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Hoch hinaus: Alexander Schulze erzielte beim DRHV elf Tore. - Foto: DRHV

Torfestival in Dessau

Keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit ließen die Handballer des ASV Hamm-Westfalen am frühen Sonntagabend beim Dessau-Roßlauer HV aufkommen. Dank einer konzentrierten Leistung setzten sich die Gäste in der Anhalt-Arena vor 1.534 Zuschauern verdient mit 44:35 (22:20) durch. Offensiv waren die Westfalen in beiden Halbzeiten stark, in der Abwehr steigerte sich der Tabellendritte nach anfänglichen Schwierigkeiten im zweiten Abschnitt und spielte sich so eine immer deutlichere Führung heraus.

Neben dem Toptorschützen Alexander Schulze mit elf Treffern und dem sicheren Siebenmeterschützen Fabian Huesmann wusste vor allem Kreisläufer Jonas Stüber mit einem starken Spiel zu gefallen – in einer insgesamt wieder sehr gut aufgelegten Mannschaft des, die in Bestbestzung beim DRHV auflief.

„Wir werfen 35 Tore, aber dass wir 44 Tore bekommen, da müssen wir uns Sorgen machen. Wir verlieren viele Zweikämpfe. Irgendwann verlassen wir ein bisschen das System. Dann standen wir in der zweiten Halbzeit zu viel im Eins gegen Eins“, fasst DRHV-Rückraum Oskar Emanuel direkt nach der Partie im DYN-Interview treffend zusammen. Dabei waren es zunächst die Gastgeber, die leichte Vorteile im Spiel hatten. Der ASV ging nur durch Björn Zintel in der Anfangsminute in Führung, danach legte die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas in der eigenen Halle immer wieder vor. Dies blieb bis zur 18. Minute so, als Jakub Hrstka zum 11:10 für den DRHV traf.

Im Anschluss gelangen dem ASV drei Tore in Folge, Fabian Huesmann per Siebenmeter, Schulze und Stüber brachten die Westfalen mit 13:11 in Führung. Diese blieb bis zum 16:14 sechs Minuten vor der Pause bestehen. Eine Zeitstrafe gegen Schulze nutzte der DRHV allerdings wieder zum Ausgleich. Wenige Sekunden vor dem Ende der Unterzahl warf Jan von Boenigk den ASV aber wieder mit 17:16 in Führung. In der Schlussphase der ersten Halbzeit erspielten sich die Gäste, die nun mit einer 5:1-Abwehr agierten und so Fehler erzwangen, erneut eine Zwei-Tore-Führung.

Auch in die zweite Halbzeit startete der ASV mit einer 5:1-Abwehr, allerdings nur für einen Angriff. Anschließend gelangen aber auch in der defensiveren Variante mehrere Ballgewinnen – mit einem 4:1-Lauf erspielten sich die Gäste erstmalig eine Führung von fünf Toren. Jungandreas hatte genug gesehen, bereits in der 37. Minute rief er seine Mannschaft zur Auszeit zusammen und mahnte zu „mehr Disziplin“ in der Offensive.

Dennoch baute der Tabellendritte die Führung in der Folge auf 31:25 aus, in der 43. Minute nahm Uwe Jungandreas bereits die nächste Auszeit. Doch auch in der Folge sollten die Gastgeber, die nichts unversucht ließen, nicht wieder in die Partie zurückfinden. Aber weder der Wechsel im Tor von Philip Ambrosius zu Janik Patzwaldt noch der eingesetzte siebte Feldspieler wirkten. Jegliche Fehler bestrafte der Favorit zudem konsequent, die Führung wurde nun immer deutlicher. Angesichts des 38:29 in der 50. Minute gab ASV-Coach Michael Lerscht nun auch allen Akteuren, die bisher noch nicht oder wenig zum Einsatz kamen, Spielanteile. Und diese sorgten dafür, dass die Leistung auch bis zum Ende nicht abfiel und der ASV mit einem souveränen 44:35-Auswärtserfolg die Heimreise antreten durfte.

