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ASV am Sonntag gegen die Recken

Alexander Schulze. – Foto: Wegener

An das gute Heimspiel gegen den Bergischen HC will der ASV Hamm-Westfalen am Sonntagnachmittag (Anwurf 16:05 Uhr) gegen den TSV Hannover-Burgdorf anknüpfen. Und dies wird der Aufsteiger auch müssen, will er der Mannschaft des ehemaligen Nationaltrainers Christian Prokop die Punkte abtrotzen.

Zur Vorbereitung hatten die Westfalen eineinhalb Wochen Zeit – Zeit, die zunächst für die Aufarbeitung des unbefriedigenden Auswärtseinsatzes bei GWD Minden und dann zur intensiven Einstellung auf die Hannoveraner Recken genutzt wurde. „Wir haben das Spiel analysiert, als Mannschaft und jeder Einzelne für sich. Wir wissen, dass wir besser als in Minden spielen können. Das haben wir ja auch schon in dieser Saison bewiesen. Und mit diesem Wissen gehen wir in das Spiel gegen Hannover“, erklärte ASV-Trainer Michael Lerscht vor dem Duell gegen den Tabellenneunten, der trotz der jüngsten Niederlagen in Berlin und zuhause gegen Wetzlar Favorit in der WESTPRESS arena ist. Toptorschützen beim TSV sind in dieser Saison bisher der für die Siebenmeter zuständige Rechtsaußen Maximilian Gerbl und Kreisläufer Ilija Brozovic. Regelmäßig Topwerte liefert zudem Torwart Domenico Ebner ab, der mit über 35 Prozent abgewehrten Bällen aktuell den vierten Platz in der Torhüterstatistik in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga belegt.

Torwart Felix Hertlein. – Foto: Wegener

Für das Duell gegen den Tabellenneunten fehlt Lerscht wegen einer Zahn-OP möglicherweise Rechtsaußen Jan Pretzewofsky, der zuletzt in Minden eine starke Vorstellung ablieferte. Verzichten werden müssen die Westfalen wohl auch auf Benny Meschke und Björn Zintel. Beim Mittelmann zeichnet sich allerdings eine Rückkehr ins Team ab – wann genau es soweit ist, stand am Freitag noch nicht fest. „Jeder Tag bringt Björn näher an das Team“, so Michael Lerscht. Zumindest eines steht allerdings jetzt schon fest: Auch gegen den TSV dürfen sich die Westfalen wieder auf den Rückhalt von den Rängen freuen. Wie auch für das Spiel gegen den TBV Lemgo am 15. Dezember sind die Sitzplätze der WESTPRESS arena ausverkauft, am Freitagmorgen waren bereits 2.200 Tickets für das Spiel verkauft. Anwurf ist am Sonntag um 16:05 Uhr, die Tageskasse öffnet um 14:30 Uhr. Übertragen wird die Partie darüber hinaus wie gewohnt von SKY als Einzelspiel und in der Konferenz und über Radio Lippe Welle Hamm.

Jetzt den Sitzplatz sichern

Spitzenhandball live erleben – diese Möglichkeit bietet sich Woche für Woche in der WESTPRESS arena, wenn der ASV Hamm-Westfalen in der LIQUI MOLY Handball-Bundeliga antritt. Der Zuspruch in der Hinrunde war bereits riesengroß, die Sitzplätze zu den Partien des ASV sind immer restlos ausverkauft.

Für die Rückrunde bietet der Aufsteiger wieder eine Dauerkarten-Aktion an: Für die im neuen Jahr verbleibenden acht Heimspiele gibt es ab sofort die Möglichkeit, Sitzplatz-Dauerkarten in den Preiskategorien 2 bis 4 zu erwerben und damit den Platz für die Duelle unter anderem mit den Topteams Füchse Berlin, SC Magdeburg oder SG Flensburg-Handewitt. Auch die wichtigen Spiele im Kampf um den Klassenerhalt gegen Minden, Stuttgart, Leipzig oder Gummersbach stehen in der WESTPRESS arena während der Rückrunde auf dem Programm. Zusätzlich erhalten alle Dauerkarteninhaber auch zur neuen Spielzeit wieder ein Vorkaufsrecht auf ihre Plätze.

