Mit beeindruckender Konsequenz hat sich der ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend nach einem 1:6-Fehlstart in die Partie beim erwartet starken TuS Spenge gespielt und noch vor der Pause die Kontrolle über das Spiel übernommen. Das beruhigende 19:15-Polster war dann auch die Grundlage für den letztlich sicheren und verdienten 37:33-Auswärtssieg.
Die Anfangsphase vor 550 Zuschauern in der Spenger Großturnhalle gehörte allerdings dem Tabellennachbarn des ASV. Eine sehr offensive Deckungsvariante, bei der die Gastgeber ihre Gegenspieler teils schon an der Mittellinie in Empfang nahmen, gepaart mit einer starken Torwartleistung von Mika Brokmeier führten zur frühen Fünf-Tore-Führung. Nach gut sieben Minuten reagierte Jamal Naji bei 1:6 mit einer Auszeit. Das Offensivspiel der Gäste wurde nun besser, allerdings traf auch der TuS weiterhin, so dass nach einer Viertelstunde immer noch eine 11:5-Führung für den TuS bestand.
Das Spiel der Westfalen wurde im Verlauf der ersten Halbzeit spürbar druckvoller, ins Spiel des Vierten schlichen so nun mehr Fehler ein. Der ASV bestrafte diese extrem konsequent. In der 22. Minute gelang Andreas Bornemann der Ausgleich zum 12:12. In der 25. Minute stellte dann der im ganzen Spiel sehr treffsichere Schwede Carl Gabrielsson in Überzahl die erste Führung für den ASV her (15:14). Fabian Huesmann, Gabrielsson und Keno Jacobs erhöhten dann sogar auf 18:14. Die Gäste hatten die Kontrolle über die Partie erlangt.
Und diese gaben sie auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr ab. Immer, wenn der TuS den Fuß in die Tür bekommen wollte, fanden die Westfalen die richtige Antwort und hielten die Gastgeber erfolgreich auf Abstand. Auch die personellen Wechsel durch Naji fruchteten, alle Bankspieler brachten sich gut in die Partie ein. Allen voran natürlich Gabrielsson, der mit sieben Toren am Ende zusammen mit Benedikt Kühn (acht Treffer) zu den besten Torschützen der Partie zählte. Für Spenge traf Tim Kloor siebenmal.
Für den ASV geht es nun am nächsten Sonntag in der heimischen WESTPRESS arena weiter, dann ist ab 17 Uhr die Reserve von GWD Minden zu Gast.
TuS Spenge – ASV Hamm-Westfalen 33:37 (15:19)
TuS : Brokmeier, Rutschmann – Stender (3), Siebrasse, Raschkowski, Hofmann (5), Koester (2, 2/2 7m), Teuteberg, Breuer, Graefe, Wilhelm (1), Jungmann (3), Kloor (7), Martyn, Schulz (2)
ASV: Colodeti, Budalic – Huesmann (3, 1/1 7m), Gabrielsson (7), Brosch, Böttcher (1), Machner (2), Kühn (8), Edwards, Mühlhauser, Gautzsch, Bornemann (5), Krawczyk (3), Jacobs (1), Coßmann
Strafen: TuS 4 min, ASV 4 min
Zuschauer: 550
Schiedsrichter: Hartmann/Hennekes
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Besondere Auswärtsaufgabe am Samstag
Besondere Auswärtsaufgabe am Samstag
Es ist eine besondere Aufgabe, vor der die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Samstag in der 3. Liga Nord-West stehen. Denn für die Mannschaft von Trainer Jamal Naji geht es zum viertplatzierten TuS Spenge – es dürfte somit sportlich die schwierigste Auswärtsaufgabe der Rückrunde in dieser Saison werden.
Entsprechend respektvoll äußerte sich Naji vor dem Auswärtsspiel des 23. Spieltages zu den Stärken des kommenden Gegners. Der wisse einfach sehr genau, was er gut kann, betonte Naji vor dem Abschlusstraining am Freitag. „Und genau diese Stärken setzen sie in ihren Spielen einfach sehr gut ein“, so der Coach. Dabei hebt er offensiv die Beweglichkeit und das Laufspiel am Kreis heraus, ebenso die Geschwindigkeit, mit der die Kreuzbewegungen durchgeführt werden. „Da haben sie Spieler mit sehr guten Fähigkeiten und setze diese immer wieder konsequent ein“, sieht Naji gehörige Arbeit auf seinen Defensivverbund zukommen. In der Abwehr agiere der TuS oft mit offensiven Halbverteidigern, auf die man sich einstelle müsse.
Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Seit den Niederlagen zum Jahresauftakt in Emsdetten (25:33) und zuhause gegen Vinnhorst (30:32) gelangen fünf Sieg in Serie, zuletzt mit 34:31 vor 2.700 Zuschauern in der Bielefelder Seidensticker-Halle. Naji: „Wir wissen, was uns dort erwartet. Für uns geht es darum, an die Leistungen seit Jahresbeginn anzuknüpfen.“ Denn der ASV hat 2026 sogar eine makellose Bilanz von 12:0 Punkten vorzuweisen.
Keine personellen Änderungen
Personell gibt es voraussichtlich keine Veränderungen zum jüngsten Auftritt des ASV gegen VfL Eintracht Hagen II. Neben Lucas Firnhaber, dessen Comeback nicht mehr weit entfernt scheint, und Gasper Horvart fehlt wiederum Lars Gudat wegen Schulterproblemen, die er sich im Heimspiel gegen TV Bissendorf-Holte zugezogen hatte.
Anwurf beim TuS Spenge, zu dem die Fans des ASV ihre Mannschaft im Fanbus begleiten, ist um 19:15 Uhr in der dortigen Großsporthalle. Übertragen wird zudem wie gewohnt von Sporteurope.TV. Im Fanbus sind noch Plätze frei, Anmeldungen sind noch bis Freitag über möglich.
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Sechster Sieg im sechsten Spiel des Jahres
Der ASV Hamm-Westfalen hat seine Siegesserie in der 3. Liga Nord-West weiter ausgebaut. Im sechsten Pflichtspiel des Kalenderjahres gelang am Samstagabend vor 1.713 Zuschauern in der WESTPRESS arena der sechste Sieg. Und dieser fiel gegen einen erwartet unbequemen Gast aus Hagen mit 33:26 (14:11) souverän aus.
Mit 7:1 erwischten die Gastgeber, bei denen Fabian Huesmann und Carl Gabrielsson ins Aufgebot zurückkehrten, einen hervorragenden Start. Die Abwehr stand herausragend, so musste Torwart Marcos Colodeti bis zur 9. Spielminute nur einmal hinter sich greifen.
Nach einer Auszeit kam Hagen aber in der Folge besser ins Spiel – begünstigt durch eine Überzahl nach Zeitstrafe gegen Alexander Coßmann. Dem VfL gelangen drei Tore in Serie, gerade wieder vollständig verlor der ASV dann auch Benedikt Kühn für zwei Minuten. Doch der ASV kontrollierte weiter das Spiel, in der 19. Minute markierte Kapitän Fabian Huesmann das 11:6.
Erst in den Schlussminuten einer hektischen Partie, in der die Unparteiischen phasenweise Mühe hatte, die Kontrolle zu behalten, verkürzten die Gäste von 13:7 auf 13:10. Niklas Gautzsch traf noch einmal zum 14:10 – dann traf Hagens Jannik Mielke nach abgelaufener Spielzeit per Siebenmeter zum Halbzeitstand von 14:11 für den ASV. Jan Brosch musste zudem für zwei Minuten vom Feld.
In Unterzahl erwischte der ASV dennoch den besseren Start in die zweite Halbzeit. Per Doppelschlag erhöhte Kühn wieder auf 16:11. Kühn war es allerdings, der in der 35. Minute dann selbst wegen Schauspielerei für zwei Minuten auf die Bank musste. Eine Szene, die Folgen haben sollte. Denn als nur wenige Sekunden später im Angriff Jonas Queckenstedt theatralisch zu Boden, beließen es die Schiedsrichter bei einer Ermahnung – was die Zuschauer auf den Rängen komplett aufbrachte und dazu führte, dass der Hagener Mittelmann, der ein starkes Spiel zeigte, fortan mit einem Pfeifkonzert begleitet wurde.
