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Westfalen wahren weiße Weste

Der ASV Hamm-Westfalen ist auch nach sechs Spieltagen als einziges Team der 2. Handball-Bundesliga ohne Punktverlust. Am Samstagabend gewann der Spitzenreiter dank einer abgeklärten Leistung beim HSC Coburg in der HUK-Coburg-Arena mit 26:22 (16:13).

Die Gastgeber, die in der Saison bisher beide Heimspiele gewannen, starteten vor rund 1.600 Zuschauern gut in die Partie. Nach knapp fünf Minuten lag der HSC mit 4:1 in Führung. Der Vier-Tore-Vorsprung blieb bis zur elften Minute bestehen. Dem ASV, bei dem erwartungsgemäß Marian Orlowski und Andreas Bornemann fehlten, boten sich zwar Chancen, doch noch gelang es nicht, zum Gastgeber aufzuschließen. Dies sollte sich in den nächsten zehn Minuten ändern. Die Westfalen verteidigten nun äußerst stark, Björn Zintel und Alexander Schulze leiteten innerhalb von 16 Sekunden einen 5:0-Lauf ein. An dessen Ende hatten die Gäste die Führung übernommen und HSC-Trainer Jan Gorr sah sich zur Auszeit gezwungen.

In der Folge blieben beide Teams fünf Minuten ohne Torerfolg. Der ASV überstand eine Unterzahl, Torwart Marcos Colodeti wehrte unter anderem einen Siebenmeter ab. Bis zum Seitenwechsel brachte es der Brasilianer auf acht Paraden. Jakub Sterba beendete dann die Torflaute und traf in der 20. Spielminute zum 10:8 für den ASV. Der gab seine Führung bis zur Pause nicht mehr ab, mit 16:13 für die Westfalen ging es in die Kabine.

Und aus der kam der ASV mit noch mehr Schwung. Colodeti vernagelte nun regelrecht das Gehäuse der Gäste, zeigte in der Anfangsphase reihenweise sehenswerte Paraden. Die Abwehr arbeitete weiterhin konsequent, eine weitere Unterzahl gewann der ASV sogar mit 1:0. Nach rund zehn Minuten erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht eine 20:14-Führung.

Die Gastgeber konterten zwar mit drei Treffern in Serie, der ASV antwortete aber prompt und stellte durch Sterba, Yonatan Dayan und Fabian Huesmann bis sechs Minuten vor Ende wieder den Sechs-Tore-Vorsprung her. Der nächste Sieg des Erstligaabsteigers war unter Dach und Fach, nach einem Spiel, in dem der ASV vor allem in der Offensive „nicht die beste Saisonleistung“ gezeigt hatte, wie Mittelmann Björn Zintel später befand. Da die Abwehr gut stand und Torwart Marcos Colodeti dahinter eine starke Leistung ablieferte, war der Sieg unter dem Strich dennoch verdient.

HSC Coburg – ASV Hamm-Westfalen 22:26 (13:16)

HSC: Van der Merwe (15 Paraden), Apfel (1 P.) – Billek (4/3), M. Jaeger (1), Ossowski (4), Schäffer (1), Knauer (2), Krone (5/2), Glatthard, Runarsson, Obranovic, P.Valkovskis (2), Fuß (3), Bis

ASV: Colodeti (16 Paraden), Hertlein – Huesmann (4/2), Fuchs, Schöttle (3), Artmeier, Schulze (4), Sterba (6), Jungemann (1), Zintel (3), Dayan (2), Stüber, von Boenigk (2), Bauer (1)

Zeitstrafen: HSC 6 min, ASV 10 min

Schiedsrichter: Andre Kolb und Markus Kauth

Zuschauer: 1.608

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Sechstes Spiel in 21 Tagen

Es ist bereits das sechste Pflichtspiel innerhalb von drei Wochen, zu dem sich Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen am Freitagmittag auf den Weg machte. Das Abschlusstraining findet somit am Samstagmittag in der HUK-Coburg-Arena statt, ehe es dann um 19:30 Uhr um die nächsten Punkte in der 2. Handball-Bundesliga geht.