Die ersten Ansetzungen des neuen Jahres sind nun auch terminiert. Zum Jahresauftakt empfängt der ASV Hamm-Westfalen am Sonntag, 12. Februar, die Füchse Berlin um 16:05 Uhr in der WESTPRESS arena. Danach folgen die Partien beim THW Kiel (Samstag, 18. Februar, 20:30 Uhr), zuhause gegen den VfL Gummersbach (Donnerstag, 23. Februar, 19:05 Uhr) und beim TSV Hannover-Burgdorf (Sonntag, 5. März, 16:05 Uhr).

Das Rückrundenpaket ist nur in der ASV-Geschäftsstelle erhältlich, eine Reservierung ist auch per E-Mail an mit diesem Formular möglich.

Jeder Einzelne ist gefordert

Wichtige Punkte wollten die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Donnerstag sammeln und dem direkten Konkurrenten GWD Minden in dessen Halle die Stirn bieten. Doch am Ende ging der Aufsteiger, der zuvor noch mit einem starken Auftritt gegen den Bergischen HC Selbstvertrauen sammelte, nicht nur leer aus, sondern blieb in vielen Bereichen unter seinen Möglichkeiten. Am Tag nach der ernüchternden 23:32-Niederlage analysierte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers im Interview die Situation und richtete den Blick auf die nächsten Wochen in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga.

Viel hatte sich die Mannschaft vorgenommen, am Ende aber eine deutliche Niederlage kassiert. Wie tief sitzt der Stachel beim Geschäftsführer?
Thomas Lammers: „Keine Frage, die Enttäuschung gestern Abend war bei uns allen riesengroß. Nach einer Nacht gelingt es nun, das Erlebte etwas analytischer zu sehen. Auch wenn die Niederlage immer noch weh tut.“

Und wie sieht diese Analyse aus?
Thomas Lammers: „Rein sportlich war das ein schlechtes Spiel von uns, bis auf wenige Ausnahmen. Und dass es dann in dieser Liga gegen keine Mannschaft für uns reicht, war uns und ja auch allen anderen vor der Saison klar. Aber wenn man sich die Zahlen und den Spielverlauf anschaut, ist auch ganz klar: Wir erspielen uns genug Möglichkeiten, um dieses Spiel ganz anders zu gestalten. Das hat auch Frank Carstens in der Pressekonferenz so eingeräumt. Das Problem ist, dass wir viel zu viele Chancen zu schlecht abschließen. Und momentan schießen wir die gegnerischen Torhüter regelmäßig zu Weltmeistern.“

Wie lässt sich das verbessern?
Thomas Lammers: „Das ist die Gretchenfrage. Es geht jetzt darum, dass sich jeder selbstkritisch mit seiner Leistung auseinandersetzt. Im Kollektiv haben wir in den vergangenen Wochen viel gesprochen. Und dann müssen wir uns aufrappeln und weitermachen. So ist das im Sport. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Option für uns.“

Es folgen jetzt Heimspiele gegen Hannover und Lemgo, zwischendrin geht es noch nach Hamburg. Alles Spiele, die mit einer Leistung wie gegen Göppingen auch erfolgreich bestritten werden können?
Thomas Lammers: „Wir gehen in jedes Spiel, um das zu gewinnen. Wir wissen nicht erst seit dem Minden-Spiel, was wir verbessern müssen: unsere Durchschlagskraft und die Torwurfquote.“

Auch in Minden wurde deutlich, wie wichtig die Spielführung ist. Ist der ASV ohne Björn Zintel manchmal zu leicht auszurechnen?
Thomas Lammers: „Natürlich sind wir überzeugt davon, dass wir mit Björn Zintel mehr Qualität in unser Spiel bekommen. Deswegen haben wir ihn verpflichtet. Aber zum einen wird er nach seiner langen Verletzungspause Zeit brauchen und man darf keine Wunderdinge erwarten. Und zum anderen ist es ja wie ich eben gesagt habe wichtig, dass sich jeder kritisch mit seiner Leistung auseinandersetzt und diese verbessert. Nur wenn wir in vielen Bereichen der Leistung ans Optimum kommen, sind wir in dieser Liga ein Kandidat für Punkte. Gegen Hannover werden wir wieder einen anderen ASV erleben, davon bin ich überzeugt.“

Ein Wort noch zu den Fans, die den ASV wieder zahlreich nach Minden begleitet haben. Die Enttäuschung war riesengroß.
Thomas Lammers: „Und das doch völlig zu Recht. Wir wussten, dass es schwierig für uns in dieser Liga wird. Umso stolzer bin ich auf die Unterstützung, die wir heim und auswärts in den zurückliegenden Monaten von unseren Fans erfahren haben. Jetzt kann es nur eine Lösung geben: Wir müssen noch enger zusammenrücken.“

Vielen Dank für das Gespräch.

