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Savvas Savvas kehrt im Sommer zurück

Der Kader des ASV Hamm-Westfalen für die neue Saison nimmt weiter Form an. So wird mit Savvas Savvas der aktuell beste Feldtorschütze der Liga zu den Westfalen zurückkehren. Der 24-jährige Grieche wechselt im Sommer vom TV Großwallstadt zum ASV, dort erhält er zunächst einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Von 2015 bis 2017 hatte der linke Rückraumspieler bereits bei den Westfalen gespielt, von dort aus ging es für ein Jahr zu Eintracht Hildesheim, danach zum Erstligisten GWD Minden, wo ihn eine in der Vorbereitung eine Verletzung ausbremste. Seit 2020 steht er bei TV Großwallstadt unter Vertrag, wo sein Kontrakt im Sommer endet. „Savvas hat sich enorm weiterentwickelt. Die Spielanlagen hatte er damals allesamt schon, jetzt ist er ein noch kompletterer Spieler als in seinen ersten Jahren beim ASV. Er kam ja auch mit gerade einmal 18 Jahren“, ist ASV-Geschäftsführer von den Qualitäten des Rechtshänders überzeugt. Und zu denen zählt auch die Abwehr, wo er beim TVG im Innenblock verteidigt. Seine enorme Wurfkraft und Torgefahr ist ohnehin ligaweit gefürchtet: Vergangene Saison belegte der den dritten Rang der Feldtorschützen, in dieser Saison führt er diese Statistik bei zwei weniger absolvierten Spielen als Verfolger Philipp Vorlicek sogar mit aktuell insgesamt 109 Toren an. „Wir freuen uns, dass Savvas sich für uns entschieden hat“, so Lammers weiter. Große Eingewöhnungsschwierigkeiten dürfte der 24-Jährige nicht haben, mit mehreren Spielern des jetzigen Kaders hatte Savvas bereits in seinen ersten drei Jahren bei ASV gespielt – so unter anderem mit den Positionskollegen Marian Orlowski und Markus Fuchs, aber auch Felix Storbeck, Fabian Huesmann und Jan Pretzewofsky.

„Jetzt gilt natürlich erstmal meine ganze Konzentration der Aufgabe beim TVG. Wir wollen den Klassenerhalt in dieser wahnsinnig ausgeglichenen Liga sichern. Aber dann freue ich mich, dass ich jetzt für die Zukunft Planungssicherheit habe. Ich freue mich auf die Rückkehr zum ASV und darauf, dort viele bekannte Gesichter zu treffen. So wie ich selbst hat sich auch der ASV weiterentwickelt. Und wir haben eine ganze Menge vor“, betonte Savvas Savvas mit Blick auf die im Sommer anstehende Rückkehr.

Ab Sommer wieder Teamkollegen im Rückraum: Savvas Savvas (links) und Marian Orlowski. - Foto: Wegener/ASV

WDI wird Teil des ASV-Netzwerks

Mit einem weiteren neuen Partner an der Seite geht der ASV Hamm-Westfalen in das Jahr 2022. Dies vereinbarten jetzt Stefan Schneider und Mike Heiderich für die Westfälische Drahtindustrie GmbH mit ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. „Wir sind stolz, mit der WDI ab sofort eines der traditionsreichsten Unternehmen des Standorts an unserer Seite zu haben“, betonte Lammers. Die seit längerem angebahnte Partnerschaft habe man nun vertraglich vereinbart.