Dessau-Roßlauer HV – ASV Hamm-Westfalen 35:44 (20:22)

DRHV: Ambrosius  (8 Paraden, 21 %), Patzwaldt (4 Paraden, 25 %) – Bones (1), Löser (12), Hrstka (2), C. Haake (1), Sohmann (5/5), Mitrovic (3), Baumgart, Misovych (4), F. Haake (2), Emanuel (1), Danneberg (1), Hertzfeld (1), Pust, Leu (2)

ASV: Colodeti (9 Paraden, 26 %), Hertlein – Huesmann (7/6), Fuchs, Schöttle (4), Scheerer, Artmeier (1), Schulze (11), Sterba (5), Jungemann (1), Zintel (1), Haunold (1), Bornemann (3), Dayan (2), Stüber (4), von Boenigk (4)

Schiedsrichter: Jonas Zollitsch und Marvin Volkening

Zuschauer: 1.534

Zeitstrafen: DRHV 4 min, ASV 6 min

Siebenmeter: DRHV 6/6, ASV 6/7

Spielfilm: 0:1 (1.), 3:3 (7.), 6:4 (11.), 7:7 (13.), 10:10 (18.), 11:13 (22.), 14:16 (25.), 16:16 (27.), 18:20 (29.), 20:22 (Halbzeit), 21:24 (35.), 22:26 (37.), 25:31 (42.), 26:33 (46.), 28:36 (49.), 29:38 (50.), 31:41 (56.), 35:44 (Endstand)

Hochspannendes Wochenende

Auf ein erneut hochspannendes Wochenende dürften sich die Fans der 2. Handball-Bundesliga freuen. Zum Auftakt des 24. Spieltages bestreiten die beiden Führenden der Tabelle, VfL Potsdam und SG BBM Bietigheim, bereits am Freitag ihre Spiele. Während Spitzenreiter Potsdam beim ambitionierten TuS N.-Lübbecke antritt, empfängt Bietigheim den TSV Bayer Dormagen zuhause.

Große Brisanz hat das Kräftemessen zweier Teams vom anderen Tabellenende am Samstag, wenn Aufsteiger TuS Vinnhorst den Erstligaabsteiger GWD Minden empfängt. Mit einem Sieg könnte Vinnhorst an Minden vorbei auf einen Nichtabstiegsplatz vorrücken. Ein etwas eindeutigere Rollenverteilung gibt es dagegen für den Tabellendritten ASV Hamm-Westfalen, der am Sonntag um 17 Uhr beim Dessau-Roßlauer HV voraussichtlich in Bestbesetzung antritt. Die Westfalen sammelten in der Rückrunde bisher 10:2 Zähler, der abstiegsbedrohte DRHV 4:8 Punkte. Siege gelangen vor Weihnachten gegen den TV Großwallstadt (33:27) und mit 36:26 zum Jahresauftakt recht eindrucksvoll gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Klar ist aber: Die Westfalen sind beim DRHV favorisiert, im Hinspiel gelang ein 34:31-Heimsieg. Und zwei Punkte sollen auch am Sonntag aus der Anhalt-Arena entführt werden. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und ein gutes Spiel hinlegen“, betont Kapitän Fabian Huesmann. Denn dann ist das Feld bereitet für das Topspiel am 27. März in der heimischen WESTPRESS arena gegen die SG BBM Bietigheim. „Daran denkt bei uns noch keiner. Wir sind voll auf das Auswärtsspiel fokussiert“, stellt der ASV-Toptorschütze klar.

Toptorschützen beim Gegner sind übrigens Rückraum Timo Löser mit 138 Treffern und Linksaußen Jakub Hrstka mit 119 Toren. Letzter führt die Liga auf seiner Position in der Statistik mit dem besten Indexwert genauso wie Löser im linken Rückraum an, knapp gefolgt im Übrigen von ASV-Kapitän Fabian Huesmann auf dem zweiten Rang. Qualität ist also unbestreitbar vorhanden im Kader des 15. der Liga, sicherlich nicht in der Breite wie beim ASV.

Anwurf in der Anhalt-Arena ist am Sonntag um 17 Uhr, wie gewohnt überträgt DYN die Partie live.

Siebter Sieg im siebten Spiel

Der ASV Hamm-Westfalen führt auch nach sieben Spieltagen unangefochten die 2. Handball-Bundesliga an. Gegen den Vorjahresdritten Dessau-Roßlauer HV feierten die Westfalen vor 1.907 Zuschauern in der WESTPRESS arena einen verdienten 34:31-Sieg, den sich der Favorit in den letzten zehn Minuten der Partie sicherte.