Schwache Wurfquote kostet Punkte

Einen bitteren Abend erlebten die Profis des ASV Hamm-Westfalen und deren Anhänger am Donnerstagabend in der Mindener Kampa-Halle. Im Duell der beiden Schlusslichter unterlag der ASV verdient mit 32:23 (9:16) und blieb dabei vor allem in der Offensive unter seinen Möglichkeiten.

Zwar kreierte sich die Mannschaft von Michael Lerscht vor allem über die Außenpositionen immer wieder gute Chancen, schloss diese aber in der ersten Halbzeit einfach nicht konsequent ab. So brachte es GWD-Keeper Malte Semisch in den ersten 20 Minuten auf eine Fabelquote von fast vier Fünftel abgewehrten Bällen. Auf der anderen Seite war es vor allem Spielmacher Mohamed Darmoul, der die ASV-Deckung immer wieder vor Aufgaben stellte und ebenfalls einen starken Tag erwischte. Akteure in guter Tagesform suchte man dagegen bei den Gästen eher vergebens. So zog sich die hohe Fehlerquote im Angriff durch alle Positionen.

Mit sieben Toren Rückstand ging es daher in die Pause. Ein Rückstand, den der ASV beim Auswärtsspiel in Gummersbach auch schon einmal in eine Führung umgemünzt hat. Entsprechend hoffnungsvoll waren die zahlreich mitgereisten Schlachtenbummler des ASV zu Beginn der zweiten Halbzeit noch immer. Und in diese sollte den Gästen ein Start nach Maß gelangen. Nach 16 Sekunden netzte Yonatan Dayan ein, ebenfalls in der ersten Minute der Halbzeit traf Jan Pretzewofsky, eine der positiven Erscheinungen an diesem Abend, per Tempogegenstoß zum 11:16. Als 50 Sekunden später dann noch Savvas Savvas aus dem Rückraum zum 12:16 traf, schien es, als könnte der ASV nun die Partie kommen.

Aber das Aufbäumen war von kurzer Dauer. Zu schnell schlichen sich wieder unnötige Fehler ein, die die Mindener, die im November bereits 4:4 Punkte sammelten, eiskalt bestraften. Durch einen 4:0-Lauf zwischen der 38. und 42. Minute sorgte Minden für klare Verhältnisse und stellte die Führung auf 24:14.

Zwar wehrten sich die Gäste nach Kräften, mehr als eine Ergebnisverbesserung auf ein zwischenzeitliches 23:30 gelang in der Schlussviertelstunde aber nicht. Der im zweiten Abschnitt eingewechselte Rechtsaußen Jan Pretzewofsky sorgte mit seinen fünf Toren dafür, dass die zwischenzeitliche Fabelquote von GWD-Keeper auf unter 50 Prozent Paraden schrumpfte. Mit insgesamt 18 abgewehrten Bällen war Semisch dennoch Mann des Abends, der in der 52. Minute von Frank Carstens ausgewechselt wurde. Am Ende verließ Minden mit zwei verdienten Punkten das Spielfeld und machte damit Boden im Kampf um den Klassenerhalt gut.

In diesem wartet der ASV dagegen wieder auf ein Erfolgserlebnis. Die nächste Chance dazu haben die Westfalen am Sonntag, 4. Dezember. Denn empfängt der ASV um 16:05 Uhr den TSV Hannover-Burgdorf.

„Wir hatten uns mit dem Aufwind vom BHC-Spiel einiges vorgenommen und wollten den Druck auf Minden hoch halten. Das konnten wir aber gerade aufgrund unserer Wurfquote nicht umsetzen und demzufolge ginge die Partie relativ schnell dahin“, meinte ASV-Coach Michael Lerscht in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Nach der Pause gab es ein kurzes Aufbäumen. Mir tut das vor allem leid für unsere vielen mitgereisten Fans“, so der Trainer weiter. Während die Enttäuschen auf der einen Seite deutlich war, war es die Erleichterung über den Sieg auf der anderen. „ „Wir sind erleichtert, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten. Wir hatten sehr, sehr großen Respekt vor dieser Aufgabe und der Gesamtsituation. Natürlich brauchten wir diese zwei Punkte und natürlich hat auch jeder von uns erwartet, dass wir die Punkte heute holen“, erklärte Frank Carstens. „Die Verteidigung hat sehr gut von Anfang an geklappt. Malte hatte heute seinen besten Tag, das war die Initialzündung für uns“, so der Trainer der Mindener weiter, stellte aber auch klar: „Wir sind oft ausgespielt worden und wenn die Chancen genutzt werden, kann das alles anders aussehen.“