„Wir haben die Entwicklung des ASV seit Jahren sehr genau verfolgt. Wir sehen den beiderseitigen Nutzen dieser Partnerschaft. So ist der ASV längst eine Marke, die Hamm bundesweit darstellt. Dahinter steckt ein leistungsstarkes Netzwerk, in dem wir uns als Arbeitgeber ebenfalls bewegen wollen“, erklärte Stefan Schneider, Leitung des Profitcenters Blankstahl in Hamm und Zweibrücken. Der Handballsport vereine vieles von dem, was auch für die Personalentwicklung in einem Unternehmen wie der WDI Bedeutung habe, ergänzte Mike Heiderich, Leitung des Profitcenters Kaltstauchdraht in Hamm. „Auch auf dieser Ebene ist das eine interessante Partnerschaft für uns“, so Heiderich weiter, der Thomas Lammers gemeinsam mit Stefan Schneider bei der Gelegenheit auch auf einen ausführlichen Rundgang durch die Produktionsstätten des Unternehmens nahm. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Dinge auf Draht basieren, mit denen wir täglich zu tun haben“, fasste Lammers das Gesehene zusammen, etwa wenn man an Bestandteile des eigenen Pkw, an Sportgeräte oder Haushaltswaren denke.

Die Westfälische Drahtindustrie GmbH führt ihren Firmenursprung zurück auf ein im Jahre 1856 gegründetes Werk zur Drahtfabrikation, das bereits im Jahre 1872 als Kapitalgesellschaft (AG) und ab 1890 unter dem jetzigen Namen WDI betrieben wurde. Seit über 150 Jahren hat das Unternehmen national wie auch international eine bedeutende Stellung in der Drahtindustrie eingenommen. Nach einer zwischenzeitlichen Konzernanbindung (Krupp/Klöckner) ist die Gesellschaft seit dem 1. Oktober 1987 wieder unter der Firmenbezeichnung Westfälische Drahtindustrie GmbH im Markt tätig. Heute ist die Westfälische Drahtindustrie GmbH mit dem Firmensitz in Hamm der größte konzernfreie Drahtproduzent Europas.

Vereinbarten jetzt die Partnerschaft zwischen der WDI und dem ASV: (von links) Mike Heiderich, Thomas Lammers und Stefan Schneider. - Foto: Kottmann/ASV

„Zum Mitmachen animieren“

Der ASV Hamm-Westfalen startet im Jahr 2022 eine Bewegungsinitiative und baut damit die begonnenen Kooperationen mit Schulen und Kindergärten in der Stadt Hamm aus.

„Das Thema ist für uns von grundlegender Bedeutung. Dabei geht es gar nicht darum, primär den Handball zu bewerben. Wir machen uns grundsätzlich bei den Jüngsten für Bewegung stark. Und dafür wollen wir den Vorbildcharakter unserer Sportler und Trainer nutzen. Bewegungslosigkeit ist nicht erst seit Corona und den Lockdowns ein Thema – aber dadurch natürlich noch stärker“, erklärt ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers die Beweggründe, sich stärker in den Institutionen einbringen zu wollen.

Mit der Heessener KiTa St. Josef Hamm, die sich selbst gerade im Zertifizierungsprozess zum anerkannten Bewegungskindergarten befindet, hat der ASV gleich einen neuen Kooperationspartner gefunden. „Ein Bestandteil der Kooperation ist, dass der ASV monatlich in der Kita vorbeischaut und eine Turnstunde mit den Kindern veranstaltet. Wir wollen durch Vormachen zum Mitmachen anregen“, nennt Lammers einen wesentlichen Inhalt der Vereinbarung. Man wolle hiermit das Sportangebot und das entsprechende Konzept der KiTa unterstützen, so der Geschäftsführer der Handballprofis weiter.

Wollen Kinder in Bewegung bringen:  KiTa-Leiterin Nicole Blömers und ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. – Foto: ASV

Vorbereitung mit zwei Testspielen

Noch bis zum 16. Januar arbeiten die Handballprofis des ASV Hamm-Westfalen individuell an ihrer Fitness und Athletik, dann steigen die Westfalen wieder in das Mannschaftstraining ein. Am 5. Februar startet der ASV mit einem Heimspiel gegen den HC Empor Rostock in die zweite Saisonhälfte in der 2. Handball-Bundesliga. Mit den weiteren Partien am 9. und 12. Februar in Ludwigshafen beziehungsweise Dormagen geht es gleich mit einer Englischen Woche los.