Sportlich kam das Spiel in der Folge wieder in ruhigeres Fahrwasser. Nach dem 18:16-Anschlusstreffer durch Felix Ntodonke gelangen dem ASV zwei Tore durch Pawel Krawczyk und ein weiteres durch Huesmann. Mit 21:16 (40.) war das Polster wieder komfortabel – wenn auch nicht entscheidend. Unter dem Strich brachten die Westfalen aber den Heimsieg dann in der Schlussviertelstunde sicher unter Dach und Fach. Bester Torschütze war Kühn mit sieben Feldtoren, bei den Gästen traf Queckenstedt fünfmal aus dem Feld.
„Hinten raus sind wir das ganze Spiel in Rückstand“, gratulierte VfL-Trainer Valentin Schmidt dem ASV zum „unter dem Strich verdienten Sieg“. Jamal Naji: „Ich finde es schon beeindruckend, dass so eine junge Mannschaft vor fast 2.000 Zuschauern bei 1:7 nicht zerfällt.“ Über das gesamte Spiel sei er nicht zufrieden mit dem gebundenen Angriff. „Wir waren heute nicht sieben Tore besser als Hagen“, so das Fazit des ASV-Trainers, der sich aber dennoch damit zufrieden zeigte, dass seine Mannschaft „mittlerweile so stabil und gefestigt ist, dass man das Spiel trotzdem mit sieben Toren gewinnt“.
ASV Hamm-Westfalen – VfL Eintracht Hagen II 33:26 (14:11)
ASV: Colodeti, Budalic – Huesmann (6, ½ 7m), Gabrielsson, Brosch, Böttcher (2), Machner (5, ½), Kühn (7), Edwards (1), Gautzsch (3), Bornemann (5), Krawczyk (2), Jacobs, Coßmann (1)
VfL: N. Schmidt, Brockmeyer – Diehl (2), Mielke (5, 3/3), Berghaus, Stoch (1), Czerkawski (1), Kauer (3, 2/4), Ntodonke (4), Funke (2), Queckenstedt (5), Pfalzer, Trute, Bökenkamp (1), Schneider, Sekowski (2)
Strafen: ASV 12 min, VfL 10 min
Zuschauer: 1.713
Schiedsrichter: Marchlewitz/Stadtmüller
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Nächste gute Nachricht: Kaspar Böttcher verlängert
Seit Monaten steht er für Beständigkeit und verkörpert die Chancen, die der Nachwuchs bei den Profis erhält: Rechtsaußen Kaspar Böttcher hat sich beim ASV Hamm-Westfalen vom Jugendspieler zum Stammspieler im Profikader entwickelt.
Und dort zeigt er Woche für Woche gute Leistungen, wie auch zuletzt, als er mit neun Treffern gegen den TV Bissendorf-Holte erfolgreichster Torschütze des Abends war. Nun hat der Rechtsaußen seinen Vertrag bei den Westfalen für die Saison 2026/27 verlängert. „Wir freuen uns, dass wir den Weg mit Kaspar gemeinsam weiter gehen. Er hat sich toll entwickelt – und ist auf diesem Weg auch ganz sicher noch nicht am Ende angelangt“, so Fuchs. „Ich fühle mich sehr wohl und bin dankbar für das Vertrauen, dass alle Verantwortlichen in mich setzen. Wir haben eine tolle Mannschaft und noch viel vor beim ASV. Ich bin stolz, auch in der kommenden Saison meinen Teil dazu beizutragen und Teil dieses Teams zu sein“, betonte Böttcher bei der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung am Donnerstagabend im Kreise der Sponsoren und Partner des ASV.

Heimspiel gegen Hagen II
Mit dem TuS Vinnhorst und dem ASV Hamm-Westfalen sind in der 3. Liga Nord-West in diesem Jahr nur noch zwei Mannschaften ohne Verlustpunkt geblieben. Beide treten am Samstag um 19 Uhr im Rahmen des 22. Spieltags in eigener Halle an. Der ASV empfängt den achtplatzierten VfL Eintracht Hagen II, der TuS das abgeschlagene Schlusslicht ATSV Habenhausen.