GWD Minden – ASV Hamm-Westfalen 32:23 (16:9)

GWD: Semisch (18 Paraden), Shamir (3 P.) – Janke, Kranzmann (1/1 7m), Richtzenhain (3), Korte (4/2), Pieczkowski, Ahouansou (6), Holpert, Stoyke, Staar (4), Sebetic (6), Bitsch, Urban (1), Darmoul (7), Pehlivan

ASV: Bozic (2 P.), Hertlein (5 P.) – Leventoux (1), Huesmann (4/1), Fuchs, Patrail, Schulze (3), Pretzewofsky (5), Bornemann, Orlowski (1), Dayan (2), Savvas (5), von Boenigk (1), Wieling, Bauer (1)

Zuschauer: 2.050

Schiedsrichter: Yannick Otto und Raphael Piper

Zeitstrafen: GWD 6 min, ASV 6 min

Donnerstag auswärts in Minden

Noch ist dem Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga in dieser Saison auswärts kein Punktgewinn gelungen, dies soll sich am Donnerstagabend ändern. Dann tritt die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht beim Tabellenvorletzten GWD Minden an, der im November bisher 4:4 Punkte sammelte.

Vor allem der 32:27-Heimsieg als Tabellenletzter gegen Spitzenreiter Füchse Berlin sorgte dabei für Aufsehen. Nicht nur, dass die Füchse als haushoher Favorit stolperten, für Minden war es wie in der Vorsaison nach neun Niederlagen in Serie der erste Punktgewinn der Saison. Als einen Grund hierfür nannte Trainer Frank Carstens Rückraum Luka Sebitic, der im September nachverpflichtet worden war. „Er bringt uns neue Lösungen, die wir zuvor in der Saison noch nicht hatten“, lobte Carstens dessen Leistung gegen die Berliner, die den GWD-Sieg allerdings durch eine hohe Fehlerquote begünstigten.

Allzu viele Fehler, das ist auch den Verantwortlichen des ASV klar, dürfen sich die Westfalen in Minden nicht leisten, zumal GWD den leichten Auswärtstrend zuletzt am Donnerstag in Göppingen fortsetzten, wo sie nach Niederlagen in Lemgo (27:30) und gegen Wetzlar (26:29) mit 29:26 gewannen. „Für uns wird es darum gehen, an das Heimspiel gegen den Bergischen HC anzuknüpfen. In diesem Spiel haben wir ganz viel richtig gemacht“, meinte Michael am Mittwoch vor dem Abschlusstraining mit Blick auf die Auswärtsaufgabe. Für diese steht dem ASV-Trainer mit Kapitän Huesmann möglicherweise eine weitere personelle Alternative zur Verfügung, der Linksaußen musste aufgrund einer Trainingsverletzung gegen den BHC passen. Lerscht: „Wir sehen kurzfristig, wofür es reicht.“

Anwurf zum Spiel in Minden ist um 19:05 Uhr, übertragen wird live von SKY und Radio Lippewelle Hamm.

Ein fast perfekter Abend

Zum perfekten Abend haben den westfälischen Handballfans am Samstag nur zwei Punkte für ihren ASV Hamm-Westfalen gefehlt. Denn in den 60 absolvierten Spielminuten bot der Aufsteiger dem favorisierten Bergischen HC einen packenden und äußerst spannenden Kampf, spielte teilweise begeisternden Handball und riss die rund 2.400 Zuschauer in der WESTPRESS arena damit immer wieder von den Sitzen. Am Ende unterlagen die Gastgeber dennoch mit 27:31 (14:17).