„Es geht sofort intensiv los. Es bleibt keine Zeit, um sich großartig warmzulaufen – wir sind sofort voll gefordert“, betont Trainer Michael Lerscht. Die drei gemeinsamen Trainingswochen wolle er nutzen, um einen „Feinschliff“ in verschiedenen Bereichen vorzunehmen. „Selbstverständlich haben wir unsere Erkenntnisse aus der ersten Saisonhälfte gewonnen und wollen jetzt die Zeit nutzen, um das ein oder andere aufzuarbeiten“, so der Trainer weiter. Im ersten Teil der Spielzeit war hierfür wenig Gelegenheit: Schon vier Englische Wochen hat der ASV absolviert, insgesamt gab es seit Saisonbeginn nur ein freies Wochenende.

„Entsprechend haben wir die Pause diesmal auch ein paar Tage länger eingeplant. Zunächst einmal stand die Regeneration im Vordergrund, gemeinsam mit unserem Athletiktrainer Thomas Isdepski wird aber ja jetzt auch schon individuell gearbeitet“, so Michael Lerscht. Bis auf Dani Baijens, der mit der holländischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Ungarn zunächst bis zum 18. Januar im Einsatz ist, werden dem Coach voraussichtlich alle Akteure beim Trainingsauftakt zur Verfügung stehen. Nach der üblichen Leistungsdiagnostik am Montag, 17. Januar, geht es in der ersten Trainingswoche dann gleich mit zwei Einheiten täglich intensiv los. Für das erste Wochenende ist ein Test gegen Ligakonkurrent Ferndorf angesetzt – „der genaue Termin wird gerade noch vereinbart“. Dies gilt auch für den zweiten Test gegen Erstligist Wetzlar, der für Ende Januar geplant ist. Zuschauer werden bei beiden Tests voraussichtlich ohnehin nicht zugelassen sein.

Weihnachtskrimi mit vielen Wendungen

Einen handballerischen Weihnachtskrimi mit vielen Wendungen haben die mehr als 1.300 Zuschauer am Sonntagabend in der WESTPRESS arena erlebt. Am Ende trennten sich der ASV Hamm-Westfalen und der TV Hüttenberg 30:30 – leistungsgerecht, wie die Trainer Michael Lerscht und Johannes Wohlrab anschließend befanden.

Einen etwas bitteren Beigeschmack hatte die Punkteteilung für ASV-Coach Lerscht dennoch, fiel der Ausgleich durch Niklas Theiß erst zwei Sekunden vor dem Ende. „Die Gründe müssen wir allerdings woanders suchen“, so Lerscht, der vor allem mit der Anfangsphase unzufrieden war. Lerscht: „Offensiv war das okay, aber wir stellen anfänglich keine stabile Deckung und bekommen zu viele einfache Gegentore.“ So lag der ASV, der sich selbst einige ungenaue Abschlüsse leistete und mehrfach Pech mit Lattentreffern hatte, in der 17. Spielminute bereits 7:12 zurück. Lerscht bat zur Auszeit und forderte vor allem in der Abwehrarbeit mehr Entschlossenheit. Die Mannschaft zeigte diese und auch im Angriff lief es besser. Zweimal konnten die Westfalen nur per Foul gestoppt werden, nach zwei erfolgreichen Siebenmetern gelang Fabian Huesmann auch noch ein Feldtor. Als dann Mittelmann Dani Baijens nach mehr als sieben torlosen Minuten des TVH auf 11:12 verkürzte, waren die Gastgeber im Spiel.

Doch der Ausgleich gelang nicht: Nach einer Auszeit durch Wohlrab erlöste Theiß den TVH nach über acht Minuten. Huesmann scheiterte in der Folge per Siebenmeter, danach stellte Phillipp Schwarz wieder eine Drei-Tore-Führung für die Gäste her, die bis zur Pause bestehen blieb.