Vorangegangen war wie von beiden Seiten erwartet ein Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften phasenweise aber nicht durchgängig aufs Tempo drückten. Zwar lag der ASV fast die gesamte erste Halbzeit in Führung, allerdings nie höher als mit drei Treffern. Und in die Pause ging es mit einer knappen 19:18-Führung für den ASV. Beide Mannschaften stellte sich in der Defensive vor Aufgaben. Während beispielsweise Dessau Probleme mit dem Kreisspiel und insbesondere mit Stefan Bauer hatten, mühten sich die Deckungsspieler gegen Timo Löser, der im ersten Abschnitt sieben Treffer erzielte. Auch der Ex-ASVer Vincent Sohmann war mit seinen schnellen Beinen immer wieder Unruhestifter in der Abwehrreihe der Gastgeber.

Im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Mit 24:23 und 26:25 übernahmen nun auch die Gäste die Führung. Aber in Überzahl erkämpfte sich der ASV die Führung erneut. In der 50. und 51. Minute traf Niko Schöttle in Überzahl zweimal ins leere Gehäuse, nachdem die Deckung den Ball erobert hatte. Der ASV lag nun mit 29:26 in Front. Diese Serie war im Nachhinein entscheidend. Denn Kreisläufer Philip Jungemann erhöhte im Sieben gegen Sechs, auf das Michael Lerscht nun setzte, sogar noch auf 30:26. Die Fans in der WESTPRESS arena hatte es längst von den Sitzen gerissen – wieder einmal sicherte sich der Spitzenreiter dank einer starken Schlussphase den Sieg. In dieser fielen zwar noch reichlich Tore, am Heimsieg für den ASV änderte das aber nichts mehr. In der letzten Minute kam so auch Nachwuchsmann Nicolas Körber zu seiner ersten Einsatzzeit in der Bundesliga, der im Rückraum für den verletzten Andreas Bornemann ins Aufgebot gerückt war. Neben Bornemann fehlten verletzungsbedingt noch Marian Orlowski und Yonatan Dayan.

ASV Hamm-Westfalen – Dessau-Roßlauer HV 34:31 (19:18)

ASV: Hertlein (8 Paraden), Colodeti (6 P.) – Huesmann (6, 2/2 7m), Fuchs, Schöttle (8), Artmeier, Schulze (1), Sterba (2), Jungemann (2), Zintel (5), Körber, Stüber (1), von Boenigk (4), Bauer (5)

DRHV: Patzwaldt (5 P.), Ambrosius () – Bones (1), Löser (9), Hrstka (3, 2/2), Haake (1), Gempp (2), Sohmann (3), Baumgart, Misovych, Danneberg (1), M. Emanuel (3), Hertzfeld (2), Pust (6)

Zeitstrafen: ASV 6 min, DRHV 10 min

Schiedsrichter: Leon Bärmann, Nico Bärmann

Zuschauer: 1.907

 

Pressekonferenz

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“Da können sich die Zuschauer drauf freuen”

Nahezu ausgeglichen ist die Bilanz der bisherigen Aufeinandertreffen zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem Dessau-Roßlauer HV, die sich am Freitagabend um 20:30 Uhr in der WESTPRESS arena zum insgesamt 20. Mal gegenüberstehen: zehnmal gewannen die Westfalen, neunmal das Team aus Sachsen-Anhalt.

In das aktuelle Duell gehen die Gastgeber als Favorit, die ohne Verlustpunkt den Spitzenplatz der 2. Handball-Bundesliga belegen. Die Gäste, die in der Vorsaison als Dritter nur ganz knapp den Aufstieg in die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga verpassten, starteten durchwachsen in die neue Spielzeit. Aktuell belegt die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas, dessen Vertrag erst vor wenigen Tagen vorzeitig bis 2025 verlängert wurde, Rang 14 der Tabelle. Zuletzt gelang aber ein 39:34-Auswärtssieg in Lübeck, danach verlor man erst ganz zum Schluss durch einen Siebenmeter in eigener Halle mit 34:35 gegen Dormagen.