Und davon haben die Westfalen bekanntermaßen als einziges Team der Liga noch keinen einzigen abgegeben. Entsprechend sind die Rollen vor diesem 6. Spieltag verteilt: Der ASV ist als Spitzenreiter beim Tabellenzwölften Coburg favorisiert. Ein Umstand, der ASV-Trainer Michael Lerscht wenig Kopfzerbrechen bereitet: “Um die Favoritenrolle kommt man als Erstligaabsteiger ja eigentlich nie herum. Das hat für uns aber auch keine Bedeutung. Wir wissen, dass man in der 2. Handball-Bundesliga seine Leistung jeden Spieltag aufs Neue bringen muss. Hier kann jeder jeden schlagen. Wir wissen aber auch: Wenn wir unsere Leistung abrufen, sind wir schwer zu bezwingen.” Personell gehen die Westfalen voraussichtlich unter den gleichen Voraussetzungen wie zuletzt gegen Hamburg und Vinnhorst ins Spiel. Für die Rückraumspieler Marian Orlowski und Andreas Bornemann könnte die Partie bei den Oberfranken also noch etwas zu früh kommen.

Der HSC Coburg hat auswärts zwar noch keinen Zähler gesammelt, die beiden Heimspiele bestritt der Zweitligameister von 2020 allerdings siegreich. Gegen Großwallstadt gelang ein 29:26, gegen TSV Bayer Dormagen ein 28:22. “Wir gehen mit Selbstbewusstsein in jeden Spieltag, immer aber auch mit der nötigen Portion Demut, die man in dieser Liga einfach braucht. Coburg hat zuhause zweimal souverän gewonnen. Hier sollte niemand den Fehler machen, irgendetwas an Punkten oder Platzierungen zu bemessen”, stellte Lerscht vor der Aufgabe klar.

Anwurf zum Spiel beim HSC ist um 19:30 Uhr, die Partie wird live über DYN übertragen. Wie üblich, ist das Abendspiel samstags auch über den YouTube-Kanal von DYN frei empfangbar (siehe unten).

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Coburg-Spiel kostenlos im TV

Am Samstagabend um 19:30 Uhr tritt der ASV Hamm-Westfalen auswärts beim HSC Coburg an. Die Partie – wie immer zu diesem Zeitpunkt am Samstagabend – wird über DYN und auch kostenfrei über den DYN-Kanal bei YouTube zu sehen sein. Vor dem Spiel beim Tabellenzwölften äußerte sich ASV-Trainer Michael Lerscht im Interview für das Heimspielheft des HSC zur aktuellen Situation bei den Westfalen und blickte auf das anstehende Spiel in Coburg.

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“Herr Lerscht, der ASV Hamm – Westfalen war in der vergangenen Saison in der „stärksten Liga der Welt“ unterwegs und hat für seine überwiegend couragierten Auftritte viel Lob erhalten. Dennoch hat es am Ende nicht gereicht, um die Klasse zu halten. Wie groß war die Enttäuschung?”
Michael Lerscht: “Wir wussten vom ersten Moment an, dass uns ein sportlich schwieriges Jahr erwartet. Nach dem spät in der Saison erreichten Aufstieg blieb wenig Zeit, um Verstärkungen zu verpflichten. Auch im organisatorischen Bereich gab es in der Kürze der Zeit vieles zu tun, etwa die verpflichtende Installation der Kinexon-Technik, technische Aufwertungen in der Halle bezüglich des Lichts oder auch eine Anpassung des Hallenbodens. Das alles haben wir gemeinsam geschafft und damit viele Ziele erreicht. Für die professionelle Arbeit haben wir in allen Bereich Lob von allen Seiten erhalten, was uns sehr freut. Das große sportliche Ziel – den Klassenerhalt – haben wir verpasst. Aber wir haben uns die Erfahrung 1. Liga verdient und wir haben viel Positives mitnehmen können. ”

“Welche Erkenntnisse und Erfahrungen konnten Sie persönlich, aber auch die Mannschaft trotz des Abstieges aus diesem Jahr in der 1. Liga mitnehmen?”
Michael Lerscht: “Zunächst einmal, dass sportlich gar nicht so viel fehlte. Wir hatten gerade zu Beginn der Saison durch den langen Ausfall von Björn Zintel, der als Erstliga-Spielmacher verpflichtet wurde, einige personelle Aufgaben zu lösen. Das hat sicher den Gewöhnungsprozess in der ersten Liga erschwert. Aber genau den haben wir dann gut gemeistert und das Tempo und die Konsequenz der stärksten Liga für uns adaptiert. Die Spieler haben sich weiterentwickelt, wie wir alle beim ASV. Und übrigens auch die Zuschauer, die vom ersten bis zum letzten Spieltag unser Engagement durch ihr Kommen honoriert haben. Es gab da auch nach Abstieg keine negativen Stimmen.”