Viel Lob und Anerkennung gab es für den Auftritt, nur Zählbares nicht: „Und das tut gerade weh. Es tut mir leid für die Mannschaft, die heute Abend und in dieser Trainingswoche verdammt viel investiert hat. Wir wollten uns nach den letzten Ergebnissen sehr präsent zeigen und die Halle mitnehmen. Und das ist gelungen. Ich bin stolz darauf, wie wir uns präsentiert haben. Schade natürlich, dass wir dann am Ende mit leeren Händen dastehen“, befand ASV-Trainer Michael Lerscht direkt nach dem Spiel.

Entsprechend glücklich war Gästetrainer Jamal Naji nach der Partie über den Sieg: „Wir sind unglaublich froh, dass wir die zwei Punkte mitnehmen konnten. Ich hatte nicht so ein torreiches Spiel erwartet. Aber beide Mannschaften haben gerade am Anfang sehr gut angegriffen. Heute war nicht die Abwehr unser Prunkstück, sin der Angriff.“ Sehr große Probleme habe sein Team zunächst vor allem in Eins gegen Eins-Situationen mit Marian Orlowski gehabt, hob Naji hervor. Zu Recht, denn der Rückraum der Westfalen war nicht nur als Lenker des Spiels im Einsatz, sondern erwies sich mit sechs Treffern aus sieben Versuchen als enorm torgefährlich – wie diesmal auch alle anderen Mannschaftsteile der Westfalen, die sich in der Offensive deutlich verbessert zeigten.

Bereits nach 38 Sekunden erzielte Alexander Schulze den Führungstreffer vor den ASV, der bis zum 11:10 in der 21. Minute durch Savvas Savvas den Ton angab. In der achten Minute bot sich zwischenzeitlich sogar die Chance zur Drei-Tore-Führung, nach Parade von Vladimir Bozic scheiterte Savvas allerdings im Tempogegenstoß. Bis zur 25. Minute blieb es ausgeglichen. Dann nutzten die Gäste einige nicht abgeschlossene Angriffe des ASV, um durch einen Vier-Tore-Lauf innerhalb von gut drei Minuten auf 17:13 vorzulegen. Aber der eingewechselte Andreas Bornemann beendete den Lauf, mit 14:17 aus Sicht der Westfalen ging es in die Pause.

Im zweiten Abschnitt legten die Gastgeber gleich wieder gut los. Die Abwehr stand sicher, einzig Tomas Babak war vom ASV nicht wirklich unter Kontrolle zu bringen. Der flinke Babak fand im Spielverlauf immer wieder Lücken, um entweder selbst den Innenblock zu überwinden oder wie auch Linus Arnesson seine Mitspieler gut in Szene zu setzen. Die beiden Rückraumspieler brachten es auf elf Tore und zwölf Assists. Dennoch verkürzte der ASV mit dem stimmungsvollen Publikum im Rücken in der 38. Minute auf 18:19. Zwar legten die Gäste wieder vor, aber auch das spätere 20:25 verkürzte die Mannschaft von Michael Lerscht noch einmal auf 23:25. Naji witterte die Gefahr und versuchte den ASV-Lauf mit einer Auszeit zu unterbrechen. Aber noch einmal eroberten sich die aufopferungsvoll verteidigen Hausherren den Ball. Bornemann stieg im Angriff im Rückraum hoch, setzte den Ball aber an die Unterkante der Latte. Wenig später beruhigte Frederik Ladefoged kurzzeitig die Ränge. „Da bietet sich für uns noch einmal die Chance, im Spiel den Bock umzustoßen. Das gelingt leider nicht“, bedauerte Lerscht später.

Doch noch immer gab sich die Aufsteiger nicht geschlagen. In Überzahl nutzte Mait Patrail die Chance und brachte den Ball im leeren BHC-Gehäuse unter. Doch näher als auf 25:27 sollte der ASV nicht mehr herankommen, in den verbleibenden dreieinhalb Minuten agierte der BHC dann „clever“, wie Lerscht den Gästen bescheinigte.