„Dessau ist eine Mannschaft, die unglaublich aufs Tempo drückt. Sie wollen Gegenstoßhandball spielen. Wir sind auch daran orientiert, das Tempospiel gut aufs Feld zu kriegen und gut zu verteidigen“, so ASV-Trainer Michael Lerscht zur anstehenden Aufgabe. „Da können sich die Zuschauer auf jeden Fall drauf freuen, dass das heiß wird“, so Lerscht weiter. Auch sein Trainerkollege Uwe Jungandreas erwartet ein Tempospiel: „Der ASV Hamm-Westfalen macht aktuell den souveränsten und spielerisch stärksten Eindruck aller Teams in der 2. Handball-Bundesliga. Sie verfügen über einen Wahnsinnsangriff, spielen mit sehr viel Tempo und sind auf allen Positionen extrem stark besetzt. Das könnte wieder ein Spiel werden, wo über 60 Minuten das Tempo hochgehalten wird.“

Gegen ein Spiel mit vielen Toren spricht aber auch das Vorhaben der Gäste, die Abwehrleistung im Vergleich zum jüngsten Heimspiel gegen Dormagen zu verbessern. „Wir benötigen mehr Stabilität sowie Intensität in der Abwehr, müssen die Räume enger gestalten und unsere Helfermentalität verbessern“, analysierte Uwe Jungandreas, auch wenn er davon ausgeht, „den ASV nicht bei 25 Gegentoren zu halten“. Vor rund einer Woche hatte Dessau auf die Ausfälle im rechten Rückraum reagiert: Max Emanuel wurde reaktiviert, der im Sommer eigentlich seine Karriere beendet hatte. Verletzt hatten sich zuvor dessen Bruder Oskar Emanuel und Alexander Mitrović. Beim ASV fehlen voraussichtlich weiterhin die Rückraumspieler Marian Orlowski und Andreas Bornemann.

Anwurf in der WESTPRESS arena ist um 20:30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Karten gibt es noch an der Abendkasse. Der TV-Sender DYN überträgt ab 20:20 Uhr live aus Hamm.

Interview mit ASV-Trainer Michael Lerscht

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DRHV wächst über sich hinaus

Während der gastgebende Dessau-Roßlauer am Sonntagnachmittag über sich hinauswuchs erreichte der ASV Hamm-Westfalen keine Normalform und unterlag verdient mit 34:29 (16:12). Für den DRHV bedeutete der Sieg gegen den Favoriten einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Der ASV teilte mit der Niederlage das Schicksal des Spitzenreiters VfL Gummersbach, der im April ebenfalls in Anhalt-Arena verloren hatte.

In der Offensive leistete sich der Tabellenzweite mit 60 Prozent eine Schwäche im Abschluss während die Gastgeber – angeführt vom agilen Spielmacher Vincent Sohmann – im Laufe der Partie immer stärker wurden und am Ende bei einer sagenhaften Wurfquote von insgesamt 83 Prozent verwandelter Abschlüsse lagen. Mit 32:27 lagen die Hausherren so fünf Minuten vor dem Ende bereits vorentscheidend in Führung. Zwar stemmten sich die Westfalen gegen die Niederlage, am Ende reichte die Form aber nicht, um doch noch näher heranzukommen. Somit blieb als einzige positive Randnotiz des Abends das Comeback von Sören Südmeier, der in der zweiten Halbzeit nach langer Verletzungspause wieder ins Aufgebot des ASV zurückkehrte und die Tatsache, dass sich durch die Niederlage der HSG Nordhorn-Lingen tags zuvor in Eisenach am zweiten Tabellenplatz des ASV trotz der Niederlage nichts änderte.

Dabei startete die Mannschaft von Michael Lerscht vielversprechend in die Partie des 34. Spieltages, legte durch Tore von Gerrit Genz, Jan Pretzewofsky und zweimal Matej Mikita mit 4:2 vor. Der Slowake startete für den angeschlagenen Marian Orlowski und machte seine Sache gut. Mikita und Pretzewofsky brachten die Gäste in der Folge noch zweimal zum 5:4 und 6:5 in Führung, die Dessau in der 14. Minute erstmalig durch Yannick Pust übernahm. Noch ahnte es niemand der 1.015 Zuschauer, doch im weiteren Spielverlauf sollten die Westfalen kein einziges Mal mehr die Führung übernehmen. Schon bis zur 29. Minute wuchs der Rückstand auf fünf Tore an, Genz verkürzte zur Pause noch einmal auf 12:16.