“Vor dieser Saison gab es wieder einige Veränderungen im Kader des ASV Hamm-Westfalen. Wie schätzen Sie die Qualität des aktuellen Kaders ein und mit welchen Erwartungen und Zielen sind Sie und die Mannschaft in die neue Spielzeit gegangen?”
Michael Lerscht: “Ich würde es nicht Erwartungen oder Ziele nennen. Wir nennen es Anspruch. Den Anspruch an uns selbst, die begonnene Entwicklung fortzusetzen und immer das Bestmögliche herauszuholen – aus jedem Einzelnen und aus uns als Mannschaft. Und dazu tragen ja auch viele im Umfeld bei, die immer gerne vergessen werden. Natürlich haben wir in der zurückliegenden Saison einige Prozesse und Dinge im Team erkannt, auf die wir mit den Verpflichtungen reagiert haben. Wir sind überzeugt davon, mit den getätigten Verpflichtungen sportlich und menschlich noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, also auch in unserer Qualität. Unser Anspruch ist es, in der Liga vorne dabei zu sein.”

“Mit dem bisherigen Saisonverlauf dürften Sie sicherlich sehr zufrieden sein. Im Gegensatz zu anderen Absteigern aus der 1. Liga in den Vorjahren scheint ihre Mannschaft sofort in der neuen Liga angekommen zu sein. Worauf führen sie den perfekten Saisonstart Ihres Teams zurück?”
Michael Lerscht: “Vielleicht ist es hier unser Vorteil, dass wir die zweite Bundesliga sehr gut kennen. Sicherlich ist es gut, dass wir diesmal mit einem in weiten Teilen eingespielten Kader an den Start gehen. Ganz sicher ist es aber so, dass die Mannschaft die Vorbereitung einfach sehr gut genutzt hat, sehr fokussiert gearbeitet hat und sich diese ersten Erfolge der Saison verdient hat. Allerdings sollten wir das alles nicht nur an Ergebnissen bemessen, denn die waren ja teilweise auch knapp. Wichtig war die Art und Weise, wie wir diese ersten Wochen bestritten haben. Der Lohn stellt sich dann meist auch in Form von Punkten ein.”

“Nun steht nun die Auswärtsaufgabe beim HSC 2000 Coburg auf dem Programm. Angesichts der Tabellenkonstellation und den bisherigen souveränen Auftritten Ihres Teams dürfte die Favoritenrolle sicherlich beim ASV liegen. Was erwarten Sie von der Partie?”
Michael Lerscht: “Um die Favoritenrolle kommt man als Erstligaabsteiger ja eigentlich nie herum. Das hat für uns aber auch keine Bedeutung. Wir wissen, dass man in der 2. Handball-Bundesliga seine Leistung jeden Spieltag aufs Neue bringen muss. Hier kann jeder jeden schlagen. Wir wissen aber auch: Wenn wir unsere Leistung abrufen, sind wir schwer zu bezwingen. Und mit diesem Selbstbewusstsein gehen wir in jeden Spieltag, immer aber auch mit der nötigen Portion Demut, die man in dieser Liga einfach braucht. Coburg hat zuhause zweimal souverän gewonnen. Auswärts war es zweimal knapp. Auch hier sollte niemand den Fehler machen, irgendetwas an Punkten oder Platzierungen zu bemessen.”

ASV verpflichtet Zwei-Meter-Kraftpaket

Mitten in der heißen Phase der Saison der 2. Handball-Bundesliga vermeldet der ASV Hamm-Westfalen eine weitere erfolgreiche Neuverpflichtung zur neuen Spielzeit. So werden die Westfalen die noch offene Stelle am Kreis mit Stefan Bauer besetzen, der vom HSC Coburg in die WESTPRESS arena wechseln wird.

„Wir freuen uns, dass sich Stefan für uns entschieden hat“, betonte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers bei Bekanntgabe der Verpflichtung des vor wenigen Tagen 25 Jahre alt gewordenen 2,02 Meter großen und fast 120 Kilogramm schweren Kraftpaketes. Vor seinem Wechsel zum HSC vor einem Jahr stand Bauer beim HC Erlangen unter Vertrag, wo er als Drittligaspieler auch zu 15 Einsätzen in der Liqui Moly Bundesliga kam. „Stefan ist ein physisch starker Spieler, der in Angriff und Abwehr seine Qualitäten hat. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, erklärte Trainer Michael Lerscht.