Aber der ASV knüpfte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit an die gute Phase an und sicherte sich durch einen 7:1-Lauf eine 19:16-Führung. Zwei Spieler drückten in diesen Minuten der Partie ihren Stempel auf: ASV-Torwart Jan Wesemann vereitelte Wurf um Wurf und brachte es in dieser Phase auf über 50 Prozent gehaltene Bälle. In der Offensive war Gerrit Genz nicht zu stoppen. Auch als Hüttenberg sich vom Lauf der Gäste erholt hatte, blieb Genz im Angriff die erste Wahl des ASV. Zwischen der 34. und 45. Minute erzielte er fünf Tore. Nach seinem letzten Tor klaute er nach dem Anwurf den Gästen sogar den Ball. Doch die Aktion bewerteten die Unparteiischen als Abstandsvergehen – drei Meter sind beim Anwurf Abstand zu halten – und schickten Genz für zwei Minuten auf die Bank. Statt also die gerade erzielte 21:19-Führung weiter erhöhen zu könne, war der Lauf des ASV gestoppt. In Überzahl verkürzte der TVH auf 21:20, wenig später gleich Ian Weber per Siebenmeter auf 21:21 aus. Endgültig war die Partie zum Krimi gereift.

In diesem wechselten in den abschließenden zehn Minuten die Führungen. Erst legte der ASV mit 25:24 (50.) vor, dann der TVH mit 25:27 (54.). Vor allem Routinier Stefan Kneer hielt die Gäste mit guten Aktionen in der Offensive in Führung. Aber auch die Hausherren beweisen angefeuert von den Fans große Kampfgeist, münzten ihrerseits einen 27:29-Rückstand aus der 57. Minute genau 19 Sekunden vor dem Ende in eine 30:29-Führung um. Doch den Treffer von Sören Südmeier sollte Theiß wie beschrieben Sekunden vor dem Ende noch ausgleichen.

„Auch wenn das im ersten Moment vielleicht etwas ärgerlich ist, wenn Du Sekunden vor dem Ende so ein Tor bekommst. Wir können auf eine sehr gute Serie bis hierhin blicken und zufrieden in diese Pause gehen“, befand ASV-Trainer Michael Lerscht anschließend. In die Vorbereitung geht er mit seinem Team am 15. Januar, das nächste Pflichtspiel steht dann am 5. Februar in eigener Halle gegen den HC Empor Rostock an.

ASV Hamm-Westfalen – TV Hüttenberg 30:30 (12:15)

ASV: Wesemann, Storbeck – Genz (5), Huesmann (10/2 7m), Brosch (5), Fuchs, Reimann, Engelhardt (1), Kooij, Südmeier (3), Pretzewofsky (1), Orlowski, Baijens (3), Mikita, von Boenigk (1), Wieling (1)

TVH: Plaue, Rüspeler – Schwarz (1), Kneer (4), Kirschner (1), Opitz, Theiß (8), Fujita, Weber (5/2), Rompf, Zörb (2), Reichl (2), Klein, Jockel, Schreiber (4).

Schiedsrichter: Philipp Dinges, Tobias Schmack

Zuschauer: 1.309

Zeistrafen: ASV 6 min, TVH keine

Gerrit Genz. - Foto: Wegener
Leitete die Aufholjagd des ASV ein: Torwart Jan Wesemann parierte insgesamt fast 34 % der Bälle und wehrte zehn Bälle ab, - Foto: Wegener

Jan Brosch wechselt im Sommer zum TBV

Kreisläufer Jan Brosch wird im Sommer den ASV Hamm-Westfalen Richtung Handball-Oberhaus verlassen. Dies vermeldeten die Verantwortlichen am Mittwochmorgen. „Natürlich hätten wir gerne Jan gerne in Hamm gehalten. Er ist ein wichtiger Spieler für uns“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Brosch wechselt für zwei Jahre zum TBV Lemgo-Lippe. „Aber wir freuen uns auch mit ihm über diese tolle Chance. Jan ist ein verdienter Spieler, hat sich hervorragend entwickelt. Wir wünschen ihm ab Sommer viel Erfolg beim TBV.“ Der heute 30-Jährige ist bereits seit 2013 in Diensten der Westfalen, vom Kapitän der zweiten Mannschaft hat er sich zum Stammspieler in der 2. Handball-Bundesliga entwickelt.