Im zweiten Abschnitt mühten sich die Gäste und kämpften sich auch auf 20 Minuten vor Schluss auf 19:21 heran. Immer wenn es noch knapper werden konnte, gelang dem ASV aber kein erfolgreicher Abschluss. Zwar boten sich den Gästen angesichts der 14 technischen Fehler des DRHV deutlich mehr Gelegenheiten zum Torabschluss, die Offensive sollte aber weiter nicht greifen. Ganz anders die Hausherren: Sohmann leistete sich bei zehn Toren nur einen Fehlwurf, Jakub Hrstka blieb bei acht Treffer gänzlich ohne Fehlwurf und auch Timo Löser verpasste nur einen seinen neun Versuche.

Am Ende durften die DRHV-Fans so einen verdienten und wichtigen Sieg bejubeln, der noch nicht ganz gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt ist, aber eine vorentscheidende Weichenstellung bedeutete. Für den ASV hat sich an der Ausgangslage vor dem nächsten Spieltag im Vergleich mit dem 34. nichts verändert. Am Samstag um 19:15 Uhr geht es in der heimischen WESTPRESS arena dann gegen den Tabellenvierten ThSV Eisenach, der nun auf zwei Zähler an den ASV herangerückt ist.

Dessau-Roßlauer HV – ASV Hamm-Westfalen 34:29 (16:12)

DRHV: Malek, Ambrosius – Löser (8), Hrstka (8/davon 2x7m), Sohmann (10/3), Bielzer, Schmidt, Haeske, Gliese (2), Danneberg, Neumann, Baumgart, Emanuel (3), Pust (2), Leu (1)

ASV: Storbeck, Bozic, Wesemann – Genz (3), Huesmann (7/3), Brosch, Engelhardt, Südmeier, Pretzewofsky (3), Schöße, Orlowski, Meschke, Baijens (8), Mikita (3), von Boenigk (2) Wieling (3/2)

Zuschauer: 1.025

Zeistrafen: DRHV 8 min, ASV 6 min

Siebenmeter: DRHV 5/5 ASV 5/8

Schiedsrichterinnen: Katharina Heinz-Hebisch, Sonja Lenhardt

ASV-Hamm Westfalen

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ASV geht leer aus

Im vierten Spiel in Folge ist dem ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend in Dessau kein Sieg gelungen. Beim Tabellennachbarn leisteten sich die Gäste einen Fehlstart, kamen nach 7:1-Rückstand aber auf 11:11 heran. Erneut war es eine zu hohe Fehlerquote, die einen besseren Ausgang aus Sicht der Westfalen verhinderte, die auch ohne Marian Orlowski, Jan Pretzewofsky und Sören Südmeier bis zum Ende alles versuchten, am Ende aber beim 27:23 (15:13) leer ausgingen.

Auch wenn der ASV nach seiner furiosen Aufholjagd bis zur Pause erneut mit 15:13 ins Hintertreffen geriet, im zweiten Abschnitt verkürzten die Gäste durch Jan von Boenigk auf 15:14 und blieben bis zum Siebenmetertor zum 19:16 von Fabian Huesmann in der 40. Minute zumindest in Reichweite. Doch Augenblicke später war es Fabian Huesmann, der von der Unparteiischen nach einer Abwehraktion mit einer Roten Karte bedacht wurde. Damit fehlte den Westfalen rund 20 Minuten lang der bis dahin neunfache Torschütze. So versuchte die Mannschaft um Trainer Michael Lerscht zwar alles, spätestens nach dem 24:18 per Siebenmeter durch Vincent Sohmann diktierten die Gastgeber vor erstmalig wieder zugelassenen 650 Zuschauern aber die Partie.