Die Vorfreude auf die Zusammenarbeit teilt auch Stefan Bauer, der in Erlangen 2021 bereits die Rückserie mit Benny Meschke zusammen im Innenblock gespielt hat: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Der ASV ist seit Jahren eine Top-Adresse in der 2. Handball-Bundesliga. Ich will meinen Teil zum Erfolg beitragen und mich natürlich auch selbst hier weiterentwickeln. Und natürlich freue ich mich auch auf das Wiedersehen mit Benny“, so Bauer. Der Rechtshänder erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag und läuft in der kommenden Saison zusammen. „Stefan ist ein toller Typ und wird uns auf jeden Fall verstärken“, ist auch Benny Meschke, der bereits Kontakt zum ehemaligen Mannschaftskollegen hatte und ihm erste Tipps bei der Wohnungssuche in Hamm gegeben hat, von den Qualitäten des Neuzugangs überzeugt.

Tor des Monats beschert erste Führung und Punkte

Gegen einen über weite Strecken stark spielenden Gast aus Coburg mühte sich der ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend lange, um am Ende mit der ersten Führung des gesamten Spiels einen glücklichen 30:29-Heimsieg (14:17) feiern zu können.

Drei Sekunden vor dem Ende war es Dani Baijens, der den Westfalen doch noch das nicht mehr möglich Geglaubte sicherte: Zwei Punkte gegen den Erstligaabsteiger – und das auch noch per Kempa-Tor. Somit war dieses Tor in jeder Hinsicht für die westfälischen Handballfans, von denen diesmal 1.207 in die WESTPRESS arena kamen, der schönste Treffer des Abends. Dabei schienen die Coburger, die gut vierzehn Minuten vor dem Ende schon mit fünf Toren geführt hatten, die Partie nicht mehr aus der Hand geben zu können. In Überzahl lag der HSC drei Minuten vor dem Schlusspfiff mit 27:29 vorne.

Aber der ASV, der nach der Roten Karten gegen Jan Brosch noch bis zwei Minuten vor dem Ende mit einem Spieler weniger auskommen musste, wehrte sich nach Kräften. Zudem bildete Vladimir Bozic, der am Tag zuvor noch seinen 39. Geburtstag gefeiert hatte, mit am Ende insgesamt zehn Paraden einen extrem wichtigen Rückhalt im Tor der Westfalen. Vor allem Coburgs sonst so treffsicheren Rechtsaußen Florian Billek trieb der Kroate schier zur Verzweiflung, am Ende brachte Billek es nur auf vier Treffer bei zehn Versuchen.

Nachdem die Gastgeber diese schwierige Phase überstanden hatten, drehte Dani Baijens, der wieder einmal unermüdlicher Antreiber im Spiel des ASV war, erst richtig auf. Mit drei Toren in Serie stellte er die Anzeigentafel von 27:29 auf 30:29 – am Ende mit besagtem Kempa-Tor. Dass es dazu in der Schlussviertelstunde überhaupt noch kommen konnte, war auch Jan von Boenigk zu verdanken, der mit entschlossenen Offensivaktionen in einer schwierigen Phase neben Baijens wichtigster Angriffsspieler war. Zudem blieben die Kreisläufer Jan Brosch (4/4) und Benjamin Meschke (3/3) ohne Fehlwurf.

Ohne allerdings die Mithilfe des Gegners hätte es unter dem Strich wohl auch nicht zu zwei Punkten gereicht. Denn trotz guter Möglichkeiten machte Coburg im entscheidenden Moment den Sack nicht zu – und findet sich damit mit nur zwei Punkten vor den Abstiegsrängen voll im Abstiegskampf wieder.

Bereits am Mittwoch ist der ASV Hamm-Westfalen wieder gefordert, diesmal geht es zum HC Elbflorenz Dresden. Die Anreise tritt die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht bereits am Dienstag an, Anwurf ist am Mittwoch um 19:30 Uhr. Und am Samstag folgt dann das vierte Duell innerhalb von nur elf Tage, dann erneut in der WESTPRESS arena. Gegner ist dann der TuS Ferndorf (19:15 Uhr).