„Das wird ein hochinteressantes Spiel gegen eine junge Mannschaft mit sehr guten Anlagen“, betonte ASV-Coach Jamal Naji am Freitag vor dem Abschlusstraining seiner Mannschaft mit Blick auf das Duell mit Hagen. Der deutliche 36:25-Hinspielsieg dürfe nicht über die Qualitäten des Gegners hinwegtäuschen, so Naji. Deutliches Warnsignal dürfte zudem der jüngste 31:29-Heimsieg der verletzungsgebeutelten Hagener gegen die TSG Bielefeld sein. Auch die drei Spiele zuvor verliefen äußerst eng: Bei der Lemgoer Bundesligareserve unterlag man knapp mit 29:31, zuhause gegen TV Bissendorf-Holte gelang ein 35:34 und in Fredenbeck hatte man knapp mit 26:28 das Nachsehen.
Der Sieg gegen Bielefeld bedeutete für Hagens Zweitligareserve zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Der Vorsprung vor Mindens Reserve, die aktuell auf dem Relegationsplatz liegt, beträgt sechs Punkte – allerdings bei einem mehr absolvierten Spiel. Kurz nach Spielschluss blickte Coach Valentin Schmidt, der 2016 selbst schon einmal das Trikot des ASV getragen hatte, auf die nächste Aufgabe für seine Mannschaft: Es werde eines „der einfachsten Spiele der Saison“, stellte Schmidt vor dem Spiel in der WESTPRESS arena klar.

Weitere Informationen
Kader VfL Eintracht Hagen II (Website VfL)
Spielplan ASV Hamm-Westfalen (handball.net)
ASV wieder in der Favoritenrolle
Für den ASV heißt es also wieder einmal: der Favoritenrolle gerecht werden. Und dies schaffen die Westfalen seit Jahresbeginn souverän und immer besser. Spätestens seit der zweiten Halbzeit des noch wechselhaften Jahresauftakts gegen Wilhelmshaven (38:34) läuft es rund. In jedem Spiel danach gelangen 40 oder mehr Tore. „Darauf etwas ableiten zu wollen, wäre aber genau falsch. Wir müssen das Woche für Woche bestätigen. Und es gibt auch immer noch etwas zu verbessern“, stellte Naji mit Blick auf die nächste Aufgabe klar. Auch beim zurückliegenden 42:29-Kantersieg gegen Bissendorf-Holte gab es noch Dinge zu verbessern, auch wenn der Trainer einschränkte: „Bei einem Sieg mit 13 Toren ist das natürlich Jammern auf hohem Niveau.“
Personell hat sich die Lage beim ASV im Vergleich zur Vorwoche wieder entspannt. Sowohl Kapitän Fabian Huesmann als auch Rechtsaußen Carl Gabrielsson werden voraussichtlich ins Aufgebot zurückkehren. Fehlen werden somit lediglich noch der Langzeitverletzte Gasper Horvart sowie Lucas Firnhaber, dessen Comeback aber langsam näher rückt. „Er macht gute Fortschritte, auch wenn es aber noch etwas dauern wird“, so Naji zum Linkshänder.
Anwurf ist um 19 Uhr, die Abendkasse öffnet um 17:30 Uhr. Übertragen wird zudem wie gewohnt live von Sporteurope.TV und Radio Lippewelle Hamm.
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ASV feierte besonderen Heimsieg
Mit einem äußerst souveränen 42:29-Heimsieg hat der ASV Hamm-Westfalen seine Erfolgsserie in diesem Jahr in der 3. Liga Nord-West fortgesetzt. Fast 1.700 Zuschauer erlebten einen stimmungsvollen Abend mit zahlreichen Besonderheiten.
Die erste davon war das erfolgreiche Comeback von Linksaußen Ole Machner, der nach langer Verletzungsauszeit endlich seinen ersten Saisoneinsatz absolvierte – und das in den rund 35 Minuten seiner Einsatzzeit absolut überzeugend. Machner musste dabei sogar gleich von Beginn an aufs Feld, da Kapitän Fabian Huesmann wegen einer Trainingsblessur diesmal passen musste und Niklas Neumann gleichzeitig mit der Reserve erfolgreich im Einsatz war. Neumann wechselte dann wie Niklas Mühlhauser in der zweiten Halbzeit aus der Stein-Halle in die WESTPRESS arena und verstärke die Profis für den Rest des Spiels.