„Wir hatten eine zu hohe Fehlerzahl in Ballbesitz und dazu zu viele Gegenstöße bekommen“, bemängelte ASV-Trainer Michael Lerscht. „Es ging ja mit dem 7:1 entsprechend los. Nach dem 11:11 brechen uns Kleinigkeiten das Genick. Am Ende gewinnt Dessau das verdient“, so Lerscht weiter. Sehr zufrieden zeigte sich dagegen Uwe Jungandreas, dessen Team nun zwei Zähler vor dem ASV liegt, der allerdings noch drei Spieler weniger absolviert hat, und damit nun praktisch den Klassenerhalt sicherte. „Wir waren von Anfang an voll da und im Spiel und haben das Spiel dominiert mit einer heute sehr, sehr starken Defensivleistung von Abwehr und Torhüter“, so der DRHV-Trainer. „Kleinigkeiten haben in den letzten Spielen dazu geführt, dass der Gegner nochmal Luft geholt hat. Das haben wir heute besser gemacht. Ich bin mit der Leistung und den zwei Punkten sehr zufrieden.“

Noch eines stellte Jungandreas in der Pressekonferenz direkt nach der Partie heraus: „Es war heute ein Wahnsinnsgefühl, nach dieser langen Zeit heute wieder vor Zuschauern zu spielen. Das hat uns auch über die schwierigen Situationen weggeholfen.“ Ein Gefühl, auf das sich jetzt auch die Westfalen freuen dürfen – sogar zum allerersten Mal bei einem Heimspiel in dieser Saison: Am Mittwoch tritt der ASV um 19:15 Uhr in der WESTPRESS arena erstmalig vor Zuschauern an, um möglicherweise am Ende ebenfalls gemeinsam mit den Fans die für den Klassenerhalt entscheidenden Punkte zu bejubeln.

Dessau-Roßlauer HV – ASV Hamm-Westfalen 27:23 (15:13)

DRHV: Ambrosius, Malek – Löser (4), Hrstka (2/1), Saleh, Sohmann (9/4), Bielzer (1), Schmidt (1), Gliese, Danneberg, Neumann, Persson, Scheithauer, Emanuel (4), Seidler (1), Zahradnicek (4)

ASV: Wesemann, Storbeck – Genz (4/1), Huesmann (9/6), Brosch (1), Fuchs, Spiekermann (1), Rubino Fernandez (1), Schwabe (1), Krings (2), Schöße (1), Franke (1), von Boenigk (2).

Schiedsrichter: Lars Scharfe, Alexander Kittel

Zeitstrafen: DRHV 6 min, ASV 8 min, Rote Karte ASV (41.) gegen Huesmann

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Neuer Spieltermin steht fest

Der Nachholspieltermin für das am Mittwoch angesetzte Spiel beim Dessau-Roßlauer steht nun fest. Die HBL setzte in Absprache mit den Beteiligten das Spiel in der Anhalt-Arena nun für den 6. Juni an.

Schon bei der Ansetzung am Mittwoch handelte es sich um ein Nachholspiel, im dritten Anlauf gegen die aktuell in Quarantäne befindlichen Gastgeber soll es dann klappen: Am Sonntag, 6. Juni, soll um 17 Uhr Anpfiff beim DRHV sein. Zum nächsten Spiel treten die Westfalen am Samstag um 19:15 Uhr zuhause gegen die SG BBM Bietigheim an.

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DRHV in Quarantäne

Das für Mittwoch angesetzte Nachholspiel beim Dessau-Roßlauer HV muss erneut verlegt werden. Der DRHV befindet sich in Quarantäne, wie der Verein am 15. April vermeldet.

Die komplette Mitteilung lautete wie folgt:

Ein Spieler des Dessau-Roßlauer HV wurde bei den mehrfach wöchentlich stattfindenden Corona-Tests positiv auf den SARS-CoV-2 Erreger getestet. Daraufhin haben sich alle aktiven Spieler auf Anweisung des Gesundheitsamtes der Stadt Dessau-Roßlau in sofortige Quarantäne begeben. Alle weiteren Testergebnisse bei Spielern, Trainer und Betreuerteam wiesen negative Ergebnisse auf. Dem betroffenen Spieler geht es den Umständen entsprechend gut und weist nur leichte Symptome auf. Aufgrund der Quarantänemaßnahmen wurden die kommenden Partien des DRHV in der 2. Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach (18. April 2021), das Nachholspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen (21. April 2021) sowie die Partie gegen die DJK Rimpar (25. April 2021) abgesagt. Alle Begegnungen werden auf noch zu bestimmende neue Termine verlegt.

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Spiel muss verlegt werden

Unerwartet spielfrei ist der Sonntag für die Zweitligahandballer des ASV Hamm-Westfalen. Die Partie beim Dessau-Roßlauer muss nach Absprache mit HBL und dem Gastgeber verlegt werden – die am Freitagnachmittag vorgenommenen Coronatests sind nicht im Labor angekommen.