ASV Hamm-Westfalen – HSC Coburg 30:29 (14:17)

ASV: Storbeck, Bozic – Genz (1), Huesmann (3/1), Brosch (4), Reimann, Engelhardt, Kooij, Pretzewofsky (1), Schöße, Orlowski (2), Meschke (3), Baijens (9), Mikita (1), von Boenigk (4), Wieling (2/1)

HSC: Kulhanek, Jochens – Preller, Runarsson (1), Fuss (3), Toom, Billek (4), Mubenzem, Juskenas, Knauer (2), Varvne (2), Schäffer, Kurch (9), Grozdanic (7/5), Schröder (4), Bauer

Schiedsrichter: Fabian und Christian vom Dorffe

Zuschauer: 1.207

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Siegerjubel direkt nach dem 30:29. - Foto: Kaufmann/ASV

ASV empfängt Freitag Coburg

Nur drei Tage nach dem 27:25-Arbeitssieg gegen den HC Empor Rostock tritt der ASV Hamm-Westfalen erneut in der WESTPRESS arena an. Gegner ist diesmal Erstligaabsteiger HSC Coburg, bei dem im Oktober ein 32:26-Auswärtssieg gelang. Während sich die Westfalen seither als direkter Verfolger des Spitzenduos Gummersbach und Nordhorn-Lingen etabliert hat, dümpeln die Coburger, bei denen gegen Hamm Brian Ankersen sein Debüt als neuer Coach gefeiert hatte, in der unteren Tabellenhäfte – als aktueller 14. der 2. Handball-Bundesliga weit hinter den Erwartungen vieler Trainer im Vorfeld der Saison als wohl auch den eigenen Ansprüchen. Längst ist das Ziel klar formuliert: Klassenerhalt schaffen.

Über die aktuelle Form des HSC lassen sich nur Vermutungen anstellen, das letzte Pflichtspiel der Mannschaft von Trainer Brian Ankersen datiert auf den 26. Februar – und das ging in eigener Halle denkbar knapp mit 24:25 gegen TuSEM Essen verloren. „Von der Tabelle sollte sich niemand täuschen lassen. Das ist ein Gegner mit Qualität, für den es außerdem um jeden Punkt geht. Wir müssen wieder ans Leistungsmaximum gehen, um beide Punkte in Hamm behalten zu können“, warnt Michael Lerscht vor der zweiten von vier Aufgaben, die die Westfalen bis nächsten Samstag innerhalb von nur elf Tagen absolvieren müssen. Fehlen werden dem ASV-Coach wie gegen Rostock wieder Abwehrchef Markus Fuchs und Rückraum Sören Südmeier – beide wie nun bekannt ist möglicherweise ja bis zum Ende der Spielzeit.

Anwurf am Freitagabend ist um 19:15 Uhr. Zugelassen sind 2.650 Zuschauer – unter Einhaltung der 3G-Regel. In der WESTPRESS arena muss darüber hinaus während des gesamten Besuchs eine Maske getragen werden. „Wir hoffen natürlich auf einen besseren Besuch als am Dienstagabend. Die Mannschaft hat es sich verdient. Wir stehen auf dem dritten Platz der 2. Handball-Bundesliga auf Tuchfühlung zu den Spitzenteams und sie spielt einen begeisternden Handball“, hofft ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers auf eine bessere Kulisse. Die Abendkasse öffnet um 17:45 Uhr. Darüber hinaus übertragen wie gewohnt SportDeutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm live.

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ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Verdienter 26:32-Auswärtssieg

Eine Leistung „nahe am Maximum“ hatte ASV-Trainer Michael Lerscht von seiner Mannschaft in Coburg im Vorfeld gefordert und sein Team sollte ihn nicht enttäuschen. Denn wie schon zuletzt in eigener Halle dominierten die Westfalen auch beim Erstligaabsteiger große Teile der Partie und setzte sich am Ende verdient mit 26:32 (12:15) gegen den HSC Coburg durch.

Offensiv waren die Gäste vor 1.311 Zuschauern von Anfang an im Spiel, in der Verteidigung tat sich der ASV gegen die neuformierte HSC, bei der zu Wochenmitte Brian Ankersen das Traineramt neu übernommen hatte, zunächst schwer. „Wir hatten da Probleme, ins Spiel zu kommen. Coburg hat das richtig gute gemacht. Aber ab der 15. Minute haben wir die schnellen Kreuzungen dann besser verteidigt und die Torhüterleistung kam dazu“, analysierte ASV-Kreisläufer Jan Brosch nach dem Spiel die Anfangsphase. So sollte das 10:9 durch Karl Toom in der 19. Minute die letzte Führung der Gastgeber sein. Gerrit Genz glich aus, ehe Markus Fuchs und Dani Baijens bis zur 25. Minute eine 10:12-Führung für die Westfalen herstellten. Vorne lief es weiterhin gut, hinten ließ die Abwehr weniger zu – was dennoch auf das Tor des ASV ging, wurde in Serie vom eingewechselten Vladimir Bozic entschärft.