Die zweite bemerkenswerte Personalie des Abends aus ASV-Sicht war die Premiere von Benjamin Edwards. Der 19-Jährige kam in den letzten Minuten der ersten Halbzeit und holte gleich einen Siebenmeter heraus. Im zweiten Abschnitt klappt es dann für den pfeilschnellen Rückraum dann auch mit den ersten beiden Treffern für seinen neuen Club.
Ebenso einen starken hinterließen Kaspar Böttcher, der mit neun Treffern bester Torschütze des Abends war. Zudem bekam auch Ivan Budalic mehr Spielzeit und dankte diese mit einer wieder guten Leistung, genauso wie Marcos Colodeti. Das Torhüterduell ging klar an den ASV, beide begeisterten die Fans auch mit einigen Hochgeschwindigkeitspässen die zu direkten Gegentoren durch die Außenspieler führten.
Trotz der hohen Niederlage gab es aber auch aus Sicht der Gäste Positives: So gelangen dem TV über gute Kreisanspiele immer wieder Tore, vor allem der unermüdlich Albert Brack hielt in Abwehr und Angriff, wo er es am Ende auf sieben Tore brachte, bestmöglich dagegegen.
Unter dem Strich änderte das allerdings nichts daran, dass der ASV auch in der Höhe völlig verdient als Sieger vom Feld ging. Für den Schlusspunkt sorgte der Toptorschütze Böttcher Sekunden vor Schloss per Kempa-Tor.
Bereits in einer Woche steht dann die nächste und vierte Heimaufgabe in Serie an. Am Samstag um 19 Uhr empfangen die Westfalen die Reserve des VfL Eintracht Hagen in der Arena. Dann möglicherweise wieder mit Kapitän Huesmann und Rechtsaußen Carl Gabrielsson. Ob sich auch die Hoffnung auf ein Comeback von Lucas Firnhaber erfüllt, wird sich erst im Wochenverlauf klären.
ASV Hamm-Westfalen – TV Bissendorf-Holte 42:29 (21:15)
ASV: Colodeti, Budalic – Brosch, Böttcher (9), Neumann (1), Machner (5), Kühn (6), Gudat (1), Edwards (2), Mühlhauser (1), Gautzsch (7, 3/3 7m), Bornemann (5), Krawczyk (3), Jacobs, Coßmann (2)
TVBH: Ulrich, Behrenswerth – Jenner (1), Meyer (3), Seger (1), Klose (2), Tamms (1), Brack (7), Rußwinkel (2, 2/2), Goldbeck (2), Schaffert (1), Rußwinkel (6), Chamberlain (1), Guhe (1), Kurchev
Strafen: ASV 6 min, TVBH 8 min
Schiedsrichter: Ebel/Hermschröder
Zuschauer: 1.666
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„Colo“ bleibt bis 2029
Woche für Woche begeistert Torwart Marcos Colodeti die Fans des ASV Hamm-Westfalen mit herausragenden Leistungen. Seit 2023 steht der Brasilianer im Dienst des aktuellen Drittligisten. Am Freitag gaben die Verantwortlichen nun zunächst über die Sozialen Medien die besondere Nachricht bekannt: Colodeti, dessen aktueller Vertrag im Sommer ausläuft, bleibt bis zum Sommer 2029 beim ASV unter Vertrag.
„Marcos ist eine wichtige Säule in unserem Spiel und bildet gemeinsam mit Ivan Budalic ein starkes Torwartduo, aus unserer Sicht das stärkste der gesamten Liga. Wir freuen uns, dass wir die Zusammenarbeit auch die nächsten Jahre fortsetzen – mit ihm als Sportler und als Mensch“, betonte ASV-Geschäftsführer Markus Fuchs bei Bekanntgabe der Verlängerung, über die beide sich schnell einige gewesen seien. „Ich freue mich auf die nächsten drei Jahre. Für mich ist der ASV längst Familie, ich fühle mich hier sehr wohl. Und wir haben hohe sportliche Ziele, die wir gemeinsam erreichen wollen“, stellte Marcos Colodeti klar. Für ihn ist der ASV nach seiner Zeit bei slowakischen Topclub Tatran Presov die zweite Station in Europa – eine, bei der sich „vom ersten Tag an wohl gefühlt“ hat, so der erste Brasilianer im ASV-Dress.