Weit mehr als 1.000 PCR-Tests hat der ASV Hamm-Westfalen in dieser Saison bereits an Spielern und Mannschaftsstab vorgenommen – als einziger Bundesligist überhaupt mussten die Westfalen dies von Beginn der Saison an wegen eines zu hohen Corona-Inzidenzwertes (über 50) immer zweimal wöchentlich vornehmen. Hinzu kamen – etwa nach freien Tagen zur Erhöhung der Sicherheit im Trainingsbetrieb – etliche Schnelltests. Bisher ist der ASV ohne positiven Befund geblieben, alles funktionierte reibungslos. Und nun das: Die vorgenommenen PCR-Tests sind am Samstag nicht im Labor angekommen – ohne entsprechenden Befund erschien die Spielaustragung am Sonntag beim Dessau-Roßlauer HV allen Beteiligten und auch der HBL nicht verantwortbar. Schnelltests sind laut HBL-Regularium vor Spielen nicht zugelassen. „Gemeinsam müssen wir in den sauren Apfel beißen und trotz des engen Terminkalenders ein neues Datum finden. Unser Dank gebührt dem DRHV und auch der HBL für die unkomplizierte Regelung des Ganzen. Unsere Mannschaft war auf den Punkt vorbereitet – aber mit dieser Situation, also einer kurzfristigen Absage, lernt man ja in dieser Saison umzugehen. Das ist alles sehr bedauerlich und auch ein wenig ärgerlich, aber am Ende können Fehler natürlich passieren“, erklärte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers.

Die Mannschaft von Michael Lerscht muss nun schnell umschalten: Am Mittwoch kommt Spitzenreiter Handball Sport Verein Hamburg in die WESTPRESS arena, Anwurf ist um 19:15 Uhr. „Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Auch wenn so ein kurzfristiger Spielausfall die Ausnahme ist, man entwickelt schon etwas Routine im Umgang mit diesen Situationen“, so Lerscht. Bereits dreimal mussten ASV-Partien zuvor wegen Corona-Verdachtsfällen beim Gegner verschoben, das Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen die HSG Konstanz sogar erst Stunden vor Spielbeginn.

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Auswärts beim DRHV

Nach vier Siegen in Folge zu Beginn der Saison in eigener Halle im Oktober gegen den Dessau-Roßlauer HV denkbar knapp mit 26:27 die erste Niederlage der aktuellen Spielzeit kassiert. Nicht zuletzt deswegen ist die Mannschaft von Michael Lerscht vor dem Gastspiel am Sonntag um 17 Uhr beim DRHV gewarnt.

Aktuell sind beide Teams Tabellennachbarn im Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga, die Westfalen haben allerdings zwei Spiele weniger absolviert als die Gastgeber, die im März bisher 4:4 Punkte sammelten. Der 5:1-Lauf des ASV im selben Zeitraum wurde am Mittwoch von Aufstiegskandidat Gummersbach jäh gestoppt. Aber daran will die Mannschaft nun schnell wieder anknüpfen. „Viele Zweikämpfe“, erwartet Lerscht bei dieser Auswärtsaufgabe, die bereits das dritte Spiel für den ASV innerhalb von nur sieben Tagen bedeutet. „Aber ich finde es gut, dass wir so viel spielen können“, meint der ASV-Trainer weiter, denn das gebe die Möglichkeit, die schwache erste Halbzeit des Gummersbach-Spiels schnell wieder vergessen zu machen. Lerscht: „Das war keine gute Halbzeit – und der VfL bestraft das extrem konsequent. Immerhin haben wir uns im zweiten Abschnitt dann besser gewehrt.“

Personell hat sich die Lage bei den Westfalen weiter verbessert, auch der nachverpflichtete Däne Mikkel Beck ist wieder einsatzbereit. Somit fehlt nur noch Spielmacher Sören Südmeier in Dessau. Die Belastungen möglichst auf viele Spieler zu verteilen, dürfte auch in den nächsten Wochen große Bedeutung habe – nach dem Spiel am Sonntag in Dessau geht es arbeitsreich weiter für den ASV: Mittwoch kommt Tabellenführer Hamburg, Samstag geht es nach Eisenach, Freitag darauf ist Ferndorf zu Gast in Hamm.