„Die erste Halbzeit läuft so, wie wir es wollen. Wir führen 9:7 und hatten sogar noch Chancen, es weiter auszubauen. Aber als Hamm dann zurückkommt, haben wir den Einbruch“, meinte HSC-Coach Ankersen. Zu hoch war in der Folge das Tempo, in dem die Gäste ihre Angriffe aufbauten und dann sehr variabel vollendeten. Nach dem 12:15-Pausenstand drehte der ASV im zweiten Abschnitt sogar noch weiter auf, erarbeitete sich mehrfach Ballgewinne in der Abwehr. So stellte Sören Südmeier in der 37. Minute die 15:20-Führung her. Ankersen hatte genug gesehen – durch eine Auszeit und eine taktisch neue Variante des HSC in Form des konsequenten zusätzlichen Feldspielers im Angriff für seinen Torwart versuchte er den Lauf der Westfalen zu brechen. Diese Maßnahme sollte Wirkung zeigen – zumindest vorübergehend. Durch drei Treffer in Folge spielte sich Coburg auf 20:22 heran. Die HSC-Fans witterten eine Chance, das Spiel doch noch zu drehen.

Doch der ASV stellte sich auf die neue Situation ein, Jan von Boenigk und Marian Orlowski sorgten wieder für eine Vier-Tore-Führung die von Boenigk in der 47. Minute auf 21:26 erhöhte. Als dann noch der für einen Siebenmeter zurückgewechselte Felix Storbeck erfolgreich abwehrte und trafen Jan Pretzewofsky und Fabian Huesmann durch ihre Tore zum 21:28 bei noch gut zehn Spielminuten auf der Uhr vorentscheidend. Noch einmal versuchte Ankersen durch eine Auszeit Einfluss zu nehmen, mehr als eine zwischenzeitliche Verkürzung als auf vier Tore gelang der HSC aber nicht mehr.

„Wir sind megaglücklich und stolz, hier gewonnen zu haben. Wir haben heute eine sehr geschlossene Leistung gehabt, egal wie wir gewechselt haben, es hat funktioniert. Was wir beeinflussen können, hat gut funktioniert. Das Auswärtsspiel in Coburg ist eine hohe Hürde und wir freuen uns, dass wir sie genommen haben“, erklärte ASV-Trainer Michael Lerscht, der in Coburg nur auf Matej Mikita aus privaten Gründen verzichten musste, nach der Partie, der von Ankersen die Glückwünsche entgegennahm: „Hamm hat heute hervorragend gespielt und verdient gewonnen. Wir haben uns das Ergebnis natürlich anders vorgestellt. Aber die Mannschaft hat nie aufgegeben, haben uns auch später fast zurückgekämpft. Wir haben noch viel vor. Wir werden mein Konzept weiterentwickeln, und es dann in einer Woche besser machen“, so Ankersen weiter.

HSC Coburg – ASV Hamm-Westfalen 26:32 (12:15)

HSC:  Kulhanek, Jochens, Apfel – Preller (3), Fuß (4), Toom (3), Billek (4/1), Mubenzem (2), Juskenas (2), Schikora, Kurch (2), Grozdanic (4/1), Schröder (2), Bauer

ASV: Storbeck, Bozic – Genz (3), Huesmann (5/4), Brosch (5), Fuchs (2), Reimann, Engelhardt (1), Südmeier (3), Pretzewofsky (4), Orlowski (1), Baijens (5), von Boenigk (3), Wieling

Zuschauer: 1.311

Schiedsrichter: Maria Ludwig, Jennifer Eckert

ASV-Hamm Westfalen

NEWS

Gegner wird “massiv heiß sein”

Vor drei Spielen innerhalb einer Woche steht der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga. Nach dem Gastspiel beim Erstligaabsteiger HSC Coburg (Samstag, 19:30 Uhr) treten die Westfalen in der heimischen WESTPRESS arena am Mittwoch um 19:15 Uhr gegen ein weiteres Topteam der Liga an, wenn der HC Elbflorenz-Dresden zu Gast ist. Zwar mussten die Dresdener ihr für das Wochenende angesetzte Spiel gegen Dormagen wegen zweier Corona-Fälle in der Mannschaft auf Mitte Dezember verlegen, aktuell scheint die Ausrichtung des Spiels am Mittwoch beim ASV aber möglich. Drei Tage später treten die Westfalen dann beim aktuellen Schlusslicht TuS Ferndorf an, Anwurf in der Sporthalle Stählerwiese ist am 30. Oktober um 19 Uhr.