Entsprechend habe man beim TBV Jan Brosch „als kompletten Spieler schon länger auf dem Schirm“ gehabt, wie TBV-Geschäftsführer Jörg Zereike und Trainer Florian Kehrmann die Verpflichtung des 2,05 m großen Kreisläufers begründeten. „Er spielt seit Jahren auf sehr hohem Niveau, ist in Hamm zu einem absoluten Führungsspieler gereift. All das waren für uns entscheidende Kriterien.“

„Ich habe mich sehr gefreut, als die Anfrage kam“, gesteht Brosch, der sich selbst als Spätstarter bezeichnet, und fügt hinzu: „Lemgo ist eine sehr spannende Herausforderung für mich!“ Doch zunächst gilt jetzt erst einmal die volle Konzentration dem ASV Hamm-Westfalen und der Ligarunde in der 2. Handball-Bundesliga, die „wir maximal gut abschließen wollen“, so Brosch.

Für Geschäftsführer Thomas Lammers, der bereits etliche Verträge erfolgreich verlängern konnte, bedeutet dies für die Kreisläuferposition und auch den Abwehrverbund nun eine Personalsuche. Lammers: „Wir sichten da bereits den Markt.“

Beste Eigenwerbung

Das Ergebnis von 26:31 war am Ende vielleicht erwartet – der Verlauf des sehr fair geführten Spiels aber keineswegs. Im DHB-Pokal-Achtelfinale bot der krasse Außenseiter ASV Hamm-Westfalen dem verlustpunktfreien Tabellenführer der 1. Liga, dem SC Magdeburg, lange erfolgreich die Stirn. So gelang es den Gastgebern vor 1.495 restlos begeisterten Zuschauern in der unter Corona-Bedingungen ausverkauften WESTPRESS arena sogar, dank mutiger Spielweise die erste Halbzeit 14:13 zu gewinnen.

Erst im zweiten Abschnitt setzten sich die individuell herausragend besetzten Gäste erstmalig ab, Kraft und Konzentration ließen beim ASV kurzzeitig nach – der Favorit nutzte die Schwächephase zur vorentscheidenden 17:25-Führung in der 45. Minute. Doch am Ende blieb die Niederlage dank der Spielfreude und des großen Einsatzwillens der Westfalen mit 26:31 in erträglichem Rahmen für den ASV. Beim Stand von 25:29 hatte sich kurz zuvor sogar noch per Gegenstoß die Chance zur Verkürzung auf drei Treffer Rückstand geboten, die SC-Torwart Mike Jensen aber vereitelte.

„Ich wusste, dass das heute ein schwieriges Spiel wird. Ich habe nicht erwartet, dass wir nach 15 Minuten alles Richtung Sieg stellen würden. Der ASV hat ein hervorragendes Spiel gezeigt, nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch“, lobte SCM-Trainer Bennet Wiegert die Leistung der Gastgeber. In der ersten Halbzeit sei es vor allem Torwart Felix Storbeck, der seine Mannschaft vor Aufgaben gestellt habe, zollte Wiegert der Leistung des ASV-Torwarts großen Respekt. Aber nicht nur das: Neben Storbeck liefen auch andere Akteure zu Hochform auf, wie Mittelmann Dani Baijens, der seine vier Tore allesamt im ersten Abschnitt erzielte.