ASV Hamm-Westfalen – Bergischer HC 27:31 (14:17)

ASV: Bozic (5 Paraden), Hertlein (5 P.) – Leventoux (1), Fuchs, Patrail (2), Schulze (1), Pretzewofsky, Bornemann (3), Orlowski (6), Dayan, Savvas (10/4), von Boenigk (2), Wieling (2), Bauer

BHC: Rudeck, Johanesson (7 P.) – Beyer (5), Persson, Büscher, Weck, Gunnarsson (3), Ladefoged (3), Babak (6), Szücz, Gutbrod (4), Schmitz, Arnesson (5/3), Bergner, Nikolaisen (2), M´Bengue (3)

Schiedsrichter: Philipp Dinges und Tobias Schmack

Zeitrafen: ASV 10 min, BHC 10 min

Zuschauer: 2.385

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„Rote Wand“ empfängt den BHC

Zwei Aufeinandertreffen hat es im Rahmen der Saisonvorbereitung zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem Bergischen HC gegeben, beim BHC gab es ein knappes 30:31 aus Sicht des ASV, im Rahmen des Linden Cups etwas später ein 27:27. Nun empfängt der Aufsteiger am Samstag um 20:30 Uhr den 14. der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga in der WESTPRESS arena, übrigens dem ersten Aufeinandertreffen der Mannschaften in der 1. Liga. Das Ziel aus Sicht der Gastgeber ist klar: Die Punkte bleiben in Hamm.

„Die Vorfreude auf dieses Duell ist groß“, beschreibt ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers die Gemütslage vor dem siebten Heimspiel der Saison, zu dem alle Fans wieder zur „Roten Wand“ aufgerufen sind. Die Sitzplätze sind längst ausverkauft, an der Abendkasse wird es ab 19 Uhr noch Stehplätze geben.  Ein Sieg ist dem ASV in eigener Halle in dieser Spielzeit gelungen, gegen Europapokalteilnehmer Frisch Auf! Göppingen. Mit einer Leistung ähnlich wie bei diesem 32:28 kommen die Westfalen auch gegen den favorisierten BHC für beide Punkte in Frage. Die erwartet allerdings auch Gästetrainer Jamal Naji von seinem Team, der gleichzeitig vor der Aufgabe beim ASV warnt: „Wenn wir den Gegner unterschätzen, werden wir dieses Spiel verlieren.“ Hamm spiele deutlich besser, „als es ihre zwei Tabellenpunkte bisher widerspiegeln“.

Während Naji „an vielen Stellen die Alternativen fehlen“, wie er selbst mit Blick auf das aktuelle hohe Pensum befand, zeichnete sich ASV-Coach Michael Lerscht zuletzt etwas Verbesserung der personellen Situation ab. Sowohl Fabian Huesmann und Markus Fuchs hatten ihre Probleme auskuriert und waren wieder einsatzbereit. Fehlen werden den Westfalen derzeit noch Björn Zintel und Benny Meschke. Der BHC vermeldete mit Blick auf das Spiel in der WESTPRESS arena, dass Lukas Stutzke und Csaba Szücs in Hamm noch nicht dabei sein können, ebenso noch Tim Nothdurft und Simon Schönningsen ausfallen werden. Fraglich sei noch der Einsatz von Rechtsaußen Arnor Gunnarsson, der sich zuletzt gegen Gummersbach eine Prellung zugezogen habe. Doch auch ohne diese Spieler sammelte der BHC zuletzt 3:1 Punkte in eigener Halle durch ein 30:30 gegen Gummersbach und ein 24:23 gegen Wetzlar. Zuvor gab es knappe Auswärtsniederlagen in Stuttgart (26:27), Erlangen (27:30) und Berlin (27:29). Überhaupt gelang dem BHC nur am 1. Spieltag in Minden ein Sieg, seither lautet die Auswärtsbilanz 0:10 Zähler.

Übertragen wird das Spiel wie gewohnt von SKY Sport und Radio Lippe Welle Hamm.

TIPP Oil neuer Hauptsponsor

Mit einem neuen Hauptsponsor an der Seite geht der ASV Hamm-Westfalen in die weitere Saison im Handball-Oberhaus. Die Firma TIPP Oil aus Bergkamen und Düsseldorf, bisheriger Premium-Sponsor, weitet ihr Engagement beim Aufsteiger ab sofort erheblich aus und zählt somit zu den Partnern der höchsten Kategorie. Dies gaben jetzt die Geschäftsführer Sebastian Maier und Thomas Lammers bekannt.