Doch zunächst gilt die volle Konzentration des ASV der schwierigen Aufgabe in Coburg. Der 13. der Tabelle hat nach – angesichts hoher Erwartungen – verpatztem Saisonstart mit nur zwei knappen Heimsiegen gegen Großwallstadt und Dormagen seinen Cheftrainer freigestellt. Der Däne Brian Ankersen löste zu Wochenmitte Alois Mraz ab, der Däne unterschrieb einen Vertrag bis Ende nächster Saison. „Leider haben uns die ersten Spiele der aktuellen Saison gezeigt, dass sich die erhoffte positive Weiterentwicklung nicht im gewünschten Maße eingestellt hat. Aus diesem Grund haben wir nach reiflicher Überlegung entschieden, zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison einen Wechsel auf der für uns so wichtigen Trainerposition vorzunehmen“, erklärte HSC-Geschäftsführer Jan Gorr gegenüber der Presse.

Während der Erfolgsdruck in Coburg als bei allen Beteiligten deutlich spürbar ist, belegen die jüngsten Leistungen der Westfalen eine erfreuliche Weiterentwicklung. Die neuformierte Mannschaft von Trainer Michael Lerscht zeigte gegen die Topteams HSG Nordhorn-Lingen und SG BBM Bietigheim nicht nur große Spielfreude, sondern auch sehr konstante Leistungen. „Wir befinden uns in einer Entwicklung“, betonte Rückraumspieler Marian Orlowski unter der Woche im Interview, der selbst in drei Pflichtspielen 17 Treffer für den ASV erzielte. Zwischen diesen beiden Spielen dominierte der ASV auch im Pokalduell gegen Ligakonkurrent Großwallstadt. Dennoch bleiben die Verantwortlichen beim ASV betont sachlich. „Wir müssen Woche für Woche möglichst an unser Maximum gehen, auf emotionaler und handballerischer Ebene, um Punkte zu sammlen. Trotz der Platzierung ist der HSC auf jeden Fall eines der Topteams der Liga. Uns erwartet ein sehr heißer Tanz, in der Halle ist immer viel Stimmung und viel Druck auf dem Kessel. Alle werden massiv heiß sein. Darauf müssen wir uns einstellen“, erwartet ASV-Trainer Michael Lerscht eine schwierige Aufgabe.

Personell bewegt sich der ASV jedenfalls nahe am Maximum, einzig hinter dem Einsatz von Kapitän Fabian Huesmann stand zum Ende der Woche noch ein Fragezeichen. Der Linksaußen hatte sich während des Heimspiels gegen Bietigheim eine Fußverletzung zugezogen. „Darüber entscheiden wir kurzfristig“, so Lerscht vor dem Abschlusstraining am Freitag. Die Partie am Samstag wird wie gewohnt live von SportDeutschland.TV übertragen.

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ASV scheitert an Coburger Festung

Sechs Spiele – sechs Siege: Auch nach dem Gastspiel des ASV Hamm-Westfalen beim HSC Coburg änderte sich an der weißen Weste des Gastgebers nichts. Die starken Oberfranken fuhren einen stets ungefährdeten 36:28 (19:13)-Erfolg ein. Für Hamm war es bereits die dritte Niederlage auf fremder Platte in Folge.

ASV-Trainer Kay Rothenpieler hatte für den ehemaligen HSC-Profi Oliver Krechel ein besonderes Bonbon parat: Gegen seine ehemaligen Kollegen durfte der Torwart zu Beginn zwischen die Pfosten. Und das sollte sich zunächst bezahlt machen, denn der 28-Jährige parierte gegen im Duell mit Sebastian Weber. Nicht ganz so gut lief es für einen weiteren Ex-Coburger – Stefan Lex sah bereits in der zweiten Minute die erste Zwei-Minuten-Strafe der Partie.

Nach acht Minuten setzten sich die Gastgeber erstmals etwas ab, nach einer Parade des ehemaligen ASV-Schlussmanns Jan Kulhanek markierte der Schwede Tobias Varvne das 5:2. Den Coburgern in die Karten spielte, dass die Hammer immer wieder in Unterzahl agierten. Neben Lex mussten auch Marten Franke, Markus Fuchs und Oliver Milde im ersten Durchgang für zwei Minuten auf die Bank. Erschwerend kam hinzu, dass es der Offensive nicht gelang, die Angriffe konzentriert abzuschließen.