Als Außenseiter sei es wichtig gewesen, das System durchzuhalten, betonte ASV-Trainer Michael Lerscht, der wie erwartet auf Torwart Vladimir Bozic und kurzfristig wegen einer Hüftprellung aus dem Emsdetten-Spiel auch auf Alexander Reimann verzichten musste, nach der Partie. Nachgerückt waren dafür aus der Drittligamannschaft Torwart Jan Wesemann, Lars Kooij und Noah Moussa. Seine Mannschaft habe „im System unglaublich emotional gespielt“, so der Trainer weiter. „Das ist nicht selbstverständlich. Das dann nach der Pause fortzuführen, nach dem höheren Rückstand dran zu glauben, und ein gutes Ergebnis rauszuholen: Kompliment.“

Während sich Magdeburg mit dem gelösten Ticket für das Viertelfinale, in dem das Heimspiel gegen GWD Minden ansteht, auf den Heimweg machten, durfte auch der ASV eine ganze Menge aus der Partie mitnehmen. „Auf jeden Fall jede Menge Selbstvertrauen. Das war wirklich ein sehr gutes Spiel. Nach einem freien Tag starten wir dann in die Vorbereitung auf das letzte Spiel des Jahres – und da wollen wir noch einmal alles raushauen“, richtete Lerscht schon am Pokalabend den Blick nach vorne. Denn am Sonntag tritt der ASV erneut in der heimischen WESTPRESS arena an, Anwurf gegen den TV Hüttenberg ist um 17 Uhr.

ASV Hamm-Westfalen – SC Magdeburg 26:31 (14:13)

ASV: Storbeck, Wesemann – Genz (4), Huesmann (3), Brosch (2), Fuchs, Engelhardt (1), Kooij (1), Südmeier (1), Pretzewofsky (1), Orlowski (1), Moussa, Baijens (4), Mikita (2), von Boenigk (5), Wieling (1)

SCM: Jensen, Green – Chrapkowski (1), Musche (1), Kristjansson (4), Pettersson (6), Magnusson (3/3), Weber (3), Gullerud (2), Mertens (1), Jensen (1), O´Sullivan, Bezjak, Smits (3), Damgaard (6), Eissing

Schiedsrichter: Sascha Standke, Steven Heine

Zuschauer: 1.495

Zeitstrafen: 4 min ASV, 0 min SCM

Jan von Boenigk bleibt ein „Westfale“

Mit der nächsten erfreulichen Personalmeldung startet der ASV Hamm-Westfalen in die Woche: Am Montag gab ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers die Vertragsverlängerung mit Rückraum Jan von Boenigk bekannt. Der Spitzenleistung am Samstag gegen den TV Emsdetten, in der der Linkshänder sieben Treffer zum 34:31-Sieg beisteuerte, hatte es bei den Verantwortlichen nicht bedurft, um von den Qualitäten überzeugt zu sein.

„Jan hat sich in den zurückliegenden Jahren enorm weiterentwickelt. Er ist ein wichtiger Spieler für uns, der seine Torgefahr Woche für Woche unter Beweis stellt und auch in Sachen Einsatzwillen und Emotion vorneweg geht. Wir freuen uns, dass wir den Weg über den Sommer hinaus zusammen weitergehen. Denn wir sind auch überzeugt, dass Jan in seiner Entwicklung noch nicht am Ende ist“, äußerte sich Lammers über die Vertragsverlängerung mit dem 26-Jährigen, der einen Kontrakt bis zum Sommer 2024 bei den Westfalen erhält und andere Angebote vorliegen hatte. „Ich fühle mich hier sehr wohl, wir befinden uns in einer guten Entwicklung. Und da will ich meinen Teil zu beitragen“, so von Boenigk.

Beim ASV spielt der gebürtige Münsteraner seit dem Sommer 2018, zuvor stand er seit 2015 beim VfL Eintracht Hagen unter Vertrag. Seine handballerische Ausbildung genoss er bis zur B-Jugend bei Sparta Münster und dann beim ASV Senden, ehe er sein erstes Seniorenjahr bei den Youngsters des TBV Lemgo spielte. Neben dem Handball absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann, aktuell studiert er zudem Interkulturelle Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Hamm-Lippstadt. „Auch wenn mein Fokus dem Handball gilt, halte ich eine gute berufliche Ausbildung neben dem Sport für essentiell“, so der 26-Jährige.