„Wir freuen uns über das Vertrauen, dass TIPP Oil in uns setzt“, bedankte sich der ASV-Geschäftsführer bei der Bekanntgabe. „Für uns geht es darum, über den ASV unser Unternehmen und unsere Dienstleistungen bekannter zu machen. Wir sind überzeugt von den Werten, für die der ASV und der Handball stehen. Der ASV ist für uns eine gute Plattform“, betonte Maier, der die Westfalen mit seinem Unternehmen seit der Vorsaison begleitet. „Auch der ASV macht sich für das Thema Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen stark. Gerade dies ist auch für uns von großer Bedeutung“, so Maier, der kürzlich in den Bundeswirtschaftssenat berufen wurde, und als Senator aktiv ist. So ist das patentierte „Rebottle“-Pfandsystem für Ölgebinde von 1 bis 20 Liter weltweit vielfach ausgezeichnet worden.

Darüber hinaus kooperiert TIPP Oil, der als Spezialist für Schmierstoffe für Industrie und Fahrzeuge gilt, auch mit der Bundesregierung etwa bei der Beschaffung von Rohstoffen wie LPG und LNG und hilft auch mittelständischen Unternehmen bei der Beschaffung von Energieträgern. Wir nutzen hier unsere Kontakte, um dem Energiemangel vorzubeugen“, so Maier weiter, der zuvor zehn Jahre lange erfolgreich im internationalen Rohstoff-Großhandel tätig war. Man verfüge hier über ein gutes Netz bestehend aus fünf staatlichen Raffinerien, die „allesamt nicht unter Sanktionen aufgrund russischer Kontakte stehen. Das ist in diesen Zeiten wichtig zu betonen“.

Weitere Informationen zum Unternehmen: www.tippoil.de

Leipzig unter neuem Trainer sichtlich gelöst

Der SC DHfK Leipzig bleibt unter seinem neuen Trainer Runar Sigtryggsson in der LIQUI MOLY HBL verlustpunktfrei. Nach dem Sieg gegen die HSG Wetzlar gelang auch die Heimpremiere des Isländers in der Quarterback Immobilien Arena vor etwas mehr als 3.500 Zuschauern. Gegen den ASV, bei dem Markus Fuchs erstmalig wieder im Aufgebot stand, feierte der SC am Ende einen souveränen 33:23-Heimsieg.

Viel hatten sich die Westfalen für dieses Spiel gegen den Tabellennachbarn vorgenommen, wussten aber auch, dass ein guter Tag erforderlich sein würde, um Zählbares aus Leipzig mitnehmen zu können. Und der war es in zu vielen Bereichen für den ASV, der diesmal zwar durch Jan von Boenigk den ersten Treffer der Partie erzielte, dann aber durch einen Wechselfehler schon nach 40 Sekunden in Unterzahl geriet. Doch die Überzahl nutzte Leipzig nur für einen Treffer. Einige Ungenauigkeiten im Spiel der Westfalen führten danach aber doch dazu, dass Leipzig in der fünften Minute durch Marino Maric mit 4:1 in Führung ging.

Aber die Gäste waren im Spiel, erarbeiteten sich immer wieder ihr Möglichkeiten. Vor allem Jan von Boenigk war wieder ein umtriebig im Angriff, der Rückraum war es auch, der in der 13. Minute zum 6:7 und eine Minute später auf 7:8 aus Sicht der Westfalen verkürzte. Doch Leipzig konterte und traf bis zur 18. Minute dreimal in Folge. Wieder musste der ASV beim 7:11 einem Rückstand hinterherlaufen.

Doch die Moral stimmte: Die Mannschaft von Michael Lerscht kämpfte sich noch einmal zurück und verkürzte durch zwei schnelle Treffer. Näher als beim 9:11 sollten die Gäste an diesem Abend aber nicht mehr herankommen. Bis zur Pause erhöhte Leipzig die Führung auf sieben Tore. Die Gründe waren dafür vielschichtig: Die Gastgeber leisteten sich nun selbst keine Fehler und bestraften wiederum jeden des ASV konsequent. Hinzu kam ein gut aufgelegter Torwart Kristian Saeveras, der bis zur Pause zehn Paraden auf seinem Konto hatte. Zwar brachte es der in den letzten sechs Minuten der Halbzeit eingewechselte Vladimir Bozic auch noch auf drei Paraden, er verhinderte damit zur Pause aber nur Schlimmeres.