In der 13. Minute reagierte Rothenpieler und nahm die bereits erste Auszeit. Ein klares Indiz, dass der 48-Jährige überhaupt nicht zufrieden mit dem Auftreten seiner Sieben war. Doch auch folglich gelang es den Westfalen nicht, ein ruhiges Angriffsspiel aufzuziehen.

Gleich in doppelter Überzahl agiert Hamm ab der 25. Minute, denn Varvne musste auch Stepan Zeman eine Zwangspause einlegen. Doch deutlich näher rückten die Roten nicht an den Gegner heran. Bis zur Halbzeit zog Coburg sogar weiter davon, beim Stand von 19:13 ging es in die Kabinen. Vor allem Florian Billek bekam die ASV-Defensive nicht in den Griff, so dass der flinke Rechtsaußen acht Treffer erzielte.

Auch im zweiten Abschnitt bot sich den 2851 Zuschauen in der HUK-COBURG arena kein anderes Bild: Die Hausherren blieben scharf im Angriff und griffig in der Verteidigung. Bei den Hammern sorgte zumindest der hochmotivierte Lex für Lichtblicke im Angriff, dem insgemsamt starke elf Treffer in seiner alten Heimat gelangen. Zusammen mit Billek war der rechte Rückraumspieler damit erfolgreichster Schütze des Spiels. Es brachte dennoch nichts, denn bereits nach 39 Minuten führten die Schwarz-Gelben 26:19. In der Folge gelang es dem ASV weiter nicht, den Abstand zu verkürzen – im Gegenteil. Die Partie endete mit einem ernüchternden 36:28. (mby)

Foto: Peter Pisa

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Spitzenpartie mit Klassentreff-Charakter

Ein Platz, Punkt und Tor: Es ist nicht viel, was den HSC 2000 Coburg und den ASV Hamm-Westfalen vor der Partie am Samstag (ab 19.30 Uhr) trennt. Sollte der dritte Auswärtserfolg in dieser Saison glücken, würden die Roten an den aktuell zweitplatzierten Coburgern vorbeiziehen.

Ein Blick auf die bisherigen Heimspiele des HSC macht aber klar, dass die Hammer Pionierarbeit leisten müssen. Alle fünf Spiele in der HUK-COBURG arena bestritten die Sieben in den schwarz-gelben Trikots erfolgreich, weisen dabei die beachtliche Tordifferenz von 145:111 (+34) auf – das ist der Spitzenwert in der 2. Bundesliga.

Doch bei aller sportlichen Brisanz: Das Gastspiel in Coburg wird auch eine Art Klassentreffen. So stehen zwischen den Pfosten auf beiden Seiten bekannte Gesichter. Beim Coburger Goalie Jan Kulhanek ist die ASV-Zeit allerdings schon einige Jahre her: Von 2005 bis 2008 trug der mittlerweile 38 Jahre alte Routinier das rote Trikot. Christoph Neuhold dürfte den Hammer Fans hingegen noch deutlich präsenter sein. Erst im Sommer 2018 wechselte er zu den Oberfranken, zuvor war der Rückraum-Spieler zwei Jahre für den ASV aktiv.

Aber auch auf den Weg von Bayern ins Ruhrgebiet haben sich zwei Profis gemacht. So war Oliver Krechel von 2014 bis 2018 für Coburg aktiv. 147 Partien bestritt der Schlussmann für die Schwarz-Gelben, davon 34 in der Bundesliga. Zusammen mit Krechel wechselte Stefan Lex nach Hamm. In seinen zwei Jahren für den HSC stand der rechte Rückraumspieler 59 Mal auf der Platte und markierte 181 Treffer.

„Man kennt sich, es waren in der Vergangenheit immer gute Partien“, meint auch Hamms Trainer Kay Rothenpieler, der ein „enges Duell“ erwartet: „Beide Mannschaften sind ambitioniert und stehen zurecht weit oben in der Tabelle. Die Coburger haben ein ausgeglichenes Team mit vielen erfahrenen Spielern. Kleinigkeiten werden entscheidend sein.“ Verzichten muss Rothenpieler beim „Klassentreffen“ nur auf Jan von Boenigk, der an einer Grippe laboriert. (mby)

Foto: Henning Wegener