Offensivstarke Kontrahenten
Auf ein Duell zweier sehr offensivstarker Teams dürfen sich die Handballfans am Samstag ab 19 Uhr freuen, wenn der ASV Hamm-Westfalen den TV Bissendorf-Holte in der WESTPRESS arena zu Gast hat. Werfen die Gastgeber mehr als 25 Tore, überholen sie sogar Spitzenreiter Emsdetten in dieser Statistik. Als Drittletzter der 3. Liga Nord-West belegt Bissendorf-Holte in dieser Hinsicht den siebten Rang – also einen deutlich besseren Platz als in der Gesamttabelle.
Entsprechend warnt ASV-Coach Jamal Naji vor den Offensivqualitäten des Gastes. „Der TV verfügt über sehr viel Torgefahr aus der Distanz. Und die letzten vier Spiele endeten unentschieden oder mit einem Tor für oder gegen Bissendorf-Holte. Es gibt keinen Grund, dieses Spiel auf die leichte Schultzer zu nehmen“, betont Naji. Und hat dabei sicherlich auch das Hinspiel im Kopf, auch wenn er da noch nicht in der Verantwortung beim ASV war. Denn da mühten sich die Westfalen nach einer schwachen Leistung vor 290 Zuschauern zum 31:30-Auswärtssieg, den Niklas Gautzsch per Siebenmeter erst nach abgelaufener Spielzeit unter Dach und Fach brachte.
Doch beim ASV darf man zuversichtlich sein, dass sich ein derartiger Spielverlauf nicht wiederholen wird. Seit Jahresbeginn hat die Mannschaft von Jamal Naji eine erhebliche Entwicklung nachgewiesen, selbst starke Gegner wie Bielefeld deutlich in die Schranken verwiesen und dabei im blitzartigen Umschaltspiel eine starke Option gegen jeden Gegner zur Verfügung. Den Grundstein für die offensivstarken Leistungen legten der ASV dabei immer wieder in einer bärenstarken Verteidigung mit zwei sehr guten Torhütern Marcos Colodeti und Ivan Budalic. „Genau diese Entwicklung wollen wir weiter fortsetzen“, sieht Naji nach wie vor Entwicklungspotenzial.
Ebenfalls freuen dürfen sich die westfälischen Handballfans auf das Debüt von Neuzugang Benjamin Edwards im Rückraum und auf das Comeback von Linksaußen Ole Machner. Der 19-jährige Edwards trainiert seit Dienstag mit der Mannschaft und hat sich bereits gut eingefunden. „Ich bin hier von allen sehr gut aufgenommen worden, alle sind sehr hilfsbereit“, betonte der Neuzugang aus Veszprem mit ungarischem und amerikanischem Pass. „Ich freue mich sehr auf Samstag“, so Edwards. Genauso geht es auch Ole Machner, der nach langer Verletzungszeit nun endlich vor seinem Comeback steht – für das er lange hart gearbeitet hat. „Da kribbelt es noch einmal ganz besonders“, so Machner. Und der könnte gleich noch besonders gefordert sein, da die Belastbarkeit von Kapitän Fabian Huesmann am Samstag nach einer Trainingsverletzung zumindest mit einem Fragezeichen versehen ist. Naji: „Das wird sicherheitshalber genau abgeklärt, die Diagnostik wird am Freitag stattfinden.“ Ein Fragezeichen steht auch hinter Rechtsaußen Carl Gabrielsson aufgrund von Fußproblemen, fehlen werden definitiv Gasper Horvart und Lucas Firnhaber. Der Vorverkauf für das Spiel gegen den TV ist bereits gut gelaufen. „Aktuell sind 1.500 Tickets verkauft“, bestätigte Katrin Schittek aus der ASV-Geschäftsstelle. Karten gibt es noch im Online-Ticketshop oder dann am Samstag an der Abendkasse, die um 17:30 Uhr öffnet. Darüber hinaus übertragen wie gewohnt Sporteurope.TV und Radio Lippewelle Hamm live.