Angesichts der großen Hypothek der ersten Halbzeit ging es mit klarer Rollenverteilung in den zweiten Abschnitt. Hier sorgte wieder von Boenigk für das erste Tor, wenig später dezimierte sich der ASV aber wie zu Beginn, diesmal durch ein Foulspiel von Alexander Schulze. Dennoch blieb die Halbzeit über zehn Minuten komplett offen, sogar mit leichten Vorteilen für die Gäste. Näher als auf fünf Tore (20:25) konnte sich der Aufsteiger, bei dem von Boenigk mit sieben Feldtoren am Ende bester Torschütze war, aber nicht heranarbeiten. Zwar wehrte sich der ASV auch in der Folge noch, der sichtlich gelösten Leipziger Formation gelangen aber viele gute Aktionen, so dass das Ergebnis zum Ende mit 33:23 doch noch deutlicher ausfiel. Spieler des Abends war Viggo Kristjansson, der Leipziger blieb bei neun Versuchen ohne Fehlwurf. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Das war gut für das Selbstvertrauen heute, dass wir souverän gewinnen“, meinte Kristjansson. Wie groß das Selbstvertrauen ist, zeigte diese Äußerung: „Europa ist das Ziel.“

ASV-Trainer Michael Lerscht meinte: „Wir sind mit vielen Erwartungen an uns selbst hierhergekommen. In der ersten Viertelstunde schaffen wir es auch, unseren Plan umzusetzen. Bis zum 7:8 sind wir auf Tuchfühlung. Dann leisten wir uns wie in der jüngeren Vergangenheit zu viele Fehlwürfe und einfache Absprachefehler in der Abwehr. Das zieht uns jeder in der jetzigen Situation etwas den Stecker. Dann geht das Spiel leider relativ schnell dahin.“

SC DHfK Leipzig – ASV Hamm-Westfalen 33:23 (18:11)

SC: Saeveras (10 Paraden), El-Tayar (5 P.) – Maric (2), Wiesmach Larsen (4), Ernst (1), Witzke (2), Krzikalla (3), Binder (1), Klima (5), Marnic (1), Ivic, Sunnefeldt (1), Matthes (4), Sajenev, Kristjansson (9/4 7m)

ASV: Hertlein (6 P.), Bozic (4 P.) – Leventoux, Huesmann (7/4), Fuchs, Patrail, Schulze, Pretzewofsky, Bornemann (1), Orlowski (1), Dayan, Savvas (2), von Boenigk (7), Wieling (3), Bauer (2)

Schiedsrichter: Julian Fedtke, Niels Wienrich

Zuschauer: 3.546

Heimdebüt für neuen Leipziger Trainer

Sieben Ligaspiele stehen für Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen in diesem Kalenderjahr in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga noch auf dem Programm, am 21. Dezember zudem das Pokal-Achtelfinale gegen den VfL Gummersbach. Zum Auftakt dieser Reihe treten die Westfalen am Sonntag um 18:15 Uhr beim SC DHfK Leipzig an, der unter der Woche seinen neuen Trainer Runar Sigtryggsson vorstellte.

Der nächste Gegner des ASV hat unruhige Wochen hinter sich liegen. Ende Oktober zogen die Verantwortlichen die Reißleine und trennten sich nach sportlich enttäuschendem Saisonstart von Trainer André Haber, eine „brutale“ aber ebenso „unumgängliche Entscheidung“ wie Geschäftsführer Karsten Günther bekannte. Haber war über 15 Jahre in verschiedenen Rollen für den SC aktiv und „maßgeblich daran beteiligt, dass wir ein stabiler Bundesligist“ geworden sind. Diese Stabilität soll nun Trainer-Nachfolger Runar Sigtryggsson zurückbringen, der am Donnerstag sein Debüt gab und gleich mit Leipzig durch ein 25:24 in Wetzlar dank einer glücklichen Schlussphase doppelt punktete. Durch den Sieg überholten die Leipziger die HSG in der Tabelle und rückten nun auf Platz 15 vor.

Die Situation beim Gegner steht für ASV-Trainer Michael Lerscht allerdings weniger im Fokus. „Für uns geht es darum, unsere Stärken möglichst gut abzurufen. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass wir für Zählbares in Frage kommen“, stellte der Trainer zum Ende der Trainingswoche klar, dem auch in den nächsten Partien noch Mittelmann Björn Zintel und Kreisläufer Benjamin Meschke erwartungsgemäß fehlen werden. Inwieweit Markus Fuchs, der aktuell noch an Knieproblemen laboriert, für Einsätze in Frage kommt, bleibt abzuwarten.

Anwurf in Leipzig ist am Sonntag um 18:15 Uhr, übertragen wird die Partie wie gewohnt live von SKY und Radio Lippewelle Hamm.