten wurde auch namhafte Konkurrenz wie Bietigheim (28:24), Nordhorn-Lingen (32:30) oder Potsdam (29:29) erfolgreich die Stirn geboten, acht Partien in Serie ist der VfL zuhause ungeschlagen.

Worauf wird es für die Westfalen also an diesem 31. Spieltag ankommen? Kapitän Fabian Huesmann bringt es auf den Punkt: „Unser Ziel muss es sein, den Gegner bei unter 30 Gegentoren zu halten. Denn genau dann haben wir in dieser Saison immer gewonnen.“ Was wie eine statistische Zahlenspielerei anmutet, begründet der ASV-Torschütze inhaltlich: „Natürlich werfen wir grundsätzlich mehr Tore als andere Teams in ihren Spielen und haben über die Spieldauer insgesamt mehr Angriffe für und gegen uns. Das bedingt einfach unsere Spielweise. Aber je besser wir es in der Abwehr lösen, umso mehr Gelegenheiten gibt es beispielsweise, ins Tempospiel zu kommen.“

Personell gehen beide Teams mit einigen Ausfällen in die verbleibenden vier Spieltage der Saison. „Damit haben ja in dieser späten Phase so gut wie alle Teams zu kämpfen“, erklärte ASV-Trainer Michael Lerscht. Den ASV traf es in den zurückliegenden Wochen allerdings hart: So werden beim ASV wieder Nico Schöttle und Philip Jungemann fehlen. Zumindest bei Rückraum Yonatan Dayan bestehen Chancen auf ein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause. „Wir werden am Samstag sehen, ob und wofür es reicht“, so Lerscht.

Anwurf gegen Lübeck-Schwartau ist um 18 Uhr, die Tageskasse öffnet um 16:30 Uhr. Wegen der parallelen Großveranstaltung „Gartenmarkt“ im benachbarten Maxipark werden die Zuschauer gebeten, möglichst in Gruppen oder mit den Öffentlichen Nahverkehr zur WESTPRESS arena anzureisen. Das Spiel wird wie gewohnt live von DYN übertragen, Sendebeginn ist um 17:50 Uhr.

Siebter Sieg in Serie

Mit dem siebten Auswärtssieg in Folge hat der ASV Hamm-Westfalen seine Chancen im Aufstiegsrennen am Samstagabend vor 1.400 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter gewahrt. Die Westfalen setzten sich in dem sehr abwechslungsreichen Zweitligaspiel mit 37:34 (16:19) durch. Überragender Akteur bei den Gästen war Rückraum Jan von Boenigk, der mit elf Toren erfolgreichster Werfer des Abends war und einen neuen persönlichen Saisonrekord aufstellte.

Spielentscheidend war die Phase in der zweiten Halbzeit rund um die 40. Minute, in der der ASV sich zunächst von 21:24 herankämpfte und dann sogar mit 26:24 in Führung ging. In dieser Phase steigerte sich der zur zweiten Halbzeit eingewechselte ASV-Torwart Marcos Colodeti von Minute zu Minute. Seine Paraden, eine extrem intensive Deckungsarbeit und ein konsequentes Gegenstoßspiel – so lautete die Zutaten, mit denen die Westfalen sich, die erneut neben Nico Schöttle auch auf Yonatan Dayan und Philip Jungemann verzichten mussten, bis zur 50. Minute eine komfortable 30:25-Führung erspielten.

Dormagens Trainer Matthias Flohr reagierte prompt: In einer Auszeit stellte er die Verteidigung der Gastgeber nun auf eine offensive 3:2:1-Abwehr um. Doch die Gäste ließen sich auch davon nicht mehr beeindrucken. Die Spieler von Trainer Michael Lerscht, der seinerseits auf die Umstellung des TSV mit einer Auszeit reagierte, blieben fokussiert, nutzten die größeren Räume auch mit dem siebten Feldspieler clever. Dormagen versuchte in den letzten beiden Minuten alles, auch mit einer Manndeckung über das gesamte Feld. Am Ende reichte es für den TSV nur zu einer Ergebnisverbesserung.

TSV Bayer Dormagen – ASV Hamm-Westfalen 34:37 (16:19)

TSV: Oberosler (1 Parade, 14 %), Simonsen (9 Paraden, 22 %) – Reuland (3/1), Senden (1), Boehnert, Rehfus (3), I. Hüter (1), Reimer (1), Schroven (6), Strosack (4), Träger, Schmidt (2), Pauli (1), Steinhaus (8), Sondermann (3)

ASV: Hertlein (4 Paraden, 18 %), Colodeti (6 Paraden, 30 %) – Huesmann (5/2), Fuchs, Scheerer, Artmeier, Schulze, Sterba (4), Zintel (5), Haunold (6), Bornemann, Stüber (6), von Boenigk (11)

Schiedsrichter: Sascha Schmidt und Frederic Linker

Zuschauer: 1.400

Zeitstrafen: TSV 2 min, ASV 10 min

Jakub Sterba blieb bei seinen sechs Toren gegen GWD Minden ohne Fehlwurf. - Foto: Wegener

Auswärtsserie ausbauen

Mit sechs Auswärtssiegen im Rücken tritt der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend um 19:30 Uhr beim TSV Bayer Dormagen an. Im Fernduell mit der zweitplatzierten SG BBM Bietigheim, die um 18 Uhr den TuS Nettelstedt-Lübbecke empfängt, geht es um wichtige Punkte für den Verfolger, der auf zwei Ausrutscher der SG in den nächsten Partien hoffen muss.

Die gastgebenden Dormagener haben zuletzt wichtige Zähler gesammelt, mit aktuell sechs Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen ist der Klassenerhalt für den TSV fünf Spiele vor Saisonende praktisch so gut wie sicher. „Ich gehe nicht davon aus, dass Vinnhorst alle Spiele gewinnt, aber für andere Vereine geht es um nichts mehr. Da muss man vorsichtig sein“, mahnt Dormagens Rückraum Ian Hüter dennoch, der ab Sommer beim ASV unter Vertrag stehen wird. „Unser voller Fokus liegt auf dem Nichtabstieg. Wir wollen noch ein paar Pünktchen holen“, so Hüter weiter.

Gleiches gilt auch für die Westfalen, die noch immer ihre Möglichkeiten im Aufstiegskampf haben – auch wenn der Sprung auf den zweiten Rang bei vier Zählern Rückstand und einem deutlich schlechteren Torverhältnis nicht mehr in der eigenen Hand liegt. „Wir haben ja vor zwei Jahren erlebt, was in so einer Schlussphase einer Saison noch möglich ist. So lange es rechnerisch möglich ist, glauben wir auch daran“, stellte ASV-Kapitän Fabian Huesmann schon kurz nach der jüngsten Niederlage gegen die Eulen klar. Ob es für die angeschlagenen Akteure beim in Dormagen zum Comeback reicht, war am Freitag noch unklar. So wird über den Einsatz von Yonatan Dayan ebenso wie den von Philip Jungemann „kurzfristig entschieden“, wie Trainer Michael Lerscht am Tag vor dem Duell mit dem ehemaligen Club des ASV-Rechtsaußen Jakub Sterba betonte.