Weitere Informationen
Kader TV Bissendorf-Holte (Website TV)
Vorbericht TV (Website TV)
Spielplan ASV Hamm-Westfalen (handball.net)
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ASV verpflichtet Top-Talent aus Veszprém
Der ASV Hamm-Westfalen hat die Suche nach einem weiteren Rechtshänder im Rückraum erfolgreich abgeschlossen. Mit Benjamin Glenn Edwards wechselt ein hochveranlagter Spieler zu den Westfalen, der aktuell für BFKA Veszprém im Einsatz ist, der U21-Mannschaft des Topklubs One Veszprém HC.
Der 19-Jährige verfügt über die US-amerikanische und ungarische Staatsbürgerschaft. In der Nationalmannschaft der USA spielt er unter anderem zusammen mit dem ehemaligen ASVer Ian Hüter. „Das ist ein hochspannender Spieler, der über eine enorme Schnelligkeit verfügt und hervorragend ausgebildet ist“, erklärte ASV-Trainer Jamal Naji bei der Bekanntgabe der Neuverpflichtung. Edwards wird per sofort zu den Westfalen wechseln und erhält einen Vertrag bis Sommer 2028.
Erforderlich geworden war die Nachverpflichtung durch den langfristigen Ausfall des Slowenen Gaspar Horvart, bei dem anderes als bei Ole Machner und Lucas Firnhaber auch kein baldiges Comeback zu erwarten ist. „Wir haben damit den Kader aus unserer Sicht hervorragend ergänzt und freuen uns auf den Einstand von Benjamin Edwards schon im nächsten Heimspiel in gut einer Woche gegen TV Bissendorf-Holte. Allerdings werden wir ihm natürlich einige Eingewöhnungszeit geben müssen, haben aber ja in der vergangenen Saison auch sehr gute Erfahrungen mit Nachverpflichtungen gesammelt, wie etwa bei Anton Preußner oder Florian Drosten“, erklärte Micky Reiners, Sportlicher Leiter des ASV.
Die Arbeit im linken Rückraum ist damit für die Sportliche Leitung um Geschäftsführer Markus Fuchs, Reiners und Naji noch nicht abgeschlossen. Denn zur neuen Saison werden sich die Verantwortlichen auf die Suche nach einer Nachfolge für Niklas Gautzsch machen müssen. Der 22-Jährige wird die Westfalen im Sommer Richtung 2. Bundesliga verlassen. „Wir bedauern selbstverständlich die Entscheidung, respektieren diese aber natürlich. Wir können zur neuen Saison keine Garantie für die 2. Bundesliga geben und auch wirtschaftlich müssen wir unseren gesteckten Rahmen einhalten. Aber bis zum Sommer haben wir erst einmal ein gemeinsames Ziel – und das lautet Wiederaufstieg“, meinte Fuchs dazu. Und darauf ist auch Gautzsch voll fokussiert: „Dafür arbeiten wir alle hier jeden Tag hart, genau das zu erreichen. Daran ändert sich für mich auch nach dieser Entscheidung gar nichts, ich freue mich auf die nächsten Monate“, so Gautzsch, der am Freitag seine Mannschaftskollegen informierte.

Entwarnung bei Carl Gabrielsson
Für zwei Akteure war die Partie gegen Bielefeld gestern vorzeitig beendet. Für Carl Gabrielsson ging es sogar noch am Abend zur Abklärung ins Krankenhaus. Am Montagmorgen nun gaben die Verantwortlichen Entwarnung hinsichtlich der Auswirkungen des Zusammenpralls in der Abwehr mit einem Gegenspieler für den schwedischen Rechtsaußen.
In der Diagnostik hätte sich keine schwerwiegende Verletzung ergeben. „Wir sind optimistisch, dass Carl nicht ausfallen wird“, so Trainer Jamal Naji zu Wochenbeginn. Gleiches gilt auch für Mittelmann Pawel Krawczyk, der zwar nach einem Gesichtstreffer eine geschwollene Nase davongetragen hatte und in der Schlussphase nicht mehr eingesetzt werden konnte, aber nicht weiter ausfallen wird.












